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Moin!
Ohne es formal mathematisch beweisen zu können, bin ich mir ganz sicher, daß die folgende Aufgabe mathematisch unlösbar ist:
Man nehme zwei Fahrradschläuche und montiere sie, ohne sie zu zerschneiden, so ineinander, daß daraus ein doppelwandiger Schlauch entsteht.
(Ein bißchen Mogeln wäre zulässig: Aus dem äußeren Schlauch werde das Ventil herausgeschnitten, so daß er dann dort ein Loch hat, durch das der Ventilstutzen des äußeren Schlauchs herausschauen möge. Würde es sich um zwei Gummibälle handeln, dann wäre die Aufgabe ohne weiteres lösbar: Man steckt einfach den inneren Ball durch das Loch des äußeren und bläst ihn auf, dann trägt er den äußeren als Umhüllung - bei den Schläuchen geht das deswegen so nicht, weil sie zweifach zusammenhängend sind (und wie beweist man das?).)
Obwohl das "nicht geht", brauche ich dafür aber dennoch eine "technische Lösung" (die dann notwendigerweise die Voraussetzungen verletzt), also ein sinnvolles Vorgehen, um den designierten äußeren Schlauch möglichst wenig zu zerschneiden, ihn um den inneren drumherum zu praktizieren und dann wieder zusammenzukleben.
Ideen, wie man das hinkriegen könnte?
(Und was soll das Ganze überhaupt?
- Es geht darum, daß mir Schläuche recht häufig kaputtgehen, ohne daß ich mir Montage- oder Handhabungsfehler bewußt wäre, d. h. der Reifen wird montiert und sehr hart (fast zweistelliger Druck in bar) aufgepumpt, dann wird das Fahrrad ein paar Tage lang benutzt, und urplötzlich ist das Rad platt, ohne daß sich eine penetrierende Beschädigung am Reifen feststellen ließe - der Schlauch hat oft auf der Innenseite, also da, wo er am - im übrigen einwandfreien - Felgenband anliegt, einen kleinen Riß. Ich führe das darauf zurück, daß er durch den hohen Druck an der Umhüllung (Mantel und Felgenband) stark anhaftet und dann beim Aufpumpen ungleichmäßig und zu stark gedehnt wird, so daß er anfängt, zu fließen, und nach einer gewissen Zeit reißt.
Meine intendierte Gegenmaßnahme bestünde darin, den Schlauch durch eine Umhüllung, an deren Innenseite er relativ gut gleiten kann, abzupolstern, damit die druckhaltende innere Schicht nicht in dieser Weise beschädigt wird.
Vorläufig könnte ich mir folgende Lösung vorstellen: Kaputte, also leicht beschädigte Schläuche kosten nichts, die kann man bei Fahrradhändlern aus der Abfalltonne mitnehmen (weil die die nicht flicken, sondern grundsätzlich durch neue ersetzen - angesichts der Arbeitskosten ist das auch sinnvoll). Davon nehme ich zwei und entferne bei beiden die Ventilstutzen. Einen davon schneide ich entlang des inneren Äquators (also auf der Ventilseite) auf und ziehe ihn von außen über einen "guten" (d. h. dichten) inneren Schlauch (mit einem Ventilstutzen). Den zweiten Schlauch schneide ich entsprechend entlang des äußeren Äquators auf und ziehe ihn über beide drüber, so daß die Schnittlinie dann entlang der "Lauffläche", also innen am Mantel, verläuft. (Beim Ineinanderfügen wird alles ordentlich mit Talkum eingepudert, um die Reibung klein zu halten.) Die Schnitte bleiben offen, werden also nicht wieder zusammengeklebt oder aneinandergenäht.
Dann wird dieser Dreifachschlauch "ganz normal" montiert, also nur schwach aufgepumpt, d. h. ziemlich schlapp, in den Mantel eingelegt und dieser dann auf der Felgen montiert, anschließend der montierte Reifen dann stramm aufgepumpt. Die Erwartung/Hoffnung besteht darin, daß der innere funktionelle (druckdichte) Schlauch dann nicht mehr kaputtgeht.)
Statt eines "gepimpten" Schlauchs einfach einen abgefahrenen Schlauchreifen zu verwenden geht leider nicht, weil Schlauchreifen aufgrund ihrer Abmessungen nicht in "normale" Mäntel für 622er-Felgen hineinpassen.
Ideen? Vorschläge?
Gruß aus Bremen Ralf