Frage zu Solaranlage

Mar 21, 2013 362 Replies

Falk Dµeßßert schrieb:

Wirklich? Das meiste ist allenfalls in der Konzeptionsphase, und das meiste davon wiederum betrifft Forschungsanlagen. Bestehende Spallations- anlagen dazuzuzählen halte ich für einen Bluff.

Offenbar eignen sich praktisch nur abgebrannte Brennelemente, der restliche "Atommüll" enthält zu wenig Material.

Das eine oder andere Nuklid vielleicht, der Effekt insgesamt ist viel geringer. Viele Konzepte beinhalten das Zuspeisen von Thorium oder gar MOX um die Energie und Neutronen zu liefern.

Der eigentliche Knackpunkt ist, dass die ganze Aktinidenchemie (AKA Wiederaufarbeitung) integraler Bestandteil des Konzepts ist.

Problematisch ist dabei, dass die Transmuter selber zum Atommüll werden, sodass eine weitere Generation sekundärer Transmuter hingestellt werden muss, um die ersten zu verdauen.

Auch kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, Rubbia möchte sich hier ein Denkmal setzen, respektive, dafür sorgen, dass seinem Hobby, dem Beschleunigerbau, auch in Zukunft reichlich Mittel bereitgestellt werden. Seit er den Nobelpreis für Organisation gekriegt hat, hält er sich irgendwie für ein Universalgenie.

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Jeder Vernünftige Reaktor lässt sich zuverlässig abschalten.

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Rolf Bombach schrieb:

Ansichtssache - die Energie, die man reinsteckt, wird auf die eine oder andere Art immer zu Wärme, und daraus läßt sich Dampf und damit Strom machen; es ist bloß die Frage, ob das eine positive Energiebilanz hat, also netto noch was rauskommt (oder gar - unwahrscheinlich - die Sache auch noch ökonomisch wird, also die Stromeinnahmen die Betriebskosten decken).

Es bleibt so ziemlich nichts wirklich unbeeindruckt davon, wenn man Neutronen draufbrezelt.

Von nichts kommt nicht. Freie Neutronen sind im Prinzip relativ knapp

- im Reaktor reichen sie "gerade mal so", um die Kettenreaktion aufrechtzuerhalten, also sich selbst zu reproduzieren, und das auch nur mit Tricks: Ohne Moderierung braucht man schon erhebliche Klimmzüge, um einen Kettenreaktion hinzukriegen. Wenn man nun auch noch nennenswerte Anteile des Neutronenflusses abzweigen will, um sie für Transmutation zu "mißbrauchen", dann muß man schon ordentlich ein Faß aufmachen.

Naja, man hat sich wohl eine Art Kreislauf vorzustellen, d. h. das Reaktionsvolumen geht immer wieder durch die Bestrahlungszone, wobei auf der einen Seite "schutziges" Material zugespeist und dafür auf der anderen eine äquivalente Menge "sauberes" (also harmloses oder sehr kurzlebiges Zeug, das sehr schnell ziemlich vollständig abklingt, also HZW bis zu einem Jahr) abgezogen, konditioniert und entsorgt wird - idealerweise sowas, das man sich nach zehn Jahren Abklingzeit unbedenklich aufs Brötchen schmieren oder unbeschränkt als Baumaterial einsetzen könnte.

Man muß über das Problem einfach mal grundsätzlicher nachdenken:

Wir haben zwei Probleme:

  1. hochaktiven, also wärmeerezugenden Atommüll, der für einige hundert Jahre hochaktiv bleibt und danach auch noch ganz ordentlich strahlt, und
  2. weltweit um die 20.000 t proliferationsrelevantes Material (239Pu und 235U).

(3. auch noch den Anfall schwachaktiver Materialien (aktivierte Anlagenteile und Hilfsstoffe sowie Materialien aus der Nuklearmedizin).)

Verbuddeln hat für Plutonium wenig Sinn: Was nützt es denn, wenn es sich mit einer HWZ von 24.000 a in reines und daher voll bombentaugliches 235U umgewandelt hat? Um das zu vermeiden, müßte man es also erst mit der 50-100-fachen Menge DU (relativ reines, also stark abgereichertes 238U) legieren, damit der "Finder" etwas von der Qualität "U_nat" in Händen hält, das er erst einmal anreichern müßte.

Bloß ist die ganze Endlageridee ohnehin kompletter Irrsinn: Es ist nichts als Hybris, unter heutigen Bedingungen für Größenordnung e6 Jahre planen zu wollen. Das höchste der Gefühle ist doch die forsttypische Umtriebszeit von wenigen (

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