RCD oder LS als normaler Schalter

Hallo,
darf eine Sicherung oder ein FI zum normalen, taeglichen Schalten
benutzt werden?
Ich habe in Erinnerung, dass das nicht zulaessig waere, finde dafuer
aber keinen Beleg.
Die reinen Schaltzyklen duerften es nicht sein - in den ABB-Katalogen
finde ich Angaben von min. 5000 bis min. 10 000 Schaltzyklen, also
vergleichbar zu normalen AP/UP-Schaltern.
Steht das wo anders als z.B. DIN VDE 0100-410 und -430?
Schoenen Gruss
Martin
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Martin Trautmann
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... z.B. vielleicht in der DIN EN 60669-1; VDE 0632-1:2003-09
Schalter für Haushalt und ähnliche ortsfeste elektrische Installationen - Teil 1: Allgemeine Anforderungen (IEC 60669-1:1998, modifiziert + A1:1999, modifiziert); Deutsche Fassung EN 60669-1:1999 + A1:2002 EUR 106,46
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Martin Trautmann
Am 13 Mar 2009 11:44:17 GMT schrieb Martin Trautmann:
Über zulässig oder nicht kann ich nichts sagen. Aber mir ist aufgefallen, das im Gastronomiebereich viele Stromkreise für Lampen, Kühlgeräte und andere Verbraucher ausschlieslich über die Sicherungen geschaltet werden. Wird wohl in den Küchen und in den Restauranträumen so gemacht.
Nicht nur in alten Gemäuern, auch in neu gebauten Hotels.
HTH
Prabodh
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Prabodh C. Brendler
Es gibt auch Schalter für die Hutschine, die aussehen, wie Leitungsschutzschalter.
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Werner Holtfreter
Ja, gerade das bestärkte mich im Glauben, Sicherungen dürften nicht zum permanenten Schalten verwendet werden. Denn durch die Massenstückzahlen sind die Sicherungen billiger als die Schalter.
Schönen Gruß Martin
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Martin Trautmann
"Martin Trautmann" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@ID-685.user.individual.de...
.....
RCD`s (früher FI) und Leitungsschutzschalter gehören zur Gruppe der Leistungsschalter. Sie können also mehr als der "normale" Installationsschalter. Diese sind nur Lastschalter, können also maximal ihren Nennstrom schalten.
Leistungsschalter können auch Kurzschlußströme schalten.
Was sollte dagegen sprechen, einen Leistungsschalter im täglichen Betrieb als Lastschalter zu verwenden? Umgekehrt wäre es falsch!
Das Ausschalten von Verbrauchern über LS oder RCD ist also mit Sicherheit zulässig. Über die Praktikabilität läßt sich natürlich streiten. Mit dem LS wird der gesamte Stromkreis abgeschaltet, in der Küche ist dann auch die Gefriertruhe spannungslos.
Im Hotel (ob neu oder alt) wäre ein Hauptschalter sinnvoll, da hat man alles mit einem Handgriff erledigt und schaltet nicht aus Versehen den LS der Alarmanlage mit ab.
Grüße
Jürgen
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Jürgen Spelter
Im Hotel moechte man eher bereichsweise schalten: einzelne Tische, Nebenzimmer usw. Im Sicherungskasten braucht man da relativ wenig Platz, begrenzend ist fast nur die Groesse des Sicherungskastens. Mit < 2 EUR ist das wohl auch die mit Abstand billigste Variante ueberhaupt.
Schoenen Gruss Martin
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Martin Trautmann
Dazu müsste man Werksabgabepreise vergleichen.
Dass häufiges Schalten die Verlässlichkeit der Abschaltung oder das Schaltvermögen reduziert, ist mir nicht bekannt, wäre aber denkbar.
Sonst fällt mir kein vernünftiger Grund ein, Leitungsschutzschalter nicht als Schalter zu benutzen. Zumindest dann nicht, wenn die Sicherungsfunktion in der Anwendung redundant ist.
Wenn Selektivität zur vorgeschalteten Sicherung eingehalten wird, dann genießt man den Vorteil, dass im Störungsfall die kleinstmögliche Verbraucherzahl abgeschaltet wird.
Für den Fall, dass der Leitungsschutzschalter nicht selektiv und damit redundant vorhanden ist kann man als Nachteil sehen, dass er etwas Leistung verbraucht bzw. Spannungsabfall verursacht.
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Werner Holtfreter
Werner Holtfreter schrieb:
Hallo,
das tut aber auch jeder normale Netzschalter der mit Strom belastet wird.
Bye
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Uwe Hercksen
Freilich, aber nicht in dem Maße, wie die eingebaute Heizwicklung der thermischen Auslösung eines Leitungsschutzschalters.
Man kann diesen Effekt aber minimieren, wenn man eine LS mit möglichst hohem Nennstrom verwendet.
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Werner Holtfreter

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