AKW-Betreiber fordern Schadensersatz vor Gericht

Hallo allerseits,
nachdem offensichtlich hohe Gewinne mit dem AKW- Betrieb eingestrichen werden konnten, wollen die AKW-Betreiber wegen der Schliessung der AKW's
und der Energiewende vor Gericht gehen. Man will milliardenschwere Abfindungen erreichen:
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1130948.html
Es heisst dazu, dass die Energiekonzerne mit dieser Klage vor ihren Aktionaeren gut dastehen wollen.
Man darf gespannt sein, wie der Streit ausgehen wird.
K.L.
zugl.an:dsa,dsu,dsie
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On Wed, 13 Jun 2012 10:38:27 -0700 (PDT), Karl-Ludwig Diehl
Bist du das http://www.blogger.com/profile/11909949692992381573
oder ist das jemand anderes?
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Was meinst Du? K.L.
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On Thu, 14 Jun 2012 16:17:51 -0700 (PDT), Karl-Ludwig Diehl

Du bist Kunstgeschichtler mit Schwerpunkt Universaldilletantismus. Irgendwoher muß deine schwammige Denk- und Ausdrucksweise ja kommen.
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Mit Vorurteilen ist niemandem geholfen. Wir hatten einmal im Architekturbuero einen Auftraggeber, der Wert darauf legte, sein Wohnhaus in Muelheim-Kaerlich so bauen zu lassen, dass der Blick vom Wohnzimmer und der Wohnzimmerterrasse genau auf das Atom- kraftwerk gerichtet ist. Mir fiel dazu sehr viel Kritik ein. Aber es haette ihm nicht geholfen, wenn es ausge- sprochen worden waere.
Ich bin es gewohnt, abzuwarten, bis sich die Ver- haeltnisse deutlicher klaeren.
K.L.
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wrote:

Bist Du sicher? Wer finanziert eigentlich den Rueckbau der Ungetueme, welche die Landschaften verunzieren? Und wie lange werden uns diese Betonmonster erhalten bleiben. Bis es zur Zerlegung des Meiler bei Koblenz kam, dauerte.
K.L.
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Wenn wir noch einen Rechtsstaat haben, werden die Gerichte der kleptokratischen Nomenklatura ihre Enteignungsgesetze um die Ohren hauen und den Klaegern Recht geben.
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Horst-D.Winzler schrieb:

Du solltest doch mal §13ff AtomG lesen.

Die Allianz versichert nicht nur (vermutlich, woher weist du eigentlich, dass sie je gefragt wurde?) keine Haftungsrisiken von AKWs, sie versichert auch keine Krankenhäuser.
Wenn du also eine Nichtversicherbarkeit als Indiz für unkalkulierbare Risiken nimmst, soltest du also nicht nur um AKWs, sonder auch um Krankenhäuser einen weiten Bogen schlagen.
Siegfried
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Am 16.06.2012 10:55, schrieb Siegfried Schmidt:

Der betreffende § hat nicht die Risikohaftung für AKWs zum Gegenstand. Geht also an der Sache vorbei.

Wäre dir eine Versicherung bekannt, die das atomare Risiko versichern würde, hättest du sie sicher auch angeführt. Die Allianz war auch nur ein Beispiel das mir grad präsent war.

http://www.aerzteblatt.de/archiv/57515/KRANKENHAeUSER-Patientenunfaelle-sind-versichert
Im Übrigen müssen sich Ärzte gegen "Kunstfehler" selbst versichern.
--
mfg hdw

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Er hat nichts Derartiges behauptet, sondern darauf hingewiesen dass Nichtversicherbarkeit kein Alleinstellungsmerkmal von Atomkraftwerken ist. Damit fällt es als Argument flach - Es sei denn, der damit Argumentierende wäre so konsequent, die Abschaffung aller anderen nichtversicherbaren Einrichtungen ebenfalls zu fordern.
--
Tank nur das gute Super rein

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Am 16.06.2012 13:40, schrieb Wolfgang Schwanke:

In unserer Gesellschaft soll jedes Unternehmen(eigentlich jeder Mensch) für Schaden den es anrichtet, geradestehen, also Wiedergutmachung leisten. Also möglichst den Stand vor dem Schaden wiederherstellen. Soweit sind wir uns doch einig, oder?
Wie so ein Schaden und die Wiederherstellung des ursprünglichen Standes aussieht, wissen wir spätestens seit Windscale, Tschernobyl und Fukushima. Wenn ich dich richtig verstehe, plädierst du dafür, die Betreiber der AKWs denen es ja um Gewinn geht, exklusiv von etwaigen Risiken des atomaren Teils zu befreien? Dir ist bewußt, das dein diesbezügliches Ansinnen, gewinnorientierte Unternehmen von der Haftung zu befreien, gegen jedes Rechtsgefühl verstößt?
--
mfg hdw

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Gleichzeitig haben wir festzustellen geht, dass diese Forderung bei den maximal möglichen Schäden nicht einhaltbar ist. Diese Feststellung beschränkt sich nicht auf Atomkraftwerke, sondern noch auf eine ganze Reihe anderer Einrichtungen. Du bist diesem Punkt ausgewichen.

Ich plädiere für gar nichts, sondern ich entkräfte ein Argument für "Sofortabschaltung". Es wäre mir eigentlich egal, wenn nicht diese "Sofortabschaltung" ganz reale Schäden nach sich ziehen würde, und nicht nur herbeihypothetisierte.

Das sag den Ökos, die für Wasserkraft eintreten.
--
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Am 16.06.2012 17:26, schrieb Wolfgang Schwanke:

Die wären? Den totalen Krieg mal ausgenommen. ;-)

Die Thematik Sofortabschaltung ist aber eine andere Sache. Ist dir aber schon kar?

Deinen Vergleich ordne ich mal in den Bereich Humor ein.
--
mfg hdw

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Staudämme, große Chemiewerke

Ich gehe davon aus, dass es im Subtext immer geht. Die Gegenseite möchte mit verschiedenen unsinnigen Argumenten, darunter dieser Versicherungs-Trara, volkswirtschaftlich desaströse Maßnahmen rechtfertigen. Wenn es nicht darum ginge, wäre es mir egal.

Dass du das so auffasst, zeigt uns wieder einmal, wie verzerrt die Wahrnehmung in Deutschland ist.
--
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Ich gehe davon aus, dass es im Subtext darum geht. Die Gegenseite möchte mit verschiedenen unsinnigen Argumenten, darunter dieser Versicherungs-Trara, volkswirtschaftlich desaströse Maßnahmen rechtfertigen. Wenn es nicht darum ginge, wäre es mir egal.

Dass du das so auffasst, zeigt uns wieder einmal, wie verzerrt die Wahrnehmung in Deutschland ist.
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Horst-D.Winzler schrieb:

Nicht im entferntesten.
Unser System der Geburtshilfe bricht gerade zusammen, weil in den letzten Jahren deine Prämisse durchgesetzt wurde, nämlich dass genau die, die Schäden anrichten dafür geradestehen müssen.
http://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/politik/detailansicht - politik/artikel/hilferuf-der-geburtshelferinnen.html
"..In Nürnberg haben alle Geburtshäuser die aktive Geburtshilfe eingestellt.."
http://www.rp-online.de/wirtschaft/ratgeber/versicherungen/hebammen-geben - geburtshilfe-auf-1.2815082
"..Seit Ende Januar haben neun Krankenhäuser die geburtshilfliche Abteilung eingestellt.."

Kein AKW-Betreiber ist hierzulande von den Risiken des atomaren Teils befreit oder soll befreit werden, erzähl doch nicht immer diesen Unsinn.
Und natürlich ist ein zuverlässige Energieversorgung eine Gemeinschaftsaufgabe genauso wie Geburtshilfe und damit müssen auch alle die einen Vorteil davon haben, auch einen Teil der Auswirkungen tragen.

Vielleicht von deinem Rechtsgefühl. Gegen mein Empfinden verstösst massiv, dass wir aus reinem Geldmangel bei grundlegenden menschlichen Errungenschaften wie bei der Geburtshilfe gerade wieder in Richtung Mittelalter abgleiten während so getan wird, als ob zum unnötigen Umbau einer funktionierenden Energieversorgung fast unbegrenzte Mittel zur Verfügung stehen würden.
Der Zustand bei den Geburtshilfe ist im Übrigen nur die Spitze des Eisbergs, bedingt durch die langen Nachhaftungszeiten von 30 Jahren und der langen Lebenzeit der Geschädigten. Andere Bereiche unserer Krankenversorgung folgen dem Trend mit etwas Zeitverzögerung, man wird das Problem also nicht ein paar Brotkrumen für die Hebammen beseitigen können.
Siegfried
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Am 16.06.2012 17:58, schrieb Siegfried Schmidt:

Ah ja, jetzt verstehe ich dich. Du favorisierst das Recht des Stärkeren, denn das wäre die Alternative zu dem was ich geschrieben habe.

Das was du als Argument nutzt, ist ein Ergebnis der Entsolidarisierung in unserer Gesellschaft. Wird seit einige Jahrzehnten zielsicher vorangetrieben. Nennt sich Neoliberalismus. Sollte es die FDP schaffen, die Krankenkassen unter das Kartell-oder Wettbewerbsrecht zu stellen, kann unschwer vorausgesagt werden, das sich in absehbarer Zukunft etwa 30% der Deutschen keine Krankenversicherung leisten kann. Siehe USA. Deren Gegenwart soll unsere Zukunft sein. Zumindest im Gesundheitswesen.
Ist aber eine andere Thematik.

Für den atomaren Teil eine AKWs übernimmt numal der Staat das Risiko. Das dir diese Tatsache nicht gefällt, glaube ich dir. Dieses aber zu bestreiten, katapultiert dich umgehen in die Abteilung von Märchen und Tatsachenleugnung.

Zur Erinnerung, die AKWs stehen lediglich für max. 20% der Stromversorgung. Ich vermute mal, wenn man den Autoverkehr gesamt auf Energiesparen konsequent trimmen würden, wäre diese Menge an Energie leicht einzusparen?

Das sind zwei verschieden Thematiken. Und wie kommst du auf den Trichter, ich wäre für eine Entsolidarisierung im Gesundheitswesen? Völlig Abwegige diese Idee! Diesbezüglich mußt du dich an FDP und deren Wähler wenden.
--
mfg hdw


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Horst-D.Winzler schrieb:

Du hast doch das Recht des Stärkeren favorisiert.

Das ist nicht die Folge einer Entsolidarisierung, sondern der buchstabengetreuen Umsetzung deiner eigenen Forderung, dass jeder für den von ihm verursachten Schaden voll haftet und Ersatz zu leisten hat.

Jetzt machen die Krankenkassen genau das was du willst und es passt dir immer noch nicht. Dabei sind sie sogar erfolgreich, weil sie deine Forderung gegenüber schwächeren leicht durchsetzen können um am Ende Kosten für dich zu sparen.

§31(1) AtomG: Die Haftung des Inhabers einer Kernanlage nach dem Pariser Übereinkommen in Verbindung mit § 25 Abs. 1, 2 und 4 sowie nach dem Pariser Übereinkommen und dem Gemeinsamen Protokoll in Verbindung mit § 25 Abs. 1, 2 und 4 ist summenmäßig unbegrenzt..
Du kannst dir gerne deine eigene Wirklichkeit zusammenbasteln, aber versuche nicht sowas als Tatsache hinzustellen.
Siegfried
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Am 16.06.2012 20:06, schrieb Siegfried Schmidt:

Mein Lieber du bist dabei den Sachverhalt zu verdrehen.

Möchtest du etwa jedem freie Hand lassen mit dem Bewußtsein, Kommts zum Bezahlen, werden das schon andere erledigen? Derzeit versuchen das ja die Südstaaten des Euroverbundes.
Solidargemeinschaft kann und ist kein Freifahrtschein für alle Risiken des Lebens. Zuerst einmal ist der Einzelne selbst gefragt. Alles andere funktioniert nicht. Versuchs mal zu verstehen, auch wenn du das offensichtlich anders siehst?

Du leidest nicht zufällig unter Realitätsverlust? Denn anders ist deine Unterstellung nicht zu werten.

Das Thema ist ganz einfach. Die Solidargemeinschaft der AKWs haftet derzeit mit max.€_2,5E9. Für einen Gau aber wie Fukushima werden mit Kosten von über € 1000_E9 gerechnet. Wenn der Betrag überhaupt ausreicht. Eine private Haftpflicht werden die AKW Betreiber nicht finden. Denn denen ist das Risiko zu hoch. Kommentar eines Versicherungsmathematikers dazu: "Wir sind doch nicht verrückt". Mit Verlaub, ich glaube den Versicherungsfritzen mehr als allen Beteuerungen der Politik und wer was weiß ich noch. Denn wenn Versicherungen auch nur den geringsten Vorteil "riechen" sind sie dabei. Davon kann ausgegangen werden. Die sind völlig cool! Aber, wenn denen schon das Risiko zu hoch ist, sollte es der Gesellschaft auch zu hoch sein. Sage mir einen vernünftigen Grund, warum wegen 20% Anteil an unseren Stromproduktion, ein Risiko einzugehen ist, für das sich keine private Haftpflichtversicherung findet?
--
mfg hdw

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Horst-D.Winzler schrieb:

"In unserer Gesellschaft soll jedes Unternehmen(eigentlich jeder Mensch) für Schaden den es anrichtet, geradestehen, also Wiedergutmachung leisten. Also möglichst den Stand vor dem Schaden wiederherstellen. Soweit sind wir uns doch einig, oder?"
Hast du das geschrieben oder nicht?
Die Hebammen schmeissen den Kram hin, weil sie zur Entlastung der Soldidargemeinschaft buchstäblich genau nach deiner Forderung für alle angerichteten Schäden persönlich geradestehen müssen.
Deswegen explodierten die Versicherungsprämien. Deswegen schliessen Krankenhäuser als erstes die Geburtshilfeabteilungen, weil sie die Haftpflichtprämien nicht mehr bezahlen können oder gar keine Deckung mehr dafür bekommen. Deswegen zogen sich alle bekannten Versicherungsgesellschaften aus dem Krankenhausgeschäft zurück, weil sie das Geschäftsfeld als verbrannt ansehen und nicht Geldquelle für Systemfehler und Buhmann zugleich sein wollen.
Das alles ist eine reale und bereits eingetretene Folge der 1:1 Umsetzung deiner Forderung.
Da gibt es nichts zu verdrehen, du versuchst dich lediglich da rauszuwinden.

Nein. Die Ablehnung deiner obigen Prämisse bedeutet noch lange keine Zustimmung zum spiegelbildlichen Extrem. Wie kommst du nur auf so absurde Idee?

Die Lösung dieses nicht existierenden Problems habe ich in dem Thread schon ausführlich erklärt.

Weil der Betreiber ein gesetzlich verankertes Wahlrecht hat, wie er das Risiko seiner Pflichtversichung deckt (genauso das gleiche Recht wie es Großstädte haben). Und da sich alle Betreiber für eine Eigendeckung entschieden haben muss ein anderer Versicherer weder gefunden noch gefragt werden.
Also gibt es auch keinen Grund, warum ein Versicherer heute so etwas anbieten oder sich überhaupt damit beschäftigen sollte, das Problem existiert nur in deiner Vorstellung.
Daran wird sich angesichts der Ausstiegsvorgaben auch sicher nichts ändern, und selbst wenn, werden die grundsätzlichen Entscheidungen nicht durch Mathematiker getroffen werden.
Siegfried
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