konventionellen PKW auf Elektro-Auto umrĂŒsten

Hallo,
neulich kam was im TV, da rĂŒstete einer einen normalen PKW auf Elektro um, indem der den Sprit-Motor am Getriebe durch einen E-Motor ersetzte und ein
paar Akkus in den Kofferaum packte.
Welchen E-Motor nimmt man dafĂŒr? Der kaum wohl auf 250V.
Über KapazitĂ€t und Reichweite wurde leider nix erzĂ€hlt.
Was glaubt Ihr wÀre bei einen Golf III möglich?
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Warum nicht, nur was kostet die Zulassung? Gruß Thomas
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On Sat, 6 Jun 2009 22:03:39 +0200, "Thomas Petersen"
Soviel wie eine Einzelabnahme beim TÜV. ;-)
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Gibt etliche solche Bastelprojekte. Und auch einige Firmen. Z.B.
in Deutschland http://www.elektroauto-forum.de/Kleinanzeigen/index.php?id=6
in Polen http://www.elektroauto-forum.de/Kleinanzeigen/index.php?id (6

Kommt auf's Budget an. ;-)
Die Alternative könnte sein, du besorgst dir ein Elektro-Auto vergangener Jahre: http://www.elektroauto-forum.de/Kleinanzeigen/index.php?katnr=1&site=kategorie
Z.B. einen Golf III Citystromer: http://www.elektroauto-forum.de/Kleinanzeigen/index.php?id 5
Ralf
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Hallo,
Christian Wied wrote:

was ist den die Intension dahinter? Also, wenn das Fahrzeug nicht in gerade geschlossenen RĂ€umen betrieben werden soll, fĂ€llt mir spontan kein vernĂŒnftiger Grund ein, das zu tun. - Die Akkus sind schwer, - der Kofferraum ist dezimiert, - die Reichweite ist jĂ€mmerlich, - die Leistung ist zuweilen auch jĂ€mmerlich, - Auftanken dauert lange, - die Akkulebensdauer ist begrenzt, - es ist nicht wirklich billiger pro Kilometer (*), - ein Umbau amortisiert sich irgendwann jenseits des Autolebens, - und zuguter letzt ist es auch noch ökologisch fragwĂŒrdig, zumal erhebliche Mengen an Rohstoffen bei der in dem Zusammenhang /zusĂ€tzlichen/ Produktion des E-Antriebs drauf gehen und unter BerĂŒcksichtigung des Wirkungsgrads von Stromproduktion und -transport nicht einmal etwas gespart wird. Auf der Habenseite stehen lediglich, dass die Schadstoffe nicht am Ort der Fortbewegung entstehen - das kann im Einzelfall essentiell sein - und vielleicht der psychosoziale, grĂŒne Touch von Elektroantrieben.
So richtig interessant wird das Thema erst, wenn man es ganzheitlicher, mit geeigneten Fahrzeugkkonstruktionen angeht, und das Problem der mobilen Energieversorgung zufriedenstellend gelöst ist.
(*) 1l Benzin hat ca. 9kWh Heizwert. Wegen Wirkungsgrad beim Akkuladen muss man rund 12kWh dafĂŒr kaufen, macht 2,40€ fĂŒr eine zu 1l Benzin vergleichbare Energiemenge. Nun hat ein Elektromotor einen besseren Wirkungsgrad, wodurch der Unterschied zum guten Teil wieder aufgefressen wird, aber da werden auch Äpfel mit Birnen verglichen, da ein E-Motor ĂŒblicherweise eine deutlich geringere Leistung als der Benziner haben wird. und in der Gesamtbetrachtung auch noch der Wirkungsgrad bei der Bereitstellung von Strom respektive Benzin berĂŒcksichtigt werden muss. Mit Rekuperation kann man natĂŒrlich gerade im dichten Verkehr noch einige Prozente holen, aber das erfordert doch schon eklatante Eingriffe in die Bremsanlage.
Marcel
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Marcel MĂŒller schrieb:

Die was?
Gruß aus Bremen Ralf
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adressiert Appell asynchron AtmosphĂ€re Autor bißchen Ellipse Emission
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Marcel Müller schrieb:

zB Mitarbeiter eines Stromproduzenten und somit billigerer Strompreis? Oder in der Propagandaabteilung eines solchen Beschäftigter?
-- mfg hdw
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Marcel MĂŒller schrieb am Sun, 07 Jun 2009 02:07:28 +0200:

Vielleicht aufgrund persönlicher VerhĂ€ltnisse wie sehr kurze tĂ€gliche Fahrstrecke und gĂŒnstigen Zugriff auf benötigte Materialien.
Und/oder eine Abwandlung des Bergsteigermottos: "Weil er da ist..." D.h. probieren, ob es geht, einfach um des Probierens willen als Hobby.
MfG Gerald
--
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"Marcel MĂŒller" schrieb

(...)
(...)
Sehe ich genau so.

Wesentlich besser! Ein guter Ottomotor hat im optimalen Betriebspunkt meines Wissens um die 30-40% Wirkungsgrad, ein E-Motor gut das doppelte. Aber: Der E-Motor hat im Teillast und vor allem im Stillstand deutliche Vorteile. Überleg mal: Im Leerlauf genehmigt sich mein Diesel 0,5l/h, das sind mal eben 5kW Leistung.

Wobei diese Dank gigantischem Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen reicht, wenn man nicht auf hohe Vmax aus ist. Ich habe auch mal so gedacht wie Du, habe mich aber durch die nur am optimalen Betriebspunkt gute Effizienz von Verbrennungsmotoren blenden lassen. Man findet Verbrauchsangaben fĂŒr Elektrofahrzeuge von niedrigen zweistelligen kWh pro 100km, etwa beim Tesla 13kWh pro 100km. Da kommt kein Diesel mit.
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Carsten Kreft wrote:

Ich sehe zwei Intentionen fĂŒr den privaten Umbau eines Elektro-Pkw
1. Zeigen, dass es geht. Viele Tuner modifizieren ihr Auto bis zur Unkenntlichkeit (und nahezu Unbenutzbarkeit), um Anerkennung in einer bestimmten Gruppe zu erhalten. Dasselbe kann mit einem Elektroauto auch geschehen. Nimm Neil Young, diesen abgehalfterten kanadischen Rock-SĂ€nger. Seitdem er seinen Lincoln auf Elektroantrieb hat umbauen lassen, ist er wieder ein Star, und zwar bei Altersgruppen, die mit ihm sonst nichts anzufangen wĂŒssten.
2. Das FahrgefĂŒhl. Ich bin schon mehrmals mit Elektroautos gefahren, und es ist schon ein ganz besonderer Reiz, der davon ausgeht.
Jemand, dessen Interessa an Autos sich darin erschöpft, dass ihn die Karre möglichst billig von A nach B bringen soll, der versteht das nicht. Er leistet aber von sich aus auch keinen Beitrag zur Fortentwicklung des Automobils.
Frank
--
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Christian Wied schrieb:

Was fĂŒr eine schwachsinnige Idee.
Ein gescheiter Elektromotor braucht kein Getriebe, oder zumindest in einem Pkw keins mit vier oder fĂŒnf GĂ€ngen, da der ĂŒber einen weit breiteren Drehzahlbereich ein konstant hohes Drehmoment abliefert.
Dagegen wird man mit einem normalen Pkw nur dann eine angemessene Reichweite erzielen, wenn man die komplette Nutzlast mit Batterien vollpackt.

Kein Wunder. Waren wohl nicht der Rede wert.

Möglich ist alles, aber deswegen ist es trotzdem totaler Quatsch.
--

Gruß
Radbert
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Radbert Grimmig wrote:

Kommt aufs Spenderfahrzeug und auf Deine AnsprĂŒche an.

Der aktuelle Elektro-Smart hat sein Getriebe behalten, es wurde nur auf dem dritten Gang blockiert. Und der Tesla Roadster hat im Zuge der Modell-Evolution ein Zweiganggetriebe bekommen. Der Vorteil eines E-Motors ist sein hohes Anfahrdrehmoment, deshalb kannst Du Dir die kleinen GÀnge schenken, aber um einen dreistelligen Geschwindigkeitsbereich abzudecken, wÀre ein Schaltgetriebe durchaus nicht dumm. Und wenn es schon mal drin ist, dann kann man es ja auch drin lassen.

Der springende Punkt lautet hier "angemessen". Es gibt das Beispiel von den beiden Leuten, die einen alten Porsche 911 (oder war es ein 912) umgerĂŒstet haben: Bleiakkus aus einem Gabelstapler, Industriemotor, Regelungelektronik - letzteres ist IMHO fĂŒr Selberbauprojekte die grĂ¶ĂŸte HĂŒrde. Die sind IIRC auf eine ordentliche Beschleunigung, auf eine Vmax von ĂŒber 100 km/h und auf eine Reichweite zwischen 50 und 80km/h gekommen. Wenn einem diese Eckdaten reichen, ist das mit niedrigen vierstelligen EurobetrĂ€gen umzusetzen.

Wie gesagt, Deine Definition von "totaler Quatsch" ist diskussionswĂŒrdig.
Wenn ich vorhĂ€tte, einen exisitierenden Pkw auf Elektro umzubauen, und zwar so, dass die Eckdaten eine sinnvolle praktische Anwendung möglich werden lassen, wĂŒrde ich es mit einem Trabant Tourist (Kombi) versuchen: Billig zu haben, leicht, nicht auf hohe Geschwindigkeiten ausgelegt (deshalb leichte Fahrwerksteile, schmale Reifen), keine Servolenkung oder Servobremsen, die aufwendig mit Energie versorgt werden mĂŒssen, genug Platz fĂŒr die Batterien. Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass ein begnadeter Bastler daraus einen Zweisitzer gebaut bekommt, der bei Vmax 80 km/h eine Praxis-Reichweite von 80 km erreicht. Als Pendler- und Einkaufsauto wĂŒrde das fĂŒr viele schon ausreichen.
Frank
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"Frank Kemper" schrieb

Meinst du den Trabant Universal oder den Wartburg Tourist? Beide könnten eine interessante Basis sein...
Jens
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Ich würde meinen der 601 Universal ist die bessere Basis - ist im Verhältnis zur Nutzlast mit IIRC um die 600 kg deutlich leichter als der doch recht massive Wartburg. Wie man es dreht und wendet, der Trabant ist ein Kleinwagen und der Wartburg ein Mittelklasseauto.
Abgesehen davon hat der Trabi durch den Fronttank und Frontmotor maximalen Laderaum hinten, den man mit Akkus vollräumen könnte.
sg Ragnar
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Jens Rothe wrote:

Der Trabbi-Kombi heißt Universal? Wenn das so ist, dann meine ich den. Und vom Wartburg-Kombi wĂŒrde ich, wenn es geht, den Ă€lteren nehmen, weil der wesentlich cooler aussieht. Sowas auf Elektro, damit wĂ€rst Du der Star vor jeder Eisdiele;-)
Andererseits: Einen neueren Wartburg Tourist habe ich schon sehr lange nicht mehr gesehen. Was haben die eigentlich gewogen? (Wir erinnern uns: ich schlug den Trabbi wegen seines geringen Gewichtes vor)
Frank
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Die sind verrostet - die Tourist haben ein Rost-Problem hinten.
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Eine Tonne.
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Frank Kemper schrieb:

Unter derzeitigen Bedingungen ist es wirklich schwachsinnig. Der ganze Elektro-Hype besteht zu 90% aus heißer Luft. Vor allem ist niemandem daran gelegen, die großen MissverstĂ€ndnisse auszurĂ€umen: dass nĂ€mlich Elektrofahrzeuge ein schlichtes "weiter so" ermöglichen wĂŒrden, dass ein Durchschnittsauto auch als Stromer 1,3 Tonnen wiegen dĂŒrfte, dass es Langstecken-autobahntauglich wĂ€re und dass dieses Wunderauto schon in wenigen Jahren zu haben sei. Nee, liebe Leute. Das technisch am ehesten sinnvolle E-Auto ist eine mickrige Kurzstrecken-Plastikschachtel, so leicht wie möglich gebaut, in der Geschwindigkeit stark beschrĂ€nkt, unkomfortabel nach derzeitigen MaßstĂ€ben. Hauptproblem: Von sowas wird unsere großartige Autoindustrie niemals leben können. Ernst-Peter
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Ernst-Peter Nawothnig schrieb am Sun, 07 Jun 2009:

Richtig.
Falsch. Ob die Autoindustrie davon leben könnte, stellt sich als Frage erstmal gar nicht. Es gibt schon solche Minimal-E-Mobile - aber der bööööhhse Kunde kauft sie einfach nicht. Und in einer Marktwirtschaft bestimmt immer noch der KÀufer, was er kaufen will.
MfG Gerald
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Gerald Gruner schrieb:

Haddu völlig recht. Die Sache Ă€ndert sich erst ganz allmĂ€hlich mit schmerzhaft steigenden Spritpreisen, und spĂ€testens dann wird sich unser grĂ¶ĂŸter industrieller Sektor als weitgehend ĂŒberflĂŒssig erweisen. DAS ist dann durchaus ein Problem. Ernst-Peter
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