Stator

Hallo!
Letztens habe ich im Fernsehen eine Dokumentation über Achterbahnen
gesehen. Da ging es dann auch um moderne elektro-magnetische
Antriebssysteme.
Vom Sprecher wurde das ganze etwa so erklärt: Unter der Schiene der
Achterbahn befindet sich ein sog. Stator. Dieser erzeugt ein
magnetisches Feld, das von Anfang des Stators bis zum Ende läuft. Wenn
man über dem Stator nun passendes Metall anbringt wird dieses entlang
des Magnetfeldes bewegt/beschleunigt.
Weiter wurde zum Stator erklärt: Einen Stator findet man in jeder
Waschmaschine, allerdings ist dieser dort "rund". Wenn man diesen Stator
jetzt aufbiegen würde und flach macht, hat man einen linearen Stator,
der das oben genannte vollbringt.
Gezeigt wurde dann ein Versuch: Ein solcher Stator lag auf dem Tisch und
wurde angeschaltet. Der Ingenieur hat in einigen Zentimetern Abstand
eine Metallplatte drüber gehalten und losgelassen. Daraufhin wurde die
Platte ziemlich kräftig beschleunigt und weggeschleudert.
In wie weit stimmen die "technischen" Angaben? Wo finde ich Infos wie so
ein linearer Stator aufgebaut/bewickelt ist inkl. Daten zur
Dimensionierung? Braucht man eine zusätzliche Steuerung für die
Ansteuerung der Spulen?
Auf eine Internet-Seite habe ich eine Bauanleitung für einen "runden"
Stator gefunden (für einen Motor). Wenn ich diesen nun "aufbiege"...war
das dann schon alles?
Vielen Dank für alle Infos!
Viele Grüße
Andreas
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Andreas Lademann
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Diese Angaben stimmen so grundsätzlich schon. Mann nennt das dann einen "Linearmotor", am besten mal mit diesem Stichwort googlen. Daa wirst Du dann zwar jede Menge Hersteller und Werbung finden, aber es sind sicher auch ein paar technische INformationen dabei.
Ja, die braucht man unbedingt. Du kannst Dir das so vorstellen: __ Läufer: |__| _____________________________________ Stator: | 1 | 2 | 3 | 1 | 2 | 3 | 1 | 2 | 3 |
Im Moment steht Dein "Läufer" über Spule drei. Wenn Du jetzt die 1 bestromst, ewegt er sich nach rechts. Bestromst Du die zwei, bewegt er sich nach links. Angenommem, Du willst nach rechts, bestromst Du jetzt die 1, wartest bis er da ist, bestromst die zwei und so weiter. Wenn Du die Übergänge fliessend machst, sprich sinusförmig bestromst, bekommst Du eine recht glatte Bewegung.
Dazu musst Du jederzeit wissen, wo Dein Läufer gerade steht, und musst den Strom in die richtige Spule schicken können.
Im Prinzip ja, aber s.o.
Manuel
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Manuel Buff
Hallo!
Danke für die Antwort!
Also in dem Fall im Fernsehen war der Läufer praktisch das Eisenblech?
Der Kerl hat das Blech einfach drüber gehalten. Der Stator hat so sicher nicht gewusst wo sich das Blech jederzeit befindet. Reicht es nicht, wenn man die Spulen mit einem definierten zeitlichen Abstand durchschaltet um eine bestimmte Beschleunigung/Bewegung zu erreichen?
Ciao Andreas
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Andreas Lademann
Am Fri, 04 Mar 2005 18:02:49 +0100 hat Andreas Lademann geschrieben:
Doch, beim Asynchronmotor reicht das. Der Läufer sollte dann halbwegs gut leitfähig sein, zB Alu, Eisen wird aber auch gehen. Das sich bewegende Feld induziert Spannungen und Ströme im Läufer, die ein Gegenfeld aufbauen. Dieses Feld erfährt dann eine Kraft durch das Statorfeld. Das Metallstück wird aber im Gegensatz zum Synchronmotor niemals ganz die Geschwindigkeit des Statorfeldes erreichen. Beide Maschinentypen gibt es auch in "Rund", Generatoren sind meist Synchronmaschinen, Motoren werden gerne als Asynchrone gebaut.
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Martin Lenz
Hallo!
Danke für die Antwort!
Das klingt doch gut.
Kennt jemand Literatur, in der beschrieben ist, wie man solch einen Stator dimensioniert und bewickelt?
Wenn man z.B. die Masser des Läufers kennt und die gewünschte Beschleunigung über eine bestimmte Strecke...kann jemand dann berechnen wie man den Stator auslegen muss bzw. steht das irgendwo wie man das anstellt?
Danke nochmal. Gruß Andreas
Reply to
Andreas Lademann

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