Partikelfilter sind boese?

Ich hatte mal eine Studie gelesen, welche ich leider nicht mehr finden kann, die aufgezeigt hat, dass Partikelfilter generell kontraproduktiv
sind. In dieser Studie wurde das sowohl für Partikelfilter in Industriebereich als auch für KFZ herausgestellt.
Sinngemäß sagte die Studie etwa folgendes aus: - Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter sind für den Organismus unproblematisch, da die Partikel relativ groß sind. Und weil sie recht groß sind, können sich an diese mittels Adhäsionskräfte (van der Waals etc) kleinere Partikel anheften, Dadurch ist die Menge an Feinstpartikel relativ gering. Große Partikel jedoch können nicht sehr tief in die Atemwege eindringen und auch leicht wieder durch Flimmerhäärchen, Sekrete etc. wieder hinaustransportiert werden. - In Partikelfilter hingegen bleiben die großen Partikel hingegen nicht einfach hängen, sondern werden durch den Filtrationsprzeß im Filter im großen Umfang zerschlagen. Dadurch bleibt eine recht geringe Menge im Partikelfilter hängen und was dann aus dem Filter kommt, sind Kleinstpartikel, die tief in die Lunge und von dort in den Blutkreislauf gelangen können. Selbst die Blut-/Hirnschranke soll für solche Partikel kann großes Hindernis darstellen.
Die Studie ist etwa 8 Jahre alt und hat in etwa das Debakel, das momentan einige Filterhersteller am Hals haben, treffend vorhergesagt. Ich möchte anmerken, dass ich der Meinung bin, dass den verantworllichen Regierungsstellen, diese Studie bekannt sein müßte. Ich habe in Erinnerung, dass sie vom Bundesumweltamt in Auftrag gegeben wurde, die Partikelfilter jedoch trotz besseren Wissens aus ideologische Gründen eingeführt wurden.
Kennt jemand zufälligerweise diese Studie oder gibt es irgendwo Angaben, in denen ein tabellarischer Vergleich zwischen Partikelgrößen und die entsprechenden Mengen bei Fahrzeugen mit bzw ohne Rußfilter angestellt wird?
Grüße Harald
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Harald Maedl schrieb:

Hier wird eine Studie von Günter Oberdörster und Kollegen genannt:
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/236316.html
Grüße, Joachim
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Moin,
Harald Maedl schrub:

Gehört habe ich davon auch, via Fernsehen. Dürfte also bekannt sein. Allerdings hatte ich das eher so in Erinnerung, dass bei der ganzen Feinstaubdiskussion immer nur Partikel bis zu einer gewissen Größe berücksichtigt werden - weil man kleinere Partikel nicht so einfach messen kann. Alles was die Fahrzeughersteller /Filterhersteller also versuchen ist, den Anteil der Partikel, die so groß sind, dass sie gemessen werden können, zu reduzieren. Dass durch diesem Optimierungsprozess noch kleinere Partikel vermehrt entstehen ist keine zwangsläufige Folge. Es passiert halt einfach, weil kein Gesetz was dagegen sagt und man es deswegen nicht verhindert.
CU Rollo
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Roland Damm wrote:

... und dabei einfach ignoriert, dass ein nur kleiner Anteil aus dem Auspuff rauskommt. Bremsenabrieb und Reifenabrieb macht mehr aus (IIRC 1:3). Abgesehen davon, dass das Auto sowieso nicht der Hauptverursacher von Feinstaub ist. Aber was solls, man sucht sich ein Opfer raus das sich am wenigsten wehrt, statt am größten Verursacher anzufangen. Politik eben. Hirnlos, Ahnungslos, Planlos
Eine Stadt hat immerhin inzwischen gemerkt, dass der Feinstaub nach einer Straßenreinigung drastisch sinkt.
Nick
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The lowcost-DRO:
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Nick Mueller schrieb:

Irgendwo war vorige Tage im TV zu vernehmen das man nun überlegt Holzfeuerungsanlagen (Pelets, Kamine ect.) mit Partikelfiltern nachrüsten zu lassen, da diese scheinbar deutlich mehr Feinstaub als alle Diesel produzieren.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
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Bodo Mysliwietz wrote:

Doch die Frage ist, ob dadurch nicht mehr Feinststaub produziert wird.
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Harald Maedl schrieb:

Was noch keiner "weis", Antimon in den Bremsbelägen ist extrem Krebserregend wird aber sicherheitshalber nicht genannt (vorher war es Asbest)
Looool
Matthias
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