Rekuperations-Frage

Hallo
Im Rahmen einer Diplomarbeit steh ich momentan vor folgendem Problem: Ein Umrichter, der einen Motor (DASM) ansteuert
und mit DC gespeist wird, soll geprüft werden. Dabei wird der Motor über ein RL-Netzwerk simuliert (ich mein statt dem Motor das RL Netzwerk). Problem Rückspeisung: wie macht man das wenn der DC-Lieferant nicht rückspeisefähig ist? Mein Ansatz: Auf die Motorseite ein 3~AC Lieferant, ggf. die DC vom Netz nehmen und Drehrichten, evtl. über einen Trenntrafo um zwei getrennte Stromkreise zu schaffen, die Netzleitung bleibt aber angeschlossen und soll auch während eines Bremsvorganges (der mit dem 3~AC Generator simuliert werden soll) eingeschaltet bleiben. Der Strom fließt jetzt also von der Drehstromseite über die Dioden des IGBT-Wechselrichters und wird gleichgerichtet. Der muß dann irgendwie mit einem Widerstand "abgefackelt" o.ä. werden bevor er die "Quelle" erreicht. Einfach einen Widerstand parallelzuschalten ist zu einfach oder? Vor allem hängt da an der Stelle ja schon der Original-Bremswiderstand, dessen Aktivierung mitgetestet werden soll (Bremsvorgang bei zu hoher Netzspannung).
Hat da wer ne Lösung/Ansatz parat?
Gruß, Thorsten
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Thorsten Klein schrieb:

Eine dicke Schottky-Freilaufdiode antiparallel zum Umrichtereingang mit dem Original-Bremswiderstand in Reihe ist dir zu viel Einfluss auf die Schaltung? In dem Fall würde ich statt der Freilaufdiode einen IGBT benutzen und den mit Hilfe eins OP am Gate als gesteuerten Gleichrichter (==Freilaufdiode mit 0V Schwellenspannung) einsetzen.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Jan Kandziora schrieb:

Stimmt, warum bim ich da nicht selber draufgekommen? Warum aber Schottky? Und warum Freilauf? Die Dioden ich ich da eingezeichnet habe verhindern ja nur einen Stromfluß in die Quelle hinein. Ich hab mal ne Skizze in Paint entworfen wie ich mir das vorstelle:
http://dampftraktion.de/TEMP/RekuperationSkizze.jpg Etwas fehlt da aber noch....

ne dAS klppt nicht. Der BRemswiderstand soll ja bei zu hoher Spg. eingeschaltt werden und das soll mitgetestet werden.
falls jemanden hier die 700mV Diodenspannung stören: bei den Spannungen um dies hier geht kann man das vernachlässigen.
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Thorsten Klein schrieb:

Erstmal: Eine Diode in der Zuleitung zur DC-Quelle reicht.
Ich würde darüber hinaus vorschlagen, den Wechselrichter unten, der ja die Rotationsenergie des Motors beim Bremsen simulieren soll, über ein getrenntes Netzteil zu versorgen. So wie's da eingezeichnet ist, gibt es garantiert Rückwirkungen auf deine Bremsschaltung.
Die Betriebs-Freilaufdiode ist in deiner Zeichnung parallel zum Bremswiderstand bereits vorhanden.
Aber du willst ja die Bremsschaltung mit testen. Also musst du parallel zu IGBT und Wiederstand *noch eine* Freilaufdiode mit Notfall-Bremswiederstand (zum Beispiel Wiederstand + Lampe passender Leistung) reinschalten. Falls die Lampe aufleuchtet, ist irgendwas mit der Betriebs-.Bremsschaltung im argen.
Eine Schottky-Diode ist als Freilaufdiode besser geeignet als 'ne normale PN-Diode, weil sie halt schon bei kleinerer Spannung einsetzt. Täusch dich nicht über die Höhe der zu erwartenden Spannung. Schon bei 1V Spannungsunterschied zwischen DC-Netzteil und DC/AC-Wandler können kräftige Ströme fließen, und die willst du ja gerade kurzschließen.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Jan Kandziora schrieb:

Ja ok, das muß aber auch irgendwie ans Netz angeschlossen werden, ist ja nix für die Steckdose (Strom max. 65A, Spannungen bis knapp unter 1kV können auftreten. Werd deswegen mal mit dem Betreuer reden.

Das ganze läuft so: Netzspannung niedrig genug > Rückspeisung. Netzspannung über einem bestimmten Wert > Bremswiderstand, geschaltet über einen IGBT. Du meinst also noch ein Widerstand mit Freilaufdiode neben dem original Wid. und dann könnts funktioniern?
PS: Widerstand schreibt man nur mit einem e ;-) hatte mich Anfangs da auch immer vertan.
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Thorsten Klein schrieb:

Du hast recht -- wo waren bloß meine Gedanken? Vermutlich das Schaltbild zu spät realisiert. Die Freilaufdiode nützt ja nur was, wenn die Stromrichtung sich *nicht* umkehrt, also für den Fall, dass auf der Gleichspannungsseite geschaltet wird. Das ist bei dir ja nicht der Fall.
Wenn du bei einer Rückspeisung dem Strom den Rückweg durch das Netzteil blockierst, wird natürlich die Spannung auf der Gleichspannungsseite ansteigen, bis der Wechselrichter nicht mehr höher kann. Das heißt, der Wechselrichter geht definitiv in den Fehlerzustand, sollte die Bremsschaltung versagen.
Beides gleichzeitig kann man also nur testen, wenn man die Bremsschaltung ein zweites mal aufbaut und mit einer höheren Schaltschwelle versieht. Da der Bremswiderstand und dessen Diode vermutlich nicht ausfallen werden, sollte ein weiterer paralleler IGBT + Ansteuerschaltung reichen.

Weiß ich, schreib ich trotzdem aus Unachtsamkeit falsch.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Jan Kandziora schrieb:

Das entspäche der Wirklichkeit. Ab einem Umax soll dann der Brems-IGBT einschalten, dann sinkt die Spannung wieder.

Davor isser geschützt.

Du meinst, zwei IGBT parallel mit unterschiedlicher Schaltspannung und dann zu denen in Reihe der BRemswiderstand?
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Thorsten Klein schrieb:

Das ist nicht so einfach. Der BRemswiderstand ist zwar extern wegen der großen LEistung, IGBT und Freilaufdiode aber intern. Der Test soll nur mit äußerer BEschaltung geamcht werden, das ganze Innenlegen wird nicht angerührt. Aber wenn man hinter dem Kondensator abgreift (da ist die Grenze), zum IGBT führt und dann auf den Brems-R schaltet müßts elektrisch gleich sein oder?
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Thorsten Klein schrieb:

Macht doch nix. Den oberen Anschluss des internen IGBT und den Ausgang für den Widerstand hast du ja rausgeführt. Und dazu dann halt ein zweiter IGBT für den Fehlerfall.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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