Elektroinstallation im Kalkputz

[Xpost de.rec.heimwerken, f'up de.sci.ing.elektrorechnik]
Hallo,
was ist bei Elektroinstallation im Kalkputz zu beachten?
Ich befuerchte, der stark alkalische Putz greift die Isolation von NYM-Kabeln an. Installation wird daher wohl im Leerrohr erfolgen.
Das Leerrohr selbst wiederum wird wohl mit Nagelscheiben provisorisch fixiert, abschnittsweise eingeputzt und die Scheiben wieder entfernt? Elektrikergips sollte in Kombination mit Kalputz wohl besser vermieden werden.
Sagen die Normen von VDE/DIN speziell was zu Kalkputz? Manchmal findet man speziell bei Metallteilen Hinweise auf deren Nicht-Eignung im Kalkputz. Konkret wird die Problematik aber wohl meist ignoriert.
Schoenen Gruss Martin
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Martin Trautmann wrote:

Statt Iso-Rohr lieber NYY nehmen. Ansonsten geht die Belastbarkeit so runter. Gruß Christoph
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On Tue, 20 Mar 2007 16:57:09 +0100, Christoph. Hensel wrote:

Hm, stimmt - an Erdkabel hatte ich noch nicht gedacht.

Hm, guter Aspekt - an die verschlechterte Kuehlung hatte ich erst mal nicht gedacht. Wie belastbar sind 1.5 und 2.5 mm^2 als NYM bzw. als lose Einzeladern im Riffelrohr bzw. im glatten Rohr?
Schoenen Gruss Martin
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Liebe deutsche Kollegen, kommt's zurck auf den Fuboden! Ich biete Tabelle Leitungsbelastbarkeit fr Verlegearten B1 und C: 1,5mm2 Ib=17A bei B(1) und bei C 19A 2,5mm2 Ib= 24A, bei C 27A 4mm2 Ib= 32A, bei C 36A.
Bei 3 belasteten Adern sinkt die Sache auf bei 1,5mm2 15 bzw. 17A, 2,5mm2 21 bzw. 24. usw.
Kurz: wenn man nicht mit roher Gewalt an der obersten Belastungsgrenze auslegt und unbedingt den Herd mit 5x1,5mm2 anschlieen will ist die Verlegeart sch*egal!
Mein Beruf ist es, nach der Norm auszulegen und dem Stand der Technik entsprechend, und da wird sowieso fr Steckdosenkreise ausnahmslos 3x2,5mm2 und fr Drehstromanschlsse 16A 5x2,5mm2 verwendet, Lichtstromkreise 1,5mm2 mit B13A! Ein Privathaus ist natrlich kein Grobau, aber gar so knausern mu man nicht einmal bei den aktuellen Kupferpreisen! (und nein, die Neigung lieber den nchstgreren Querschnitt zu whlen habe ich nicht erst durch den Beruf als E-Planer). Verwendet man brigens nicht die Tabelle mit der Leitungsbelastbarkeit, sondern die Tab. II/2-5 Zuordnung von berstrom- Schutzeinrichtungen zu Leitungen und Kabeln in Hausinstallationen und in Anlagen mit vergleichbaren Anforderungen unter festgekegten Bedingungen aus der sterr. TAEV so gleicht sich die Sache bei 1,5mm2 und 2,5mm2 sowieso vllig aus! Erst bei 4mm2 sinkt die Belastbarkeit von 35 auf 25A.
sg Ragnar
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On 20 Mar 2007 12:34:27 -0700, Ragnar Bartuska wrote:

Ich kenne nur die Rasterwerte abgeleitet aus DIN VDE 0298-4/1988 bei drei belasteten Adern: B1: Einzelader im Leerrohr:     16 A (1.5 mm^2), 20 A (2.5 mm^2) B2: Mantelleitung im Leerrohr:     16 A (1.5 mm^2), 20 A (2.5 mm^2) C: Mantelleitung Unterputz     16 A (1.5 mm^2), 25 A (2.5 mm^2)
Sieht so aus, als waeren die 16-A-Werte wieder mal so hingebogen worden, dass sie eher den Installationsanforderungen genuegen als den mathematischen Grenzen.

Die 13A-Stufe ist faktisch fast nie in D anzutreffen - die Regel scheint 16A zu sein. Bei 10A-Sicherungen kommen schon die kritischen Anfragen, was an der Leitung defekt sei.
Dennoch halte ich in der Regel die 1.5 mm^2 fuer meist ausreichend.
Schoenen Gruss Martin
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Unter 18 m. BTW: ² = [ALT+253]
Lutz
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On 21 Mar 2007 15:01:31 GMT, Lutz Illigen wrote:

nö, ² ist Compose+^+2, so wie ö ein Compose+"+o ust,
Selbst das funktioniert nur bei geeignetem Terminal-Setup und entsprechender Tastatur.
^2 ist die IMHO richtiger Darstellung im Verqleich zu qmm o.ä.
Schoenen Gruss Martin
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Soweit ich wei nicht, ist aber trotzdem eine ausgsprochen weise Idee.

Nagelscheiben? Kenne ich nicht. Hier wird Rohr entweder mit 100erngeln schrg eingeschlagen oder mit alten Schraubenziehern befestigt, mit kleinen Gipspflastern angeheftet und wenn die angezogen haben werden die Ngel oder Schraubenzieher wieder rausgezogen. Beziehungsweise schmieren viele Elektriker gleich Gips in den "Graben" und drcken den Schlauch nur hinein.
Also solange der Kalkputz (bzw eher die Mauer) trocken ist, ist das kein so groes Problem, frher (im spten 19. und weit ins 20. Jahrhundert hinein) wurden ganze Schlitze in Kalkputz zugegipst. Gibt ja sogar Gips-Kalk-Putz.

Kann ich als sterreicher nix dazu sagen.
sg Ragnar
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Mir ist nichts bekannt. Wie definierst du einen Kalkputz?
Nym darfst du auch in stark alkalischen oder sauren Umgebungen einsetzen. Da spricht nichts dagegen. Wenn da wirklich alkalische Dmpfe ausdnsten werden allerdings die Klemmen und Steckdosenkontakte korrodieren. Dann kannst du da aber auch nicht wohnen.
mfG Thomas Richter
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On 20 Mar 2007 14:40:59 -0700, Thomas Richter wrote:

Luftkalk oder Kalkhydrat (Calciumhydroxid) auf ca. drei Teile Sand, all das zementfrei

Es ist wohl doch ein Unterschied, ob man direkten Kontakt hat oder Luft dazwischen ist - ausduensten soll eigentlich nichts.
Schoenen Gruss Martin
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Hallo,
im Stahlbeton schützt der alkalische Beton den Stahl vor Rost, wenn dann viel saurer Regen einwirkte rostet es schliesslich doch. Hast Du Dich da bei der Korrosion unter Einwirkung alkalischer Dämpfe nicht vertan, meintest Du nicht saure?
Bye
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On Wed, 21 Mar 2007 15:17:20 +0100, Uwe Hercksen wrote:

Ja, sorry, dass ich das nicht klar formulierte: Kalkputz ist sauer. Von Daempfen war nicht die Rede.
Schoenen Gruss Martin
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Martin Trautmann schrieb:

Ganz sicher nicht! Der ist stark alkalisch.
Gruß Dieter
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On Wed, 21 Mar 2007 15:57:43 +0100, Dieter Wiedmann wrote:

Richtig, Cancel war schon raus, Martin
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On Wed, 21 Mar 2007 15:17:20 +0100, Uwe Hercksen wrote:

Calciumoxid (gebrannter Kalk) ist stark aetzend. ph-Wert: 12-13. Calciumhydroxid (Kalkhydrat, geloeschter Kalk) ist noch immer aetzend, ph-Wert aber unbekannt.
Ich hatte mal gedacht, Kalkputz waere sehr sauer und daher schimmelabweisend - es scheint aber noch immer ein hoher (also alkalischer) ph-Wert vorzuliegen.
Von Daempfen war eigentlich nicht die Rede - es geht um den direkten Kontakt von Kabelisolation im Putz.
Schoenen Gruss Martin
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Martin Trautmann schrieb:

Das tut einem als Chemiker in der Seele weh.
Gruß Dieter
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On Wed, 21 Mar 2007 16:17:03 +0100, Dieter Wiedmann wrote:

Dafuer hat man ja die Chemiker, die sowas dann richtigstellen koennen, Martin
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Moin Martin!
Martin Trautmann wrote:

Nu ja, Kalkputz ist nict stark, sondern leicht alkalisch. Immerhin besteht der zu min. 3/4 aus Sand...

Klar, kann man machen. Ich mache das nicht, weil ich keine Lust habe, 4 m hohe, aber nur halbsteinige Waende nennenswert zu schlitzen.

Zumindest im "Hoesl" fand ich nichts dazu.

Ich fand das bisher nur bei Geraete- und Verteilerdosen. Allerdings fand ich noch _nie_ den Hinweis, irgend etwas sei speziell geeignet fuer Kalkputz. Schon komisch...

Ich mache das konkret so :-) Zu Deiner Beruhigung: ich habe hier gerade NYM aus einigen Waenden gebuddelt, das etwa 15 Jahre in Kalkputz lag. Sah aus wie neu, fuehlte sich an wie neu.
Gutes Gelingen & Gruesse aus der Wesermarsch
Ralph
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