Wenn du das Netz brauchst, um Kernenergie zu verwerten, wird das erst Recht kosten. Da braucht man nämlich richtig lange Leitungen. PV fällt dagegen immer in der Nähe des Nutzortes an. Fernleitungen braucht man da wirklich nur, wenn man auf Extremlösungen wie z.B. Desertec gehen will. Und die nutzen gar keine PV, sondern Thermomaschinen.
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C
Christoph Müller
Lutz Schulze schrieb:
Bei 8,50 Euro/kWh könnte ich mir schon vorstellen, dass man da auch mal einen Akku in der Ladung runter fährt. Wo die Amortisationsgrenze für welches System liegt, wird man ja ermitteln können. Dann braucht man eigentlich nur noch ein automatisches Stromhandelssystem, an dem sich ALLE mit nur minimalsten Zugangshürden beteiligen können und schon läuft das Ganze unabhängig vom jeweiligen Akkusystem. Was da zur Anwendung kommt, wird sich also lediglich auf den Preishub auswirken. Jeder kann sich dann seine eigenen Reaktionsstrategien entwerfen und programmieren. Kühlschrank abschalten, Stromerzeuger starten, Akku entladen, ...
V
Volker Gringmuth
Honecker hat viel Scheiße abgesondert, aber diese geht nun wirklich nicht auf seine Kappe.
vG
C
Christoph Müller
Uups. Nachschauen - tatsächlich. Walter Ulbricht war's am 15. Juni 1961.
R
Ralf . K u s m i e r z
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Christoph Müller schrieb:
Womit die Sache gestorben wäre.
"Lediglich" ist gut...
Gruß aus Bremen Ralf
M
Martin Trautmann
Wie kommt man auf solche Zahlen? Mit 1 Euro fuer 1 V * 2000 mAh und 1000 Zyklen komme ich schon auf nur 0.50 EUR/kWh mit Standard-Mignonzellen.
Mit einer Autobatterie und 50 EUR, 10 V, 100 Ah, 200 Zyklen komme ich schon auf 0.25 EUR. Das ist zwar noch immer zu teuer - aber in vernuenftigen Anwendungen sollten da auch vernuenftige Preise zustande kommen.
Wo ist mein Denkfehler? Sind das Preise fuer aktuelle Labormuster und Vorserienmodelle? Oder sind die effizienten Zellen mit hoher Energiedichte dafuer einfach ungeeignet?
Schoenen Gruss Martin
L
Lutz Schulze
Am Wed, 23 Sep 2009 14:19:40 +0000 (UTC) schrieb Martin Trautmann:
Aktuell sind für solche Kfz-tauglichen Akkus wohl 700 bis 1000 Euro pro kWh Speichervermögen zu zahlen, man will in ein paar Jahren in die Nähe von 250 Euro kommen (las ich heute zufällig).
Bei 3000 Ladezyklen wären das dann etwas über 8 Cent pro kWh nur für den Akkuverschleiss, etwas Gewinn und Risikozuschlag für den der mitmacht sollte drin sein, dann liegt man etwa bei 12 -13 Cent Aufpreis pro zwischengespeicherter kWh.
Im Moment aber eher 3-4 mal so hoch.
Lutz
M
Marcel Müller
das ist korrekt, ich behaupte aber mal, dass die Subventionierung von rund 500% selbst dieses Argument in Frage stellt. Schließlich sind die Kosten für Solarzellen zu einem guten Teil indirekte Energiekosten bei der Gewinnung und Verarbeitung des Rohstoffs und der dazu erforderlichen Vorprodukte (z.B. Chemikalien). Einzig Personalkosten musste man bei dieser Überlegung ausnehmen. Sicher kein geringer Posten, aber es wird immer noch etliches übrig bleiben. Fairerweise darf man für Solarstrom wohl kaum mehr als 7ct/kWh ansetzen, wenn man die indirekten Aufwände zur Bereithaltung kurzfristiger alternativer Energiequellen oder durch Pufferungsverluste einrechnet.
Und um es kürzer zu machen, wenn wir etwas in weniger Emissionen investieren wollen, dann gibt es bei weitem Effektivere Wege, das zu tun. Das beginnt allen voran mit Energieeinsparungen, schließt aber auch Themen, wie Solarthermie ein, die verglichen mit Photovoltaik mit minimalem Energieaufwand auskommt. Es ist grob fahrlässig die bekanntermaßen knappen 'idealistischen Ressourcen' in Photovoltaik zu verschwenden.
Marcel
M
Martin Trautmann
Auf welchen Baeumen wachsen Styroporplatten, um diese ohne Herstellungsaufwand und Energieeinsatz ernten zu koennen?
Kohleabbau ist kostenlos? Oder wie kommt die Kohle ins Kraftwerk, das sich ohne Infestionen von selbst errichtete? Ganz zu schweigen von den Abermillionen kleinen Helferlein, die aus organischer Substanz im Laufe von Jahrtausenden so etwas wie Kohle oder Oel fabrizierten.
Sprich, ich kapiere nicht, worauf du hinaus willst. Fuer fast jede Energie-"Gewinnung" braucht es Anfangsinvestitionen und laufende Kosten. Die sind geringer, wenn du dein Mittagessen auf dem Holzfeuer kochst, statt in der Mikrowelle.
Aber gestehe mal selbst: Wie oft hast du schon mit Nachwaerme gekocht, indem du den Topf mit Nudeln, Reis, Kartoffeln unter die Bettdecke gesteckt hast?
PV hat den derzeit enormen Vorteil, dass die Energie anderswo verbraucht werden kann, die bei Solarthermie als Ueberangebot verloren geht. Solarwaermespeicher erfordern erheblichen Investitionsaufwand. Und Solarthermie hat das Systemproblem, dass am wenigsten Ertrag anfaellt, wenn man am meisten davon braucht.
Sprich: mein Solarkollektor ist ueberdimensioniert, mein Pufferspeicher unterdimensioniert und die Technik fuer Solar-Luft-Kollektoren ist noch nicht verbreitet genug, um mir zu helfen.
Schoenen Gruss Martin
M
Martin Kobil
Obwohl ich beim Hausbau vor 8 Jahren die Solarrohre vom Heizungskeller bis aufs Dach gelegt habe, habe ich jetzt doch auf Solarthermie verzichtet, weil die verbrauchte Dachfl=E4che im Vergleich zu Photovoltaik zu schlecht genutzt wird. Ich werde mittelfristig den =D6lkessel durch eine W=E4rmepumpe ersetzen. Solarzellen haben einen Wirkungsgrad von 14% (Umwandlung Licht in elektr. Strom), was mit dem Faktor 4 einer W=E4rmepumpe zusammen 56% Wirkungsgrad ergibt (Umwandlung Licht in W=E4rmeenergie), das ist kaum weniger als die ca. 60 - 70% von thermischen Solarkollektoren. Daf=FCr kann man den nicht f=FCr Heizung und Warmwasser ben=F6tigten Strom anderweitig gebrauchen.
Manche nutzen ja Solarthermie auch zur Heizungunterst=FCtzung und schrauben sich daf=FCr relativ gro=DFz=FCgige 20m2 Kollerktorfl=E4che aufs Dach, was je nach Gegebenheiten laut Herstellerangaben vielleicht so
25-30% Energieersparnis bringen soll. Anhand den realen Ertragsdaten einer vergleichbaren PV Anlage, werde ich mit meinen 120m2 PV + W=E4rmepumpe ca. 60% Energieersparnis haben.
Oder anders ausgedr=FCckt, die ca. 1600 Liter Heiz=F6l/Jahr f=FCr 200m2 vol= l beheizte Wohnfl=E4che + Warmwasser werde ich durch ca. 4000 kWh Strom ersetzen. Davon werden ca. 2400 kWh von meiner PV Anlage kommen und der Rest von ca. 1600 kWh aus dem Stromnetz.
L
Lutz Schulze
Am Wed, 23 Sep 2009 09:44:47 -0700 (PDT) schrieb Martin Kobil:
Die bringt die 2400 kWh auch in den Monaten in denen sie gebraucht werden?
Wie gross ist denn die Anlage?
Lutz
L
Lutz Schulze
Am Wed, 23 Sep 2009 18:59:52 +0200 schrieb Lutz Schulze:
Sorry, 120 qm hatte ich überlesen.
Lutz
H
Helmut Hullen
Hallo, Martin,
Du meintest am 23.09.09:
Luft-Wärmepumpe?
Bei der Luft-Wärmepumpe hast Du den Faktor 4 tagsüber im Hochsommer.
Viele Gruesse! Helmut
M
Martin Kobil
Ja, mit monatlichen Ertragsdaten einer Photovoltaik-Vergleichsanlage und monatlichen Verbrauchsdaten meines =D6lkessels konservativ gerechnet.
Wie ich schon geschrieben habe, w=E4re ein BHKW in der Nachbarschaft ideal um auch die restlichen 1600 kWh zu erzeugen, um auf den Netzbezug verzichten zu k=F6nnen.
Aber 1600 Liter Heiz=F6l durch 1600 kWh Strom zu ersetzen ist auch so nicht schlecht und sch=FCtzt mich doch stark vor Energie- Preiserh=F6hungen. F=FCr mich ist die Sache ein Energiekonzept f=FCr Haushaltsstrom, Heizung und Mobilit=E4t (Elektro- oder Hybrid-PlugIn Auto). In einigen Jahren bei PV-Anlagenpreisen unter ca. 2000 EUR/kWp h=E4tte ich die Anlage auch ohne die staatliche Einspeiseverg=FCtung gebaut.
16 kWp, der Ertrag ist konservativ gerechnet 14000 kWh/Jahr
L
Lennart Blume
Am Mon, 21 Sep 2009 23:03:42 +0200 schrieb Leo Baumann:
Vom Atomstrom überzeugt mich eigentlich gar nichts.
- Uranvorräte sind genauso begrenzt wie Öl und Kohle.
- Das Problem der Endlagerung ist ungelöst.
- Die Sicherheit ist fragwürdig (etliche Störfälle und beinahe Katastrophen belegen das.)
- Billig ist der Atomstrom auch nur deshalb, weil die Anlagen alt und abgeschrieben sind. (Keiner der Betreiber in D plant ernsthaft den Neubau von Atomkraftwerken, es geht immer nur um Laufzeitverlängerungen der alten Anlagen).
- Atomkraft erzeugt nur Grundlast, die dann mittels Speicherkraftwerken in Spitzenlast umgewandelt wird. Diese Speicher ließen sich für regenerative Energien sinnvoller Nutzen.
Doch nun zurück zum eigentlichen Thema.
Naja, das sind eher Laborwerte. Bei den am Markt verfügbaren Modulen kann man froh sein, wenn man einen Modulwirkungsgrad von 20% erreicht. Da die Sonne ihre Energie kostenlos zur Verfügung stellt, ist der Wirkungsgrad auch gar nicht so entscheidend. Nutzbare Flächen gibt es noch reichlich.
Die Leistungsangaben der Module beziehen sich auf eine Einstrahlung von 1000 W/m². Da die Spitzenleistungen auch in Norddeutschland regelmäßig erreicht werden, kann an Deiner Rechnung irgendetwas nicht stimmen.
Nicht aus Steuergeldern, sondern von allen Stromkunden.
Das ist im Moment noch so, aber die Vergütungen reduzieren sich von Jahr zu Jahr. In wenigen Jahren wird (hoffentlich) die Netzparität erreicht sein.
Es gibt schon etliche Anlagen die bereits länger als 20 Jahre ohne nennenswerte Probleme laufen. Nur mit den Dünnschichtmodulen liegen noch keine Langzeiterfahrungen vor.
Deine Rechnung kann ich nicht nachvollziehen.
Technisch sind die Anlagen ausgereift, das wirtschaftliche kommt hoffentlich in den nächsten Jahren.
Gruß Lennart
L
Lennart Blume
Am Mon, 21 Sep 2009 23:29:08 +0200 schrieb Alfred Gemsa:
Ich erziele 7000 kWh/a aus einer 6 kWp Anlage (in Norddeutschland). Allerdings ist die Anlage erst 2 Jahre alt.
Gruß Lennart
L
Lennart Blume
Am Tue, 22 Sep 2009 02:09:46 +0200 schrieb Leo Baumann:
Die Kernspaltung ist aus meiner Sicht nicht auf die Dauer sicher beherrschbar, die Endlagerung des Mülls erst recht nicht.
Das ist eine Träumerei aus den 1980ern. Von einer technischen Anwendung ist man trotz intensiver Forschung meilenweit entfernt.
Da ist die Photovoltaik auf jeden Fall eher wirtschaftlich als die Kernfusion.
Es ist leider wahr, daß viele in D immer noch gedanklich am Atom hängen und sich eine Energieversorgung ohne nicht vorstellen können.
Gruß Lennart
L
Lennart Blume
Am Mon, 21 Sep 2009 12:21:13 -0700 (PDT) schrieb Claudia Maier:
Eine Übersicht habe ich auch nicht, aber vielleicht kann ich ein paar Anhaltspunkte liefern.
Die besten Wirkungsgrade erzielen immer noch kristalline Siliziumzellen, empfehlenswert sind m.E. die Sanyo HIT-Zellen, vielsprechend ist auch die neue Pluto-Zelle von Suntech.
Den niedrigsten Preis/kWp erreicht man mit Dünnschichtmodulen, die brauchen dann natürlich mehr Fläche/kWp. Führend ist First Solar mit seinen CdTe-Zellen.
Gruß Lennart
H
horst-d.winzler
Lennart Blume schrieb:
Klar doch: Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe.
Deren gedankliche Welt ändert sich spontan, wenn ihnen der strahlende Müll vor die Haustür gekippt wird.
Denn wenn man diese "wissenschaftlichen" Träumer mit der Wirklichkeit konfrontiert, sehen die das nämlich unisono ganz anders als ihre derzeit veröffenlichte Meinung ;-)
M
Martin Kobil
Faktor 4 mit einer vern=FCnftig ausgelegten Sole/Wasser-W=E4rmepumpe mit Tiefenbohrung, vermutlich ohne Pufferspeicher. Als kurzfristiger W=E4rmespeicher f=FCr maximal einen Tag d=FCrfte aufgrund meiner Erfahrung die Masse der Fu=DFbodenheizung/Haus reichen.
Das Frauenhofer Institut macht gerade einen Feldtest =FCber W=E4rmepumpen mit real ermittelten Daten vom W=E4rmemengenz=E4hler und Stromz=E4hler. De= n Herstellerangaben ist nicht zu trauen und sind im Regelfall zu hoch angesetzt.
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