CAD-Format

Wer kann mir bei folgendem Problem helfen: Es gibt ein paar CAD-Grundformat, wie z.B. IGES, VDA, STEP. Ich weiss, dass sie
unabhangig von Herstellern und deren software sind. Sie sind Zischenschritt bei Uberfuhrung aus einem CAD-system in ein anderes CAD-System. Aber ich mochte nach Unterschied zwieschen z.B. STEP und VDA erkundigen. Warum werden die Daten nicht nur uber ein systemneutrales Format ausgetauscht?? Und noch etwas: was ist *.odx ?? Weiss jemand oder kann interessante Seite empfehlen?? freundliche Grusse
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Am 13 May 2006 07:34:26 -0700 schrieb moooritz:

Was IGES, STEP usw. bedeutet findest zu auf den Home-Pages der Konsortien. Das sind schon "Systemneutrale" Formate. Aber der Sinn liegt nicht darin eine Zeichnung von System A nach B zu konvertieren. Das sind Meta-Formate die extrem komplexe Zusammenhänge über den gesamten Fertigungsprozess beschreiben.
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Mit freundlichen Grüssen
Peter Nießen
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moooritz wrote:

Das stimmt so nicht. Es gibt verschiedene Lösungsansätze, wie du Körper und Flächen im Raum mathematisch beschreiben kannst. Diese Lösungsansätze werden in den verschiedenen Grafikkernel realisiert, die den CAD Programmen als Unterbau dienen. Schlagworte sind hier z.B. Parasolid oder ACIS. Nahezu jeder Hersteller kocht da sein eigenes Süppchen. Jeder Kernel hat seine Stärken und Schwächen. Der Kernel von SolidWorks (IMHO Parasolid) mag zum Beispiel keine Nullkörper. So einer entsteht z.B. wenn du von einen zylindrischen Körper einen Quader abziehst, der mit seinen Seitenkanten genau die Mantelflächen des Zylinders berührst. Da fallen die Kanten der verbleibenden Segmente genau in einer Linie zusammen. Das ist wohl in desem Kernel nicht sinnvoll beschreibbar, aber in anderen schon. Ein anderes CAD kann z.B. alles darstellen und beschreiben, was du in einer klassischen Fertigungszeichnung im Maschinenbau auf Papier beschreiben kannst, aber bei den für Spritzguss notwendigen Geometien raucht es dann ab. Bleche und deren Abwicklungen können durchaus ein Drama darstellen, oder dich zum Kauf von Zusatzsoftware in der Preishöhe des mehrfachen Basispreises animieren. Die Zielgruppe (Maschinenbau, Design, Architektur, Formenbau, ...) des Programms (und wohl auch finanzpolitische Themen) bestimmen den optimalen Kernel für das Programm.

Es gibt CAD-Programme, die sind sich selbst genug. Catia ist z.B. so ein Kanidat. Diese Programme haben innerhalb ihrer Zielgruppe eine gewisse Marktführerschaft, weil sie die ersten einigermaßen stabilen Lösungen angeboten haben, oder mit Marketingaktionen sich ein geeignetes Stück vom Kuchen abgeschnitten haben. Andere Programme, die später verfügbar waren, mussten zu ersteren ausreichend kompatibel sein, um überhaubt eine Chance auf dem Markt zu haben. SolidWorks kann z.B. ProE Daten lesen und schreiben, ProE aber keine SolidWorks. Nun gut. Der kleinste gemeinsame Teiler zum Datenaustausch zwischen verschiedenen Welt können nur Krücken darstellen, die speziell an das Problem angepasst werden müssen. Es gibt kein optimales Austauschformat für alle, sondern nur suboptimale Lösungen, die bei jeder neuen Paarung von zwei verschiedenen CAD neu auszuloten sind. IGES oder STEP, oder native Daten von einem Systen, oder vom anderen, oder...
Für Rapidprototyping hat sich zum Beispiel STL etabliert, das die Oberfläche eines (!) Körpers duch lauter Dreiecke beschreibt. FEM lässt grüßen. Im Dunstkreis von 2D (Autocad) ist ein DXF-File oft das Maß aller Dinge. Zwischen den typischen Maschinenbau Programmen scheint STEP ganz gut zu funktionieren. Keines der Datenformate gibt dir übrigens die Parameter (den Featurebaum) mit, der die konstruktive Grundlage des Modells ist. An systemfremden CAD Daten weiter basteln zu müssen kann sehr sportlich sein und durchaus einen oder zwei Nuller mehr am Preis der CAD-Software rechtfertigen.
Wenn du dir CAD-Daten von Zukaufteilen aus dem Internet holst (traceparts, partserver unw..) wird übrigens für manche CAD Systeme ein weiterer interessanter Weg beschritten : Du bekommst ein Makro übermittelt (Basic, Lisp, was weis ich) und dein CAD baut sich mit diesem Makro das Teil selbst auf. Das gibt sehr wenig Ärger und wenn du eine Variante benötigst, kannst Du selbst Hand anlegen.
Ich hoffe, ich habe nicht mehr verwirrt, wie ich weitergeholfen habe.
Grüße günter
PS.: Freaks zu den Themen findest Du vermutlich auf www.cad.de
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Am Sun, 14 May 2006 00:40:32 +0200 schrieb Günter Schütz:

Nein Es wird durch Scheiben/Schichten beschrieben. Daher auch das Kürzel STL=Stereolitographie.
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Mit freundlichen Grüssen
Peter Nießen
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Peter Niessen wrote:

Das sieht aber Wikipedia (und ich) anders : http://de.wikipedia.org/wiki/STL-Format
Günter
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Moin,
Günter Schütz schrub:

Kann es sein, dass ihr das selbe meint? Ich kann jeden Schnitt durch den Körper als Polygon beschreiben und jeweils zwei benachbarte Polygonpunkte mit einem Polygonpunkt aus der nächsten Ebene zu einem Dreieck verbinden. So kann ich dann auch einigermaßen sinnvoll zwischen den Schnittebenen interpolieren. Dann wäre die Oberfläche durch Dreiecke darstellbar _und_ die 3D-Form durch Schnittebenen definiert.
CU Rollo
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Am Sun, 14 May 2006 10:32:51 +0200 schrieb Roland Damm:

So ungefähr. Wenn man zwischen denen durch 2D-Spline Kurven definierten Ebenen interpolieren will ist das ganz einfach möglich. Ein Oberflächenmodell aus Dreiecken (ein sogenanntes Maschen(Meshes)-Modell) ist erheblich schwieriger zu handhaben. STL kann direkt von dafür ausgelegten Werzeugmaschinen verarbeitet werden ein Meshes-Modell nicht.
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Mit freundlichen Grüssen
Peter Nießen
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Roland Damm wrote:

Die STL Modelle, die ich analysiert habe, lassen so etwas nicht erkennen. Wenn du einen STL Prozessor initialisierst, legst du fest, wie stark das STL vom Orginal abweichen darf. Damit legst du die Anzahl der Dreiecke und letztlich auch die Dateigröße fest. Der Algorithmus ist dem der Netzerzeugung für FEM sehr ähnlich. An Ecken oder kleinen Radien benötigst du mehr und auch kleinere Dreiecke, als auf Ebenen oder großen Radien. Ein Ebenenaufbau würde zum Zeitpunkt der Generierung bereits einen Produktionsparameter bzw. die Maschine festlegen. Das ist sicher nicht gewünscht. Aber ein beliebiger Postprozessor einer RP-Maschine kann sich mit relativ einfachen Mitteln die Ebenen da reinrechnen, wo sie nötig sind. Einige meiner Modelle wurden wahlweise waagrecht oder senkrecht aus den selben STL-Files aufgebaut. Entscheidend war die Technologie : Klassische STL oder 3D-Druck mit ABS.
BTW : Stereolithographie von Kunststoffen ist schon ganz nett, aber schaut mal auf http://generis.de/voxeljet/ Die machen Sandgussformen aus STL-Dateien und gießen das ganze auch in Alu und Stahl.
Grüße von Günter
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Am Sun, 14 May 2006 10:23:58 +0200 schrieb Günter Schütz:

STL Dateien lassen sich ohne Umwege als Fräsprogramme benutzen. Der Fräser folgt dann ganz einfach den Höhenlinien die in der Datei definiert sind. Das hat auch ganz handfeste Vorteile: Die Berechnung der Radiuskorrektur ist ganz simpel. Eine Kenntniss der Normal-Vektoren von Flächen, die man bei Dreiecken ja berechnen müsste, entfällt. Wer trotzdem echtes 3D-Fräsen mit 5-Achsen haben möchte, kann diese Vektordaten nachträglich aus dem Schichtmodell generieren. Das es genauso funktioniert kannst du mit zb. ACAD ausprobieren. Das fragt dich nämlich vor dem generieren von STL-Daten in welcher Raumebene die Schnitte denn liegen sollen.
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Mit freundlichen Grüssen
Peter Nießen
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