Eintrag in die Handwerkerrolle?

May 14, 2008 8 Replies

Ich habe eben diese (nicht mehr ganz frische) Meldung gefunden:



"Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) hat am 29.6.2005 eine Verordnung über die Anerkennung von Prüfungen für die Eintragung in die Handwerksrolle beschlossen. Danach können sich künftig Ingenieure sowie Absolventen von technischen Hochschulen und staatlichen oder staatlich anerkannten Fachschulen für Technik und für Gestaltung ohne weiteren Qualitätsnachweis in die Handwerksrolle eintragen lassen, sofern sie über eine der handwerklichen Meisterprüfung mindestens gleichwertige Qualifikation verfügen. mehr... [Verlag Dr. Otto Schmidt vom 6.7.2005, Quelle: BMWA PM vom 6.7.2005]"


Ich verstehe das so: Auf dem Gebiet der eigenen Studienrichtung, nehmen wir z.B. Bauingenieurwesen oder Motorentechnik, könnte der Ingenieur sich als Maurer(meister?) oder Kfz-mechatroniker(meister?) in die Rolle eintragen lassen.



Frage an die, die mehr wissen:



Was könnte ein Ingenieur damit anfangen? Gibt es Vorteile oder Nachteile (insbesondere Kosten?), wenn man das ohne weiteres Ziel (z.B. Gewerbe) macht? Ist damit der Ausbidungsschein, von dem ich bei manchen Kollegen schon gehört habe, eingeschlossen?


Gruß, Ralf.


Zu den Kosten: Sicherlich kommt dann gleich die Innung angerannt und möchte Gebühren abkassieren. Vorteile: Du darfst einen Meisterbrief führen und somit auch Lehrlinge in dem Bereich ausbilden. Für Meisterbetrieb gibt zum Teil sehr günstige KFZ-Vversicherungen;-) Außerdem kannst du dich für den Prüfungsausschuss für Lehrlingsabschlussprüfungen bewerben. Neben der Arbeit, bringt es vielleicht Vitamin B.

"Ralf Teschenbaum" schrieb

Ja, genau, "sofern sie über eine der handwerklichen Meisterprüfung mindestens gleichwertige Qualifikation verfügen." Ist das bei dir der Fall?

Genaueres zu dieser Einschränkung kann dir die für dich zuständige Handwerkskammer sagen zu finden unter

formatting link
Direkt die Homepage der betreffenden HWK ansurfen und dort nach Beratung suchen.

cu, Thomas

*Harald Maedl* wrote on Wed, 08-05-14 22:58:

Noch einer: Man kann selbstaändig sein, ohne die unsägliche IHK am Hals zu haben -- den kann man kaum hoch genug bewerten.

Einfach Toll, dann gibt es demnächst Ausbilder welche nie selbst eine Lehre gemacht haben :-(

Von den rechtlichen Problemen wie zB was ist wenn mein Auszubildender etwas kaputt gemacht hat oder wenn er überfordert oder ständig unterfordert wird ganz zu schweigen.

mfg Klaus

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Thomas Endt schrieb:

Das dürfte u. a. von der Definition der Gleichwertigkeit anhängen - wird das Ingenieurexamen als der Meisterausbildung gleichwertig /definiert/, oder ersetzt es nur die Meisterprüfung, wenn eine handwerkliche "Karriere" (Gesellenbrief plus Berufspraxis plus Fortbildung) bereits vorhanden ist?

Und so objektiv und unabhängig...

Gruß aus Bremen Ralf

Die HWK ist weniger unsäglich?

Michael Dahms

*Klaus Reinke* wrote on Thu, 08-05-15 13:40:

Du meist das hängt sich jeamand freiwillig und ohne passendes Backup ans Bein? Nach deutschem Innungsrecht durfte vorher IIRC ein Ingenieur beim Kunden keinen Schraubenzieher anfassen und keine Steckdose aufmachen ohne einen Meister einzustellen.

*Michael Dahms* wrote on Fri, 08-05-16 08:16:

Keine Erfahrung, aber ausgehend von einem Extrem ist Regression zu Mitte zu erwarten. Dazu sind gestandene Handwerker mit einem Bezug zur materiellen Welt hoffentlich etwas anderes als dies ganzen Verkäufer- und Vetretertypen. Alles muß besser sein als die IHK oder man könnte nur verzweifeln.

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required