Dehnungsmessstreifen

May 14, 2006 22 Replies

Moin,

Torsten Stütz schrub:

Also mit einem Schalenkreuz kann man also auch keine Geschwindigkeit messen, wenn man es anders als mit Siemens-Lufthaken in den freien Raum montiert?

Eine Hitzdrahtanemomenter ausgeführt also Heizplatte misst einen Wert, auf den die Geschwindigkeit der freien Anströmung einen Einfluss hat. Jeder Sensottyp misst immernur irgendwas, auf das das umgebende Strömungsfeld einen Einfluss hat.

Was kann ein Schalenkreuz anderes messen, als Sachen, die direkt auf seiner Oberfläche passieren? Man kann aber daraus rückschließen auf das, was weiter draußen im Strömungsfeld passiert.

Ein Heizelement-Sensor misst hauptsächlich die Dicke der Grenzschicht. Die widerum hängt aber auch von der Anströmgeschwindigkeit ab. Also kann dieser Sensor auch Information über die Anströmgeschwindigkeit liefern. Leider mit schlechter Auflösung und vielen schlecht kompensierbaren Fehlern. Aber grundsätzlich läuft das so.

Druckempfindliche Piezoplatten? Sorry, aber die liefern einem nur ein Signal, wenn sich der Druck ändert. Aber die Idee ist nicht schlecht.

Wenn man (allerdings wäre das wieder nicht mehr flach auf der Oberfläche) einen Zapfen, ein zylindrisches Bauteil quer zur Strömungsrichtung anbaut, mit drei solcher druckempfindlichen Platten bestückt und die Ablösefrequenz der Wirbel misst. IMO gibt das einen guten Wert für die Strömungsgeschwindigkeit.

CU Rollo

"Roland Damm" schrieb:

Gewisse Amplituden und Frequenzen sind ja kaum mit der Realität eines fliegenden Flugzeuges vereinbar....dementsprechend könnte man filtern.

Wir können ja mal ne runde richtig rumspinnen. Ein feines Haar, befestigt auf einem piezzo...

Moin,

Torsten Stütz schrub:

Ja ja, 'es ist mit niederfrequenten Bahnschwingungen zu rechnen' war die Vorgabe. In der Anforderungsliste (erstellt von einem E-Techniker) stand dann es sei mit Schwingungen > In Flugführung war mal Im Fachlabor die Rede davon, dass man die

Da gibt's ein Problem. Eine Windfahne so aus Stoff z.B. ist leicht und hat keinerlei Steifigkeit. Die flattert wohl eher in den periodischen Wirblen die der Fahnenmast erzeugt.

Die Wirbel des Fahnenmastes sind ein rein aerodynamisches Phänomen, also vom Material unabhängig.

Aber ein flatternder Faden - da hängt die Frequenz von der Zugspannung ab, vielleicht gegebenenfalls noch von der Biegesteifigkeit. Das sind leider keine Größen, von denen man eine gute Langzeitstabilität erwarten kann, es sei denn man baut das Ding groß.

Also ich dachte ja an einen Zylinder quer zur Strömung mit drei Platten elastisch angebracht drum herum. Dann könnte man den Druck auf die Platten messen, indem man diese eben elastisch aufhängt und den Abstand zum Kern z.B. kapazitiv misst. Die Eigenfrequenz der Platten sollte natürlich weit weg vom relevanten Bereich sein. Die Bewegung sollte so gering sein, dass sie die aerodynamischen Verhältnisse nicht beeinflusst.

CU Rollo

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