Kühlturm bei -30°C

Wir werden demnächst wieder eine Anlage in Russland St. Petersburg
bauen.
Es wird auf dem Dach mehrere offene Kühltürme und
Verdunstungsverflüssiger geben. Je kälter es draussen wird und je
geringer die Leistung der Aggregate wird/ist, desto größer wird wohl die
Einfriergefahr von Beckenwasser, Lamellenwasser, Zufuhr- und
Abschlämmwasser.
Verdunstungsverflüssiger haben ihre eigene Zirkulationspumpe (BAC,
Evapco, etc.-Standard) am Aggregat selbst, Kühlturmpumpen stehen im
Gebäude. Als Wasservorlage sollen die Becken der Aggregate benutzt
werden.
Muß/Sollte man begleitbeheizen und/oder doch besser im Fall der Fälle
komplett leerlaufen lassen. Wenn ja, was würdet ihr begleitbeheizen?
Wer kann dazu was sagen?
(Beim letzten Projekt haben wir einen 20m3 innenliegenden
Kühlwassersammler mit zentraler Pumpen- und Wasserbehandlungsmimik
gebaut. Auf diesen will man jetzt verzichten)
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Heiner Veelken
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"Heiner Veelken" schrieb im Newsbeitrag news:1k7c46s.1qvrzop1h1x2e7N% snipped-for-privacy@gmx.net...
Hi, müßt Ihr mit Stillstand, Unfällen oder Materialmangel nicht rechnen? Streiks etwa? Denn leerlaufenlassen kann bei großer Kälte nicht reichen, die Wärmekapazität halbleerer langsamfließender Leitungen reicht vielleicht nicht, Ventile könnten verstopfen oder in "offen/unbekannt" festfrieren. Mal abgesehen vom Kondensat nach dem Anlagenherunterfahren. Man müßte schon regelrecht "freiblasen", etwa mit Schutzgas unter Druck und Hitze. Und das müßte schnell gehen, gleich beim Unfall, sobald die Anlage steht.... Alles beiheizen oder Notheizsysteme vorsehen, dazu eine zumindest vorgedachte Lösung für den Anlagenstart bei -45° und Nordsturm/Schneetreiben...Segeltuchhaken, Drahtverspannungen, Tiefstrahler und Schutzgeländer....außerdem gewisse Notwege beheizen gegen Eisbildung. Da die Anlage ja offenbar Wärme abgeben soll, werden sich Eiszapfen bilden, dagegen Schutzdächer vorsehen. Kein Fenster ohne Absatz, keine Tür ohne Vordach. Jeder denkbare "Arbeitsplatz" wie etwa eine Pumpe, ein Ventil, ein Mischer, ein Schaltkasten braucht einen Schutz nach oben und eine winterfeste Beleuchtung.
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gUnther nanonüm
Am 09.09.2011 16:07, schrieb Heiner Veelken:
Kühlturm heizen?
Kann man nicht in Sektoren unterteilen?
Die Russen fragen!
Carsten
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Carsten Thumulla
"Carsten Thumulla" schrieb im Newsbeitrag news:676e8$4e6b9708$d9ba2cc4$ snipped-for-privacy@news1.surfino.com...
Hi, klar, die offenen Leitungen, Pumpen etc. Was meinst Du, wie lange sonst ein Wiederanfahren dauert? Alle Leitungen äußerlich mechanisch enteisen, dann mit Brennern auftauen....oder warten bis zum Sommer?
Kann man sicher, aber dann gibts nur mehr Ventile und Kontrollstellen zu heizen. Du kannst ja nicht riskieren, daß es zu "Totwasserstellen" kommt, die dann ausfrieren und sich nicht wieder freispülen lassen.
Vielleicht geht ein "paralleles" Beiheizkreislaufsystem mit Frostschutzmittel, das nur bei Bedarf beheizt wird? Alle Rohre als Zwillinge bzw mit Innenrohr vom Heizsystem. Es müßte ja nur ein geringer Heizquerschnitt sein, solange das System genug Leistung rüberbringt.
Klar, Technologietransfer mit der Kalaschnikow erzwingen. Man muß garnicht so weit gehen, in Norwegen und Kanada werden sich auch Arktisingenieure finden lassen. Oder in Kiruna.
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gUnther nanonüm
gUnther nanonüm wrote on Sun, 11-09-11 01:26:
Entweder Du hast nicht vom Beginn mitgelesen oder Du leidest an Gedächnisschwund:
Heiner Veelken wrote on Fri, 11-09-09 16:07:
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Axel Berger
Am 09.09.2011 16:07, schrieb Heiner Veelken:
Ohne die Anlage zu kennen, würde ich alle frostgefärdeten Rohrleitungen beheizen . Hier bieten sich selbstregelnde Heizbänder an.
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Karl Friedrich Siebert
Am 11.09.2011 05:04, schrieb Axel Berger:
Es ist immer wieder zu beobachten, dass die Leute den Betreff nicht lesen und irgendeinen Schrott abkübeln.
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Karl Friedrich Siebert
Am 11.09.2011 11:54, schrieb Karl Friedrich Siebert:
Meckern ist nicht gefragt :-)
Ich hatte die größeren troubles mit GEBRAUCHTEN (Betonmisch)Anlagen, weil einige Stähle bei den niedrigen Temperaturen "glasartig" spröde wurden. Ich bin elektrischer Techniker und in diesem Terrain völlig ungeübt.
GL
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Franz Glaser
"Axel Berger" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@b.maus.de...
Hi, entweder Du hast es nicht bemerkt, oder Dein Gedächnisschwund ist schlimmer geworden. Das habe ich mit der "Kalaschnikow" andeuten wollen. Wäre Sizilien gemeint, hätte ich ne Beretta erwähnt :-) Nur weil man in Rußland baut, hat man noch lange nicht die ungeteilte Hilfe aller Russen zu erwarten. Ganz im Gegenteil, außer ner Menge Bestechung wird man auch Animositäten zu erwarten haben. Die Russen sind sicher nicht gern Zuschauer ausländischer Fachleute in "ihrem" Winterparadies. Was wird es die freuen, wenn die Anlage im ersten Winter ausfällt und bis zum Frühjahr ein Totalschaden wird. Oder bei den Reparaturversuchen mangels Voraussicht gar die "blöden Ausländer" am Turm festfrieren. Ja, sonderlich kalt ist es an der Ostsee noch nicht...nicht immer. Doch bei Nordostwind direkt aus der Arktis...
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gUnther nanonüm
"Karl Friedrich Siebert" schrieb im Newsbeitrag news:j4i07q$e66$ snipped-for-privacy@gwaiyur.mb-net.net...
Hi, bei einem Kühlturm reden wir aber von erheblicher Masse und vermutlich nasser Außenwand. Heizbänder sind elektrisch...ob das so schlau ist? Und schaffen die die Leitung, um gegen -30 oder mehr anzuwärmen? Oder nach Anlagenausfall die gefrorene Anlage aufzutauen?
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gUnther nanonüm
Am 11.09.2011 22:44, schrieb gUnther nanonüm:
Was spricht gegen einen mobilen Deckel auf den Kühltürm?
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Christoph Müller
Etwas unorthodoxe Methode, aber wieso klatscht ihr das Ding nicht einfach ein paar Meter unter die Erde? Dort hat man deutlich konstantere Temperaturen, damit wuerden sich deine Probleme eruebrigen.
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Anton Meyninger
So nach dem Motto: Da hinten ist ja sowieso alles russisch-orthodox:-) Was willst Du denn unter die Erde klatschen? Den Kühlturm oder was?
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Heiner Veelken
Frei nach Schillers Glocke: Loch in Erde, Kühlturm rin, friert nun nicht mehr, äh, nix "bim, bim". ;-)
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Harald Maedl

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