Akkus laden mit einem Labornetzgerät

Hi leute
Ich lade meine akkus (fernsteuerung 9,6V 1,7Ah) mit meinem netzgerät
(einstellbar 0-3A, 0-30V). Das geht bei meinem gerät so: wenn ich
konstanten strom einstelle (340mA) dann stellt sich die spannung (laut
anzeige) automatisch auf 11,1 - 11,5 V ein (ich kann sie dann nicht
ändern wenn der akku drannhängt). Ist das normal? sollte sich die
spannung nicht bei 9,6V einpendeln oder sollte man die spannung nicht
auch manuell einstellen können? kann ich bei meinem gerät nämlich nicht.
danke für eure hinweise
MM
Reply to
michael mazanek
Loading thread data ...
michael mazanek schrieb:
Dann stelle die Spannung doch vorher auf 9,6 Volt ein. Danach die beiden Leitungen kurz kurzschliessen und den Ladestrom auf Deine gewünschten 430mA einstellen. Danach den Akku anschliessen und alles wird gut.
CU, Oliver
Reply to
Oliver Wache
"Oliver Wache" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@individual.net...
Hallo,
entweder ich lade mit Konstantstrom oder mit Konstantspannung! Beides geht nicht. NICD-Akkus werden mit konstantem Strom geladen, die Spannung stellt sich da schon ein. Um den Ladestrom fließen zu lassen, muß die Spannung des Netzgerätes um einiges höher sein, als die Nennspannung des Akkus. Ist die Spannung zu niedrig, läßt sich eben der Ladestrom nicht einstellen. Wenn der Akku voll ist, sinkt der Ladestrom gegen Null und dis Spannung pendelt sich auf die Ladeschlußspannung des Akkus ein, die aber auch über der Nennspannung liegt.
Gruß Petri
Reply to
Petri Seibel
Danke euch beiden. funzt! ps kann ich nur jedem empfehlen sich ein labornetzgerät zuzulegen wenn man viele verschiedene akkus zum laden hat. abgesehn davon, dass man das auch zum basteln verwendet. MM
Reply to
michael mazanek
Moin,
michael mazanek schrub:
Mal sachte:
Eben.
Nein, wenn das Netzgerät auf 300mA eingestellt ist, dann liefert es 300mA, selbst wenn dazu die Funken fliegen müssen. Na gut, so viel Spannung schafft es nicht, aber einfach 300mA einstellen und schlafen gehen ist nicht, dann muss man schon auf die Uhr schauen.
Oder man stellt die Strombegrenzung auf den gewünschten Wert und die Spannung begrenzt man auf die Ladeschlußspannung. Das dürfte aber auch nicht so toll sein, weil dann entweder die Spannungsbegrenzung zu gering ist, um den gewünschten Ladestrom fließen zu lassen, oder aber die Spannung ist groß genug, um auf Dauer den Akku platzen zu lassen.
Aber auf die Uhr schauen und/oder den Akku vom Netzgerät trennen wenn er warm wird. Oder ein richtiges Ladegrät verwenden.
CU Rollo
Reply to
Roland Damm
In , versucht snipped-for-privacy@xyz.com uns=20 mitzuteilen...
Ein TEA1102 zum Zwischenstecken kostet nicht die Welt und rettet dem=20 =FCbers Wochenende vergessenen Akkupack das Leben.=20
Falk, mehrere Akkulader gebaut habend
Reply to
Falk Dübbert
Oliver Wache schrieb:
Quatsch!
Nix wird gut. Mit deinem falschen Tip wird der Akku nie geladen!
Gruss Wolfgang
Reply to
Wolfgang Gerber
Wolfgang Gerber schrieb:
Warum ist das quatsch? somit geht die Ladespannung wenigstens nicht über die zulässige Akkuspannung hinaus. Normalerweise sollte sie sich aber bei Ladung mit -konstantstrom von selber einstellen. Also ein wenig höher einstellen. Das tut sie bei ihm aber anscheinend nicht, da sie viel zu hoch ist. Das tut den Akkus bestimmt nicht gut.
Normalerweise lade ich mit C/10 über 10 Stunden. Bei 2200mAh also mit 220mA. Und das hat mit der Spannungs und Strombegrenzung immer geklappt. Nur hat so ein Akku ja normalerweise um 1,4 Volt Ladeschlussspannung.
CU, Oliver
Reply to
Oliver Wache
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Oliver Wache schrieb:
Geht es um "moderne" Akkus (NiMH)? Sorry, da funktioniet das nicht: Die Akkuspannung ist temperaturabhängig, sie nimmt mit zunehmender Temperatur _ab_!
Der Akkus ist also keineswegs bei Erreichen einer "maximalen" Spannung "voll", sondern noch lange nicht geladen. Praktisch sieht das so aus: Bei ziemlich leerem Akku erzeugt der Ladestrom eine relativ hohe Spannung, was aber nichts weiter ausmacht. Bei weiterem Ladefortschritt erwärmt sich der Akku mäßig, die Spannung kann dabei etwas abnehmen - gegen Ende der Ladung nimmt sie gewöhnlich wieder ein wenig zu - aber: _Wenn_ der Akku dann voll ist, dann kann er keine weitere zugeführte elektrische Energie mehr chemisch binden, vielmehr fängt er an, zu "gasen" (Wasser-Elektrolyse) und wird sehr schnell sehr heiß, was dazu führt, daß die Spannung deutlich (einige zehn Millivolt) zurückgeht.
Und jetzt ist es höchste Eisenbahn: Das Ladegerät muß nun unbedingt den Strom abschalten, sonst geht der Akku kaputt! Daher muß es dieses "-Delta_U" unbedingt zuverlässig erkennen! Ansonsten ist die Zellenspannung beim Aufladen hinsichtlich des Ladezustands leider für überhaupt nichts brauchbar: Die höchste Zellenspannung kann bereits bei nur 10 % zugeführter Kapazität erreicht sein.
Die einzige Chance, so einen Akku ohne diese Steuerung oder Temperaturüberwachung zu laden, besteht darin, zu raten, wie voll er sein mag (bzw. welche restliche Kapazität er wohl noch haben könnte), und per Zeitschaltuhr einen erklecklichen Teil davon zuzuladen, und dann auf "Erhaltungsladung" umzuschalten: soviel ladestrom aufgeben, daß die Selbstentladung deutlich überschritten wird, aber nicht mehr, als er in vollem Zustand dauerhaft als Überladung verträgt (wird im wesentlichen durch sein Vermögen, das gebildete Knallgas wieder katalytisch zu rekombinieren, bestimmt).
Das Volladen des teilgeladenen Akkus mit dieser Erhaltungsladung dauert dabei annähernd ewig, mit leeren Akkus klappt das nicht.
Der temperaturbedingte Spannungsrückgang bei total volen Akkus ist übrigens auch der Grund dafür, warum man Zellen nicht in Parallelschaltung laden darf: Die vollste senkt ihre Spannung ab, worauf die weniger vollen sich über sie entladen und sie blitzschnell "himmeln" - die geht dann thermisch durch und kann evtl. platzen.
"Zeitschaltuhr" funktioniert nicht: Die noch aufladbare reskapazität ist i. a. unbekannt (auch bei völlig entladenen Zellen) und läßt sich in keiner Weise trivial bestimmen. Die einzige Alternative zur Benutzung des temperaturbedingten Spannungsrückgangs als Volladekriterium ist die Messung des differentiellen Widerstands bei kurzen höheren Ladestromimpulsen - der nimmt bei vollen Zellen signifikant zu, aber das ist natürlich noch komplizierter. (Rayovac macht das vermutlich bei seinem Universalladegerät für Zellen verschiedener Bauart so.)
Gruß aus Bremen Ralf
Reply to
Ralf Kusmierz
Ralf Kusmierz schrieb:
Aha.
Das hatte ich ja total übersehen. Stimmt allerdings.
Also die Akkus nur mit C/10 oder C/20 laden, dann kann eigentlich nichts passieren. Oder den Ladevorgang mit nem Multimeter und PC-Software mitloggen und bei plötzlichem Abfall der Ladespannung sofort abbrechen.
Trotzdem alles sehr unsicher. Lieber einen ordentlichen RC-Lader holen oder für Einzelzellen ein verünftiges Ladegerät. Kostet natürlich ein wenig.
Zum Laden von Bleiakkus oder BleiGel sind einstellbare Netzteile aber sehr gut.
CU, Oliver
Reply to
Oliver Wache
Oliver Wache schrieb:
Weil zwischen zwei Punkten mit derselben Spannung kein Strom fließt?
MfG Susanne
Reply to
Susanne Markward
Oliver Wache schrieb:
Und wo die Ladespannung "unter" der Vollspannung ist wird nicht geladen!
Erst denken - dann schreiben
Gruss Wolfgang
Reply to
Wolfgang Gerber
Ralf Kusmierz schrieb:
von mir ignoriert ...
Da Beitrag von höherer Qualität ... -> Vollquote, damit auch die Nachwelt etwas davon hat.
Warum machst Du das? [kopfschüttel]
Hast Du vieleicht mal eine Quelle, wo man das alles noch genauer nachlesen kann. Ich finde das ein sehr interssantes Thema und sehr schön von Dir dargelegt.
MfG Susanne
Reply to
Susanne Markward
Wolfgang Gerber schrieb:
Jajaja :-)
Di muss natürlich etwas höher sein, hast recht.
CU, Oliver
Reply to
Oliver Wache
Susanne Markward schrieb:
David Linden, Handbook of Batteries
Gruß Dieter
Reply to
Dieter Wiedmann
Aber nur, wenn lediglich die Strom- und nicht die Spannungsbegrenzuung aktiv ist.
Thomas
Reply to
Thomas Rachel
Roland Damm schrieb:
doch! ZUmindest wenn du deine Antwort auf den vorigen Absatz beziehst. Der ist absolut korrekt und dein nein ist diesbezüglich falsch.
Quatsch - und du hast den vorigen Abschnitt nicht ansatzweise verstanden!
Nochmal:
Strom kann nur fliessen wenn eine Spannungsdifferenz da ist.
Diese Spannung muss entsprechend _höher_ sein als das zu ladene Objekt hat. Sonst fliesst nicht ausreichen Strom. Auch wenn du 1000 Ampere einstellen könntest können die nur fliessen bei entsprechender Spannungsdifferenz und passendem R.
Oder eine Schaltuhr oder eine automatische Ladeendeerkennung verwenden.
Ack - zumindest gegen Ende der Ladung
Unsinn - wenn die Ladespannung der Ladeschlussspannung entspricht, fliesst so gut wie kein Strom mehr. Warum sollte der Akku dann platzen?
Ack
Gruss Wolfgang
Reply to
Wolfgang Gerber
Hallo, Wolfgang,
Du (nichtfuerspam) meintest am 07.09.06:
Also gibt es keine Supraleitung. Darf ich Dich für den nächsten Nobelpreis vorschlagen?
Viele Grüße! Helmut
Reply to
Helmut Hullen
Moin,
Wolfgang Gerber schrub:
Nein:-).
Wenn (siehe oben) die Spannung des Netzgerätes einiges höher ist, als die Nennspannung des Akkus, dann sinkt der Ladestrom nicht auf Null, wenn der Akku voll ist.
Wenn jedoch die Spannung des Netzgerätes genau der Nennspannung des Akkus entspricht, wird es dem Netzgerät nicht gelingen, einen nennenswerten Ladestrom in den Akku reinzubringen, zumindest nicht den eingestellten.
Aber ich denke inhaltlich verstehen wir uns:-)
CU Rollo
Reply to
Roland Damm
nur um das mal zusammenzufassen: das netzgerät wird im konstantstrom-modus betrieben und nach einer gewissen zeit wird der akku abgetrennt. die ladespannung stellt sich bei 11,8V ein (bei einer nennspannung von 9.6V). wenn ich zeit&lust hab, schau ich abUndZu mal vorbei und mach eine "manuelle delta peak erkennung" ;) da steigt der ladestrom schnell an, dann is es zeit in runterzunehmen.
mm
Reply to
michael mazanek

PolyTech Forum website is not affiliated with any of the manufacturers or service providers discussed here. All logos and trade names are the property of their respective owners.