Dichtigkeitsprüfstand für Kunststoffteile

Hallo,
ich befinde mich zu Beginn einer Konstruktionsstudienarbeit. Um erste
weitergehende Anregungen zu erhalten bitte ich euch um Hilfe.
Die Aufgabenstellung lautet:
"Aufgabenstellung: Entwicklung, Bau und Inbetriebnahme eines
universellen Ger=E4tes zur =DCberpr=FCfung
der Dichtigkeit eines Kunststoffteils oder einer Baugruppe nach IP
Schutzklasse
67.
Bei der konstruktiven Ausf=FChrung ist auf eine kompakte Ausf=FChrung,
=E4sthetische
Gestaltung, g=FCnstige Herstellung, einfache Montage und Demontage sowie
auf
eine sichere Gestaltung zu achten. Die Verwendung von Zukaufteilen,
Normteilen
und die Beachtung von Normen sind unerl=E4=DFlich.
Gegeben: Muss-Anforderungen
=B7 Pr=FCfung von Kunststoffteilen und Baugruppen auf Dichtigkeit nach
IP67.
=B7 Maximale Bauteilgr=F6=DFe 400 x 400 x 200 mm (l x b x h).
=B7 Transportabel!
=B7 Bedienbar von einer Person.
=B7 Elektrische Stromversorgung 230 V (max. 16 A) muss vorhanden sein.
=B7 Ein =DCberdruck ist innerhalb des Pr=FCfger=E4tes zu erzeugen (bis zu
0,5 bar)
und zu =FCberwachen.
=B7 Leckagen m=FCssen lokalisiert werden k=F6nnen.
=B7 Leckraten m=FCssen quantifiziert und dokumentiert werden k=F6nnen.
=B7 Eine Besch=E4digung des Pr=FCfk=F6rpers ist zu vermeiden."
Das Testmedium sollte Wasser sein. Viel mehr Informationen kann ich
noch nicht liefern.
Interessant w=E4ren vorallem Hinweise zu vorhandenen Systemen und Tipps
zur Bestimmung der Leckrate und des Leckagenortes.
Danke schonmal im Voraus
Gru=DF Matthias
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Matthias.krist
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Moin,
snipped-for-privacy@gmx.de schrub:
Wie macht man das bei einem Fahrradschlauch? Die Methode geht recht gut. Es geht ja schließlich nur um IP-irgendwas und nicht um Vakuumtechnik.
Leckrate misst man üblicherweise, indem man den Druckabfall über der Zeit misst.
CU Rollo
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Roland Damm
War das nicht die Schutzklasse, in der das Gerät bereits Strahlwasserfest sein muss ?
Ein kleiner Besuch bei der Fachschaft der Industriedesigner könnte zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit führen. (nein, nicht im biologischen Sinn)
Wenn du mit vielen Zukaufteilen und wenig Fertigungsteilen glänzen willst, solltest Du dir die Kataloge der einschlägigen Händler organisieren :
Aluprofile : Bosch, Maytec, Item, Kanya,... Halbzeuge : Misumi (wichtig!), Norelem, KVT Koenig, .. Bedienelemente etc.. : Ganter, Southco, Dirak, ... Ansonsten ist die Konsultation von Wer liefert was
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sehr hilfreich (und kostenlos!) Eine fertige Plastikbadewanne könntest Du auch gebrauchen...
Du entwickelst ein Gerät mit einem hohen Feuchtigkeitsanteil : Verwende (von Kunststoffen abgesehen) nur Aluinium und rostfreien (bzw. rostarmen) Edelstahl a'la Metzgerblech. (Metzgerblech ist ein Spitzname für 1.4301 (X5CrNi18-10) bzw. Markenname Inox, weil das der Edelstahl für den Lebensmittelbereich wie Großküchen, Metzgereien,.. ist) Eventuell ist es ratsam einen Blick auf die elektrochemische Spannungsreihe zu werfen, wenn das Gerät im Stillstand teilweise nasse bleibt.
Das ist bitte noch näher zu definieren: Tragbar (wie schwer, Griffe?), auf Rollen (muss durch die Tür passen?) , in ein bestimmtes Fahrzeug passend, ?
Wenn du deinem Prüfling über 3kW zur Verfügung stellst, mach dir _sehr_ seriöse Gedanken zur Wärmeableitung während des Prüfvorgangs! Temperatursicherung ?!
Das ist auch nicht ohne ! Ein halbes Bar sind wieviele N/mm^2, die das Gehäuse deines Prüfraums auszuhalten hat ? Sicherheitsüberdruckventile ? Erinnert mich an Dampfkochtopf!
Genügen blubbernde Luftblasen ?
Messung des Luftverbrauch unter Berücksichtigung des Differenzdrucks
Wenn er bei einem halben Bar Prüfdruck kolabiert ?
Wasser in einem Zwischenspeicher? Oder hast du permanenten Anschluss an Wasserzu- und Abführung? (War da was mit transportabel ?) Salzwasser wäre toll als Messmittel, aber der Prüfling mag das wohl nicht so gerne. (Oder sind die Prüflinge wirklich nur aus Kunststoff?)
Schade, die MOTEK in Sinsheim ist gerade vorbei. Da hättest Du viel Inspiration erfahren.
Just my 2 Cent
Günter
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Günter Schütz
IP67: Staubdicht + gesch=FCtzt gegen die Wirkung beim zeitweiligen Untertauchen in Wasser (unter Druck)
danke f=FCr die Tips
transportabel durch eine Person mit einem Fahrzeug. Dh. Wasser ablassen ist pflicht
0,5bar sind meineswissens 0,05N/mm^2. klingt l=E4cherlich!?! Ein Druck=FCberwachungssystem muss sowieso rein. Mein Traum w=E4re die Druckerzeugung mit einem Kolben (Wasser ist ja schlie=DFlich nahezu inkompressibel), Messung und =DCberwachung durch Kontrolleinheit. Diese sollte den Kolben steuern und somit den Druck auf kein kritisches Niveau ansteigen lassen. Aber eines stimmt. Lieber zus=E4tzlich etwas mechanisches Einbauen. Sicher ist sicher
wenn man sie auch wirklich sehen kann ja. Soweit ich das mittlerweile verstanden habe geht es nicht um Mikrol=F6cher im Kunststoffteil
Prof. meint, dass das zu kompliziert w=FCrde, bei diesen geringen Mengen. Wiegen verspricht mehr Erfolg
Schicksal:) 0,5bar =DCberdruck ist Pflicht
was versprichst du dir von Salzwasser? Es sollen tats=E4chlich ausschlie=DFlich Kunststoffteile gepr=FCft werden
Gru=DF Matthias
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Matthias.krist
haltet ihr 0,5bar =DCberdruck f=FCr kritisch?
Ich pers=F6nlich w=FCrde eine Quaderform des Druckbeh=E4lters bevorzugen. Bekommt man sowas (an den Ecken) dicht?
Reply to
Matthias.krist
haltet ihr 0,5bar =DCberdruck f=FCr kritisch?
Ich pers=F6nlich w=FCrde eine Quaderform des Druckbeh=E4lters bevorzugen. Bekommt man sowas (an den Ecken) dicht?
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Matthias.krist
Wenn dein Prüfling 400mm x 400mm groß sein darf, ist dein Deckel zur Prüfkammer mindestens auch so groß.
400mmx400mmx0,05N/mm^2 = 8000N und das finde ich nicht mehr trivial.
Sicherheitsfaktor (welchen?) nicht vergessen. Überdruckventile für Gas gibt es z.B. bei Timmer, für Flüssigkeiten in diesem Druckbereich kenne ich keine. Geh davon aus, dass die Teile ungenau sind und erst bei 25%-50% Überdruck auslösen.
Salzwasser leitet Strom. In den Prüfling kommt eine Elektrode auf den tiefsten Punkt und dann wird überprüft, ob eine leitfähige Verbindung mit dem umgebenden Wasser zustande kommt. Wenn ja, war der Prüfling wohl undicht.
Grüße Günter
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Günter Schütz
Am 1 Nov 2006 09:49:19 -0800 schrieb snipped-for-privacy@gmx.de:
Das glaube ich nicht. Druckdifferenzen lassen sich sehr einfach und sehr genau messen.
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Peter Niessen
Am 1 Nov 2006 09:51:31 -0800 schrieb snipped-for-privacy@gmx.de:
Geht. Aber rund ist viel billiger zu bauen.
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Peter Niessen
X-No-Archive: YES =
Guten Morgen!
Peter Niessen schrieb:
doch
bei einer kleinen Leckrate ist der Differenzdruck klein, diese sind schwer zu messen. s.a. st=F6rende Einfl=FCsse (Temperatur, Str=F6mung).
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Klaus-Holger Trappe
*Günter Schütz* wrote on Wed, 06-11-01 22:05:
Wiw führst Du aus einem dicht sein sollenden Prüfling die Leitung raus?
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Axel Berger
Eine Prüfung auf irgend eine IPx Schutzart zu testen macht nur bei elektrischen Geräten einen Sinn. Ich gehe davon aus, dass (spätere) Kabeldurchführungen vorhanden sind, ansonsten würde auch eine Bereitstellung von Energie für den Prüfling nicht sehr viel Sinn machen. Wiederspricht allerdings auch der Aussage, dass es sich nur um Kunststoffteile handelt.
Grüße Günter
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Günter Schütz

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