wie misst ein digitales Messgerät ?

Hallo !
Ich habe mich mal gefragt, wie ein digitales Messgerät Strom misst. So weit
ich das verstanden habe mißt ein Voltmeter auch nur den Strom, der durch
seinen Widerstand fließt, aber wie wird nun Strom gemessen ? Ich hab dann
versucht mich bei Google schlau zu machen, aber alles was ich gefunden habe
waren 3 verschiedene Messwerkstypen : Dreheisenmesswerk, Drehspulenmesswerk
und elektromechanisches Messwerk. Meine Frage ist jetzt, benutzen digitale
Messgeräte auch diese Messwerke oder funktioniert da etwas gänzlich anders ?
Der Vorteil von digitalen messgeräten (so sagt man), sei ja, dass sie
weniger empfindlich seien, daraus schließe ich, dass sie kein solches
mechanisches messwerk haben, aber wie funktioniert das dann ? Ich hatte mal
eine Magnetfeldmessung des zu messenden Stromes angedacht, aber als ich dann
nachgesehen habe, wie man Magnetfelder misst, ist mir aufgefallen, dass man
da ja auch wieder Ströme messen muss, die Sache beißt sich also selbst in
den Schwanz, kann mir da einer weiterhelfen ? Würde das gerne verstehen,
vielleicht ist es auch ein grundsätzlicher Denkfehler...
Danke im Vorraus,
MfG
Jörg
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Jörg Kaiser
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Hallo, Jörg,
Du (Kaiser.Joerg) meintest am 27.10.04:
Und anschliessend befragst Du ein Fachbuch der Berufsschule - dort sind die üblichen AD-Verfahren beschrieben.
Viele Grüße! Helmut
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Helmut Hullen
Elektromechanische Messwerke der obigen Gruppe messen im allgemeinen den Mittelwert der Kraft, die aus der magnetischen Wirkung des elektrischen Stromes entsteht.
Digitale Messwerke vergleichen die angelegte Spannung mit einer intern gebildeten Vergleichsspannung. Sind beide identisch, wird der Wert der intern erzeugten Spannung angezeigt. Das ist bei einfachen Geräten ein Momentanwert, der noch nicht viel über den gemessenen Wert aussagt. Die Hersteller gehen aber von wahrscheinlichen Kurvenformen der Messgröße aus, und so sind die angezeigten Werte realistisch. Aber Trotzdem mit Vorsicht zu betrachten.
mfg Wilfried
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Wilfried Dietrich
"Jörg Kaiser" schrieb im Newsbeitrag news:cloo65$lbu$04$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...
Hallo Jörg, ein normales digitales Voltmeter misst Spannung! Letztendlich vergleicht so ein digitales Voltmeter immer die zu messende Spannung mit einer hochkonstanten Referenzspannung.
Drehspulenmesswerk
Natürlich nicht! Willst du uns jetzt veräppeln oder kommst du gerade aus der "Zeitmaschine"?
Ströme kann man entweder als Spannungsabfall an einem Widerstand messen oder man misst über eine Messung des Magnetfelds(Bsp. Stromzange).
Denk nicht so kompliziert.
Gruß Helmut
PS: Ich bin mir immer noch nicht sicher ob deine Fragen ernst gemeint waren.
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Helmut Sennewald
Am Wed, 27 Oct 2004 20:10:33 +0200 hat Jörg Kaiser geschrieben:
Etwas vereinfacht: Die Spannung wird verstärkt, der Verstärker lädt mit einem Strom, der der Spannung proportional ist, einen Kondensator auf. Die Zeit, die das benötigt wird gemessen (konstanter Takt + Zähler + Displaytreiber) und angezeigt. Es gibt noch ein paar Verfeinerungen dieses Verfahrens, bis man zum "dual slope" ADC kommt, der dann tatsächlich in den üblichen DVMs/DMMs eingesetzt wird.
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Martin Lenz
Das gilt nur für die im Folgenden genannten Messgerätetypen, die auf dem Prinzip des Elektromagnetismus basieren.
Gänlich anders. Es sind reine Spannungsmesser, die die Messspannung mit einer intern erzeugten Konstantspannung vergleichen. Ströme werden damit ge- messen, indem man diese vorher in eine Spannung umwandelt. (Mit Hilfe eines Widerstandes.
Das stimmt so nicht, sondern das ist nur eine Frage der eingebauten Schutzschaltungen. Allerdings ist der Einbau von Schutzschaltungen bei Digitalinstrumenten eher die Regel und bei mechanischen Instrumenten eher die Ausnahme.
Man kann Ströme auch über das Magnetfeld messen. Das Gerät nennt sich dann Zangenstrommesser und gibts in mechanisch und digital... Gruss Harald
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Harald Wilhelms
"Jörg Kaiser" schrieb:
Als großen Vorteil empfinde ich (bei Multimetern), daß sie meist im Gleichspannungs- und -strombereich auch negative Werte messen können. Man muß dadurch beim Anschluß nicht penibel die Polarität beachten.
Meinst Du mit "Empfindlichkeit" evtl. die Rückwirkung auf die zu messende Größe? Die ist im Spannungsbereich in der Tat gegeben, mechanische Meßwerke haben Innenwiderstände von nur 10-50 kOhm/V, die elektronischen haben üblicherweise in allen Bereichen 10 MOhm. Bei der Strommessung sieht es nicht so gut aus, hier wird üblicherweise in allen Bereichen ein Spannungsabfall von 200 mV gebraucht.
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Wolfgang Hauser
Helmut Hullen schrieb in :
Was ist wenn er ein solches gerade nicht zur Hand hat?? Wenn er die finanzielle Belastung scheut?? Wie wäre es mit einer Buchempfehlung wenn Du ihm ein solches schon 'nahe legst'??
Ja, super. Auch so. Hans
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Hans Wurst
Am Thu, 28 Oct 2004 20:20:52 +0200 hat Hans Wurst geschrieben:
Dann kann er sich die Datenblätter/Application notes vom ICL7106/ICL7107 zB von MAXIM (Intersil gibt es glaub ich nicht mehr, die haben das ursprünglich gebaut) saugen, da ist das Verfahren ganz gut erklärt.
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Martin Lenz
Danke an alle, die mir geantwortet haben, besonders die Sache mit dem Kondensator klingt logisch, ich werde mich in Zukunft öfters melden, wenn ich nicht mehr weiter weiß und ich auch nirgendwo was dazu finde,wenn ihr nichts dagegen habt,
MfG Jörg
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Jörg Kaiser

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