Statik-Frage -> die Praxis

May 19, 2007 3 Replies

Hallo,



zuerst mal Danke für die zahlreichen Antworten. Wie versprochen, der Bericht über die praktische Umsetzung. Mit den genannten Formeln habe ich die Geometrie noch etwas optimiert. Die Realisierung: Bohrung mit Durchmesser 150 - 170 mm auf ca 1,6m Tiefe. Der Grund ist knallhart (fester, feuchter Lehm ab ca 0,5m). KG-Rohr Di = 150mm bis ca 1,2m Tiefe, der Rest des Loches ist mit Kies befüllt, damit der Pfahl immer trocken liegt.



140 mm Pfahl aus kesseldruckimprägnierter Kiefer in KG-Rohr eingeführt (Vorteil, mann kann ihn auswechseln). Hängematte auf ca. 2,25m Höhe mit umschlagenem Seil befestigt. Vorsichtige Belastungsprobe: positiv Definitive Belastungsprobe mit ca. 20% Überlast: positiv Der Pfahl samt Kunststoffhülse bewegt sich etwas in Kraftrichtung, aber das Erdreich ist noch nicht optimal verdichtet. Das wird sich von allein ergeben.

Fazit: es funktioniert!!!



Grüße Hans


Jetzt setze einmal Deine Frau hinein und messe den Winkel zw. Schnur und Pfahl, damit wir auch wissen, warum es funzt :-)

"Hans Winklmaier" schrieb im Newsbeitrag news:f2mosg$rbo$ snipped-for-privacy@online.de...

Da war noch die Frage nach dem Winkel: Phytagoras sagt, dass das Seil mit einem Winkel von 65° vom Pfahl weggeht. Jetzt kann man nachrechnen und sich überlegen, warum die Praxis von der Theorie abweicht.

Grüße

f2mosg$rbo$ snipped-for-privacy@online.de...

Die Theorie meint dann in Deinem Fall, da=DF bei 100kg eine Belastung von 890N/cm=B2 vorhanden ist. Gerechnet waren 1252N/cm=B2 f=FCr die anderen Verh=E4ltnisse. Wenn bei schlechter Holzqualit=E4t 700N/cm=B2 zul=E4ssig sind, hei=DFt das nicht, da=DF das Holz bei 30% =DCberlast direkt brechen wird. Die Bruchspannung ist wesentlich h=F6her, die angegebenen Werte sind nur Belastungen, welche man "bedenkenlos" und langfristig zugrunde legen kann.

Desweiteren ist Deine Belastung nicht dauerhaft und wer wei=DF, welch gutes Holz Du tats=E4chlich verwendet hast.

Es besteht also keineswegs eine Diskrepanz zw. Theorie und Praxis :-)

Noch eine Bemerkung zu Holz: Holz hat eine durchschnittliche Rei=DFl=E4nge von etwa 30km. Bei einer Dichte von 700kg/m=B3 entspricht das einer Rei=DFfestigkeit von etwa 20 000 N/cm=B2 ! Die Biegefestigkeit wird in =E4hnlicher Gr=F6=DFenordnung liegen, da der Baum sich hierauf wegen Sturmlast optimiert hat. Die angegebenen 700N/cm=B2 beinhalten also eine sehr gro=DFe Sicherheit.

Du darfst Dich also durchaus mit Frau und Kind in der H=E4ngematte aalen.

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