Was darf alles die US Arme?

Aug 09, 2004 42 Replies

Martin Schoenbeck schrieb:

Seit wann? HGS

"Pechschwarz" verwendet man normalerweise, um einen besonders dunklen Farbton zu beschreiben. Was das mit Rassismus zu tun haben soll, entgeht mir. Ist "Käseweiß" auch rassistisch?

Mahlzeit!

Diskussionswürdig? Mal ganz abgesehen von Deiner unangebrachten, überzogenen, nicht zuletzt fehlverstanden fehlgeleiteten Reaktion: GEWISS NICHT HIER!

Wenn Dir seine Formulierungen nicht passen - mach's per Mail...

*kopfschüttelnd*,

Frank

BTW: Ich mag das arrogante Armypack auch net - egal ob rot, gelb, grün, weiss, schwarz oder von mir aus violett gepunktet. Hab mit denen lang genug beruflich zu tun gehabt - meine Bezeichnungen derer wäre ähnlich abfällig gewesen...

Mahlzeit!

"Schwarz" gleichwertig sind.

Sind sie - insbesondere in dieser Formulierung....

OK, es sei denn natürlich, man möchte die Worte nun uuuuuuunnbedingt zur persönlichen Profilierung anders verstehen bzw. benutzen...

MannOMann, wie ich dieses "deutsche Oberlehrertum" hasse... Darf ich eigentlich auch "Pharisaeertum" dazu sagen oder muss ich dann befürchten, von denselben Leuten hier wgen Verunglimpfung einer weiteren Volksgruppe ebenso dumm angeblasen zu werden? *argl*

*immernochkopfschüttelnd*, Frank

Das Problem was hier einige haben (und ich auch damit) ist, WIESO Du die Hautfarbe überhaupt erwähnst in diesem Zusammenhang. Sie spielt einfach für den Sachverhalt keine Rolle. Ebensowenig im Zusammenhang damit ob Amis deutsch sprechen oder nicht. DAS ist der springende Punkt.

Bis '89 ist man in Berlin, gerade an der Grenze zur DDR und Ost-Berlin oft den Allierten begegnet. Und da waren auch Schwarze dabei... es spielte für mich keine Rolle und besonders war es schon garnicht. Wenn man über die USA ein wenig bescheid weiß, weiß man auch das gerade aus den niedrigen Bevölkerungsschichten viele einfache Soldaten kommen. Schließlich haben sie dann ein "Job".

Nein, aber Deine Extra-Erwähnung läßt einen zumindest arg stutzen...

Gruß... Frederic

Hallo Frederic,

Frederic Daguenet schrieb:

Wenn es wirklich nur die Tatsache wäre, daß es OT ist, müßten hier aber alle naselang Beschwerden laufen. Nein, das ist nicht wirklich der springende Punkt. Der springende Punkt ist, daß Stefan hier die Situation geschildert hat, wie er sie empfunden hat, nämlich verwundert darüber, daß die Jungs gut Deutsch sprachen (ja, das ist nicht üblich) und beeindruckt, weil sie eben nicht nur Schwarze waren, sondern tiefschwarz. Und dann auch noch alle drei. Ich habe da nirgendwo auch nur den Hauch einer Abwertung in seiner Aussage gefunden, im Gegenteil. Und _das_ wäre der einzige Punkt, der springen könnte. Alles andere sind Albernheiten falsch verstandener politischer Korrektheit.

Und die konnten alle gut Deutsch?

Moment, darf ich diese Deine Aussage so verstehen, daß Du damit sagen willst, die drei Jungs, die Stefan dort gesehen hat, waren deshalb dort, weil sie keinen "vernünftigen" Job gefunden haben und auf diese Art wenigstens einen "Job" haben? Und daß sie einer "niedrigen" Bevölkerungsschicht angehören? Ganz im Ernst: _das_ sind Aussagen, bei denen der Punkt springt. Zumal die guten Deutschkenntnisse obendrein dagegensprechen.

Hättest Du auch gestutzt, wenn er drei Engländer mit leuchtend roten Haaren geschildert hätte? Nee, wirklich, ihr dichtet da was rein.

Gruß Martin

Frederic Daguenet :

Ach du liebe Guete. Dass drei pechfarbige Angehoerige der US-Armee sehr gut deutsch sprechen ist schon von ueberraschender Verblueffung und somit eine witzige Anektode aus dem Leben eines Modellfliegers und damit wie viele andere Anektoden hier erwaehnenswert. Und die Hautfarbe ist fuer diese Geschichte sehr wohl relevant, denn die oefters auftretenden Nachkommen deutsche Auswanderer in deren Familien hie und da noch viel Deutsch gesprochen wird, duerften damit fast als Erklaerung ausgeschlossen sein.

Wer hinter allem Boeses waehnt ist selbst ein Schuft. Die Vehemenz mit der manche vermeintliche Boesmenschen verfolgen macht mir mehr Angst als die Anektode ueber 3 Pechschwarze Angehoerige der US- Armee die verblueffend gut deutsch sprechen.

Martin Schoenbeck :

Und irgendwie hatte ich den Eindruck, er habe direkt von der Hautfarbe auf die gesellschaftliche Stellung geschlossen. Wenn das mal kein Rassismus ist...

Hallo Peter,

Peter Stegemann schrieb:

Ich fand, das kam schon ziemlich deutlich rüber. Dabei waren die drei ziemlich sicher gutausgebildete und vermutlich auch gebildete Leute. Denn gute Deutschkenntnisse sind eben wirklich nicht die Regel.

Gruß Martin

Und du willst mir damit wohl zeigen, dass du den guten Umgangston beherschs= t? - Sorry, durchgefallen.

Gru=DF, Maaged

Stefan,

ich kenn dich nicht, hab nichts gegen dich und deine Bemerkung stört mich nicht, aber ...

"Stefan Hundler" schrieb ...

Menschen als "Typen" zu bezeichnen, hört sich abfällig an. In dem Zusammenhang dient das Wort nicht zur Unterscheidung (Gattung, Art ...), sondern zur Bewertung, Bezeichnung ...

Ich für meinen Teil würde "Pechschwarze" als Schwarzafrikaner deuten. Wobei ich eher denke, dass du farbige Amerikaner vor dir hattest, die eher einen Tick heller als pechschwarz sind.

Das Wort "ausnahmsweise" lässt vermuten, dass du eigentlich etwas anderes erwartet hattest. Insofern wäre die Feststellung, deutschsprechende Amerikaner vor sich zu haben, mit dem Wort "glücklicherweise" besser gewählt gewesen. Dass aber Amerikaner kein Deutsch sprechen könnten, wäre doch trotzdem nichts Negatives.

"Gut Deutsch" hört sich zuerst positiv an. Im Zusammenhang betrachtet, wird aber klar, dass du eher erwartet hast, dass Pechschwarze nur ihre Muttersprache beherrschen, was einem Irrtum oder einem Vorurteil gleichkäme.

Also, ich will dich wirklich nicht reizen oder belehren, aber diesen Satz hättest du bestimmt besser hinbekommen, oder noch besser, einfach weggelassen.

Manchmal überlegt man ja hin und her, bevor man was abschickt und tut's dann trotzdem. Manchmal war das dann ein Fehler. ;0)

Sorry, ich wollt erst nix dazu schreiben, aber ich hoffe trotzdem, mit meinem Beitrag nicht das Feuer geschürt zu haben.

Gruß Günther

Wenn Stefan, wie er immer wieder intensiv betont die Farbe so egal und nebensächlich ist... wieso betont er sie dann. Vielleicht hat er es ja nicht so gemeint, aber dann war die Formulierung halt etwas unglücklich.

Keine Ahnung! Auf jeden Fall waren die Amis die freundlichsten Schutztruppen Berlins, zumindest die niederen Soldatenränge, denen ich begegnet bin.

Harrg! Hier war meine Formulierung wohl ein wenig unglücklich. Es ist ja wohl eine unumstrittene Tatsache, das es in den USA immer noch Rassendiskriminierung gibt. Und Nicht-Weiße haben es ungleich schwerer irgendwo Karriere zu machen. Da viele von ihnen leider keine großen Jobperspektiven haben, gehen sie zur Army. Und deswegen trifft man auch relativ häufig andersfarbige US-Soldaten, wenn man mit US-Truppen in Kontakt kommt. Mehr wollte ich damit nicht sagen. :)

Du weißt schon, das ein Engländer auch schwarz sein kann!? ;) Nee, das ist kein wirkliche Gegenbeispiel.

Wenn es weiße gewesen wären, hätte er die Hautfarbe sicher nicht erwähnt.

Gruß... Frederic

Hi!

Ja, zugegeben eine unglückliche Ausdrucksweise... ich hab hier aber woanders erklärt, was ich damit meine. Kurz und einfach gesagt: Der Anteil an Nicht-Weißen ist bein den Amis in den niederen Soldatenrängen recht hoch. Dementsprechend ist auch die Wahrscheinlichkeit hoch, welche zu treffen, wenn man auf US-Soldaten trifft.

Gruß... Frederic

Hallo Günther,

Günther Grund schrieb:

Ich denke, die Zeiten sind lange vorbei, in denen man "die Typen" regelmäßig abfällig gemeint hat. Heute ist das Umgangssprache. Und wie deutlich zu erkennen von ihm auch so gemeint.

Um so auffälliger, wenn US-Amerikaner dann so tiefschwarz sind, nicht wahr?

Wohl zu recht. Die wenigsten US-Amerikaner sprechen deutsch.

Warum? Vielleicht hätte er sich ja völlig problemlos auf Englisch mit ihnen verständigen können.

Hat er genau wo geschrieben?

Allenfalls könntest Du herauslesen, daß er erwartet hat, daß US-Amerikaner nur ihre Muttersprache beherrschen. Und das ist durchaus die Regel.

Was meinst Du, wie viele Sätze, ja ganze Postings der eine oder andere, mich eingeschlossen, hier besser weggelassen hätte. Glücklicherweise wird da in der Regel kein solches Bohei drum gemacht.

Manchmal schreibt man aber auch einfach einen Situationsbericht, so wie man ihn erlebt hat, und kommt zunächst gar nicht auf die Idee, daß das jemand in den falschen Hals kriegen könnte. Gruß Martin

Hallo Frederic,

Frederic Daguenet schrieb:

Vielleicht kannst Du unter dem Blickwinkel auch akzeptieren, daß Stefan nichts weiter zum Ausdruck bringen wollte, als daß bei ihm die extrem dunkle Haut gleich dreier Armeeangehöriger einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Wobei ich persönlich nicht einmal der Ansicht bin, er habe das unglücklich formuliert.

Ach, und Schwarze können nicht deutlich heller sein, als tiefschwarz?

Wenn sie weiß wie ein Blatt Papier gewesen wären, vermutlich doch. Und ansonsten wäre es ja auch nicht erwähnenswert.

Gruß Martin

Frederic Daguenet :

Das hat Stefan auch. Mehrfach. Interessiert dich nicht die Bohne. Und deine ausdrucksweise hat klar Vorurteile gezeigt, waehrend man Stefan allenfalls Naivitaet vorwerfen kann. Hat er doch angenommen, dass die Leute hier mit fremden Eindruecken vorurteilsfrei umgehen wuerden.

Ich gebe es zu, wenn ich mich 3 Typen, Angehoerige der US-Armee und pechschwarz in gutem Deutsch ansprechen wuerden, dann waere ich auch hoechst ueberrascht und wuerde einen bleibenden Eindruck behalten. Es gibt nunmal fast keine deutsche schwarze Bevoelkerung und auch keine Afro-germanischen Auswanderer. Und pechschwarz kommt als Hautfarbe bei Mischehen auch hoechst selten raus.

Und jetzt steinigt mich, ich bin ein offensichtlich ein Rassist!

P.S: Ich habe auch auslaendische Quotenfreunde die ich anfuehren kann, rettet mich das jetzt?

Aber wenn Du sie in den USA ansprichst und Dich als Deutscher zu erkennen gibst, dann erzählen etwa 90% von ihrer deutschen Urgroßmutter 'lach*

Gerd Staudenmaier :

Und bei pechschwarzen Amerikanern ist das was? Genau, UNWAHRSCHEINLICH. Wieso also sollte ein pechschwarzer Amerikaner deutsch koennen? Ergo ist man zu recht wesentlich ueberraschter, als wenn ein weisser oder halbschwarzer Amerikaner deutsch kann. Voellig normal, leicht zu verstehen. Wenn man will.

"Peter Stegemann" schrieb ...

Weil die erst seit gestern im Lande sind? Überraschend wäre es, wenn die nach zig Jahren der Anwesenheit immer noch nicht deutsch sprechen könnten. Wozu also erwähnen, dass ein Amerikaner der Armee Deutsch kann. Ist doch normal. Würde es dich überraschen, wenn ein weisser amerikanischer Soldat Deutsch könnte? Wohl nicht. Also kommt's ja wohl nicht auf die Hautfarbe an.

Und nu gib Ruhe.

Falsch! Ich habe seine Erklärung gelesen und sie widerspricht sich selbst... das ist der springende Punkt! Ich habe keine Vorurteile... ich hab meine Aussage auf Fakten aufgebaut! Fakt ist:

- für viele Amerikaner ist die Army eine Möglichkeit einen Job zu bekommen

- der Anteil an nicht-weißen in der Bevölkerungsgruppe, die Arbeit suchen, aber nix finden ist ziemlich groß

- erhöht das natürlich die Wahrscheinlichkeit auf nicht-weiße zu treffen

Das diese drei Personen garkeine Ex-Arbeitslosen sind, hab ich ja nicht gesagt! Das wird hier reininterpretiert.

Sorry, aber in den Staaten leben eine ganze Menge Schwarze / Afro-Amerikaner oder wie man sie auch nennen mag. Und wenn man da über seinen deutschen Tellerand schaut, weiß man das auch. Erstaunlich ist, da geb ich Dir gern recht, die guten Deutschkenntnisse der drei Soldaten. Relativiert sich aber auch wieder, wenn man daran denkt, wie lang die Amis schon in D rumspringen. Diese Jungs können ja schon lang hier wohnen und arbeiten, weil es ihnen hier einfach gefällt.

Wieso wollt ihr eigentlich alles in irgend eine extreme Schublade packen. Ich habe den guten Stefan nicht angegriffen, sondern nur etwas kritisch angemerkt... die heftige Reaktion darauf ist dann doch schon sehr erstaunlich.

Gruß... Frederic

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