Was darf der Laie?

Hallo,
welche Elektroarbeiten darf man als Laie, oder als Fachmann ohne Meistertitel und Konzession in seinem Eigenheim durchführen?

Mal ein paar Beispiele:
1. Niedervolt-Einbaudeckenleuchte anschließen 2. Renovierungsfassung ans Niederpsannungsnetz anschließen 3. Leuchte ans Niederspanungsnetz anschließen 4. Herd an Herdanschlussdose mit Drehstrom anschließen 5. Lichtschalter und Steckdose verlegen und an eine Abzweigdose anschließen 6. Schmelzsicherungseinsatz im Verteilerkasten 7. Sicherungsautomaten im Verteilerkasten auswechseln 8. Überspannungsableiter in den Verteilerkasten einbauen
Ist das bundesweit einheitlich geregelt, oder ist das abhängig vom zuständigen EVU?
--
Mark

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Mark Ise schrieb:

Wie soll das aussehen: Fachmann ohne Meistertitel? Du meinst Geselle?

Als Laie keine davon!
Als Elektrofachkraft gemäß der entsprechenden erworbenen Befähigung.
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Jens Fittig wrote:

Fürs Wechseln einer durchgebrannten Schmelzsicherung einen Meister holen? Der wird anschließend eine Woche arbeitsunfähig sein vor Lachen.
vG
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Volker Gringmuth schrieb:

Unter Schmelzsicherungseinsatz verstand ich den Passeinsatz. Die Sicherung selbst kann er natürlich wechseln.
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Am 11.04.2012 19:17, schrieb Mark Ise:

Du darfst in deinem Eigenheim prinzipiell alles an elektrotechnischen Arbeiten ausfuehren, was du dir zutraust. Lediglich der verplompte Bereich (i.a.Hausanschlusskasten und Zaehlerplatz) sind tabu, da Eigentum des EVU. Wie du deine Wohnungsinstallation nach dem Zaehlerplatz gestaltest, ist dir ueberlassen.
Regards Karsten
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Thus spoke Mark Ise:

Alles ohne Gewähr, aus dem Gedächtnis:

Nur kleinspannungsseitig.

Nein.
Nein.
Nein.
Nein.
Ja.
Nein.
Nein.
Tschüs,
Sebastian
--
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Am 11.04.2012 21:37, schrieb Sebastian Suchanek:

Das kannst Du sicher auch mit irgendwas begründen, oder?
Ich denke nicht, das für alle Arbeiten ein Meistertitel zwingend notwendig ist. Was sollen sonst die ganzen Lehrlinge und Gesellen machen? :(
Unabhängig davon kommen für den Kleinkram der da teilweise aufgeführt ist kaum noch Handwerker aus dem Sofa...
Hans-Jürgen
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Hans-Jürgen Meyer schrieb:

Lehrlinge sind in Ausbildung und noch zu nichts befähigt als unter Anleitung, Kontrolle und Aufsicht mitzuhelfen.
Bei Gesellen sieht es AFAIK ähnlich aus. Ohne Abnahme durch einem Meister dürfen sie AFAIR auch solche Arbeiten nicht alleine machen. So war es zumindest zur Zeit meiner Ausbildung.

Ein dummes Argument!
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Am 11.04.2012 23:24, schrieb Jens Fittig:

Das mag im 1. Jahr stimmen, im 3. sieht das anders aus. Da sollten Sie normalerweise voll arbeiten und Ihre Kenntnisse vertiefen. Achja - für Studenten der E-Technik stimmt das auch - bis zum Abschluss ;)

Du meinst also wirklich, dass die Montage einer Steckdose vom Meister kontrolliert wird? Dann könnte der das auch gleich selber machen.

Ne, selbsterlebte Erfahrung.
Hans-Jürgen
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Am 11.04.2012 23:17, schrieb Hans-Jürgen Meyer:

Reicht Dir die Mutter allen Halbwissens als Quelle?
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrofachkraft
Beachte insb. den letzten Absatz.

Die Arbeit. (Die dann abschließend vom Meister kontrolliert wird - jedenfalls auf dem Papier.)

Wenn Handwerker wegen Reichtums geschlossen haben, ist das weder mein Problem noch das der normativen Organe.
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian Suchanek wrote:

Aber als ich gesehen habe, wie der konzessionierte Elektrofachbetrieb meinen Herd angeschlossen hatte, habe ich es lieber noch mal selbst gemacht.
vG
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Thus spoke Volker Gringmuth:

-v, please. Ich bin für schlechte Beispiele immer dankbar. :-)
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian Suchanek wrote:

Ich hätte mit einer amtlichen Herdanschlussdose in oder auf der Wand dahinter gerechnet. Man entschied sich jedoch fachmännischerseits für eine Drei-Minuten-Lösung, zauberte eine billige Aufputzklemmendose an das ankommende NYM-J, legte diese lose in den Herdunterschrank und würgte die ichweißnichtmehrwie mit der feindrähtigen Herdleitung zusammen.
Ist leider schon ein paar Jahre her, aber ich kann mich erinnern, daß ich die dafür verwendeten Klemm-Materialien durch Wago 222 ersetzt und die Leitungsenden in der Verteilerdose zumindest mit Kabelbindern zugentlastet habe. Die Lose-Lösung liegt aber immer noch so da. Mußte schnell gehen mit dem Einzug, bis die das behoben hätten, wären zwei Wochen ins Land gezogen.
Die Installation ist schon lustig. Schalte ich in der Küche meinen 2-kW-Wasserkocher ein, wird das Licht des Wrasenabzugs deutlich schwächer. Möglich, daß es unkritisch ist, hab ich aber noch nirgends so gesehen. Woanders kommt ein 5-adriges NYM-J aus der Wand, für eine Leuchte offensichtlich, aber sämtliche 3 Außenleiter stehen unschaltbar unter Spannung. Äußerst sinnvoll.
vG
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Also schrieb Volker Gringmuth:

Es gibt schließlich auch Leuchten mit eingebautem Schalter. Gerade die indirekten Leuchten für die Arbeitsflächenbeleuchtung in der Küche, die man unter die Oberschränke schraubt, haben das. Wenn es natürlich an völlig anderer Stelle sein sollte... da würde sich dann wohl eher der Einbau einer Steckdose empfehlen...
Ansgar
--
*** Musik! ***

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Ansgar Strickerschmidt schrieb am 16.04.2012 11:35:

Vielleicht hing da auch mal so ein Infrarotstrahler, den man in Arztpraxen, oder über Wickeltischen schon mal findet. Ein Teil, welches mit Drehstrom betrieben wird, habe ich aber auch noch nicht gesehen :-)
Wenn's in der Garage oder dem Hobbykeller ist, dann war da vielleicht einfach eine Kraftsteckdose.
--
Mark

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Am 11.04.2012 19:17, schrieb Mark Ise:

Ich bezweifle, dass das wirklich geregelt ist bzw. irgendwelche Bedeutung hat, denn:
Wenn es ordnungsgemäß gemacht ist und nichts passiert, dann interessiert das niemanden.
Wenn es nicht ordnungsgemäß gemacht ist und deshalb etwas passiert, dann haftest Du dafür. Aber Du würdest auch dafür haften, wenn Du eine zugelassene Fachkraft wärst, wo ist also der Unterschied? Ich denke nur, dass Du als nicht zugelassene Fachkraft grundsätzlich vorsätzlich oder grob vorsätzlich gehandelt hast. Das könnte ein Nachteil gegenüber einer zugelassenen Fachkraft sein.
Wenn es ordnungsgemäß gemacht ist und trotzdem was passiert, muss Dir das Gericht erstmal nachweißen, dass es an einem Fehler, den Du begangen hast, gelegen hat. Kann die Staatsanwaltschaft das nicht, kann Dir auch nicht viel passieren. Wir haben in Deutschland glücklicherweise die Unschuldsvermutung.
meine Meinung Michael
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Op 11-4-2012 22:41, Michael S schreef:

Es ist geregelt und zwar in EuroNorm 50110-1. Deutschland hat sich zusamen mit die andere CENELEC-Staaten dazu verpflichtet EN 50110-1 in nationales Recht und Normen umzusetzen. Aktueller Sachstand ist dass dies seit 2004 umgesetzt ist. (VDE 0105-1, 2005-06 DIN EN 50110-1, Betrieb von elektrischen Anlagen - Deutsche Fassung EN 50110-1:2004) http://de.m.wikipedia.org/wiki/DIN-VDE-Normen_Teil_1#section_1
EN 50110-1 beschreibt die Vorgaenge beim Betrieb und Anpassung einer elektrischen Anlage im Gewerbe oder Haushalt. Auch die Rollen aller Beteiligten Personen sind darin festgelegt, und diesen Personenkreis bestimmt unter beruecksichtigung der Gesetze und Verordnungen zur Arbeitssicherheit, Normen zur Sachgebiet und Liefervertraege der EVU-Unternehmen wer was macht oder machen darf in einer gegebenen Situation.
In den geschilderten Situation kann der Hausbesitzer als Installationsverantwortlicher bestimmen ob er sich selbst in der Lage erachtet die angegebenen Arbeiten durchzufuehren, es sei denn, der Stromliefervertrag mit dem Oertlichen EVU, dem er sich unterworfen hat, schraenkt seine Rechte als Installationsverantwortlicher ein. Ob solche einschraenkungen im Einzelfall beim technisch versierter und informierter Laie standhalten entscheidet auf Antrag das oertliche Gericht.

So geht's wohl meistens
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1. Du wirst hier reflexartige Meinungsausstöße erzeugen die allesamt sagen "NIX" 2. Diese Leute sind auch der Meinung, dass alles was über den Lichtschalter ein-schalten- nicht bauen ;-) hinausgeht verboten ist. Selbst einen Stecker einzustecken wäre schon gut wenn ein Elektroingenieur dabei wäre.... 3. Manche Versorger stellen irgendwelche AGB auf, die aber keinerlei rechtliche Relevant in Richtung von Straftaten haben. 4. Ich habe noch niemanden getroffen, der mir ein Gesetz oder eine staatliche Verordnung zeigen konnte, die es mir verbietet meine Steckdose selber auszutauschen oder den Sicherungsautomaten oder ....... 5. Bedenke, Du bist jedoch für das was Du tust und dessen Folgen ganz alleine verantwortlich. 6. Wenn Du das gewerblich für Dritte machen willst sieht die Welt ganz anders aus!
Also mach nichts wo Du Dir nicht wirklich sicher bist wie es richtig gemacht wird.
mfg
Schorsch
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Am 12.04.2012 09:01, schrieb Georg Wieser:
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Jeder kann sich ein Auto bauen, ob es jedoch fährt oder gar die Zulassung bekommt, ist eine andere Frage.
--
Gruß Friz


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Und fahren darf er es auch, solange er will. Solange er nicht in den öffentlichen Strassenverkehr will. (Ja Umweltschutz etc, den lassen wir aus und vor.)
Und übrigens, der TÜV kommt nicht zu Dir und nimmt Deine Steckdosen ab. Das braucht er auch nicht.
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