Roland Damm schrieb:
Diese Einschätzung hat die Bahn ganz offensichtlich auch. Was, wenn sie NICHT eintrifft? Gibt es dafür wenigstens einen Plan B? Oder ist man sich so bombensicher, dass man sich diesen Aufwand WIRKLICH sparen kann? Als Bahnmitarbeiter würde ich mir zumindest schon Sorgen machen um meine Zukunft.
Wird er nicht. Eben darum gibt es doch so viele Unfälle, Verletzte und Tote im Straßenverkehr.
Was nichts anderes als Führungsschwäche ist. Eine Führungskraft, die nicht weiß, was sie verlangen kann, sollte sich einen anderen Job suchen.
So einfach HÄTTE man es gerne. Praktisch wird damit durchaus ein großer Juristenapparat gefüttert.
Vielleicht wär's dann mal an der Zeit, dass sich die Fahrgastverbände der Sache annehmen.
Zunächst mal werden einfach die Fahrerassistenzsysteme immer besser. Auf das ganze Cockpit-Zeug wird man erst in der nächsten Gerätegeneration verzichten. Nämlich dann, wenn die Lust, selber eingreifen zu wollen, nicht mehr besonders ausgeprägt ist.
Dürfte durchaus funktionieren, wenn du z.B. beim Bremsen einen dicken Gummistrich auf die Straße gezogen hast. Das sollte als Nachweis für die Fehlfunktion von ABS reichen. Probier's doch einfach mal bei deinem nächsten Unfall. Eine Teilschuld wird sehr wahrscheinlich vom ABS-Hersteller bzw. seiner Versicherung übernommen werden müssen.
Nein. Weil du nicht aufgepasst hast und das Missgeschick einem Vorausgefahrenen widerfahren ist.
Mit 30 km/h auf der freien Autobahn oder Mindestgeschwindigkeit nicht eingehalten...
Zeit, allmählich Nägel mit Köpfen zu machen.
Wenn du davon aus gehst, dass es keinen Fortschritt geben kann, dann hast du sicher Recht. Dann wird selbstverständlich alles genau so bleiben, wie es jetzt ist. Warum sollte das so sein? Wieso sollte es in der Juristerei denn KEINE Fortschritte geben können? Gesetze werden doch beinahe täglich geändert. Im Gesundheitswesen geht's aktuell z.B. darum, die Hausärzte abzuschaffen und stattdessen Medizinische Versorgungszentren zu errichten. Hausbesuche gibt's dann nur noch von "Schwester Agnes", von der man aufgrund ihrer Ausbildung nicht erwarten kann, dass sie einen lebensbedrohenden Herzinfarkt von banalen Rückenschmerzen unterscheiden kann. Da zeigt die Gesetzgebung also sehr wohl ganz erhebliche Risikobereitschaft. Da weiß man von vornherein schon, dass wieder viel mehr Menschen an ganz banalen Dingen sterben werden. An Dingen, von denen man annahm, dass sie längst der Vergangenheit angehören. Alles ist im Fluss...
Ist ist nicht gelaufen. Sie läuft ständig. Und sobald aus dieser Ecke grünes Licht kommt, geht's los.
Dann wird also jetzt viel Geld weggeschmissen. Denn die Entwicklung LÄUFT. Ob dir oder der Bahn das gefällt oder nicht. Damit müssen sich alle abfinden. Dieses Rad wird kaum noch wer zurückdrehen können.
Was ich glaube und was nicht, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.
Es werden ja auch schon Rennen gefahren. Ohne entsprechende Forschung wäre das ja kaum möglich.
Kaum jemand forscht am fahrerlosen Auto. Aber sehr viele an immer besseren Fahrerassistenzsystemen. Das fahrerlose Auto wird nicht mit einem großem PR-Brimbamborium eingeführt werden. Es ist eher zu erwarten, dass es sozusagen auf ganz leisen Pfoten daher kommt. Die Assistenzsysteme werden immer besser. Je besser sie werden, desto mehr langweilen sich die Fahrer und sie werden deshalb anfangen, sich immer mehr mit Dingen zu beschäftigen, die mit dem Fahren nichts mehr zu tun haben. Für Vielfahrer bedeutet diese Möglichkeit bares Geld. Auch dann, wenn solche Ablenkung anfangs noch verboten sein wird, wird die Versuchung, Geld zu verdienen statt selber zu fahren, immer größer werden, je besser die Technik wird. So werden dann allmählich ganz einfach Fakten geschaffen, mit denen sich die Juristerei im Falle von Unfällen zwangsweise beschäftigen muss. Da automatische Systeme eher über entsprechende Datenlogger verfügen werden als manuell gesteuerte Fahrzeuge, dürfte die Beweisführung relativ einfach sein. Folglich kann man auch recht gut statistiche Auswertungen dran hängen und daraus seine Schlüsse ziehen.
Die Details kenne ich nicht. Zu den Besten scheint ein nach Amerika ausgewanderter Deutscher Professor zu sein, der offenbar mit VW zusammen arbeitet. Ob man sowas schon als VW-Werksteam bezeichnen kann, weiß ich nicht.