Photovoltaik - Monokristallin - Polykristallin - Dü nnschicht - Wirkungsgrad

On Wed, 23 Sep 2009 17:08:52 +0200, Marcel Müller wrote:


Auf welchen Baeumen wachsen Styroporplatten, um diese ohne Herstellungsaufwand und Energieeinsatz ernten zu koennen?
Kohleabbau ist kostenlos? Oder wie kommt die Kohle ins Kraftwerk, das sich ohne Infestionen von selbst errichtete? Ganz zu schweigen von den Abermillionen kleinen Helferlein, die aus organischer Substanz im Laufe von Jahrtausenden so etwas wie Kohle oder Oel fabrizierten.
Sprich, ich kapiere nicht, worauf du hinaus willst. Fuer fast jede Energie-"Gewinnung" braucht es Anfangsinvestitionen und laufende Kosten. Die sind geringer, wenn du dein Mittagessen auf dem Holzfeuer kochst, statt in der Mikrowelle.
Aber gestehe mal selbst: Wie oft hast du schon mit Nachwaerme gekocht, indem du den Topf mit Nudeln, Reis, Kartoffeln unter die Bettdecke gesteckt hast?
PV hat den derzeit enormen Vorteil, dass die Energie anderswo verbraucht werden kann, die bei Solarthermie als Ueberangebot verloren geht. Solarwaermespeicher erfordern erheblichen Investitionsaufwand. Und Solarthermie hat das Systemproblem, dass am wenigsten Ertrag anfaellt, wenn man am meisten davon braucht.
Sprich: mein Solarkollektor ist ueberdimensioniert, mein Pufferspeicher unterdimensioniert und die Technik fuer Solar-Luft-Kollektoren ist noch nicht verbreitet genug, um mir zu helfen.
Schoenen Gruss Martin
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Obwohl ich beim Hausbau vor 8 Jahren die Solarrohre vom Heizungskeller bis aufs Dach gelegt habe, habe ich jetzt doch auf Solarthermie verzichtet, weil die verbrauchte Dachfläche im Vergleich zu Photovoltaik zu schlecht genutzt wird. Ich werde mittelfristig den Ölkessel durch eine Wärmepumpe ersetzen. Solarzellen haben einen Wirkungsgrad von 14% (Umwandlung Licht in elektr. Strom), was mit dem Faktor 4 einer Wärmepumpe zusammen 56% Wirkungsgrad ergibt (Umwandlung Licht in Wärmeenergie), das ist kaum weniger als die ca. 60 - 70% von thermischen Solarkollektoren. Dafür kann man den nicht für Heizung und Warmwasser benötigten Strom anderweitig gebrauchen.
Manche nutzen ja Solarthermie auch zur Heizungunterstützung und schrauben sich dafür relativ großzügige 20m2 Kollerktorfläche aufs Dach, was je nach Gegebenheiten laut Herstellerangaben vielleicht so 25-30% Energieersparnis bringen soll. Anhand den realen Ertragsdaten einer vergleichbaren PV Anlage, werde ich mit meinen 120m2 PV + Wärmepumpe ca. 60% Energieersparnis haben.
Oder anders ausgedrückt, die ca. 1600 Liter Heizöl/Jahr für 200m2 voll beheizte Wohnfläche + Warmwasser werde ich durch ca. 4000 kWh Strom ersetzen. Davon werden ca. 2400 kWh von meiner PV Anlage kommen und der Rest von ca. 1600 kWh aus dem Stromnetz.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am Wed, 23 Sep 2009 09:44:47 -0700 (PDT) schrieb Martin Kobil:

Die bringt die 2400 kWh auch in den Monaten in denen sie gebraucht werden?
Wie gross ist denn die Anlage?
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
  Click to see the full signature.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am Wed, 23 Sep 2009 18:59:52 +0200 schrieb Lutz Schulze:

Sorry, 120 qm hatte ich überlesen.
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
  Click to see the full signature.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Ja, mit monatlichen Ertragsdaten einer Photovoltaik-Vergleichsanlage und monatlichen Verbrauchsdaten meines Ölkessels konservativ gerechnet.
Wie ich schon geschrieben habe, wäre ein BHKW in der Nachbarschaft ideal um auch die restlichen 1600 kWh zu erzeugen, um auf den Netzbezug verzichten zu können.
Aber 1600 Liter Heizöl durch 1600 kWh Strom zu ersetzen ist auch so nicht schlecht und schützt mich doch stark vor Energie- Preiserhöhungen. Für mich ist die Sache ein Energiekonzept für Haushaltsstrom, Heizung und Mobilität (Elektro- oder Hybrid-PlugIn Auto). In einigen Jahren bei PV-Anlagenpreisen unter ca. 2000 EUR/kWp hätte ich die Anlage auch ohne die staatliche Einspeisevergütung gebaut.


16 kWp, der Ertrag ist konservativ gerechnet 14000 kWh/Jahr
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Hallo, Martin,
Du meintest am 23.09.09:

Luft-Wärmepumpe?
Bei der Luft-Wärmepumpe hast Du den Faktor 4 tagsüber im Hochsommer.
Viele Gruesse! Helmut
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Faktor 4 mit einer vernünftig ausgelegten Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung, vermutlich ohne Pufferspeicher. Als kurzfristiger Wärmespeicher für maximal einen Tag dürfte aufgrund meiner Erfahrung die Masse der Fußbodenheizung/Haus reichen.
Das Frauenhofer Institut macht gerade einen Feldtest über Wärmepumpen mit real ermittelten Daten vom Wärmemengenzähler und Stromzähler. Den Herstellerangaben ist nicht zu trauen und sind im Regelfall zu hoch angesetzt.
http://wp-effizienz.ise.fraunhofer.de http://wp-effizienz.ise.fraunhofer.de/download/Richtig%20geplant-2008.pdf
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Martin Kobil wrote:

??? - Das ist aber eine mächtige Milchmädchenrechnung.
Die Wärmepumpe bringt immer das gleiche, mit oder ohne Solarstrom. Kann eine feine Sache sein. Unangenehm für den Häusbesitzer sind allen voran die Installationskosten des externen Wärmetauschers. Außerdem verschandelt man sich erstmal den Garten, wenn es nachträglich kommt.
Kurzum, es wäre noch effizienter, die Wärmepumpe /ohne/ Photovoltaik zu betreiben.

? - Das mit Abstand dümmste, was man mit Solarstrom machen kann, ist ihn selbst zu verbrauchen. Dabei zahlt man sowas von drauf (mehr als Faktor zwei).

Fußbodenheizung vorausgesetzt ist mehr drin. Der Nachbar hat die Heizung fast überhaupt nie an. Nur im Winter, wenn es wirklich sehr kalt ist. Und selbst da, bringt die Solaranlage noch Zubrot. Wenn Schnee auf dem dach liegt, und die Sonne rauskommt, schmeißt er die Pumpe trotzdem an. Dann segelt der Schnee runter und die Sonne heizt die Kollektoren. Er sagt was von 70% Ersparnis im Mittel. Allerdings arbeitet das ganze Haus durchgängig mit niedrigen Hinlauftemperaturen (Fußbodenheizung).

Was ein Unfug! Wenn man schon unbedingt PV machen muss, dann verkauft man den Strom für (sittenwiedrige) knapp 50 Cent und kauft ihn vom Strombetreiber für 20 Cent wieder ein, so wie es alle machen. Andernfalls rechnet sich die PV-Anlage niemals.
Und Öl spart die Wärmepumpe auch so.
Marcel
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
On 09/25/2009 10:55 PM, Marcel Müller wrote:

Das sehe ich etwas anders:
1 kWh PV-Strom verkauft = 0,43ct 1 kWh PV-Strom selbst verbraucht = 0,25ct (Verguetung Eigenverbrauch) + 0,22ct (gespart, da nicht bezogen vom EVS)
(Preise auf 2009 und EVS Envia Chemnitz bezogen)

Der Eigenverbrauch von PV-Strom wird ebenfalls verguetet, siehe Erneuerbare Energien Gesetz 2009 (EEG 2009). Dann sieht die Rechnung anders aus, bei steigenden Strompreisen erst recht...
Regards Karsten
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Genau so ist es bei Anlagen welche ab dem 1.1.2009 in Betrieb gegangen sind, weil seitdem das EEG2009 gültig ist. Man kann den Preis für den zeitgleich erzeugten und eigengenutzten Strom dann mit 43ct - 25ct 18ct ansetzen, ohne steuerliche Berücksichtigung. Und zwar gilt dieser Preis 20 Jahre lang konstant!
Die steuerliche Betrachtung davon ist nicht ganz einfach auch weil die Aussagen der Finanzbehörden noch nicht wirklich festgezurrt sind. So wie es derzeit aussieht, entfällt im Vergleich zur Netzeinspeisung die Einkommenssteuer auf diese 18ct, bei einer EkSt-Grenzsteuersatz von 33% wären das dann faktisch Stromkosten von 12ct + MwSt, was 14,3ct sind.
==> Das mit Abstand dümmste, was mit mit Solarstrom machen kann ist, ihn nicht für 14,3ct selbst zu verbrauchen, sondern stattdessen den ca. 22ct teuren Strom aus dem Netz zu beziehen.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am Sat, 26 Sep 2009 02:24:12 -0700 (PDT) schrieb Martin Kobil:

Um ihn komplett selbst zu verbrauchen wirst du aber noch einige Vorkehrungen treffen müssen die ebenfalls Geld kosten.
Die Wärmepumpe zum Beispiel wird mehr die gleichmässige Versorgung bevorzugen, das kann der eigene Strom nicht bieten.
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
  Click to see the full signature.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Du mußt ihn ja nicht selbst verbrauchen. Was nicht verbraucht wird, wird ins Stromnetz eingespeist. Siehe das Schaltbild welches der Karsten Roch gepostet hat:
http://tinyurl.com/y8grdxv
Auf der anderen Seite könnte man als Einzelperson durchaus auf die Idee kommen, mit dem 14ct Solarstrom tagsüber einen Speicher (Akku) zu laden um auch nachts den eigenen Strom nutzen zu können, anstatt ihn für 22ct aus dem Netz zu beziehen. Für das Stromnetz ist das aber eher kontraproduktiv, weil er tagsüber erzeugt wird, wo eh die Verbrauchsspitzen liegen. Und in der Nacht der Grundlaststrom von diesen irrigen AKWs im Überfluß vorhanden ist.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am Sat, 26 Sep 2009 04:32:46 -0700 (PDT) schrieb Martin Kobil:

Wenn das (auch abrechnungmässig) so funktioniert geht das ja einfacher als gedacht.
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
  Click to see the full signature.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am Sat, 26 Sep 2009 14:11:13 +0200 schrieb Lutz Schulze:

Moment, eine Nachfrage noch:
Die Wärmepumpe hätte ja aber wegen des Sondertarifs einen eigenen Zähler und würde dann abrechnungstechnisch nie mit dem eigenen Strom gespeist?
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
  Click to see the full signature.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Ja, man könnte sich dafür eine automatische Umschaltung ausdenken. Aber mit einem Wärmepumpentarif wäre ich an meinen örtlichen VNB gebunden, dessen WP-Tarif kaum preisgünstiger ist, als der normale Haushaltsstrom eines alternativen Anbieters. So werde ich halt vermutlich die WP mit normalen Haushaltsstrom betreiben, was bei mir übrigens ab dem 1.1.2010 Ökostrom sein wird. Bei den 1600 kWh zusätzlichem Netzstrom für die WP und 0,1791 EUR/kWh sind das nur 287 EUR Gesamtkosten im Jahr.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am Sat, 26 Sep 2009 05:57:12 -0700 (PDT) schrieb Martin Kobil:

Wo gibt es den so günstig?
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
  Click to see the full signature.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

http://www.secura-oekostrom.de /
Ist ein Verbund von Stadtwerken in Deutschland. Es gibt aber mehrere Ökostromanbieter in dieser Preisklasse. Suchmaschine: www.verivox.de
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am Sat, 26 Sep 2009 09:19:58 -0700 (PDT) schrieb Martin Kobil:

Danke, ich bin überrascht.
Früher war die Suche wenig ergiebig, da scheint sich ja einiges getan zu haben.
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
  Click to see the full signature.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
On Sat, 26 Sep 2009 11:30:33 +0200, Lutz Schulze

Eine Steuerung, die die Wärmepumpe immer dann einschaltet wenn die Solaranlage Strom produziert, ist Pipifax. Zu Not reicht eine einfache Schaltuhr, die die Wärmepumpe immer tagsüber einschaltet. Das einzige was man braucht ist ein Speicher.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am Mon, 28 Sep 2009 07:00:19 +0200 schrieb Emil Naepflein:

Technisch ist das in der Tat recht einfach lösbar.

Die Anlagen mit Tiefenbohrung und Wärmepumpe die ich bisher sah waren aber so ausgelegt dass sie in den kalten 3 Monaten mehr oder weniger durchlaufen mussten um die Temperatur im Gebäude zu halten (teilweise wurde noch zugeheizt, wenn die Temperaturen weiter fielen).
Natürlich kann man das alles anders auslegen, das treibt aber die Kosten nicht unerheblich.
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
  Click to see the full signature.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Polytechforum.com is a website by engineers for engineers. It is not affiliated with any of manufacturers or vendors discussed here. All logos and trade names are the property of their respective owners.