Brushless // LRK // CD-Rom Motoren

Hallo,
ich habe den Unterschied zwischen folgenden Motortypen noch nicht
wirklich verstanden: Brushless // LRK // CD-Rom Motoren
Stimmt es dass
- alle LRKs auch Bruschless-Motoren sind,
- aber nicht alle Brushless-Motoren sind LRKs ?
und dann taucht hin und wieder im Web der Begriff CD-Rom-Motor auf, und
auf den dazugehörenden Abbildungen fand ich dann oft ein offenbar
LRK-verwandtes Gerät.
Bitte um Erleuchtung.
Grüße Ralf
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Ralf Rosenkranz
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Hallo Ralf!
Ralf Rosenkranz schrieb:
Richtig :-)
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Links sollten deinem Wunsch ...
... Rechnung tragen Und wenn du selbst googelst, kommt noch 100x soviel ;-)
ciao, Fritz
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Fritz Reschen
Hallo Fritz,
danke für die Links. Die zweite Site kannte ich sogar schon, sehr umfangreich. Ich habe eben nochmal dort gestöbert, aber leider bin auch diesmal ich nicht fündig geworden, wo denn nun der Unterschied zwischen den drei Motor-Typen liegt.
Beim CD-Rom Motor denke ich mal, dasss es sich hierbei um einen der ersten beiden Typen handelt, nur halt aus einem CD-Spieler ausgebaut (oder?)
Aber was unterscheidet Brushless-Normalos von Brushless-LRKs ?
Bitte noch mehr Erleuchtung ;) Grüße Ralf
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Ralf Rosenkranz
Hallo Ralf!
Ralf Rosenkranz schrieb:
[ ... ]
Ja. Die schauen im Rohzustand dann so aus, wie die hier vertickerten:
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"Normalos" sind zumeist 2-polige Innenläufer, d.h. der drehende Teil (Anker) ist innerhalb der Spulen. LRKs ( Lucas, Retzbach, Kühfuß) sind jedoch Aussenläufer. Der drehende Teil (Trommel) bildet sozusagen das Gehäuse, ist mit der Welle verbunden und beherbergt auch die Magnete. Durch den größeren Durchmesser des drehenden Teils und der höheren Polzahl (12, 14 .. ) haben Aussenläufer wesentlich höhere Drehmomente und können daher ohne Getriebe bereits große Propeller drehen.
Hell genug ;-)? Als vertiefende Lektüre empfehle ich dir das Büchlein "DMFV-Brushless-Fibel" von Dipl.Ing. Ludwig Retzbach
ciao, Fritz
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Fritz Reschen
Hallo Fritz,
tschuldige, aber ich muss nochmal nachfragen:
also der Unteschied zwischen Innenläufern und Außenläufern war mir schon klar, danach hatte ich eigentlich nicht gefragt. Mir geht es um den Unterschied zwischen - Außenläufern (Brushless), die LRKs sind und - Außenläufern (Brushless), die *keine* LRKs sind.
hmmmm, wo ist der Unterschied -grübel- ?
Grüße Ralf
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Ralf Rosenkranz
Hallo Ralf!
Du stehst für mein Gefühl auf der Leitung.....
Bürstenlose Motore (~ brushless) gibt´s in zwei Varianten: - Innenläufer: Wie Fritz schon geschrieben hat, meist zweipolige, hochdrehende Motore bei denen die Magnete auf einem Rotor (schaut walzenförmig aus) befestigt sind; - Aussenläufer: Drei Herren (Lucas, Retzbach, Kühfuß; kurz "LRK") sind quasi auf die Idee gekommen das Prinzip "umzudrehen" und jetzt drehen sich die Magnete (jedenfalls viel mehr als zwei) in einer Art Glocke aussen um die Spulenwicklungen.
Aber ganz so neu ist das Prinzip dann doch nicht da derartige Antriebe in den meisten CD-ROM Laufwerken und auch Streamertape-Laufwerken zu finden sind. Findige Bastler haben das flott umgesetzt und zerlegen alle CD-ROM Laufwerke die sie bekommen können und verpassen diesen Rohteilen teilweise doch notwendige Dreh- und Fräsarbeiten und vor allem eine neue Wicklung und fertig ist ein netter Antrieb für Slow-Flyer und Indoor-Flyer.
Und damit diese Bastler zu Geld kommen vertickern sie die fertigen Dinger bei Ebay und die, denen die Wicklerei beim Hals heraushängt, versuchen die, den Laufwerken entnommenen Komponenten (Laufwerk ist meist eher geschenkt...), ebenso bei Ebay als sog. Bausatz zu verklopfen....
Ich hoffe, dass jetzt alle Klarheiten oder Unklarheiten beseitigt sind.
Grüße aus Graz, Rainer
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Rainer Walda
Jetzt dämmert mir langsam der grund für Deine Fragen....
Die ursprünglichen LRK-Motore hatten bzw. haben sechs Spulen (~ Anker; pro Phase zwei "Zähne") und 14 Magnetpole. Das ist dann "der" LRK-Motor.
Die Anzahl der Magnete kann variieren. Damit ändert sich die Charakteriestik des Motors quasi wie eine "Übersetzung".
Aber grundsätzlich spricht man eigentlich mehr vom LRK-Prinzip und daher werden inzwischen im allgemeinen Sprachgebrauch alle Aussenläufer auch als LRK´s bezeichnet.
War das Deine Frage?
Grüße, Rainer
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Rainer Walda
Hallo Rainer,
ja, sah so aus.
herzlichen Dank, jetzt hab ich's verstanden :) Der Punkt, der mir nicht klar war, ist, dass es Bürstenlose Innenläufer gibt. Jetzt weiss ich's und jetzt sind mir auch die Unterschiede klar. Thx nochmal.
Grüße Ralf
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Ralf Rosenkranz
servus ralf! ;-)
Ralf Rosenkranz schrieb:
das glaubst nur du. hier wurden von nick noch ganz andere motoren- konzepte dereinstmals vorgestellt:
Ausbürstender Loslauf-Motor (ideal für Reinigungsmaschinen) Aussenloser Motor-Bürster (das Gehäuse fehlt, sonst OK) Motorloser Aussenbürster (für Handbetrieb) Loslaufende Motorbürsten (Bürsten drehen schneller als der Motor) Los-Motor mit Laufbürsten (Befestigungswinkel fehlt) Aussenlauf-Motor mit Los-Bürsten (nur im Freien verwenden; incl. Ersatzkohlen)
scnr,
rüdiger, na, nun alle typen verstanden und im kopf?
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Ruediger Zoll
Hallo Ralf!
Ralf Rosenkranz schrieb:
Nix Problem!
Obwohl sich mittlerweile im Modellbaubereich offenbar der Ausdruck LRK als Synonym für alle Außenläufer etabliert hat, galt er ursprünglich nur für eine bestimmte Gattung. Diese hatte ein bestimmtes Wickelschema, das für starkes Drehmoment sorgte, sowie auch zum Selberwickeln geeignet war. Einzelheiten würden hier zu weit führen!
Nun, Innenläufer kommen auch Brushless (Bürstenlos) vor!
ciao, Fritz
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Fritz Reschen
Ralf Rosenkranz schrieb:
LRK ist ein Begriff, der arg strapaziert wird.
DER LRK ist ein Selbstbau Motor-Projekt, das ursprünglich mal in der Zeitung Elektromodell vorgestellt wurde.
die "aktuellen" LRKs sind dem zwar recht ähnlich, aber in vielen Details verändert/verbessert.
Ab wann ein Aussenläufer nun ein "echter" LRK ist und wann nicht mehr, wer sollte das Festlegen?
Das entscheidende ist wohl einfach "Aussenläufer". Die weiteren Details wie Art der Wicklung (nur jeder zweite Nut), Befestigung der Latte direkt auf der Glocke (bei den aktuellen meist mit Achse durch Frontflansch), Pol-/Nutzahlen (14 / 12 waren es im Orginal glaube ich? von den 12 Nuten aber nur 6 bewickelt) werden nicht so eng gesehen. Heute wird beinahe jeder Aussenläufer LRK genannt.
Die CDROM Motoren sind eine Klasse für sich, sind in unglaublichen Mengen unterwegs. Nach obigen Kriterien könnte man die auch LRKs nennen, aber durch die sehr eigene Optik (kurz und breit) sehen sie den "echten" LRKs nicht sehr ähnlich, vermutlich deshalb der eigene Name.
Fazit: Warum Gefanken über Namen, Schubladen machen? Nenn sie wie Du willst. "Man" spricht inzwischen eher von einem "240/10" oder einen "430/25" und jeder weiß was gemeint ist :) (Stator-Durchmesser/Stator-Länge, die wichtigsten Parameter am LRK)
- Oliver
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Oliver Varoß
Hallo Alle,
... danke nochmal für Eure ausführliche Erleuchtung.
Hallo Oliver,
das ist so eine Sache, dernen Nutzen mir nicht so recht klar wird, außer dass man sich Arbeit beim Wickeln spart.
Also wenn ich das richtig verstehe, dann gibt es auf benachbarten Zähnen einen magnetischen "Hin- und Rückfluss", und der "Antrieb" dafür ist die Spule mit N Windungen auf einem der beiden Zähne.
Ich wäre der Meinung, dass das Bewickeln sämtlicher Stator-Pole mit derselben Menge Kupferdraht (sagen wir mal 10 Meter) zu etwas mehr magnetischen Fluss und so zu mehr Drehmoment führt. Bei Spulen auf nur jedem zweiten Zahn liegen doch mehrere Lagen Wicklungen aufeinander, und je weiter man nach außen kommt, um so größer wird der Drahtverbrauch. Wenn ich beide benachbarten Pole bewickele erhalte ich bei gleicher Menge Draht mehr Windungen (N+x) da die Radien kleiner sind. Und die Zahl der Windungen bestimmt quadratisch die magnetische Flussdichte. Und mehr Flussdichte bedeutet mehr Drehmoment (mal von der magnetischen Sättigung abgesehen, woran ich mich jetzt nur noch recht dunkel erinnere, dass es die gab)
Sehe ich das richtig, oder mache ich da einen Denkfehler ?
Grüße Ralf
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Ralf Rosenkranz
Ne, die Durch den Wickelraum vorgegebene Windungszahl bleibt gleich.
Der Wirkungsgrad scheint wirklich dadurch ein kleinwenig besser zu sein, weshalb schon kurz nach Erscheinen des LRK in den Foren ueber verschiedene Wicklearten diskutiert wurde. Wobei jeder selber entscheiden muss, ob er das recht uebersichtliche Wickelschema des LRK zugunsten von evtl 1% Wirkungsgradverbesserung durch aufwaendiger Wickelschemen ersetzen will.
Die Bewickling aller 12 Zaehne ist nicht bei allen Konstruktionen (Polzahl) moeglich
Gruss Sven
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Sven Stoecker
Hallo Sven,
toller Link, den kannte ich auch noch nicht, thx
Grüße Ralf
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Ralf Rosenkranz
Hallo,
Ra> - Aussenläufer: Drei Herren (Lucas, Retzbach, Kühfuß; kurz "LRK") sind quasi [..]
Nicht nur da, die gips seit Jahrzehnten als Antriebsmotoren im Transporterbereich und für Rollstühle.
servus, Patrick
Reply to
Patrick Kuban

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