Messen der Wärmestrahlung eines Feuers

Nabend,
ich plane, im Rahmen eines Projekts während der FH-Projektwoche die Wirksamkeit von Wasserwänden sogenannter Hydroschilde hinsichtlich der
Abschirmung von W√§rmestrahlung ein wenig zu untersuchen, da die bei Feuerwehrs √ľber die Abschirmm√∂glichkeiten ein wenig auseinandergehen. Jetzt stellt sich die Frage, wie man die hinter der Wasserwand ankommende Strahlungleistung messtechnisch erfassen kann.
√úbliche Fernthermometer arbeiten AFAIK ja meist so, dass sie aus dem Intensit√§tsverh√§ltnis mehrerer Spektrallinien die Temperatur des anvisierten Objekts errechnen. Hier stellt sich IMHO das Problem, dass durch wellenl√§ngenabh√§ngige Transmission durch die Tr√∂pfchenwand eine Temperaturverf√§lschung auftreten kann. Sollten hingegen die Linien einer vergleichbaren Schw√§chung unterliegen, d√ľrfte sich die angezeigte Temperatur ja nicht ver√§ndern, wenn die Verh√§ltnisse gleich, die Intensit√§ten nur schw√§cher sind. Fernthermometer d√ľrften damit IMHO ausscheiden.
Wie arbeiten Wärmebildkameras? Ich vermute auf eine vergleichbare Weise. Oder wären sie geeignet?
Derzeit favorisiere ich eine L√∂sung in Richtung Pyranometer. - Nur, wie realisiert man so etwas zu bezahlbaren Kosten? Auf der Homepage eines Hobbymeteorologen bin ich auf eine Anleitung gesto√üen, wo PT1000- Sensoren mit wei√üen und schwarzen Pl√§ttchen beklebt worden. Scheint mir soweit recht geeignet, es bleibt jedoch die Frage nach dem Material f√ľr die Sensorfl√§chen. Wie erreicht man m√∂glichst 100%ige und √ľberhaupt keine Absorption der Strahlungsw√§rme? F√ľr die nicht absorbierende Fl√§che wei√üe Farbe? Oder besser blank poliertes Metall? Und die dunkle Fl√§che? Mattschwarze Farbe? Kann wer eien auch im IR-Bereich m√∂glicht wenig reflektierend empfehlen?
Hab neulich was von den TINOX-Blechen in Solarkollektoren geh√∂rt, w√§re das geeignet? Problematisch dabei ist IMHO, dass die Absorption sehr Wellenlngenabh√§ngig ist. Wenn im langwelligen Bereich nichts abgestrahlt wird, wird wohl auch nur wenig langwellige Strahlung an's Blech kommen: http://www.sonne.de/index.php?selektivitaet Ist das bei einem ein paar hundert...tausend Grad hei√üen Feuer vernachl√§ssigbar oder wird damit der gr√∂√üte Teil der Abstrahlung ausgelassen? Hat wer eine Kennlinie √ľber die transportiere Energie in Abh√§ngigkeit von der Wellenl√§nge zur Hand?
Eure Meinung dazu? Weitere Ansätze zur Messung der Strahlung sind ebenfalls willkommen.
sch√∂ne Gr√ľ√üe, Thorben
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Vielleicht ist das zu banal, aber wieso nimmst Du nicht einfach ein "stinknormales" Quecksilberthermometer (Lufttemperatur) und zus√§tzlich ein weiteres mit F√ľhler in einer geschw√§rzten Holhkugel (Globe-Thermometer).
Gruss, Robert
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begin quoting, Thorben Gruhl schrieb:

Es wird durch Selbstbau wahrscheinlich nicht billiger.

Letzteres. Wobei: das reflektiert auch nur 90 % oder so (messen!).

Der Standardabsorber ist ein Paket Rasierklingen, dessen Schneiden "beleuchtet" werden: Kohlrabenschwarz, durch die Mehrfachreflexionen kommt kein Licht mehr raus. (Als Paket zusammenspannen (evtl. durchbohren), und dann von der R√ľckseite her durchtrennen und blankschleifen - Vorsicht: darf nicht warm werden - obwohl: "reflektierender" wird die Packung dadurch auch nicht ...)

Bolometer?
Gruß aus Bremen Ralf
--
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Moin,
Ralf Kusmierz schrieb:

>> Eure Meinung dazu? Weitere Ansätze zur Messung der Strahlung sind >> ebenfalls willkommen. > > Bolometer?
Danke f√ľr das Stichwort. Was der Wetterfritze da als Pyranometer hat, scheint sich mit dem Bolometer zu decken - nur einmal reflektierende und einmal abgeschattete Referenzsensoren. Damit w√§re das IR-"wei√ü"-Problem schonmal behoben.

√Ėhm - Skizze? *nicht ganz folgen k√∂nnend*
schönen Gruß, Thorben
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begin quoting, Thorben Gruhl schrieb:

_ _ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ ^ | | | | | | | | | | | | | | wenige | | | | | | | | | | | | | | Milli- | | | | | | | | | | | | | | meter |__|__|__|__|__|__|__|__|__|__|__|__| _|_
Paket Rasierklingen, Schneiden nach oben, unten abgeschnitten und blankgeschliffen. Von oben betrachtet sieht dieses Paket absolut schwarz aus: Durch die Mehrfachreflexionen an den Schneiden wird einfallendes Licht vollständig absorbiert. Wenn die Schneiden nicht mehr so blank sind, sollte es aber eiegntlich nicht schlechter werden.
So ein Ding nimmt man, wenn man Licht vollständig absorbieren und in Wärme umwandeln will.
Gruß aus Bremen Ralf
--
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Moin,
Thorben Gruhl schrub:

Ich weiß von einer Art Wärmebildkamera, dass sie stumpf die Gesamtleistung zwischen 8um und 15um Wellenlänge misst. Man macht sich dabei wohl zu Nutze, das bei den Wellenlängen die allermeisten Dinge schwarz sind. Ob alle Wärmebildkameras so funktionieren, weiß ich aber auch nicht.

Also Optik einen selbstgebastelten Spiegel nehmen, dass kann gehen. Poliertes Kupfer ist ein guter Reflektor, im Idealfall erreicht man damit 99% Reflektion (bei 10um Wellenlänge - was ungefähr dem Maximum eines schwarzen Strahlers mit 300K entspricht)

Ich sch√§tze ein K√ľhlk√∂rper m√ľsste gut absorbieren.

Wie gesagt, poliertes Kupfer ist gut. Gold noch besser:-)

z.B. Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Plancksches_Strahlungsgesetz
http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan-Boltzmann-Gesetz
CU Rollo
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Hi,
Roland Damm schrieb:

Hmm, ich f√ľrchte etwas zu massiv. In einem Brandversuch wird die Leistung des Feuers nicht sonderlich konstant sein. Hatte gedacht, die Wasserwand in der Gr√∂√üenordnung von Sekunden ein- und auszuschalten. Da scheint mir ein handels√ľblicher K√ľK√∂ zu massiv = tr√§ge. Eher ein d√ľnnes Blechst√ľckchen (1...5cm¬≤) mit entsprechender Oberfl√§chenbehandlung. Alternativ in Tiefe oder Breite gestaffelt mehrere Sensoren, von denen ein Teil von der Wasserwand verdeckt ist, dann k√∂nnte man l√§ngere Zeiten fahren, hat daf√ľr ein gr√∂√üeres Kalibrierproblem. Hmm... :-\

Da hab ich wohl zu kompliziert gedacht. Abschatten sollte es ja auch tun, sofern man den Wind vernachlässigen kann.
Gruß, Thorben
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Moin,
Thorben Gruhl schrub:

Hmm, und schnell solls auch noch sein...
Wie w√§r's mit einem Bewegungsmelder? Es gibt fertige pyroelektrische Sensoren f√ľr ~5¬§ beim Elektronikversand. Die haben zwei Sensorfl√§chen drauf, die eine ist durch ein IR-durchl√§ssiges Fenster von au√üen sichtbar, die andere ist abgeschattet (Funktionsprinzip: so √§hnlich wie ein Piezo-Wegaufnehmer, nur eben empfindlich f√ľr W√§rme). Ein FET-Transistor-Verst√§rker ist auch gleich eingebaut. Dieser verst√§rkt das Differenzsignal der beiden Sensorfl√§chen. Das hat den Sinn, dass beide Sensorfl√§chen weil auf einem Chip angeordnet gleiche Temperatur haben und somit bei W√§rmestrahlung = Ger√§tetemperatur einfach nichts passiert. [Grad nachgesehen: zwei Sensorfl√§chen ja, aber beide k√∂nnen empfangen. Die beiden liefern umgekehrte Vorzeichen im Signal was f√ľr Erkennen von Bewegung gebraucht wird. Also f√ľr deinen Fall die teuren mit abgeschattetem einen Sensor kaufen (da sind auch zwei Sensoren drin, um den Offset zu kompensieren) oder einen Billigen f√ľr Bewegungsmelder und dann den Deckel abs√§gen und selbst eine Blende einbauen.]
Diese Sensoren liefern ein Signal immer, wenn sich die W√§rmestrahlung √§ndert, also sozusagen die zeitliche Ableitung der Strahlungsleistung. Wenn man vor einen solchen Sensor ein Shutterrad setzt, also eine rotierende Scheibe mit einem Loch drin oder besser noch eine Scheibe, die die H√§lfte einer Umdrehung abdeckt, die andere durchl√§sst (so funktionieren √ľbrigens auch manche W√§rmebildkameras), m√ľsste man ein Wechselspannungssignal bekommen, dessen Betrag der W√§rmestrahlung entspricht. Das Shutterrad mit einer Lichtschranke ausgelesen und auf einen Lock-In-Verst√§rker gegeben m√ľsste ein passable Gleichspannung ergeben.
Kalibrieren muss man das Ger√§t nat√ľrlich mit irgendwelchen Probemessungen: Backofen, Herdplatte, offenes Feuer.
Als Optik (der Sensor soll ja nur Strahlung aus der Richtung detektieren, die einen interessiert) geht wie gesagt auch ein Hohlspiegel, aber diese Sensoren sind so empfindlich, dass eine Lochkamera auch hinreichen d√ľrfte, du willst ja schlie√ülich Feuer messen, nicht K√∂rpertempertur - wof√ľr Bewegungsmelder ausgelegt sind. Also erst Lochblende, dann Shutterrad (damit der Shutter meistens ebenfalls nicht betrahlt wird und sich nicht erw√§rmt), dann nochmal Lochblende, damit der vielleicht doch erw√§rmte Shutter nicht dauernd auf den Sensor strahlt - nur mal so aus dem Bauch heraus.
Noch trickreicher ist es nat√ľrlich, anstatt Shutter ein Spiegelrad zu verwenden. Wie auch immer es aussieht, es sollte die Strahlung mal aus einer, mal aus einer anderen Richtung auf den Sensor leiten. Dann misst die gesamte Anordnung quasi die Differenz aus zwei Strahlungsquellen. Ein erw√§rmtes Shutterrad w√ľrde dann wegen Lock-In-Verst√§rker keinen Einfluss mehr haben. Vielleicht k√∂nnte man die beiden Strahleng√§nge sogar so anordnen, dass der eine durch die Wasserwand, der andere dran vorbei das selbe Feuer sehen.
CU Rollo
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On 2 Apr., 21:36, Thorben Gruhl <std_OhneDasHier_10...@fh- osnabrueck.de> wrote:

Nimm ein geschw√§rztes Peltierelement (ca. 30 ‚ā¨) auf einem m√∂glichst totalreflektierenden thermisch massiven K√ľhlk√∂rper. Das PE sollte ein Hochleistungselement sein, weshalb es dann wegen des sehr geringen dT zw. Vorder und R√ľckseite recht schnell reagiert (Zeitkonstante klein)
Das PE mu√ü noch etwas gegen Wind gesch√ľtzt werden, damit die Strahlung nicht durch Konvektion zu sehr verf√§lscht wird.
Vorteil: Sehr preiswert und sehr großes Ausgangssignal.
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On 3 Apr., 14:24, snipped-for-privacy@gmx.de wrote:

Man mi√üt damit direkt den Strahlungsflu√ü in W/m¬≤. Nat√ľrlich mu√ü man das vorher eineichen. Gr√∂√üe ca. 30mm*30mm.
Die dicken Cu-Anschlußdrähte sollte man wegmachen und stattdessen mit thermisch schlecht leitenden Drähten das Sensorsignal weiterleiten.
Empfindlichkeit liegt in der Größenordnung von ca. 5-10 mV je W/m²
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Moin,
snipped-for-privacy@gmx.de schrieb:

totalreflektierender, thermisch massiver K√ɬľhlk√ɬ∂rper - du redest jetzt von der dem Feuer abgewandten Seite als Referenztemperatur? Oder soll der K√ɬľK√ɬ∂ die einfallende Strahlungsw√ɬ§rme "fangen" (dann aber nicht totalreflektierend, oder?)? Thermisch massiv *√ɬľberleg* klingt nach Eiswasser?
Was empfiehlt sich zum Schwärzen? Hat da wer'n Tipp, womit's auch im IR-Bereich noch "schwarz" aussieht?
Gruß, Thorben
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On 4 Apr., 03:13, Thorben Gruhl <std_OhneDasHier_10...@fh- osnabrueck.de> wrote:

Im Prinzip reicht entweder bereits die Keramikfl√§che des PE als guter "schwarzer" Absorber aus oder die noch mit einer Kerzenflamme etwas anru√üen. Evtl. kann man auch eine "geeignete" d√ľnne Folie aufkleben.
Eine Referenztemperatur wird eigentlich nicht benötigt bzw. die Umgebungslufttemperatur reicht bereits aus. Ohne Strahlung ist dann das Ausgangssignal unabhängig von der Umgebungstemperatur 0.
W√ľrde man auf Eis beziehen, h√§tte man wegen der Lufttemperatur (Konvektion, W√§rme√ľbergang) und Feuchteniederschlag bereits ein starkes Signal.
Der thermisch massive Block k√∂nnte einfach eine z.B. 30mm Aluplatte sein, deren Oberfl√§che poliert ist oder mit Alu- oder Goldfolie noch etwas verbessert ist. Es kommt nur darauf an, da√ü dieser K√ľhlk√∂rper w√§hrend der Messung die Umgebungstemperatur "einigerma√üen" beibeh√§lt und sich durch die Strahlung selbst nicht zu schnell erw√§rmt. Dies ebenfalls nur wegen des W√§rme√ľbergangs am Peltierelement wegen Temperaturunterschied zur Luft.
Die bestrahlte Fl√§che des PE liegt "vielleicht" um 0,1¬į √ľber der Umgebungstemperatur/K√ľhlk√∂rpertemperatur, je nach Strahlungsleistung.
Letztendlich zeigt die "Eichung", wie gut alles geklappt hat.
Alternativ kann man das Messystem in seiner Reaktionsgeschwindigkeit noch wesentlich schneller machen, indem man mit einer kleinen Elektronik die Temperaturdifferenz zw. Vorderseite und R√ľckseite (=K√ľhlk√∂rpertemp.) des PE auf 0 h√§lt und den hierf√ľr ben√∂tigten Strom mi√üt. Dieser Strom ist dann ebenfalls direkt prop. zur eingestrahlten spezifischen W√§rmeleistung (W/m¬≤).
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On 4 Apr., 11:48, snipped-for-privacy@gmx.de wrote:

Noch ein Hinweis zur Zeitkonstenate des PE:
Angenommen, bei einer Einstrahlung von 100 W/m¬≤ w√ľrde die eine Seite sich um 0.1K bis zum station√§ren Zustand erw√§rmen. Diese Annahme begr√ľndet sich auf die W√§rmeleitung zwischen Vorder und R√ľckseite des PE (der Wert 0.1K selbst ist jetzt frei phantasiert). Im Strahlungsgleichgewicht ohne diese W√§rmeleitung w√ľrde die eine Seite sich hierbei um etwa 15K erw√§rmen. Die eine Seite hat eine Dicke von etwa 1mm, was einer spezifischen W√§rmekapazit√§t von rund 2000 J/m¬≤K entspricht. Die Zeitkonstante w√ľrde in diesem Fall (ohne WL) dann etwa 2000J/(m¬≤K) * 15 K /100 J/sm¬≤ = 300s betragen.
Mit Wärmeleitung beträgt die Zeitkonstante jedoch 2000 * 0.1/100 2s !
Das ist also schon vieeeel schneller.
Wird nun das dT elegtronisch auf 0 gehalten, beträgt (theoretiech) die Zeitkonstante 2000 * 0 /100 = 0s!
Praktisch stimmt das nat√ľrlich nicht, weil einiges Weitere noch zu ber√ľcksichtigen ist, aber die Zeitkonstante kann auf jeden Fall bestimmt noch um den Faktor 5-20 reduziert werden.
Hierf√ľr ist eine Elektronik √§hnlich wie bei Hitzdrahtsonden zur Luftgeschwindigkeitsmessung n√∂tig. Dabei wird "einfach" der Drahtwiderstand konstant gehalten und dieser Widerstand entspricht dann genau der Drahttemperatur. Der Hitzdraht wird einfach auf z:B. 200 K √ľber Lufttemperatur beheizt, wobei er dann einen ganz bestimmten Widerstand hat. Bl√§st man den Draht an, w√ľrde er sich abk√ľhlen und der Widerstand und Strom w√ľrde sich solange √§ndern, bis der Gleichgewichtszustand erreicht ist.
Wenn man allerdings die Stromregelung so aufbaut, da√ü der Drahtwiderstand konstant bleibt, egal wie stark geblasen wird, mu√ü sich auch seine Temperatur nicht √§ndern und der augenblickliche Strom ist dann ein sofortiges Ma√ü f√ľr die Str√∂mungsgeschwindigkeit.
Genau dasselbe kann man mit dem PE machen. Es ist also kein weiterer Temperatursensor notwendig!
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Moin,
snipped-for-privacy@gmx.de schrub:

Richtig, nur bist du dir sicher, dass du die Temperaturdifferenz am PE messen kannst, allein aus Strom und Spannung? Beim Hitzdrahltanemomenter geht das leidlich, wenn man daf√ľr angemessene Materialien verwendet und dann noch eine etwas aufw√§ndigere Kompensationsmessung macht.
Was du beim PE messen musst (f√ľr diesen Zweck) ist ja die Differenztemperatur. Ich glaube kaum, dass man aus Strom und Spannung diese errechnen kann, ohne die Temperatur an sich zu kennen. Immerhin stecken da Halbleiter drin.
CU Rollo
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Das ist eine einfache Schaltung mit 1 OP, 1 Transistor und einigen Widerstšnden. Mit dem Hitzdrahtanemometer geht das nicht leidlich sondern klappt im 20 kHz Bereich (aus der Erinnerung)!
Das Einzige, was daran leidlich sein mag, ist die Richtungsempfindlichkeit des Drahtes aber nicht das Prinzip, den Draht selbst direkt als "Universalsensor" fŁr alles zu nehmen :-)
Als Material braucht man nur einen Draht, dessen Tempkoeff # 0 ist und so einen gibt es nicht mal als Konstantan :-)
Beim PE wird aufgrund des Peltiereffekts die Tempdiff genau auf Null gehalten und hieraus resultiert ein genau definierter Widerstand (entsprechend der Umgebungstemp.). Der (KŁhl)Strom, welcher durch das PE flieŖt, um den Widerstand konstant zu halten, macht natŁrlich an diesem eine Differenzspannung. Dies kann aber leicht kompensiert werden, sodaŖ am Ende alles passt. Wšre mir dies nicht selbst schon einmal einmal geglŁckt, wŁrde ich das nicht schreiben :-)
Wenn man das auf die Spitze treiben will, nimmt man ein zweites PE, welches nur als Widerstandsreferenz bei der jeweiligen Umgebungstemperatur dient und klebt das mit auf den KŁhlblock, aber ohne BestrahlungsmŲglichkeit. Dann kann man sich einen Widerstand ersparen :-)
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On 5 Apr., 20:43, snipped-for-privacy@gmx.de wrote:

Nochmal erklšrt und mit richtigen Daten:
Am PE haben wir:
UpeIST = Rpe * I + dT * Konstante
Die Regelung muŖ so sein, daŖ dT gleich 0 wird, also
UpeSOLL = Rpe * I + 0 * Konstante = Rpe * I
Wenn Rpe bekannt ist (im Idealfall z.B. durch das ReferenzPE). entspricht der Strom I genau der GrŲŖe, welche notwendig ist, um dT wegen der Einstrahlung auf 0 zu halten. Da sich Rpe bei unterschiedlichen KŁhlblock/Umgebungstemperaturen sich šndern wird, "kann" es sinnvoll sein, das ReferenzPE als Sollwert fŁr Rpe heranzuziehen. Der Strom durch das PE ist sehr gering (mA), wenn man z.B. weiŖ, daŖ ein PE bei dT = 0 eine Kšlteleistung von rund 33 W hat also etwa 3,66W/cm≤ und hierfŁr z.B. 3,8A benŲtigt. Das entspricht bereits einer Strahlungsempfangsleixtung von 36,6kW/m≤. Wenn die Sonnenstrahlung (1kW/m≤) zu kompensieren wšre, wird ein Strom von 3,8/36.6 = 104mA benŲtigt. Die Stromkonstante dieses Elementes wšre dann etwa 104mA/1000W/m≤ = 0.104mA/W/m≤ oder 9.6W/m≤ je mA.
Das Element hat einen Rpe von 3,6 Ohm, einen thermischen Leitwert von 0,25 W/K und liefert 49mV/K. Flšche 9cm≤. Bei der 1kW/m≤ Einstrahlung = 0.9W ergšbe sich demnach ein dT von 0.9W/0.25W/K = 3.6K und 49mV/K*3.6K = 176.4 mV
Aha, da hatte ich in meinem Eingangspost bei der Empfindlichkeit einen Reziprokwert im Kopf: Nicht 5mV/(W/m≤) sondern 5.66 W/(m≤mV) = 0.176mV/ (W/m≤)
Die "nackte" Zeitkonstante betršgt dann nach den bisherigen Annahmen etwa 2000J/m≤K / 1000J/sm≤ * 3.6 K = 7.2s
Diese Zeitkonstante kann auch bereits etwas verringert werden, wenn man eine Strommessung mit Saugschaltung macht, also bei dU = 0 mV. Wegen der doch recht groŖen Zeitkonstante von 7s empfiehlt sich aber die "richtige" Kompensation entsprechend meines Vorschlages.
PE z.B. letztes Element von http://www.peltier.de/peltierelemente_standard.htm
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On 4 Apr., 11:48, snipped-for-privacy@gmx.de wrote:

Noch ein Hinweis zur Zeitkonstenate des PE:
Angenommen, bei einer Einstrahlung von 100 W/m¬≤ w√ľrde die eine Seite sich um 0.1K bis zum station√§ren Zustand erw√§rmen. Diese Annahme begr√ľndet sich auf die W√§rmeleitung zwischen Vorder und R√ľckseite des PE (der Wert 0.1K selbst ist jetzt frei phantasiert). Im Strahlungsgleichgewicht ohne diese W√§rmeleitung w√ľrde die eine Seite sich hierbei um etwa 15K erw√§rmen. Die eine Seite hat eine Dicke von etwa 1mm, was einer spezifischen W√§rmekapazit√§t von rund 2000 J/m¬≤K entspricht. Die Zeitkonstante w√ľrde in diesem Fall (ohne WL) dann etwa 2000J/(m¬≤K) * 15 K /100 J/sm¬≤ = 300s betragen.
Mit Wärmeleitung beträgt die Zeitkonstante jedoch 2000 * 0.1/100 2s !
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Wird nun das dT elegtronisch auf 0 gehalten, beträgt (theoretiech) die Zeitkonstante 2000 * 0 /100 = 0s!
Praktisch stimmt das nat√ľrlich nicht, weil einiges Weitere noch zu ber√ľcksichtigen ist, aber die Zeitkonstante kann auf jeden Fall bestimmt noch um den Faktor 5-20 reduziert werden.
Hierf√ľr ist eine Elektronik √§hnlich wie bei Hitzdrahtsonden zur Luftgeschwindigkeitsmessung n√∂tig. Dabei wird "einfach" der Drahtwiderstand konstant gehalten und dieser Widerstand entspricht dann genau der Drahttemperatur. Der Hitzdraht wird einfach auf z:B. 200 K √ľber Lufttemperatur beheizt, wobei er dann einen ganz bestimmten Widerstand hat. Bl√§st man den Draht an, w√ľrde er sich abk√ľhlen und der Widerstand und Strom w√ľrde sich solange √§ndern, bis der Gleichgewichtszustand erreicht ist.
Wenn man allerdings die Stromregelung so aufbaut, da√ü der Drahtwiderstand konstant bleibt, egal wie stark geblasen wird, mu√ü sich auch seine Temperatur nicht √§ndern und der augenblickliche Strom ist dann ein sofortiges Ma√ü f√ľr die Str√∂mungsgeschwindigkeit.
Genau dasselbe kann man mit dem PE machen. Es ist also kein weiterer Temperatursensor notwendig!
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Die meisten Feuerwehren haben W√§rmebildkameras. Sie sind zwar nicht unbedingt zum Temperaturmessen geeignet, geben aber immerhin eine gute Orientierung. Die genausten Messungen liefern √ľblicherweise gek√ľhlte Scanner-Kameras oder sehr viel teurere Bolometerkameras. Bei dem zu erwartenden Temperaturbereich sollte man allerdings auch schon mit den neuen Billig-W√§rmekameras (um 8.000,- Euro, sind ebenfalls Bolometer) gut genug hin kommen. Man muss sich die teure Technik nicht selber kaufen. Daf√ľr gibt es Dienstleister (bin selber einer). Damit kann man die W√§rmeQUELLE ganz gut untersuchen. Wenn es allerdings um die WIRKUNG der Quelle geht, w√ľrde ich mir zwei speziellen Sensoren bauen. Zwei kleine Holzrahmen ca. 150x150 mm^2 und darin eingespannt einmal eine einfach und einmal eine beidseits geschw√§rzte Alu-Haushaltsfolie. Diese kann man dann optisch sehr gut "abfragen". Auch mit den schnellen Einpunkt-Messger√§ten f√ľr ca. 100,- Euro im Baumarkt. Sinnvoll messen kann man damit nat√ľrlich nur auf die geschw√§rzten Seiten. Mit diesen beiden Sensorfl√§chen kann man dann etwas herumprobieren. Die beidseits geschw√§rzten stehen mit der Umgebung in innigem Strahlungskontakt. Die einseitig geschw√§rzte nur auf einer Seite. Diese k√∂nnte zur weiteren Entkopplung von der Umwelt auf der ungeschw√§rzten Seite noch mit einem Alublech und ein paar mm Luftabstand versehen werden. Diese Sensorfl√§chen sollten eigentlich recht schnell reagieren und die Ergebnisse sollten auch recht gut reproduzierbar sein. Wie man dann letztlich mit den Messergebnissen umgeht, d√ľrfte Erfahrungssache sein.
Servus Christoph M√ľller http://www.astrail.de
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