Kosten Kleinwasserkraftanlage

Am 21.06.2011 18:57, schrieb Ralf . K u s m i e r z:


Fast. Hier in der Nähe wurde erst kürzlich so eine Anlage errichtet, auf Basis einer ~215 kVA Ossberger Turbine. Bei weiteren Interesse PM.
Regards Karsten
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begin quoting, Karsten Roch schrieb:

Was soll denn diese Geheimnistuerei? Was spricht denn dagegen, mal ein paar "Hausnummern" öffentlich ins Netz zu stellen? Daß sich das abhängig von der lokalen Situation noch ein bißchen modifiziert und dabei auch noch heftig gefeilscht wird, weiß ich doch auch, aber ich würde doch gern mal Größenordnungen kennen, von mir aus +/- 30 %.
Ich weiß einfach nicht, was sowas kostet. Wenn ich aber Leute "schubsen" will, muß ich schon eine Idee davon haben. (Hier kommt - ggf. - noch die spezielle Situation ins Spiel, daß die eben evtl. nicht durchlaufen soll. Da wäre vielleicht auch noch auf der Wasserseite was zu machen, weil es im Oberwasser ein großes Reservoir gibt und die Durchflußmenge (mindestens zeitweise) auch erhöht werden könnte, allerdings nicht unbegrenzt, weil sonst irgendwann Naturschutzprobleme auftreten können. Müßte man erst einmal klären, was sich da alles machen ließe. Wenn man jeweils in die Lastspitzen die doppelte Leistung reinpackt, braucht man zwar die doppelte installierte Leistung, aber das könnte sich durchaus bezahlt machen.)
Gruß aus Bremen Ralf
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Am 23.06.2011 04:03, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

Ich kenne nur die technische Seite der Anlage. Kaufmännisches liegt beim Betreiber der Anlage. Deshalb der Hinweis, email schicken, Kontakt mit Betreiber aufnehmen und nachfragen.
Regards Karsten
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Also schrieb Karsten Roch:

Meine Rede. :)
Weiterer Tipp in dieser Richtung: http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_B%C3%A4ckerm%C3%BChle Wenn ich das so lese, dürfte der Betreiber recht auskunftsfreudig sein. Ich kenne ihn aber nicht persönlich.
Ansgar
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Hallo,
Ralf . K u s m i e r z wrote:

naja, realistisch betrachtet, wird da nicht 100% Strom raus kommen. Falls der Fluss nicht konstant ist, wird man die Auslegung evtl. auch nicht für das Maximum machen. Teilweise gibt es auch gesetzliche Regelungen, die nur die Nutzung eines Teils der Wassermenge zulassen.
Gut möglich, dass man am ende des Tages bei 100kW Einspeiseleistung oder sogar weniger landet.

Das entscheiden andere.
Marcel
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Also schrieb Ralf . K u s m i e r z:

Ich würde mal den Müller bei der Würmmühle in Dachau fragen. Die haben eine eigene Turbine im Haus, allerdings IIRC eine Größenordnung kleiner, wenn ich mich recht erinnere irgendwas um die 50 kW. Die Leute dort sind ausgesprochen freundlich. Kannst Dich ja nach dem Betriebselektriker oder dem Chef durchfragen. http://www.wuermmuehle.de
Auch bei den Elektrizitätswerken Haniel in Haimhausen könntest Du ggf. fragen. Die haben ein paar Turbinen in vmtl. dieser Größenordnung in der Amper hängen. Du wirst ja räumlich wohl nicht in Konkurrenz treten ;) - und wenn Du es schaffst, dort einen der Techniker ans Rohr zu kriegen... http://www.e-werke-haniel.de
Ansgar
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On 21 Jun., 10:17, "Ansgar Strickerschmidt"

Kommt Ralf nicht aus Bremen? Dann reicht es, wenn er bis Braunschweig fhrt. Dort gibts eine hnliche Wassermhle mit Generator. Gruss Harald
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begin quoting, Harald Wilhelms schrieb:

Haben die kein Telefon?
Aber es sollte doch möglich sein, unabhängig von konkreten Einzelanlagen Preisrahmen für so etwas zu kennen.
Herrjeh, irgendwer sollte doch wissen, obe sowas 1, 5, 10 oder wieviel TEur/kW kostet, und welche Abschreibungszeiten man für sowas hat. Manche Wasserkraftwerke sollen ja 50 Jahre anstandslos laufen, aber ein bißchen Wartung brauchen sie natürlich schon.
Und dann muß man auch einiges versichern, falls das Ding mal plötzlich kaputtgeht...
Gruß aus Bremen Ralf
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Also schrieb Ralf . K u s m i e r z:

Nun, die meiste Erfahrung damit haben halt mal die Leute, die so was besitzen und betreiben... die haben das schon hinter sich. Und gemessen an der Zahl der Anlagen im Verhältnis zur Zahl der Teinehmer in dieser NG würde es mich wundern, wenn Du hier jemand mit gezielter Erfahrung anträfest. Nicht ausgeschlossen, aber sehr unwahrscheinlich. Deswegen ist der Tipp, bei den Betreibern solcher Anlagen zu fragen, sicher zielführend.

Jo... die Betreiber. :)

50 Jahre? Höhö... die meisten Dinger hier an der Isar zwischen Sylvenstein und München gehen schon stramm auf die 100 Jahre zu. Die werden einmal im Jahr einen Tag (oder ein paar Stunden) lang abgeschaltet, die Turbinen-Innereien inspiziert und alles sauber geschrubbt, und weiter geht's. Manche haben im Lauf der letzten 3 oder 4 Jahrzehnte einen kleinen Turbo-Boost in Gestalt eines optimierten Turbinen-Laufrads bekommen, was die Energieausbeute um vielleicht 10-20% verbessert, die Generatoren sind aber zuallermeist immer noch die aus der Gründerzeit. Gusseisern halt ;) .
Ansgar
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begin quoting, Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Wenn das wirklich so ist, dann wäre das seitens der Hersteller ein bißchen dämlich. Die müßten nämlich eigentlich eim Interesse daran haben, Transparenz zu schaffen, damit potentielle Interessenten erst einmal grob abschätzen können, ob das Vorhaben für sie überhaupt interessant sein kann. Denn auch da gilt: Produkte, die man nicht kennt/versteht, werden auch nicht nachgefragt.
Dieses konkrete Wahr ist nun schon ein halbes Jahrhundert vorhanden - damals war es wohl finanziell unattraktiv, dort ein Kraftwerk einzubauen. Und wenn man heutzutage im Internetzeitalter nicht "mal eben" nachschauen kann, was der Spaß kostet, dann ändert sich das auch nicht.

Survivorship bias. Außerdem will man keine vorsintflutliche Technik von vor hundert Jahren, sondern muß notgedrungen die aktuell angebotene nehmen. Selbst von einer fünfzigjährigen Garantie habe ich nichts, weil bis dahin schon erstens ich ins Gras gebissen habe und zweitens niemand weiß, ob der Garantiegeber so lange existiert.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf . K u s m i e r z schrieb:

Das würde ich eine unübersichtliche Situation nennen, schwer zu sagen, wieviel man da von welcher Infrastruktur übernehmen kann. In CH wird man IMHO gut von den entsprechenden Bundesstellen beraten http://www.bfe.admin.ch/kleinwasserkraft/index.html?lang nützt für DE wahrscheinlich wenig. 200 kW gilt allerdings als Kleinstwasserkraftwerk mit nicht so doller Wirtschaftlichkeit. Die beginnt offenbar jenseits 300 kW Jahresdurchschnitt und auch das nur bei günstigen Bedingungen. Andererseits betreibt unser lokaler Naturstromverein Wasserkraftwerke im 10-50kW Bereich nahezu wirtschaftlich, d.h. mit privaten Spenden geht es gerade so. Allerdings sind das AFAIK Museumsanlagen, die schon etwas länger in Betrieb sind, 1892 z.B.
--
mfg Rolf Bombach

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begin quoting, Rolf Bombach schrieb:

Wir haben sowas: <http://www.duh.de/uploads/media/broschuere_leitfaden_wasserkraft.pdf , aber das ist alles nicht wirklich günstig.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ich kann dir da auch nicht wirklich weiterhelfen, hatte mich aber mal vor einigen Jahren diesbezueglich mit dem Bach auf dem Grundstueck meiner Eltern kurz beschaeftigt. Dabei bin ich auch auf dieses (eingeschlafene) Forum gestossen: http://www.wasserkraft.org/wkf
Wenn man die Themen mal so durchschaut, stoesst man auf die eine oder andere Firma, welche solche Wasserkraftwerke errichten und kann sicherlich mal nach den groben Kosten fragen.
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begin quoting, Martin Kobil schrieb:

Naja, ich hätte nicht gedacht, daß sowas so kompliziert ist. Irgendwo stand da was von einer Faustregel von 3800 Euro pro kW - das kommt mir plausibel vor (im konkreten Fall könnte es auzfgrund einer einfacheren baulichen Situation evtl. auch etwas billiger werden).
Man kriegt also für 3800 E ca. 8500 kWh à 10 ct jährlich, also ungefähr 850 Euro oder gut 22 % - naja, das sieht doch gar nicht so schlecht aus, da wird dann auch nach Abzug der laufenden Kosten was übrigbleiben.
Gruß aus Bremen Ralf
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