Moin,
Christoph Müller schrub:
Sicher, aber nicht als Folge von dem genannten Unfall der Exxon-Valdez. Hätte man auf den Unfall reagiert, dann hätte es sowas wie ein Alkoholverbot auf Schiffen gegeben (inklusive Kontrollen der Hafenpolizeit) oder so. Gab es aber nicht.
Die gesamte Logistik ist IMO ein hausgemachtes und durchaus übliches Problem. Damals, als (wie hieß er noch..) Lopez von Opel nach VW gewechselt ist, hat er ja bei den VW-Zulieferern viel Druck gemacht. Allerdings ist ihm auch eine andere Sache aufgefallen: Für den Golf gab es 16 verschiedene Varianten von Hinterachsen. Für den damals vergleichbaren Opel Kadett gab es drei! Ein bekannter von mir hat mal in einer Firma gearbeitet, in der es für Lichtschrankensysteme trotz digitaler Datenübertragung etwa 10 verschiedene nicht-kompatible Steckersysteme/Datenbusse gab. Ich würde sagen, dass Variantenreichtum eine Folge von Faulheit ist, vom Unvermögen, sich auch die Bedürfnisse anderer Abteilungen einzustellen. Kein technisches Problem an sich. Bezogen auf die Lenkung: Was wird da eigentlich umgebaut? die Anzahl an Teilen, die differieren, dürfte recht klein zu halten sein, wenn man mit Intelligenz an die Sache herangeht. Und bei wie vielen Autos und wo ist das eigentlich ein Argument? Etliche Fahrzeuge werden an verschiedenen Standorten gleichzeitig gebaut. Warum sollte nicht der eine Standort die eine Variante bauen, der andere die andere?
In Sachen Kernfusion arbeitet man schon seit 30 Jahren daran, die Sache serientauglich zu machen....:-)
Äh,... glaube ich nicht. Eher wird man gezielt auf 08/15-Technik zurückgreifen. Weil: Diese ist seit Jahren erprobt, die Ausfallsicherheit ist nicht nur bekannt sondern auch statistisch nachweisbar aufgrund der großen Anzahl der Einsatzfällen. Gerade der Einsatz von Standartbauteilen ermöglicht es, nicht nur sicher zu bauen, sondern auch noch nachweisbar sicher.Das sind keine technischen Deteils, eher moralische, philosophische,....
Nicht ganz. Man muss die Verzinsung einrechnen. Wenn ich jetzt
100? investiere, dann müssen da mehr als 4% also 4? pro Jahr Gewinn bei herauskommen, sonst mache ich die Investition nicht. Ein Unternehmen wie die Bahn kann ganz anders investieren (nicht wie ich, der ich auf Anlagen bei der Sparkasse angewiesen bin) und muss eher mit 10% rechnen. Also ist jede Investition, die weniger als 10% Rendite erbringt, sinnlos/unwirtschaftlich.Da kann man ja mal gleich eine Milchmädchenrechnung drauf aufbauen: Angenommen die Bahn würde Astrail einführen. Investitionskosten (sehr grob geschätzt):
1000 Bahnhöfe je 5 Millionen : 5 Milliarden Weichen umbauen: : 2 Milliarden Schienenfahrzeuge entwickeln und bauen: 5 MilliardenMacht also runde 12 Milliarden. Sag bescheid, wo dir die Rechnung nicht nicht passt.
10% davon sind also 1.2 Milliarden pro Jahr. So viel Gewinn muss das System einbringen, damit sich die Investition lohnt. Das sind umgerechnet auf die 40 millionen Autos in Deutschland 30?/a die man da kassieren muss. Klingt erst mal nicht unmöglich. Das Problem ist aber: woher die 12 Milliarden nehmen, um diesen Umbau durchzuführen? Woher das Geld nehmen, was als Einnahmeausfall während der Umbauphase flöten geht?Nun gut, so einfach ist die Rechnung nicht. Hast du eine genauere?
Das Problem, weswegen ja auch Strecken stillgelegt wurden, ist, das sich manche Strecken rechnerisch nicht lohnen. Das wird es bei Astrail weiterhin geben. Manche Strecken lohnen sich nicht. Sie mögen sich im Rahmen des Gesamtkonzeptes durchaus lohnen, aber im einzelnen gerechnet tun sie es nicht.
Ooch, schau dir England an. Da hat die Bahn nach der Privatisierung die Investitionen nochmal drastisch heruntergefahren. Bedenke: Wer heute via Aktie Bahn-Miteigentümer ist kann morgen schon Mit-Eigentümer eine Goldmine oder eines Energieunternehmens oder oder sein. Aktiengesellschaften sind keine Privatunternehmen, die Eigentümer können ihr Eigentum mit einem Telefonanruf kündigen. Warum sollte ich als Aktionär 10 Jahre lang in eine Firma investieren, die mit nur 5% Rendite bringt, wenn ich durch stetigen Wechsel der Firmen in die ich investiere im Mittel 10% Rendite erwirtschaften kann?
Jein. Also deine Definition der Abkürzung VAE mag gerne deine bleiben. Aber die Vorteile durch Massentransport (gringerer Luftwiderstand) nutzen die Zugvögel durchaus. Sie fliegen also phasenweise VAE. Halt da, wo es sinnvoll ist.
Ich sach' ja: Gefangenendilemma. Gibt's in der Politik auch. Ein Politiker, der nur das Beste für das Volk tut, wird deswegen nicht automatisch gewählt. Er muss auch schon noch an den Stühlen der Vorgesetzten sägen, intregieren, betrügen und belügen. Sonst steht er vor der Bild-Zeitung nicht gut genug da, um gewählt zu werden.
Das mag sein.
Der gleiche Mechanismus wie oben angeklungen verhindert die Einführung: Es mag insgesamt ein Vorteil sein, wenn es sowas gäbe, aber es für keinen Hersteller individuell von Vorteil, so ein System zu propagieren. Deswegen macht es keiner.
Gut. Dann denke die über die Konsequenzen dieser Sache nach.
Das wäre eine Idee. Leider ist Wiki oder ähnliches manipulierbar. Wer viel Geld hat, kann viel manipulieren.
Apropos: Hast du das gerade heute mitbekommen? die Bundesregierung, als Sprachrohr und Interessenvertretung von Eon, Vattenvall, ... hat bei der EU durchgesetzt, dass die Stromnetze privat bleiben dürfen, es weiterhin keinen freien Strommarkt und statt dessen Monopole geben wird? Super....
Hmm, erklär' das mal bitte genauer. Mit genügend Dämpfung im System müsste sich das doch in den Griff bekommen lassen. Den Einwand finde ich interessant, nur Ist er noch nicht richtig klar, und vorallen, was das mit Eulers Knickfällen zu tun hat.
CU Rollo