Waeschetrocker, Triac kaputt?

Hallo,
mein Wäschetrockner dreht die Trommel nur sporadisch, mal gings, mal
nicht. Motor hatte auch in den Momenten, wo er gar nicht wollte,
Durchgang, also schliesse ich mal die Kohlen aus.
Nachdem die Trommel sich bei meinen Versuchen lange Zeit gar nicht
drehte (die Elektronik spuckt dann irgendwann eine Fehlermeldung aus),
ging es auf einmal wieder, jedoch lief die Trommel nicht "rund", mal
schneller, mal langsamer. Das Meßgerät am Motor zeigte mir eine
wackelnde Spannung. Wenn ich an der Steuerplatine gewackelt habe, schien
dies ab und an die Drehzahl der Trommel für einen Moment zu stabilisieren.
Daraufhin habe ich verdachtsweise den Triac nachgelötet, der für den
Trommelmotor zuständig ist (ST T435).
Nun gehts gar nicht mehr, die Elektronik geht jetzt im Unterschied zu
vorher sofort auf "Störung Trommel".
Hab ich durchs Löten nun den Triac endgültig gekillt? Spannungsabfall
von A1 zu G 0.22 Volt, umgekehrt auch, ansonsten kein Durchgang.
Einen neuen Triac bekomm ich wohl, hoffentlich hats nun nichts anderes
erwischt. Aber in der Nähe ist eigentlich nichts empfindliches auf der
Platine...
Gruß,
Martin
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Martin Eckel
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"Martin Eckel" schrieb im Newsbeitrag news:i7b12p$jkk$ snipped-for-privacy@news.eternal-september.org...
Hi, vielleicht hat sich der Lötpunkt von der Platine gelöst, und Du hast den Spalt durchs Nachlöten nur vergrößert. Verzinne mal die Bahnen zum Triac soweit sichtbar.
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gUnther nanonüm
Falls das ein neueres Geraet und eventuell bleifrei geloetet ist: _Alles_ auf der Platine nachloeten. Auf die Weise habe ich schon teure Messgeraete "gerettet".
Die Chance ist gross dass durch das Anfassen oder gar den Ausbau der Platine irgendeine andere kurz vor dem Aufgeben befindliche Loetstelle nun endgueltig aufgegangen ist.
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Joerg
Am 22.09.2010 00:08, schrieb Joerg:
Vier Jahre alt, auf der Platine ist ein durchgestrichenes Pb... aber nachgelötet hatte ich schon vorher vieles (die SMD-Bauteile zT nicht, weil ich zuhause nur ne dicke Lötspitze habe), weil ich im Internet schon gelesen hatte, daß die Platine zu kalten / gebrochenen Lötstellen neigt.
Ich hatte die Platine ja xmal raus, die Fehlermeldung "Trommel" kam immer erst nach ca. 20 Sekunden. Nachdem ich nun nur den Triac nachgelötet habe, kommt diese Fehlermeldung sofort. Also rechne ich damit, den wohl gekillt zu haben - entweder hatte er schon einen Hau weg oder der ist zu heiß geworden - aufgrund des direkt daneben eingelöteten Relais ist schwierig ranzukommen.
Gruß, Martin
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Martin Eckel
Am 21.09.2010 23:16, schrieb gUnther nanonüm:
Da ist jetzt ein dicker Lötzinnklecks drauf, der bis auf die Platine geht. Laut Meßgerät ist alles verbunden....
Aber war aufgrund der beengten Verhältnisse schwierig zu löten.
Gruß, Martin
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Martin Eckel
Unwahrscheinlich. Bei einem durchgeglühten Triac würde die Trommel wohl eher nicht mehr ruhen. Mal ganz davon abgesehen, dass es nicht trivial sein dürfte, den mit dem Lötkolben zu grillen. Jedenfalls ist mir das in den letzten 30 Jahren nicht geglückt.
Wie sieht es denn mit einer Lötbrücke aus? Wurde evtl durch ein Lötklümpchen o.ä. das Steuersignal für den Triac kurzgeschlossen?
Marcel
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Marcel Müller
Am 22.09.2010 09:13, schrieb Marcel Müller:
Hm, mein Meßgerät sagt nein. Okay, vielleicht nochmal im angeschlossenen Zustand testen, allerdings weiß ich nicht, wie lange die Elektronik das Steuersignal auf den Triac gibt, sie geht im Prinzip sofort auf Störung - also ob man da Zeit hat, was zu messen, weiß ich nicht.
Wobei mir gerade einfällt - vorher wars so: Startknopf drücken, 20 Sekunden warten, Störung Trommel kommt.
Jetzt brauche ich glaub ich noch nicht einmal den Startknopf drücken, die Störung Trommel kommt sofort, nachdem der Strom reingesteckt ist. Glaub ich... heut abend zuhause nochmal testen.
Auf jeden Fall ist irgendwas deutlich anders als vorher. Hauptsache, es ist jetzt nicht noch was anderes kaputt :-(
Gruß, Martin
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Martin Eckel
hat der motor eigentlich einen tachogeber, so wie bei einer waschmaschine? evtl ist dir ja der eingegangen/nicht mehr angeschlossen, und die steuerung detektiert das.
cm.
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christian mock
Das bedeutet bleifrei und bringt oft Probleme. Dann kann ich nur empfehlen wirklich alles nachzuloeten. Bei meinem ersten Pb-frei Extender Board hatte ich auch erst gemessen, die gebrochenen Loetstellen geflickt, nur um zu merken dass beim Anfassen weitere Loetstellen Haarrisse bekommen hatten. Dann legte ich ein Loet-Marathon ein und das Problem war weg.
Grosser Driss waere natuerlich wenn der Controller darauf ein BGA-Gehaeuse haette.
Ist unwahrscheinlich, aber Trias bekommt man ja recht billig. Sieh Dir auch die Stecker an. Manchmal lohnt es sich alle Kontakte (die Huelsenseite) ein wenig nachzubiegen damit die Kontakte sicher sind.
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Joerg
Am 22.09.2010 17:06, schrieb christian mock:
Der Motor hat keinen Tachogeber. Dennoch merkt die Steuerung ja irgendwie, daß was mit der Trommelbewegung nicht stimmt. Ist mir nicht ganz klar wie, eventuell gibts ja woanders an der Trommel noch einen Sensor.
Gruß, Martin
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Martin Eckel
Am 22.09.2010 18:43, schrieb Joerg:
Wenn das so empfindlich ist, dann müßte die Platine doch alleine von den Bewegungen des Trockners gekillt werden?
Hat er nicht.
Würd mich auch wundern, wenn ich den kaputtgelötet habe (aber vielleicht war er ja schon angeschlagen?) - aber ich habe wirklich nur die drei Kontakte vom Triac nachgelötet und seitdem kommt die Fehlermeldung Trommel sofort, das ist vorher nie passiert.
Bezüglich der Kontakte - ich habe vorher auf der Platine selber nachgemessen, daß am Stromeingang konstant 230 V lagen, aber am Ausgang für den Motor die Spannung schwankte und somit die Trommel auch unregelmäßig lief (wenn sie denn lief). Von daher war ich mir auch ziemlich sicher, daß es am Triac liegt - okay, könnte auch die Ansteuerung sein.
Gruß, Martin
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Martin Eckel
So, Trockner scheint soweit zu laufen, jedoch war es nicht der Triac, auch mit neuem Triac lief die Sache nicht.
Aber in der Steuerleitung zum Triac fand sich ein SMD-Widerstand mit 470 Ohm, welcher sehr seltsam aussehende bräunlich verfärbte Lötkontakte hatte. Mein Meßgerät sagte an Prüfpunkten vor und nach diesem Widerstand, daß der Widerstand sich von 470 Ohm bis auf Unendlich hin und her änderte, je nach Platinenlage usw. Einmal drübergelötet, Widerstand ist ist auf 470 Ohm festgenagelt, Trockner läuft...
Gruß, Martin
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Martin Eckel
Ich würde mal die ganze Platine nachlöten, wenn eh schon den Kram offen hast.
-ras
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Ralph A. Schmid, dk5ras
Hatte ich mir genau so gedacht :-)
Wie Ralph auch schrieb, am besten alles nachloeten. Bei RoHS-Platinen ist es sonst nur eine Frage der Zeit. Nach Murphy passiert der naechste Ausfall kurz vor Weihnachten, wenn noch die ganzen weissen Tischdecken ...
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Joerg
Eventuell wird nur der Motorstrom erfasst, der ja durch das (den?) Triac muss.
Trockner haben oft auch kapazitive Sensoren die per Schleifer einmal pro Umdrehung angefahren werden. Die Waesche entlaedt diesen Kondensator und wenn die Entladung innerhalb einer Differenzschwelle bleibt meldet er "trocken". Das koennt der Trockner auch als Rotations-Indikator benutzen, Fehlermeldung wenn der Kondensator trotz angesteuertem Triac x Sekunden lang nicht mehr vorbeigekommen ist.
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Joerg
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Joerg schrieb:
Rollt da eine riesige Reklamationsblase auf die Industrie zu?
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf . K u s m i e r z
Ralf . K u s m i e r z schrieb:
Wieso, muß doch nur die Gewährleistungszeit überstehen, das passt schon :-(
Gruß Gerd
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Gerd Kluger
So isses wohl. Ich habe einiges an RoHS-Defekten erlebt, aber bis auf die neu gekauften Bus-Extender war m.W. alles einige Jahre alt, keine Garantie mehr. Bei den Extendern hatte ich echt keine Zeit, war beim Kunden, brauchte die jetzt, gleich, sofort. Also Loetkolben genommen und gib ihm.
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Joerg
Kann ich so nicht sagen; die Ausfälle an Lötstellen halten sich hier die Waage, bei verbleit und bleifrei in ähnlicher Anzahl, von grob bedrahtet bis µbga.
-ras
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Ralph A. Schmid, dk5ras

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