Belastung Stahlträger

Sep 30, 2007 2 Replies

Hab gerade versucht mittels Google herauszufinden, wie man einen Stahlträger berechnet, bin aber nicht richtig schlau geworden.



Was ich gefunden habe ist einmal ein Konstruktionshandbuch für verschiedene Trägerformen:

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Angenommen ein 4m langer Träger HEM220 aus besagtem Handbuch, der an beiden Enden gelagert ist und mittig belastet. Sehe ich das richtig, dass das Trägheitsmoment 14600 cm4 und Widerstandsmoment 1220 cm3 die entscheidenden Werte sind?



Wie stark darf dieser Träger bei einer max. Durchbiegung von z.b. 6mm belastet werden? Kann mir da jemand mit einer Formel weiterhelfen bzw. brauche ich noch weitere Werte für diese Berechnung?



Ändert sich an der Berechnung etwas wenn die Belastung nicht mittig sondern z.b. an 2 Punkten (erstes und zweites Drittel) aufliegt?

danke lgS


Da hilft wohl ein Grundlagenbuch zu Statik, Mechanik, Konstruktionslehre oder ähnlichem. Der HTL-Schüler würde z.b. zu einem "Roloff/Matek" greifen, der Akademiker zu einem "Dubbel".

Ja.

13t (130kN), bei passender Einbaulage, statischer Belastung und natürlich ohne Gewähr.

Einerseits ist alles relevante bekannt, andererseits können kleine Abweichungen in der Aufgabenstellung deutliche Unterschiede im Ergebnis bewirken. Insofern hilft auch eine "einfache Formel" nicht weiter.

Ja. Die "mittige" Belastung ist der ungünstige Extremfall, bei einer Verteilung kann die Last höher werden, bei gleichmässiger Verteilung - z.B. "Schnee am Dach" - könnten sich sogar 21t Gesamtgewicht ausgehen, das wäre dann der andere Extremfall.

HC

"Stefan Erdt" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Wenn er so eingebaut wird, dass er um die starke Achse beansprucht wird, ja.

für eine Beanspruchung durch eine mittige Einzellast und bei Vernachlässigung des Trägereigengewichtes gilt:

zul_F = 48*zul_f * EI / L^3

bei zul_f = 6 mm wird zul_F = 138 kN

Ja, es darf die zulässige Spannung nicht überschritten werden. Da wird es etwas komplizierter, weil nach den neuen Normen geteilte Sicherheitsbeiwerte berücksichtigt werden müssen. Außerdem braucht man dann noch die vorhandene Stahlgüte.

Für eine _Überschlagsrechnung_ kann man mit einem globalen Sicherheitsfaktor rechnen, dann gilt die Formel (wieder eine "mittige Einzellast" vorausgesetzt) :

zul_F = 4 * zul_Sigma * W / L rechnen.

Für zul_Sigma = 140 N/mm^2 erhält man zul_F = 171 kN.

Im allgemeinen Fall wären dann noch - die Schubtragfähigkeit - die Kippstabilität und die - Auflagerpressungen des Trägers zu prüfen.

Ja, weil die Biegemomente und die Form der Momentenlinie lastabhängig sind.

Mit Gruß Ernst Sauer

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