Schutzleiteranschlüsse mit Schraubklemmen

Hallo zusammen,
in der allgemeinen Sicherheitsnorm EN 61010-1 steht zu Schutzleiteranschlüssen geschrieben, daß diese bei Verwendung von
Schraubklemmen mindestens M4 haben (und 1.2 Nm aushalten) müssen (Punkt 6.5.1.2 j der Norm).
"Normale" Leiterplattenklemmen, auch die mit interner Brückung (z.B. Phoenix MKDS-3-B), haben aber nur M3 Schrauben. Alle übrigen Daten dieser Klemmen sind völlig unkritisch und genügen den Anforderungen an einen Schutzleiteranschluß (soweit ich das beurteilen kann).
Darf man solche Klemmen zum Weiterverbinden eines Schutzleiters daher gar nicht verwenden, nur wegen der (m.E. kaum sinnvollen) M4-Vorgabe in der Norm? Oder erfüllt man bei Verwendung dieser Klemmen nur diese Norm nicht, aber - natürlich falls man sonst keine Fehler gemacht hat - dennoch die entsprechende Sicherheits-Richtlinie (NSR)?
Gibt es irgendwo konkrete Anforderungen neben dieser Norm, an die man sich halten (und auf die man verweisen) kann? Ich habe schon sehr viele Schutzleiteranschlüsse mit Schraubklemmen gesehen, teilweise in erheblich niedrigerer Qualität als die o.g. Brückenklemme, aber kaum jemals größer als M3... (Manchmal sogar mit Flachsteckern, die in Bezug auf Sicherheit um Welten unter der Brückenklemme liegen dürften. Aber dazu sagt die Norm nichts...)
Danke für Hinweise, Tilmann
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Also, wenn man das außerhalb Deutschlands weitererzählt, auch Elektrikern und Technikern, die lachen sich tot. Wirklich.
Da sieht man, wozu die Rentnergangs in D bei VDE und DIN und TÜV fähig sind.
Alles für die Personalstands-Erhaltung.....
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Am 29.06.2010 10:04, schrieb bastian:

Schaut euch mal Schraubklemmen in Verteilungen an. BTW Geräte, also auch solche mit Leiterplatten inside, werden in der Regel nochmal abgesichert.
--
mfg hdw

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Am 29.06.2010 10:04, schrieb bastian:

Es geht um eine EN-Norm. Mag sein, daß sie originär aus Deutschland stammt, aber sie hat europaweit Gültigkeit.
Thomas
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Thomas Rachel schrieb:

Es ist sogar eine IEC-Norm. Über Sinn und Unsinn dieser einen Regel mag man streiten, aber sie steht nunmal drin. Bleibt die Frage, ob man diese Norm erfüllen /muß/ oder auf andere ausweichen kann, die in diesem Punkt praxistauglicher sind und trotzdem NSR-Konformität (begründet) vermuten lassen.
Tilmann
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Am 29.06.2010 10:04, schrieb bastian:

Nachdem die Rentnergangs mit ihren nörgelnden Zauseln langsam abtreten rücken junge Dynamiker komplett ohne Fachwissen in die Normungsgremien ein. Nur noch Lobbyarbeit von Industrieleuten.
Butzo
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Am 29.06.2010 22:58, schrieb Klaus Butzmann:

Also Durchreicher mit Blich auf die eigenen Pfründe.
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mfg hdw

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Also schrieb Tilmann Reh:

Ordentlich verarbeitete Flachstecker lösen sich nicht von selber, sondern halten dauerhaft federnd den Kontakt. Nicht umsonst benutzt man das ja auch im Auto, wo ständig alles vibriert und thermischen Stress (Sommer/Winter, Motor warm/kalt) aushalten muss. Ich sehe da kein echtes Problem.
Ansgar
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*** Musik! ***

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Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Bei dauerhaft hohem Strom versagen die aber deutlich früher als eine ordentliche Schraubklemme (Käfigzug natürlich!) - typischerweise an Überhitzung: die Federkraft läßt dann nach, der Kontaktwiderstand steigt immer weiter, und am Ende brennt alles ab. Schon oft genug gesehen... Im Auto hat man selten hohe Dauerströme auf Flachsteckern, vielleicht sind die deshalb dort relativ zuverlässig. (OK - am PE sollte man auch keine hohen Dauerströme haben... :-) )
Im vorliegenden Fall wären aber auch Flachstecker keine Lösung - ich kann jemandem, der z.B. eine Schuko-Anschlußleitung oder sogar NYM anschließen soll, nicht sagen, er möge aber bitte den Schutzleiter mit einem Flachstecker anschließen.
Tilmann
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Hallo, Tilmann Reh schrieb:

[snip]
Ich hatte das hier schon an ner WaMa und an einem Trockner, beides Markenware. Bei beiden der Flachsteckkontakt der Heizung abgefackelt. Aber beim einen haben eine Lüsterklemme o.ä und beim Anderen der Lötkolben, einmal die Leitung durch das Loch, verzwirbeln und verlötet - hält bis heute.

Jeder Steckkontakt ohne vernünftige Anpresskraft ist Mist, mal ausprobiert wie gut Schuko Stecker 10A für längere Zeit verkraften? Billige Steckdose heißt quasi ohne Gewalt geht der Stecker nicht mehr raus.
Alles Dorfelektrikertaugliche würde ich vernünftig ausführen, also ne Fahrstuhlklemme etc, damit auch ohne Endhülse kein Thema ist. Oder als Anschluß ne Kaltgerätebuchse, ne Steckdose wird noch jeder hinbekommen...

Gruß Jan
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Jan Conrads schrieb:

Schraubklemmen gibt es bei mir sowieso nur als Käfigzugklemme, direkt klemmende sind absolutes Tabu.
Das Problem ist nur die im OP erwähnte unsinnige Anforderung einer M4 Schraube für den PE-Anschluß. Und der Anschluß muß auf jeden Fall eine Leitung mit unkonfektioniertem Ende (ggf. Endhülse) aufnehmen können.
Tilmann
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Newsbeitrag

Ich erinnere mich an meine Lehrzeit in den 70gern. Bei der Reparatur von Waschmaschinen waren die fest angeschlossenen Schutzleiter (mit M4 und Federscheibe, und, und, und) am Deckel der Maschine eher hinderlich, sie mussten erst umständlich abgeschraubt werden. Einige Jahre später tauchten dann die ersten Geräte auf mit Flachsteckern an den Schutzleitern, das war ne Arbeitserleichterung! Waren damals alles Markengeräte aus D mit VDE Zeichen, irgendwann muss das dann ja mal legalisiert worden sein.
Inzwischen habe ich in Geräten mehrfach Schutzleiteranschlüsse mit Flachstecken gesehen...
Grüße
Jürgen
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In unseren Schroff-Gehäusen ist das auch so, wurde noch nie beanstandet, und hat auch noch nie Probleme gemacht.
-ras
--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de /
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