Motorsegler SYMPHONY von Teltech will nicht...

Hallo,
ich habe heute meinen Neuerwerb ausprobiert. Der E-Segler hat folgende
Daten:
Spannweiter 2270mm
Länge: 1100mm
Motor: 600er Motor
Akku: 7 Zellen NiCd 2100mAh
Profil: MH32
Heckleitwerk: V-Profil
Abfluggewicht: ca. 1.7kg
Ausgewogen ist er nach Anleitung und leicht kopflastig (COG 6cm hinter
Tragflächenvorderkante).
Ich bin erstmal damit gerannt um zu sehen ob überhaupt trägt; das hat
gepasst.
Dann habe ich ihn mit Motor Vollgas geworfen und er flog - aber das Ding
eiert rum dass es nicht mehr schön ist. Ist das bei (E-)Seglern so? Ich bin
bis jetzt Wingo, PicoJet, Robbe Cardinal und MPC Piper Cub geflogen, aber
nix war so scheusslich zu fliegen
Grundsätzlich säuft er unheimlich ab - nix mit elegant dahingleiten...Kurven
sind fast unmöglich; er legt sich zwar rein bei Querruder, aber wenn man ihn
rumziehen will fällt er nach unten. Auf Seitenruder reagiert er gar nicht.
Wenn man Motorleistung rausnimmt ist er fast nicht mehr zu kontrollieren.
Braucht das Ding eine Menge Thermik?
Was kann ich tun?
Ist vielleicht jemand hier aus der Gegend (Rosenheim) der das Ding mal
professionell begutachten und einfliegen könnte?
Alternativ: gibts einen Motorsegler in dieser Klasse der gutmütiger ist?
Vielen Dank...
Grüße,
René
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René Ruppert
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Hallo Rene!
René Ruppert schrieb:
[ ... ]
Was ist eiern? Kannst du das etwas genauer beschreiben!
Nein!
Das hört sich irgendwie kopflastig an.
Ist eher normal; das brauchts zur Unterstützung von QR in den Kurven.
Das hört sich wirklich kopflastig an!
Muß auch ohne fliegen! Schau dir doch den Schwerpunkt noch einmal genau an! An den /entsprechenden/ Stellen mit den Fingerkuppen unterstützt, soll die Nase leicht nach unten hängen. Nicht mehr!
ciao, Fritz
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Fritz Reschen
Hallo René!
Im Moment kann ich Dir zu einem teil deiner Fragen eine Antwort geben. Ich hoffe daß es etwas weiterhilft.
Üblicherweise stellt man anfangs den Schwerpunkt mal nach Plan ein. Die exakte Position muß man "erfliegen" (so blöd das auch klingen mag). D.h.: Du mußt (koste was es wolle) Dein Modell mal auf Höhe (~Sicherheitsflughöhe) bringen. Dann gibt man aus dem normalen Gleitflug etwas Tiefenruder (~ Modell andrücken) und beobachtet das Abfangverhalten. Normalerweise sollte das sich Modell in einem leichten Bogen selbst abfangen ( ~ in den vorherigen Gleitwinkel zurückkkehren) und mit ev. einmal Nachpendeln wieder stabil zu gleiten. Wenn das Modell sofort nach dem Andrücken wieder die Nase nach oben nimmt und aus dem Pendel (man sagt auch pumpen) nicht herauskommt, dann ist das Modell zu stark kopflastig getrimmt. Wenn das Modell nach dem Andrücken den steilen Bahnneigungsflug beibehält (oder kaum Aufrichtungstendenz zeigt bzw. im Extremfall noch steiler nach unten abtaucht) dann ist das Modell mehr oder weniger stark schwanzlastig getrimmt.
Dementsprechend musst Du nun den Schwerpunkt durch Verschieben des Antriebsakkus neu positionieren.
Mal kurz Basisinfo: Am Querruder tritt leider durch den Ruderausschlag auch ein negatives Wendemoment auf. D.h. durch den Ausschlag des kurvenäußeren Querrruders wird die Profilwölbung erhöht daraus resultierend der Widerstand erhöht. Bedingt durch die größere Spannweite bin ich beim Segler nun gezwungen dieses negative Wendemoment mit dem Seitenruder zu kompensieren. D.h. ich muß beim Ein- bzw. Ausleiten der Kurve immer zusammen mit Quer- und Seitenruder steuern. Auf Deinem Sender gibt´s dazu den Kombiswitch, der das mehr oder weniger exakt erledigen kann. Ich würde Dir aber empfehlen gleich von Anfang an zu trainieren die beiden Steuerfunktionen manuell und mit Gefühl auszuführen. Bautechnisch versucht man das negative Wendemoment auch duch eine Differenzierung der Querruderausschläge (mehr Ausschlag nach oben als nach unten) zu verringern. Bei einem Motormodell (wie Deinem Delta) tritt dieses negative Wendemoment bedingt durch die geringe Spannweite und die Unterstützung des Antriebes praktisch nicht. Ebenso wirst Du bei kleinen schnellen Seglern immer wieder ein Seitenruder vermissen da durch die hohen Geschwindigkeiten und die daraus resultierenden geringen Querruderausschlägen (mit der Differenzierung) ebenso kaum zum Tragen kommt.
Ich hoffe Dir etwas weiter geholfen zu haben. Vielleicht könnt´s auch nicht schaden einmal etwas Literatur zum Thema Fliegen in Deine Sommerurlaubslektüre mit einzupacken und zu studieren. Theorie hilft viel zu verstehen...
Grüße aus Graz, Rainer
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Rainer Walda
Hallo,
Habe ich fest vor, dass ich das lerne. Aber: um vorerst mal in Ruhe testen zu können, wie denn nun die Schwerpunktlage etc. ist, würde ich das Beimischen des SR mal gerne den Sender erledigen lassen. Was ist denn ein guter Wert? Ich habe jetzt die Differnzierung wieder rein, da die ja anscheinend wirklich nötig ist (steht jetzt auf 40% anstatt vorher 30%). Die Seitenruderbeimischung kann ich über einen Schalter ein- und ausschalten. Den gespeicherten Wert habe ich momentan auf 50% (positiv). Wieviel sollte ich hier beimischen? Und zum Verständnis: die Beimischung muss schon positiv sein, oder? Sprich: wenn ich mit QR rechts rum will, muss das SR auch rechts rum, oder anders: wenn ich den QR Knüppel nach rechts drücke, muss auch der SR Knüppel nach rechts.
Verrätst du mir den Titel einer guten Lektüre? (Ausser "Nasen in den Wind" - kennt das jemand? Hat mein Grossvater geschrieben u.a. :-))
Grüße,
René
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René Ruppert
Hallo René!
Was meinst Du mit 40%? Ganz grob würde ich mal sagen: oben doppelt so viel Ausschlag wie unten (soll ein Anhaltspunkt sein).
Wird für den Anfang nicht so ganz daneben sein. Im Prinzip musst Du beobachten wie Dein Modell durch die Kurve geht. Je nach dem wie er durch die Kurve "schiebt" (Schnauze nach außen oder innen) wäre das Seitenruder zu korrigieren.
Aber für den Anfang wird´s schon passen.....
Natürlich genau so! (Du mußt mit dem Seitenruder dem Modell "in die Kurve helfen")
Ja, da traue ich mich nicht Dir einen echten Tip zu geben da es die Literatur die ich am Anfang gelesen habe sicher auch nicht mehr gibt und ich obendrein viel durch meine aktive Segel- und Motorfliegerei gelernt habe.
Schau Dir vielleicht mal das Angebot von
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an. Im Shop/Katalog unter Modellbau-Bücher-Flugmodellbau gibt´s sicher das eine oder andere Basisbuch zum Modellflug. Aber vielleicht findet sich noch ein Kollege hier in der NG mit einem entsprechenden Vorschlag.
Grüße aus Graz, Rainer
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Rainer Walda
servus rené! ;-)
"René Ruppert" schrieb:
das hört sich fast so an wie zuwenig ewd. was passiert, wenn du den schwerpunkt an der empfohlenen stelle lässt und den flügel vorne um einen millimeter unterlegst?
cu/2,
rüdiger
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Ruediger Zoll
Genau, jeder baut anders, jeder fliegt anders, deshalb sind die Herstellerangaben bestenfalls Anhaltspunkte.
Meiner Meinung nnach ist es dann hecklastig.
Eqivalent zu oben, hier ist das Modell kopflastig.
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Klaus Rebolt
Hallo Klaus,
Klaus Rebolt schrieb:
Die Ausführungen von Rainer waren schon richtig. Ein kopflastiges Modell muß, um in der Normallage ordentlich zu fliegen, mehr Höhenruderausschlag haben, als eines mit korrektem Schwerpunkt. Sticht man es an, wird es schneller. Der zusätzliche Höhenruderausschlag, der bei normaler Geschwindigkeit genau paßt, um geradeaus zu fliegen, zieht das Modell jetzt zügig wieder hoch. Bei einem hecklastigen Modell brauchst Du bei normaler Geschwindigkeit Tiefenruder. Dieser Tiefenruderausschlag ist dann beim Anstechen zu groß, das Modell bleibt angestochen oder, insbesondere wenn es kein tragendes Profil hat, wird es noch stärker angestochen. Das ist auch der Grund, weshalb man mit deutlich zu weit vorn liegendem Schwerpunkt eher eine Chance hat, als mit zu weit hinten liegendem Schwerpunkt.
Gruß Martin
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Martin Schoenbeck
Hallo Klaus!
Abfangverhalten.
schwanzlastig
Lieber Freund, Du irrst. Grundsätzlich wandert der Druckpunkt am Flügel bei hohem Anstellwinkel nach vorne bzw. bei geringem Anstellwinkel nach hinten. Das Höhenleitwerk und die Einstellwinkeldifferenz sollen jetzt stabilisierend gegen dieses Moment wirken. Wenn Du den Schwerpunkt in Richtung schwanzlastig verlagerst verringerst Du die stabilisierende Wirkung des Höhenruder vice versa die Auswirkung bei kopflastigem Schwerpunkt. Bei schwanzlastig heisst das nun daß das Höhenruder weniger aufrichtendes Moment um die Querachse leisten muß. Ich kann mich jetzt mit dem Schwerpunkt "spielen" und das Modell nun so auswiegen daß die Stabilität um die Querachse indifferent ist (Natürlich immer bezogen auf einen definierten Flugzustand). Das Modell bleibt mehr oder weniger in der Bahnneigung in die es gesteuert wird. Beim Speedflug (F3B) mag das sogar erwünscht sein. Ich bin am Hang bei guten Bedingungen teilweise so geflogen. Nachteil dann im Langsamflug (hoher Anstellwinkel), denn da wird der Segler instabil da er jede Änderung um die Querachse übersteuert.
Als Beispiel: Im Manntragenden Segelflug haben Leistungssegelflugzeuge teilweise zusätzlich zu den Wassertanks in den Flächen (erhöhen der Flächenbelastung um die Polare in einen höheren Geschwindigkeitsbereich zu bringen) einen Wassertank in der Seitenflosse um bei den höheren Flächenbelastungen auch den Schwerpunkt nach hinten zu verschieben. Natürlich wird dieses Wasser vor dem Entleeren der Flächentanks abgelassen da der Segler ansonsten um die Querachse instabil werden könnte.
Ich hoffe daß meine Erklärung einigermaßen verständlich war. Ich bin kein Leherer oder Vortragender in einer Flugschule. Darum auch meine Empfehlung sich etwas in Fachliteratur zu vertiefen. Das bringt dann das nötige Verständnis für die Physik und das Ganze "Warum unsere Flugzeuge so fliegen" (wie wir sie vielleicht nicht immer haben wollen......).
Grüße aus Graz, Rainer
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Rainer Walda
Tach zusammen, kann mich nich verkneifen...
Ra>
das iss ja alles richtich, aber wozu in die Ferne schweifen, in der DRMM Fluchphysik steht doch alles falsch(?) drin:
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Gruss, Wolfgang
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Wolfgang Kouker
Servus Wolfgang!
Jetzt lese ich auch schon ne ganze Zeit lang hier mit und habe von diesen Seiten im Detail nix gewußt...(Allerdings schon daß es da wo eine FAQ-Seite gibt, aber die habe ich für mich halt nicht als notwendig erachtet - mea culpa...)
Was wär´s, wenn die Adressen der DRMM Seiten regelmäßig bzw. standardmäßig mit einem kurzen Hinweis gepostet werden. In etlichen anderen Newsgroups kommen Postings in dieser Art regelmäßig (Ich schätz ca. monatlich).
Was ich einfach glaube ist, daß man nicht oft genug auf diese Infoseiten hinweisen kann. Man muß es den Besuchern der DRMM einfach laufend einhämmern daß es da wirklich aufschlußreiche Infos gibt die´s wert sind nachzublättern!
In diesem Sinne - Grüße aus dem sonnigen Graz, Rainer
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Rainer Walda
servus rainer! ;-)
Rainer Walda schrieb:
werden sie....teils automatisch oder.....
.........regelmässig erscheinen sie in den sigs von wolfgang und mir.
scroll doch mal ;-)
cu/2,
rüdiger
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Ruediger Zoll
Moin Klaus!
schwanzlastig
Nein, da liegtst Du falsch - er hatte schon recht:
Nimmt er die Nase in einem sehr kurzen Bogen wieder hoch oder fängt's Wellenfliegen an, ist er kopflastig weil eben deswegen auf "hoch" getrimmt. Richtet er sich nicht mehr in einem angenehm großen Bogen auf bzw. unterscheidet er, ist er hecklastig weil eben deswegen auf "tief" getrimmt"... Also bitte nicht den Neuanfänger verwirren :-)
Ansonsten meine Empfehlungen zu dessen Fragen: Querruder - Differenzierung auf mindestens 50% und QR->SR - Mischer (Combiswitch) auf mindestens 100%, damit das Seitenruder auch bei sanften Kurven schön früh mitkommt. Da es auch einem Schalter liegt: Combiswitch zum Start und zum Endanflug ausschalten, damit beim stabilisieren und geradehalten nicht das Heck "mitschwenkt"
Allgmein: Ich habe mittlerweile drei Artikel zu Teltech - Fliegern verfasst (Der letzte war der Windex in der Aufwind) und habe mit denen die Erfahrung gemacht, dass der Schwerpunkt teils recht deutlich "auf Sicherheit" - also recht weit vorn angegeben ist. Beim Windex passte er halbwegs, bei den anderen (wie bei so vielen Fliegern und deren "Anleitungen") kann ein halber bis ganzer cm nach hinten nicht schaden. Verlege den SP doch zum probieren 5mm nach hinten, dann sieht man weiter.
Gruß de Frank
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Frank Steinmetz
"Rainer Walda" spoke thusly:
Frag' mal Jörn und/oder Hajo. Mindestens einer von den beiden wollte sich um ein regelmäßiges Posten der FAQ kümmern.
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian "Schrottschere" Suchanek
moin, Sebastian,
Sebastian \"Schrottschere\" Suchanek schrieb:
Jörn wollte nicht nur, er tut es sogar ;-)
Gruß Hajo
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Hajo Giegerich
Moin Hajo!
...danke Hajo - ich wollte gerade schon laut aufschreien... ;-]
Gruß, Jörn.
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Joern Bialek
Die Verwirrung, der ich auch anfangs unterlag, kommt IMHO daher, daß auf den ersten Wurfgleitern es prinzipiell richtig aber dennoch verwirrend dargestellt ist. Dort taucht das Modell steiler werdend bei Kopflastigkeit Richtung Erdboden ab und pumpt bei Hecklastigkeit.
ABER: Diese Wurfgleiter sind nicht getrimmt, d.h. das Höhenleitwerk steht bei korrekter Bauweise immer auf Neutral, wohingegen der RC-Pilot beim ersten Flug zunächst die Trimmung si stellt, daß das Modell einen sauberen Gleitflug macht. Dann ist aber evtl. das HLW nicht mehr neutral, und es greift die vorstehende Erklärung: Bei Kopflastigkeit wird auf "Höhe" getrimmt, das wirkt dann beim Anstechen zu stark -> Pumpen. Bei Hecklastigkeit wird gegen das "Pumpen" Tiefe getrimmt -> Unterschneiden.
Also stimmen für sich genommen beide Angaben, nur sind die Randbedingungen anders und bewirken dann zunächst gegenteilig erscheinende Auswirkungen der gleichen Ursache.
Bernd, jetzt Widerspruch erwartend.
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Bernd Laengerich
Hallo Bernd!
Bernd Laengerich schrieb: [ ... ]
ACK
ciao, Fritz
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Fritz Reschen
Moin Bernd!
Hört sich gut an, hast Recht!
...Hmmmm... aber wieso Wurfgleiter? Wer hat denn hier nen Wurfgleiter????
Das hier
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) sieht zwar so aus - aber eigentlich ist doch ein Motor drin, oder seh ich das falsch ? *pruuuust*
Gruß de Frank
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Frank Steinmetz
Isch habe schon ein paar mal solche Dinger aus einem Balsabrettchen oder auch aus Depron geschnitzt.
Der Modor wird doch erst nachdem der WG sich dem Erdboden nähert eingeschaltet, der sportliche Ehrgeiz ist doch ein möglichst langer antriebsloser Fluch...
Bitte keinen Kakao beim news lesen trinken. Folie, schnell!
Bernd
Reply to
Bernd Laengerich

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