brennendes Windkraftrad Nordex S-77

Hier in der Gegend ist gerade ein Windrad abgefackelt:
http://www.badische-zeitung.de/fotos-vom-brennenden-windrad
Vermutlich ist's das genannte Nordex S-77 mit 1.5 MW und 90 m Nabenhöhe.
Baujahr 2005 <http://www.lahr.de/sixcms/media.php/7/2009_Exkursionsfuehrer_Windenergie_Ziel_1.pdf
Die Feuerwehr sperrte weiträumig ab und ließ es unter Kontrolle abbrennen.
Scheint ein seltener Defekt zu sein, hoffe ich.
Schönen Gruß Martin
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Martin ?rautmann schrieb:

Hallo,
da brannte ein Flügel und ist dann sogar abgestürzt. Ob da das Lager heißgelaufen ist und dann den Flügel entzündet hat?
Bye
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On Thu, 26 Sep 2013 12:13:37 +0200, Uwe Hercksen wrote:

Lager, Generator, Elektronik, da kann's diverse Ursachen geben. Von da aus wandert das Feuer dann sehr schnell nach oben zum obersten Rotor - bis der dann abknickt und abfällt.
Bis dahin kann die Feuerwehr nur zusehen.
Sachverständige haben sich das wohl schon angesehen.
Schönen Gruß Martin
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Gerne auch akuter Schaden oder latente Vorschädigung durch Blitzschlag.
-ras
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Ralph A. Schmid

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Am 26.09.2013 13:08, schrieb Martin ?rautmann:

Warum eigentlich? Gibt es keine Löschmittel oder ist es schon zu spät, sobald man es bemerkt? Brennende Motoren hben einen besonderen "Duft", der nicht unbedingt ungiftig ist.
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Thorsten Klein wrote:

Wenn sowohl Bremse als auch Feathering der Fluegel nicht mehr funktionieren, weil die entsprechenden Hilfsmittel schon zu weit abgefackelt sind, erzeugt die Anlage weiterhin elektrische Energie. Das kann man u.U. nicht stoppen, bevor alles runterkracht.
D.h. man wuerde das Spezialloeschmittel reinpusten, das Feuer geht aus, nur um in ein paar Minuten wieder zu entfachen. Aber dann ist das Loeschmittel alle.
Ist aehnlich wie bei einem in Brand geratenen Flugzeugmotor. Wenn Du den Propeller auf der Seite nicht mehr verstellen kannst, wird der vom notwendigen Luftstrom angetrieben. Gegen das fast festgegangene Lager oder was immer kaputt ist und zum Brand gefuehrt hat. Dann heisst es entweder schnell irgendwo landen oder mit dem Fallschirm raus. Ehe die spritgefuellte Tragflaeche explodiert, unter der der Motor haengt.
--
Gruesse, Joerg

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Hi, Du könntest auch den dortigen Tank auffüllen bis zum Eichstrich...dann entfällt die Explosion. Sofern die Spritpumpe steht, kann ja sooviel Brennbares nicht dran sein am Motor. Und alles ist luftgekühlt...
--
mfg,
gUnther
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gUnther nanonüm wrote:

Motoren pflegen kaputtzugehen, wenn man schon einige zig Meilen geflogen ist. In 8000ft Hoehe ist es ein wenig knifflig, eine Tankstelle zu finden. Es sei denn, man hat einen sehr guten Draht zur Luftwaffe, kann mit seiner fliegenden Kiste auf die Geschwindigkeit eines fetten Jets beschleunigen und hat einen Auffangkorb fuer den Ruessel.
--
Gruesse, Joerg

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Hi, tja, Amiflieger sind wohl sparsamer ausgerüstet...in den meisten Fliegern mit Flächentank gibts Pumpen, um etwa Gewicht zu verlagern, zu "trimmen". Dazu wird auch Sprit umgepumpt. Ist der betreffende Flächentank fast voll, bleibt er gut gekühlt, seine Fläche ist viel zu groß, als daß er auf Siedetemp käme bloß wegen eines brennenden Motors. Explodieren tut ein fast leerer Tank, wenn ein Funke reinkommt oder eine Stelle glüht. Schwappt genug Sprit darin, passiert das nicht. Oder nur in Holliwutt.
Auch sollte man schön horizontal fliegen und damit den Tankboden "naß halten", dabei hohes Tempo machen. Dann wehts den Motor bald aus. In den Anfangs-Sekunden des Motorbrands ist der auch noch weitgehend kalt, da lohnt eine kurze Vollgasphase ohne Spritzufuhr, das lutscht die Leitungen leer.
--
mfg,
gUnther
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gUnther nanonüm wrote:

Jo, wenn der Motor am Fackeln ist, nimmt man sich genuesslich Zeit und pumpt erstmal um. Worauf sich auch noch CG heftig zu der Seite verschiebt, was laut POH u.U. ueberhaupt nicht zulaessig ist. Wenn man schon 70-80% der Strecke geflogen ist, stellt man dann frustig fest, dass gar nicht genug Sprit da ist um den Tank voll zu bekommen. Grandiose Idee.
Lustig ist es auch, wenn der Tank vom brennenden Motor undicht wird und dann literweise 100LL Sprit auf den brennenden Motor laeuft. Toll.

ROFL!
--
Gruesse, Joerg

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Hi, genau. Das passiert dann, wenn man so vorgeht, man rollt auf dem Boden aus und lacht. Nur die nach Deiner Methode in midair detonieren, die purzeln in vielen kleinen Stückchen und schlagen hart auf. Aber ich vergaß, in QAmiland werden die Flugzeuge ja stets so gebaut, daß die Spritventile automatisch voll-auf gehen, sobald der Motor brennt. Und dort brennen Motore insbesondere an Stellen, wo nix brennbares ist. Vermutlich kleben die Techniker vorm Start Grillanzünder zwischen Spritleitung und Krümmer.
--
mfg,
gUnther
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Joerg schrieb:

Schalter in der MS-HV aus und gut ist. Wenn das nicht geht: Übergabetrafo zum Netz ausschalten. Dann ist Schicht im Schacht (vorher natürlich die Umschalt- automatik blockieren).

Die Feuerwehr hat eigentlich immer genug dabei. Und wenn's nicht reicht wird nachgeordert. VG Jörg
--
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Joerg Bradel wrote:

Wie kriegt man denn die Kurzschluesse da oben in der Nacelle weg? Der Generator wird aufgrund der sich weiter drehenden Fluegel immer weiter nachschieben, bis entweder er oder die Fluegel abgefackelt sind.

Wie bekaemen die das fein gezielt in 100m Hoehe in den brennenden Generator? Zumindest bei uns daf man nicht ohne weiteres mit jedem der Mittel einen Schaumteppich auf dem Wald darunter lassen.
Es wuerde eh nicht viel helfen, weil der Feuerherd tief in der Nacelle sitzen kann und immer wieder entfacht.
--
Gruesse, Joerg

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Am 04.10.2013 02:16, schrieb Joerg:

Der STAATSanwalt kennt schon die richtigen §§en, um das Problem zu lösen. Zumindest strafrechtlich, die Schuldzuweisung betreffend.
Der Rest ist nur Nebensache für die arbeitenden Proletarier.
GL
--
Nach meiner Erfahrung liegt der Haken in der Verpfaffung der ganzen
Gesellschaft: lauter Pfaffen und keine Gläubigen mehr. Alle zeigen mit
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Hi, sooviele Stellen für Kurzschlüsse gibts da garnicht. Der Generator kann ausgekuppelt werden, meistens. Die Flügel sind windwärts in Sicherheit, bis die Nabe durch den Generatorbrand auf Schmelztemp von Fiberglas kommt, vergehen einige Sturmjahre...schlimmstes Szenario wäre, wenn der Generator festgeht...je nach Wind gefährlich für den Rotor. Aber solange es eine Überlastkupplung und konstruktiv keinen Grund dafür gibt? Die Dauermagnete im Generator etwa haben eine Curie-Temp weit unterhalb der Feuerstemp, für die gelöscht werden muß. Der liefe also schon lange im Freilauf, bevor es qualmt.

Man füllt den Raum mit Halon...

Wieso? Solange der Hohlraum weitgehend luftdicht ist, reicht eine Schutzgasfüllung und ein Mann im Schutzanzug. Es gibt ja nix brennbares außer der Elektronik und etwas Schmiermittel da oben, der Mann kann also auch bei Feuer hinein und z.B. gezielt nachkühlen. Meist dürfte es nur eine glühende, rauchende Bremse sein.
--
mfg,
gUnther
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Am Fri, 4 Oct 2013 19:06:27 +0200 schrieb gUnther nanonüm:

Die Gondel ist aber nicht luftdicht. Eine gewisse Luftdurchströmung ist zur Kühlung erwünscht.

Im Getriebe gibt es etliche Liter Hydrauliköl, dazu einen Ölkühler und eine Umwälzpumpe. In den Verbindungen gibt es einige Gummischläuche, die bei Feuer undicht werden können und das Öl freisetzen. Die Gondel selbst brennt bei entsprechenden Temperaturen ebenfalls gut. Das da bei einem richtigen Feuer noch jemand raufgeht möchte ich bezweifeln.

Die häufigste Brandursache dürfte ein Blitztreffer sein.
Gruß Lennart
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Lennart Blume wrote:

In Gunther seiner Traumwelt gibt's das alles nicht.

Eher nicht. Propellerblattdefekte, Fehlverhalten der Bremse, Getriebeschaeden, Mastschaeden, und so weiter:
http://www.firerescue1.com/fire-attack/articles/1306390-3-wind-turbine-failures-firefighters-must-know/
Manchmal ist die Wartung und auch das Design selbst schlampig. Irgendwo im Web habe ich ein Video gesehen, wo sich jemand unten an die Masten stellte und jeweils das Gerausch aufnahm. Bei einer (baugleich mit den anderen Windturbinen) hoert man ein lautes mahlendes Geraeusch, klang total ungesund. Da fragt man sich natuerlich, warum das nicht elektronisch erfasst wird und diese Turbine in den Auto-Shutdown geht. Sowas ist heutzutage technisch kein Problem und billig zu machen.
Haette man sowas in Zuegen eingebaut, wuerden 101 Leute, die 1998 in Eschede starben, heute vermutlich noch leben.
--
Gruesse, Joerg

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Joerg wrote:

Unnötig, da ragte ein abgewickelter Radreifen für alle deutlich sichtbar aus dem Waggonboden, man hätte den Zug nur früh genug anhalten müssen. Aber der Zugbegleiter mußte sich ja erst persönlich von der Störung überzeugen. Ganz nach Vorschrift. War?s nicht so? Ich les es jetzt nicht nach ?
vG
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Ja, weil eine Pfeife von Fahrgast nicht den Mumm in den Knochen hatte, den dämlichen roten Griff zu ziehen :-(((
Hallo?! Wenn ein Eisentrumm aus dem Boden schießt, dann gehe ich den Zugchef suchen? Im Leben nicht, dann wird gebremst, was das Zeug hält, und der Wagen gewechselt, nix wie weg.
-ras
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Ralph A. Schmid

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Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:

Pech. Der Wagen, in dem der saß (sowohl der Reifen als auch der ihn gesehen Habende), war einer, dem nix passiert ist, WIMRE.
vG
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