Bausatz Hochpassfilter

Dec 21, 2003 22 Replies

Hallo,



nach längerer Suche im Netz bin ich leider nicht fündige geworden. Daher: ich suche einen Bausatz für einen Hochpassfilter.



Hintergrund: die in der Ablage eingebauten Lautsprecher meine Autos "ranzen" bei basslastiger Musik, die gehen zwar angeblich bis 90Hz runter, aber da die LS in der Heckablage mir genug Bass liefern, denke ich es wäre gut, wenn ich an die vorderen LS nichts mehr unter 200 Hz heranlasse... 220Hz ist ein "A", denke das reicht... Das Autoradio liefert bis 50 Watt.



Kann mir da jemand weiterhelfen ? Im Netz finde ich nur Weichen für Lautsprecher...



Gruß, Uwe.


Uwe Schmitt schrieb:

Einfachste Lösung: Ein bipolarer Elko mit entsprechender Kapazität in Serie zum Lautsprecher. Kapazität: ca 220 uF, 35V.

Mehr Kapazität-mehr Bass, und umgekehrt.

Wenn Du's genauer willst - sag es.

Gruss Udo

Waren das nicht eher 440Hz ?

Wolfgang

Weder noch. Ein A sind 110 Hz, ein a sind 220 Hz, ein a' sind 440 Hz. (Falls das einen interessiert.)

Viele Grüße Steffen

220 Hz ist dann eine Oktave drunter, und 880 Hz ist eine drueber...

Gruss, Uwe

Das hoert sich ja recht einfach an. Wie steil wird dann so ein Filter ??

Gruá, Uwe

Einfacher RC-Stromteiler -> 3 dB/Oktave

vG

Das ist dann ja nicht sonders steil, die 220 Hz wuerde ich schon noch gerne hoere, die 110 Hz besser nicht mehr... Laienfrage: wie sieht ein steilerer Filter aus ?

Gruss, Uwe

Hallo Steffen, du hast recht, wobei ich mich auf den Kammerton A bezog.

Wolfgang

Hallo, Uwe,

Du (uwe.schmitt) meintest am 22.12.03:

Grundsätzlich: jeder Speicher (L oder C) bringt 3 dB/Oktave (wobei natürlich pure Parallelschaltung von 2 Cs nicht zählt).

Viele Grüße! Helmut

Sorry, ich war etwas konfus: 6 dB/Okt sind es schon :)

Höhere Güte -> mehr Spulen- und Kapazitätenverhau ->

mehr Phasenschweinereien :)

vG

Uwe Schmitt schrieb:

Komplizierter. Zunächst solltest Du den Impedanzverlauf des betreffenden Lautsprechers herausfinden, ansonsten kann man eine passive Schaltung nur experimentell ermitteln. Der LS geht mit seinen Eigenschaften in die Weichenkonstruktion ein. Prinzipiell kann durch Parallelschaltung einer Spule zum Lautsprecher eine zusätzliche Dämfung des unteren Bereichs erreicht werden, allerdings bei falscher Dimensionierung auch unerwünschtes Verhalten (->Serienresonanzkreis). Aufwändigere Filterschaltungen haben einen schlechten Wirkungsgrad, da bietet sich eine separate Endstufe mit EQ an, die bekommt man relativ billig. Zusätzlich hat man wesentlicher mehr Einfluss auf den Gesamtklang.

Gruss Udo

Na 6dB/Okt ohne Phasenschweinereien hoert sich doch ganz gut an. Und noch eine Frage: bei conrad.de finde ich bipolare oder Elekrolyt- kondensatoren aber keine bipolaren Elektrolytkondensatoren...

Gruß, Uwe.

Ein Kondensator mit 220 µF ist entweder ein mechanisch sehr großer oder ein Elektrolytsolchiger.

vG

Uwe Schmitt schrieb:

bipolare sind die, die Du suchst. Gibt's bei denen nur bis 100uF -> 2 parallel.

Gruss Udo

DSP. Unendlich steil, theoretisch...

Warum denn das? Ich meine, bei L etwa, doppelte Frequenz gib doppelten Widerstand...

Hallo, Rolf,

Du (rolfnospambombach) meintest am 26.12.03:

War und ist natürlich 6 dB/Oktave ...

Das ist eine andere Baustelle. Irgendwann habe ich das mal für einige simple Kreise durchgerechnet. Also einige spezielle Lösungen, keine (gesicherte) allgemeine Lösung. Aber Du kannst das in jedem Bode-Diagramm nachlesen: jeder Speicher dreht um 6 dB/Oktave, jeder Speicher dreht um 90° (leicht vereinfacht

- bei stark gedämpften Kreisen ist vieles anders).

Viele Grüße! Helmut

Richtig. Deshalb beträgt die Flankensteilheit eines einfachen RC- oder RL-Filters 6 dB/Oktave, sobald Du nämlich so weit von der Grenzfrequenz weg bist, daß das R gegenüber dem X nicht mehr ins Gewicht fällt.

Genauer: Die tatsächliche Filterkurve nähert sich einer Asymptote, die der 6-dB/Okt-Kurve entspricht. Wenn du f logarithmisch aufträgst, ist das freundlicherweise eine Gerade.

Ich meine mich zu erinnern, daß Du aufgrund des imaginären Charakters der X irnkwann nicht mehr arithmetisch rechnen darfst. Und sobald das Ding nennenswert belastet wird, gilt das latürnich auch nicht mehr so einfach.

vG

Durch die Blume wollte ich doch ganz sanfd darauf hinaus. Ganz pingelig gesehen ist es ja 10 pro Dekade, also

6.0206 (grob aufgerundet) dB/Oktave.

Hallo, Rolf,

Du (rolfnospambombach) meintest am 29.12.03:

Akzeptierst Du auch 20 dB/Dekade?

Viele Grüße! Helmut

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