radiowellen versus handywellen

hallo ich wrde gerne wissen, was wellen von mobilfunknetzen von radiowellen unterscheidet. beide sind doch elektromagnetische wellen.
kann mir jemand weiterhelfen? gruss pesche
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Hallo,
Am 18.03.2012 19:04, schrieb pesche:

Genau, ist das gleiche, nur: das heute übliche Radio sendet mit einer Frequenz um die 100MHz, Handys senden bei ca. 900MHz (D-Netz) oder 1800MHz (E-Netz).
--
Michael

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Sali Pesche,

Auch Licht sind elektromagnetische Wellen. Der einzige Unterschied liegt in der Wellenlänge und dementsprechend auch in der Durchdringungstiefe von festen (oder flüssigen) Materialien. Je kürzer die Welle, desto kürzer die Durchdringungstiefe. Die Wellenlänge hat auch auf die Ausbreitungsweite einen Einfluss. Einen Langwellen-Radiosender kannst Du quer durch ganz Europa empfangen. UKW- oder Handy-Sender nur auf Sichtweite (mal von weiteren Spezialitäten, wie Reflektionen und Senderstärke, abgesehen). Peter
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Hi pesche,

ein erstes Unterscheidungsmerkmal sind die Frequenzen, das haben ja auch andere schon geschrieben. Das zweite ist die Modulation. Radiowellen im Berreich Lang- bis Kurzwelle wird klassischerweise Amplitudenmoduliert. Die übertragenen Töne sind also in der Abstrahlleistung eingeprägt. Bei UKW ist die Abstrahlleistung konstant, egal ob nun Stille oder Krawall übertragen wird. Im digitalen Rundfunk ist dies üblicherweise auch so, egal auf welcher Wellenlänge. Händi, DECT, WLAN und co hingegen arbeiten gepulst. Hier wird nicht die ganze Zeit über gesendet, sondern in Zeitschlitzen. Leute, die vor Elektrosmog Angst haben machen diesess gepulste für viele vermeindliche Schäden verantwortlich. Einen sinnvollen Funktionszusammenhang hatte man bir bisher nicht nennen können. Mit aussagekräftigen Studien ist es auch nicht weit her. Ist auch kein Wunder, wer wollte die schon finanzieren und wie will man eine wirkliche Doppelblindstudie durchziehen?
Marte
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Marte Schwarz wrote:

Das ist zwar nicht vollkommen verkehrt, aber irreführend. Die Leistung, zumindest über ein paar Millisekunden integriert, ist konstanz, da sie sich mit der Audiofrequenz um ihren Nennwert bewegt.

Das ist in den AM-Bereichen nicht anders. Bei Stille wird keineswegs nichts abgestrahlt, sondern der unmodulierte Träger mit voller Leistung. Wie bei FM.
Wenn ein AM-Sender einen 1-kHz-Ton sendet, dann zittert die momentane Feldstärke des Empfangssignals 1000-mal pro Sekunde um die unmodulierte Feldstärke herum. Nur am negativen Scheitelpunkt der NF-Schwingung und bei voller Aussteuerung ist sie für ein paar µs mal (nahezu) Null. Dafür ist sie eine Halbschwingung später auf dem doppelten Wert. Im zeitlichen Mittel ist sie konstant, egal was wie laut gesendet wird.
Wenn ein FM-Sender einen 1-kHz-Ton sendet, dann zittert die Frequenz des Empfangssignals 1000-mal pro Sekunde um die Nennfrequenz herum (von den Feinheiten des Pilottonverfahrens mal abgesehen).
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Amfm3-en-de.gif stellt das einklich recht anschaulich dar. Man darf nur nicht den Fehler machen, zu denken, bei Stille sei das NF-Signal „unten“. Es ist dann in der Mitte, auf der Null-Linie.
vG
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Hi Volker,

Wo Du recht hast, hast Du einfach recht.
Marte
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Am 19.03.2012 22:02, schrieb Marte Schwarz:

Bei AM beträgt die Leistung des Trägers allein schon 50%. Die Leistung der beiden Seitenbänder zusammen ebenfalls max. 50%. Der Träger ist lediglich zur Rückmischung im Demodulator des Empfängers notwendig. Deshalb ja auch DSP oder besser SSB mit Restträger zur Synchronisation.
--
mfg hdw

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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Marte Schwarz schrieb:

Ich wiederum komme auf eine Sendeleistung von P = P_0*(1 + m^2/2)
mit m: Modulationsgrad,
also für m = 100 % P = 1,5*P_0.
Wer hat denn nun wirklich recht?
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Am 20.03.2012 15:18, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

du natürlich. Martes Statements sind nur teilweise richtig:
>>>> Bei UKW ist die Abstrahlleistung konstant, egal ob nun Stille oder >>>> Krawall übertragen wird. >>> Das ist in den AM-Bereichen nicht anders.
falsch. Die Sendeleistung hängt sehr wohl vom Modulationsgrad und somit von der momentanen Lautstärke ab (siehe obige Formel).

richtig. Der Träger selbst ist immer konstant, aber bei Stille fehlen die Seitenbänder. "mit voller Leistung" bedeutet aber nicht die größtmögliche Sendeleistung, sondern halt nur die volle Leistung des Trägers.
>>> Wie bei FM.
eben nicht. Bei FM bleibt die Gesamtleistung unabhängig von der momentanen Lautstärke konstant, bei AM nicht.
--

Heinrich
mail: new<at>gartrip.de
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Heinrich Pfeifer wrote:

Ausser bei suedamerikanischen Stationen, kurz nachdem der Fussball ins Netz geknallt ist ... *GOOOOOOOOOOOOOL!*
:-)
--
SCNR, Joerg

http://www.analogconsultants.com /
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pesche wrote:

Die Frequenzen der Handys kommen den Mikrowellen nahe, die dringen nicht so tief in den menschlichen Körper ein. Da fließen gerne Oberflächenströme und es kommt zu Resonanzen bei 1 GHz.
Außerdem:
http://www.leobaumann.de/berech.htm#Hand
mfG Leo
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An welche Resonanzen hast Du gedacht? Bei 1 GHz ist die Vakuumwellenlänge 30 cm...
Norbert
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Norbert Hahn wrote:

Ich meinte natürlich Resonanzen in Verbindung Materie, speziell meinte ich damit gerade den menschl. Körper.
mfG Leo
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Am 18.03.2012 23:59, schrieb Norbert Hahn:

Aus Wikipedia: "Die Wärmewirkung beruht auf der dielektrischen Erwärmung, die den oben dargestellten Wirkungsmechanismus mit einem physikalischen Modell beschreibt. Ein entsprechendes Modell wurde von Peter Debye entwickelt und nach ihm benannt. Gemäß der Debye-Relaxation existiert keine Resonanzfrequenz im strengen Sinn, sondern ein breiter Frequenzbereich, in dem eine starke Anregung erfolgt.
Die Frequenz der Mikrowellenstrahlung des Herdes liegt nicht im Absorptionsmaximum, sondern die Frequenzwahl ist das Ergebnis eines Kompromisses."
Und wenn man sich das hier anschaut:
http://omlc.ogi.edu/spectra/water/gif/segelstein81.gif
sieht man, dass das mit der Resonanz völliger Quark ist.
--
Michael

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Michael S wrote:

Ich verweise auf "Theoretische Elektrotechnik", Simonyi, Technische Universität Budapest
Resonanzen in der Materie sind demnach entscheidend bestimmend für die Berechnung der Eindringtiefe der elektromagnetischen Wellen in Medien. Von Wärmewirking war keine Rede.
mfG Leo
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Nun wissen wir nur, was es nicht ist. Weiter oben hattest Du http://www.leobaumann.de/berech.htm#Hand erwähnt. Die dort berechnete Eindringtiefe hat aber nichts mit Resonanz zu tun sondern mit der Permeabilität des Stoffs.
Norbert
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Norbert Hahn wrote:

Das ist die Eindringtiefe elektromagnetischer Wellen in homogene Materialien bei gegebener Leitfähigkeit und Permeabilität. Diese Rechnung kann man vergessen bei Frequenzen oberhalb 1 GHz-1.2 GHz eben wegen auftretender Resonanzen in der Materie.
Sagen wollte ich damit, bei diesen Frequenzen treten Probleme bei der Berechnung im Vergleich zu "Radiowellen" auf.
mfG Leo
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Hallo Leo,

Kann es sein, dass Du uns etwas von Dispersion erzählen willst und den falschen Begriff verwendest?
Marte
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Marte Schwarz wrote:

Nein, es ging mir nur um den Unterschied von Radiofrequenzen zu Mikrowellen beim Eindringen in Materie.
mfG Leo
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