Wie funktioniert dieser Motor?

Moin,
hat mich eigentlich noch nie tangiert, aber Kinderfragen sind manchmal nicht
zu beantworten....
Also wer kennt die Antennenrotoranlagen, die mit drei Steuerdrähten einen
Motor antreiben und dazu auch noch richtig rum:-)
Auf den Kabeln ist - wahrscheinlich wegen der Innenwiderstände, keine
Spannung zu messen.
Der Motor besteht aus vier einzelenen Stator-Wicklungen jeweils 90Grad
versetzt um der Rotor.
Wie erklärt man einem 12jährigen die Funktionsweise???
Danke!
Peter
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Peter Kern
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Peter Kern schrieb:
Ging mir, Gott sei Dank, nur selten so.
Klingt nach Kondensatormotor, funktioniert wie ein Drehstromasynchronmotor, allerdings nur mit zwei Phasen, die um 90° versetzt sind. Erzeugt wird die zweite Phse über einen Kondensator als Phasenschieber, man benötigt also nur Wechselstrom.
Vorkenntnisse?
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Mir auch - bisher. Oder wie meine besssere Hälfte meint: Einmal ist immer das Erste Mal ;-)
Ahja...
In diesem Bereich fast gar nicht bis überhaupt nicht.
Drauf gekommen ist er nur, weil er wissen will, wie die Steuerung funktioniert - also woher weiss der Antrieb, wo er steht und wie funktioniert es, das der Antennenrotor sich immer richtig rum dreht...
Woher der derzeitige Standpunkt des Antriebes kommt, darauf ist er schon gestossen. Aber das mit dem Motor ist noch nicht ganz klar gewesen... Naja - Ich denke mal Wikipedia wird da noch weiterhelfen..
Was mir noch nicht ganz bewusst geworden ist, mit welcher Spannung da gearbeitet wird. Aber wir werden uns mal über die Steuerung setzen und das von hinten nach Vorne aufrollen, dann wirds vermutlich einfacher...
Danke! Im Namen des Familienfriedens...
Peter
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Peter Kern
und ist hier auch ganz gut beschrieben:
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Ralph
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Ralph Heiden
Moin,
Dieter Wiedmann schrub:
Und die macht der das mit der Drehrichtung? Und wie bringt man einen Asynchronmotor dazu, eine Antenne auf genau die richtige Position zu fahren? Wenn du bei drei Anschlussdrähten auch nur einen als Positions-Feedback brauchst, dann bleibt dir für die anderen beiden bezüglich der Drehrichtung nur noch das Umpolen:-)
Ich würde das eher für eine primitive Variante eines Schrittmotors halten. Ein Draht für Masse/Nullpunkt und zwei weitere Drähte für die beiden Spulenpaare. Im Rotor sitzt ein Dauermagnet. Die richtige Ansteuerung (8 Schritte pro Umdrehung) muss dann das Steuergerät übernehmen. Ein Getriebe wird das Ding sicher haben.
Spannung liegt auf den Drähten natürlich nur dann drauf, wenn sich der Motor dreht. Der Motor geht über ein Schneckengetriebe an die Antenne, dann braucht er im Aus-Zustand keine Bremse. Wenn der Motor dreht, liegt auf den Zuleitungen Wechselspannung, die Drehrichtung ergibt sich aus der Phasenlage zwischen zwei Spannungen.
CU Rollo
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Roland Damm
OK es ist kein Kondensatormotor. Was nicht ganz stimmt. Es sind eigentlich zwei Motoren und auch ein Kondensator ist dabei... :-) Die ganze Sache ist auch relativ einfach.
Im Steuergerät befindet sich ein zweiter Motor, der genauso aufgebaut ist und die selbe Umdrehungszahl nach Übersetzung liefert, wie der im Antennenrotor. Mittels des Einstellknopfes wird eine Umschaltmimik gesteuert und gleichzeitig die Stromzufuhr getätigt. Nun laufen im Steuergerät UND am Antennenmast die Motoren syncron. Wenn die Steuereinheit bis zum eingestellten Standpunkt gelaufen ist, steht der Nocken für die Zu- und Umschaltung im Nullpunkt und schalten damit ab und die Drehrichtung ebenfalls weg.
Die Steuerung läuft damit immer dahin, wie diese auch eingestellt ist. Vom Mastteil gibt es aber keine Rückmeldung, was dazu führen würde, das bei unterbrochener Zuleitung was falsches rauskommt.
Wie das ganze funktioniert (elektrisch) haben wir in einer Skizze zusammengefasst.
######R--+-------------- ---T | # | | # | # | | # | # | | #------------# | | ######S #|#-----------0 | | #|# | ---+------* #|# | | | S2 ||# | C1 | ------*----- |# 220V | | | ||# ---------+----------* #|# | | #|# S1 | | #|#---* ---*--0 | | | | | | T' S' X -------------
Achtung die Skizze funktioniert nur mit proportionaler Schriftart (z.B. Courier)
An T' S' und X ist der zweite Motor (aus dem Mastteil) angeschlossen. Daher die drei Leitungen ;-)
Jedenfalls eine sehr interessante Variante, die ich so auch noch nicht kannte.
Vielen Dank für die Rückmeldungen!
Peter
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Peter Kern
Peter Kern schrieb:
Tja - früher eben konnten Ingenieure noch raffinierte Sachen entwickeln ohne für jeden Pups einen Mikroprozessor einzusetzen. Was es ja auch damals nicht gab. Also musste man denken(!) beim Entwickeln. Im Gegensatz zu heute - da wird doch fast nur noch hirnlos zusammengeschustert.
Gruss Wolfgang
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Wolfgang Gerber
Peter Kern schrieb:
Also schon Kondensatormotor, aber nicht asynchron sondern synchron, kann man schon mit einem Schrittmotor vergleichen.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Hallo Dieter,
Dieter Wiedmann wrote:
Ja... ;)
Und mich hat es wieder einmal bestätigt, das Problem anders herum anzugehen...
Trotzdem vielen Dank für die rege Teilnahme an der Lösung.
Peter
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Peter Kern
Hallo Peter,
So einen hatte ich frueher auch mal. War aber ziemlicher Driss, denn nach einigen Malen Drehen waren sie nicht mehr ganz synchron. Deshalb schrieb man in der Anleitung auch, hin und wieder "an den Poller" zu fahren. Was ich hasste, denn da wurde der Motor oben einfach abgewuergt. Habe ich dann abgebaut.
Man kann das mit drei Leitern auch vernuenftig mit Poti im Rotor hinbekommen. Z.B. (entstoerten) DC Motor oder mit Stromstossrelais, was mit ueber den dritten Leiter geklackert wird.
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Joerg
Hallo Jörg,
Joerg wrote:
Ist hier nicht ganz so problematisch. Der Ursprung unserer Bauarbeiten liegt hier in einer anderen Ebene. Wir brauchen nur 210 Grad.
Sowas ähnliches hatte ich vermutet - und war dann erstaunt, wie einfach das geht. Mein Sohn übrigens auch. Nicht mal ne Sicherung in der Steuerung vor dem Trafo....
Na denn...
Wenn das alles fertig wird, las ich mal was von mir hören...
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Peter Kern
Hallo Peter,
Viel mehr brauchte ich auch nicht. Das Problem war, dass nach einigem Rotieren 150 Grad nicht mehr 150 Grad waren. Da musste es regelmaessig an den Poller gehen zum "Einnorden".
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Joerg
Im Prinzip m=FCsste das mit sog. Resolvern gehen. Das sind Motore die ein bisschen Drehstrommotoren =E4hneln und zusammen dann eine "elektrische Welle" bilden. Allerdings brauchen die typisch zus=E4tzlich zu den drei Verbindungsdr=E4hten noch eine Versorgung mit 24V Wechselstrom. Solche "elektrischen Wellen" hat man fr=FCher u.a. zum Bau von sog. Maschinentelegraphen auf Schiffen genommen. Gruss Harald
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Harald Wilhelms
Ach ... war das schööön
;-)
Ich hatte, als ich noch sehr jung war, eine Freundin, die eine elektrische Welle in den Haaren haben wollte. Wir waren sehr verliebt.
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Franz Glaser (KN)
Und von meinem Großvater (1897?1986) kenne ich noch den Spruch "Der redet elektrisch", wenn jemand unverständliches Zeugs daherlaberte.
vG
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Volker Gringmuth
Halli-Hallo!
Franz Glaser (KN) schrieb am 04.06.2007 14:38:
Eine Ex trug gerne 'so ein Netzteil' obenrum.
Ciao/HaJo
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HaJo Hachtkemper
Hmm, so eins:
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Gruss Harald
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Harald Wilhelms
Ungefähr so oder so ähnlich war die meinige Assoziation ;-)
Was immer wer unter Welle verstehen mag:
Ombra mai fu di vegetabile, cara ed amabile, soave piu.
Jahrzehntelang war ich sicher, daß der Xerxes was mit Wellen am Hut hätt!
Sag ich doch. War das nicht der Xerxes, der das Meer peitschen ließ, um die Wellen zu glätten? Sowas find ich irgendwie lernenswert. Dagegen sollen sich die heutigen Paragraphenmeterproduzenten verstecken! (Ich bin fast sicher, daß es der Xerxes war nach einer verlorenen Schlacht)
MfG
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Franz Glaser (KN)
Wortspiele ... zum Glätten und zum Festhalten der Wellen
Jetzt krieg ich alle 2 Jahre sowas aufgesetzt fürs EEG. Und da ist es doch wieder elektrisch, allerdings im µV - Bereich.
MfG
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Franz Glaser (KN)
Nun ja, das gibt es auch heute noch, nur leider kaum mehr bei den Alltagsprodukten der Unterhaltungselektronik, und auch nicht mehr bei allen Haushaltsgeräten. Was jedoch für längere Lebensdauer gebau ist, wird auch heute noch mit Hirn und Verstand entwickelt, egal, ob mechanisch oder mit µC. Leider will das halt kaum mehr jemand bezahlen und bemerkt nicht, daß er dann über die Jahre hinweg eher doppelt und dreifach bezahlt...
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Ralph A. Schmid, dk5ras

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