gemessene Leistungsaufnahme

Hallo,
ich habe ein Leistungsmesser, den habe ich in eine Steckdose gesteckt und
daran eine Mehrfachsteckdose. Dann habe ich folgendes gemessen:
- WLAN Router ausgeschaltet 11W
- Computer ausgeschaltet 13W
- Router und Computer gleichzeitig, beides ausgeschaltet 11W
Koennen ausgeschaltet Geraete wirklich soviel Leistung ziehen? Wenn ich
beide Geraete zusammen messe haette ich 11+13=24W erwartet, warum messe ich
nur 11W?
Zugegeben, es ist ein billiges Messgeraet vom Discounter es kommt mir auch
nicht auf 10% an aber die Werte verwundern mich schon. Messungen von
einfachen Lampen kommen grob hin, sprich W Wert der Lampe und was das
Messgeraet anzeigt ist fast identisch.
Danke!
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Hugo
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Du hast, im Gegensatz zu Deinem Discounter, die Scheinleistung entdeckt. Herzlichen Glückwunsch.
B
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Bernd Stolle
Hallo,
Hugo schrieb:
womit bewiesen wäre, dass sich das Gerät im allgemeinen nicht zur Leistungsmessung eignet. Es zeigt nur Zahlen an. Das kann meine Uhr auch.
Realistisch betrachtet dürfte der Router ausgeschaltet eher ein drittel haben. Bei PCs ist es stark unterschiedlich. Der ATX-Standby ist im NT sehr unterschiedlich effizient implementiert, und die Mainboards versorgen zum Teil ganze Baugruppen bis hin zu externen USB-Geräten aus der +5V Stand-By. Der Verbrauch variiert deshalb so in der Größenordnung 3-20W.
Weil das Gärät nicht mit Wechselstrom und den sich daraus ergebenden Untiefen umgehen kann. Konkret funktioniert es ausschließlich mit sinusförmigem Strom der noch dazu in Phase zur Spannung liegen muss. Auf gut deutsch ausschließlich mit Glühlampen und Radiatoren. Bereits bei ESLs wird es problematisch und bei Leuchtstoffröhren mit KVG kommt schon nur noch Unsinn heraus. Es gibt nur zwei sinnvolle Weiterverwertungen für solche Geräte: Retoure oder Wertstoffhof.
Siehe oben. Die Werte sind eher um 100% falsch. Es handelt sich /nicht/ um ein /Leistungsmessgerät/. Es wird lediglich Strom und Spannung gemessen, gemittelt und multipliziert. Das funktioniert nur wenn U(t) ~ I(t) /und/ sqrt() = / 0,9 [= RMS]. Noch räudigere Implementationen verwenden vielleicht sogar die Spitzenwerte. Das ist dann noch ein bisschen falscher :-)
Meine Rede.
Alles was man als Privatmann gegen solchen Elektroschrott mit Preisschild tun kann, ist, wenn man den Mangel erstmal erkannt hat, die Retourenquote hoch halten und das Gerät mit Herkunft, Marken- und Gerätebezeichnung sachlich schlecht machen. Über kurz oder lang eilt den Geräten die schlechte Reputation voraus. Die Sprache wird zumindest von den Händlern verstanden. Allerdungs begegnen die Hersteller dem wohlbekannten Risiko natürlich mit möglichst kurzen Produktzyklen.
Ich kann nur empfehlen elektronische Geräte ausschließlich dann zu kaufen, wenn ein guter Ruf ermittelt werden kann. Damit sind sämtliche 'Eintagsfliegen' schon mal raus und das Risiko, Schrott zu erwischen, ist zumindest deutlich reduziert. Allerdings sollte man vorsichtig mit zensierten oder gar gekauften Bewertungen mancher Verkaufsportale im Netz sein. Das Usenet hingegen ist ziemlich unabhängig, wenngleich die Urteile natürlich immer subjektiv sind.
Marcel
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Marcel Müller
Hallo Marcel, ich benutze z.Z. ein Ger=E4t von ELV, das zwar Scheinleistung, nicht aber Oberwellen ber=FCcksichtigt. Kennst Du denn ein Ger=E4t, wwelches eine "echte" Leistungsmessung durch Bildung der Produktsumme macht und unter 50 EUR kostet? Andererseits w=E4re ein solches Ger=E4t vielleicht sogar zu gut, da es einem meistens gar nicht auf "echte" Leistungsmessung ankommt, sondern man will wissen, wieviel man bezahlt. Und Ferraris-Z=E4hler kommen m.W. auch nicht besonders gut mit Schaltnetzteilen zurecht. Gruss Harald
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Harald Wilhelms
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Harald Wilhelms schrieb:
Ferraris-Zähler ;-)
Updaten. D.W.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz
Marcel Müller schrieb am 13.07.2008 10:25: ...
Gut, weiterhin kann man vieles empfehlen nicht zu kaufen...
...sehr schön, zu *welchem* Gerät würdest du denn raten, wenn jemand im Haushalt öfter (also nicht: geht zu Verleihnix) so etwas messen möchte (ca. +/- 5...10% reichen völlig) ohne für das Meßgerät größere dreistellige oder gar 4-stellige Summen auszugeben?
Das ist keine typische usenet-Preudofragen-Provokation sondern eine tatsächliche Frage, die natürlich auch gern jeder andere beantworten kann.
Größere/längere Messungen im Haushaltsbereich mache ich mit einem Wechselstromzähler, hinreichend genau und sehr preiswert. Etwas für kleinere Leistungen und/oder kürzer Meßzeiten wäre nicht schlecht.
Thomas
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Thomas Einzel
Mein EKM 265 zeigt auch bei geringen Leistungen relativ genau und kann, im Gegensatz zu manch anderem Gerät, Wirkleistung zeigen. Freilich traue ich dem - bei sagenwirmal
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Bernd Stolle
Hallo, Thomas,
Du (Usenet-2008) meintest am 13.07.08:
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Wechselstrom-Zwischenzähler Details: Ideal zur separaten Verbrauchserfassung von Wohnungen, Werkstätten, Heizungen, Maschinen usw. Gebraucht, nur für den privaten Gebrauch verwendbar. Betriebsspannung 220/230 V~, Betriebsstrom 10(40) A. Best.Nr. 550 046 8,95 EUR -------------------------------------
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WECHSELSTROMZÄHLER MIT ZWISCHENSTECKER Artikel-Nr.:622508 - LN 18,50 Euro
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FIN 7E.13.8 230V :: Elektronischer Energiezähler 1 Phase 5 (32) A Produktbeschreibung: Elektronischer Energiezähler 1-Phasen Wechselstrom Breite 17,8mm geeicht Hersteller: FINDER Artikelnummer des Herstellers: 7E.13.8.230.0010 Verpackungsgewicht: 0.084kg Artikel-Nr.: FIN 7E.13.8 230V 74,60 Euro
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen
Helmut Hullen schrieb am 13.07.2008 15:00:
...
...
Helmut? du hast: "Größere/längere Messungen im Haushaltsbereich mache ich mit einem Wechselstromzähler, hinreichend genau und sehr preiswert. Etwas für kleinere Leistungen und/oder kürzer Meßzeiten wäre nicht schlecht" überlesen? Oder warum wolltest du mir sonst etwas empfehlen was ich bereits nutze?
Thomas
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Thomas Einzel
Hmm, aber ob dieses Ger=E4t einen Multiplizierer enth=E4lt, weisst Du wohl auch nicht!? Um kleinere Leistungen zu messen, habe ich =FCbrigens in mein ELV-Ger=E4t einen zweiten Shunt eingebaut. Ich darf jetzt nur nicht vergessen, die Ergebnisse durch 10 zu teilen. Gruss Harald
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Harald Wilhelms
etwas ot: Kürzlich hätte ich bei einem Kunden beinah eine Farbwaage zer- trümmert :-( Der hat mir "geeichte" Pflastersteine hergebracht und ich Dödel habe nicht mitgedacht. So ein Stein hat üblicher- weise ein Gewicht von 5-12 kg und er hat sie mit 1-2 kg be- schriftet. Da hat er seine Waage pfundig gestellt gehabt ("was heißt denn lb"?) und den Dezimalpunkt um eine Stelle ver- schoben ("14 kilo, das kann nicht stimmen")
MfG
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Franz Glaser (KN)
Harald Wilhelms schrieb:
[EKM265]
Hat es. Irgendwo gibts auch noch den Schaltplan bei Conrad, hab ich schon vor Jahren mal einen Link gepostet, hat vor kurzem auch noch funktioniert. Such mal via Google-Groups nach Beiträgen von mir mit 'EKM265'.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Hallo, Thomas,
Du (Usenet-2008) meintest am 13.07.08:
Weil diese Geräte am ehesten zuverlässig sind (wenn auch nicht unbedingt komfortabel, weil sie eine längere Betriebszeit und ein wenig Rechnerei erfordern). Aber nur die Ferraris-Zähler (und die vergleichbaren Digitalmessgeräte zum Einbau in Verteilungen) liefern die Werte, die auch Dein Versorger später abrechnet.
Bei kleinen Leistungen dürfte sich das Messen nicht rentieren, ausser Du bist Hersteller solcher Geräte.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen
Irgendeinem Vorgänger des Gerätes hatte ich vor langer Zeit auch einmal (ich finde es gerade nicht, kann sein, es ist schon entsorgt) - das war erst ab einer gewissen Leistung (IIRC 1 oder 2 oder 3 Watt o.ä.) zu gebrauchen, darunter zeigt es gar nichts an. Die offenbar aktuelle Version
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zeigt auch erst ab 1,5W an.
Um die elektrische Arbeit z.B. eines Routers zu ermitteln kann ich ihn 1 Woche an den Zwischenzähler hängen, bei 10W kann man ca. 1,7 kWh noch halbwegs ablesen, größeres Gerät wie Gefrierschränke usw. erst recht. Zum aufspüren von kleineren aber ggf. zu hohen standby Leistungen ist die Methode eher weniger geeignet, mit dem o.a. Gerät wäre z.B. nur die Aussage "ja, kleiner als 1,5W" möglich - passt für meine Zwecke nicht.
Jemand mit einem Vorschlag? Wirkleistung reicht, es muß keine Arbeitsmessung sein. Die Messung darf ruhig rustikal sein.
Thomas
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Thomas Einzel
Hallo, Thomas,
Du (Usenet-2008) meintest am 13.07.08:
[...]
10 W ist 1/300 der maximal erlaubten Leistung an einem üblichen Wechselspannungs-Strang. Das ist unterhalb der Auflösung aller Messgeräte, die auch (und insbesondere) die maximale Leistung über längere Zeit messen können.
Wenn Du partout Gewissheit bei Kleinverbrauchern haben willst, dann musst Du mehrere parallel schalten. Ist bei Routern allerdings kein wirtschaftlich akzeptabler Ansatz.
Ein Zwischenzähler mit Ferraris-Laufwerk läuft bei einer einzelnen kleinen Last eventuell gar nicht erst an - da taugt auch dieses Messgerät nicht.
Mag sein, dass Du mit einer Grundlast (z.B. Glühbirne, klassisch) den Zähler erst mal zum Drehen bringen musst.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen
Helmut Hullen schrieb:
Dann hängt man halt einen Stromwandler dran, verkehrtrum.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Hugo schrieb:
Das Gerät scheint offenbar besser als 0.5 % zu sein. Vom Skalenendwert, welcher eventuell bei 10 A Belastung liegt. Es ist IMHO vorallem bezüglich der Dynamik am Anschlag. Egal woher, Nullpunktsungenauigkeit oder Drift, Digitalisierungsfeinheit usw. Ich hab juxeshalber auch so ein Billigding, es scheint zwischen 0 W und 2.4 W keine Zwischenstufen zu kennen. Hat das Gerät auch eine Anzeige des Stroms u/o von cos_phi?
Ich persönlich verwende Ferrariszähler aus Fernwarten; da ist der Skalenendwert bei 5A. Den Wandlertrafo lasse ich weg. Messungen unter 10W traue ich aber trotzdem nicht.
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Rolf_Bombach
Moin,
Rolf_Bombach schrub:
Ist dir ernsthaft im letzten Jahrhundert irgendwo mal ein Messgerät begegnet, welches eine Ungenauigkeit von x% vom Skalenendwert hat? nun gut, wenn du absichtlich den Nullpunkt auf x% des Skalenendwertes verschiebst, dann ja.
Ich habe hier ein Multimeter, welches z.B. beim 200mA-Messbereich ohne dass man irgendwas anschließt zuverlässig +/-1mA anzeigt. Hat das Gerät deswegen eine Genauigkeit von 0.5%? Glaube ich nicht, bei einem Multimeter für 9,99DM.
In diesem Fall liegt es sicher eher an der nicht-sinusförmigen Stromaufname der Verbraucher.
CU Rollo
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Roland Damm
Moin,
Thomas Einzel schrub:
*G* ja man kann von vielem abraten. Ich frage mich dann immer nur, wie die Leute die sowas erzählen, dann beim Umzug die neue Wohnung mit der Feinmessschraube ausmessen oder die interferometrische Lasermessbank aufbauen, nur um zu ermitteln, wie groß der Teppich eingekauft werden muss...
Ich plädiere eher dafür, dass der Benutzer eines Messgerätes dessen Eigenarten und Beschränkungen kennen sollte. Bei genügend Sachverstand kann man auch mit begrenzten Messmitteln gute Ergebnisse erzielen, bei mangelndem Sachverstand kann man jedoch auch mit beliebig teuren Messmitteln oder Werkzeugen Mist produzieren.
Man müsste mal nachrechnen, bis wohin man mit einem Filter was machen kann, also eine Kondensator/Spule-Kombination die die das Gerät störenden nicht-sinus-Anteile des Stroms herausfiltert. Natürlich nur die höheren Frequenzen, denn tiefere als 50Hz kommen nicht vor b.z.w. werden als nicht konstante Leistungsaufname bezeichnet und den Fall kann man getrost ignorieren.
CU Rollo
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Roland Damm
Hallo,
Harald Wilhelms schrieb:
Jein. Also ich kenne Geräte, die das richtig machen und sie kosten ganz sicher >50?, aber mich kosten sie nichts, weil man sie sich für eine Woche kostenlos beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann.
Das ist aber etwa das gleiche.
Das halte ich für ein Gerücht. Die Genauigkeit lässt natürlich etwas nach, aber prinzipielle Probleme hat er mit nichtsinusförmigen Strömen und auch Spannungen nicht. Ok, 'besonders gut' kommen sie nicht damit klar, aber das ist hier wohl eher irrelevant. Außerdem dürfte der Zähler nur in den seltensten Fällen nur mit einem Schaltnetzteil belastet sein. Damit dürfte Die extreme Kurvenform eines Gleichrichters ohne PFC in den meisten Fällen schon einigermaßen verschliffen sein. Der Plunder, der mittlerweile als Leistungsmessgeräte verkauft wird, spielt jedenfalls in einer ganz anderen, niedrigeren Klasse.
Marcel
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Marcel Müller

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