Kunststoff Flex-Rohr Normen

Hallo Leute, für unser Bauprojekt bin ich gerade auf der Suche nach günstigem Material. Die Elektro-Installation (nur Anbau) möchte ich selbst machen.
Dabei ist mir aufgefallen, dass es diese Flex-Schläuche für Unterputzverlegung in den unterschiedlichsten Ausführungen gibt. Es gibt da verschiedene Klassifizierungen, z.B. 3342 3341 2232 3422 ... Ich habe rausgefunden, dass das Ganze wohl in der DIN 0605 steht und dass die einzelnen Ziffern vermutlich jeweils eine Eigenschaft repräsentieren (Druckfestigkeit, Flammwidrigkeit, Temperatur, ...)
Hat jemand ne kurze Übersicht, was das genau bedeutet. bzw, einen Link? Oder kennt jemand passende Literatur, wo man sowas nachlesen kann oder lohnt es sich, die DIN zu kaufen?
Das erste Teilprojekt ist ein kleiner zusätzlicher Raum, der aus Holzständerwand und Dämmwolle angebaut ist. Hier sollen Elektro Leerrohre verlegt werden. Das Rohr sollte also einigermaßen steif sein und muss eine höhere Flammwidrigkeit haben. Auf jeden Fall passen würde wohl FFKuS-EM-F Highspeed 3341.
Sehr günstig ist das hier: http://shop.strato.de/epages/61219986.sf/secJDwA5iRz4OE/?ObjectPath=/Shops/61219986/Products/BRMP/SubProducts/BRMP-16 Würde das auch gehen?
Gibts eigentlich spezielle Halterungen, um so einen Schlauch an Holzständern anzuschrauben oder anzuklipsen?
Bitte keine Tipps wie Fachmann zu Rate ziehen. Bin E-Technik-Ingenieur und mir sind die Grundlagen durchaus bekannt. Die Details werde ich mir wenn möglich, anlesen. Leider ist das Internet in dieser Thematik auf den ersten Blick nicht sehr auskunftsfreudig, da das ganze DIN-Zeugs ja Geld kostet.
Grüße Michael
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Michael Rübig schrieb:

So, nach langem gegoogle bin ich auf das hier gestoßen: http://www.hegler-plastik.de/set_grafix/download/prospekte/erohr_katalog.pdf Da steht eigentlich alles drin.
Das bedeutet für mich: Für die Installation in den Decken und allen Betonwänden nehme ich 3341 (oder 3422?), für die Rauminstallation Unterputz in Gips nehme ich 2221. Für die Hohlwandinstallation ist nur wichtig, dass es nicht orange, rot oder gelb ist (flammwidrig). Vermutlich ist da aber das 3341 besser, da vermutlich steifer, dadurch lottelts nicht so rum.
Bleiben folgende Fragen: Das extrem günstige 3422: http://shop.strato.de/epages/61219986.sf/secJDwA5iRz4OE/?ObjectPath=/Shops/61219986/Products/BRMP/SubProducts/BRMP-16 Geht das auch für Verlegung in Beton-Decken? Im Haus wirds ja nie so kalt, dass die -5°C ein Problem werden.
Gibts eigentlich spezielle Halterungen, um so einen Schlauch an Holzständern anzuschrauben oder anzuklipsen?
Michael
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Siehst du korrekt, so wird das auch in sterreich, dem Land der Rohrinstallation ausgefhrt. Vor allem in Metallstnderwnden bietet sich 3341 an, da es von den scharfen kanten der Profile kaum beschdigt werden kann.
Mit den bunten Farben und der Flammwidrigkeit habe ich keine Erfahrung, in A gibt es nur hellgrau (2221), dunkelgrau (3341) und schwarz (Normkennzeichnung unbekannt, aber jedenfalls fr schwere mechanische Belastung).

Wie gesagt, diese type gibt es in A nicht, also kann dir da wohl nur ein deutscher Experte mehr drber sagen.

Normalerweise werden die hierzulande einfach nur durch Lcher im Stnderwerk gezogen und fertig. In den Dosen sollte man sie halt mit Kabelbinder oder Heikleber sichern.
sg Ragnar
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Hallo Ragnar,

Naja, also zumindest für die Hohlwand könnte ich ja das günstige nehmen, da da kein Temperaturbelastung zu erwarten ist. Einzig die Eigenerwärmung der Drähte könnte Probleme machen, da die Wärmeabfuhr in einer Hohlwand ja sehr schlecht ist. Gibts da Richtlinien, was für Temperaturen bei 16A und 1,5mm² zu erwarten sind? Obwohl in dieser Hinsicht das billige sogar besser wäre (90°C statt 60°C).
>> Gibts eigentlich spezielle Halterungen, um so einen Schlauch an

Die Holwand von innen nach außen: Gipskarton, Dachlatten (E-Installation), Dampfsperrfolie, Ständerwerk, Außenwand. Da kann ich also keine Löcher ins Ständerwerk bohren, da die Installation auf der anderen Seite der Folie realisiert wird. Wenn ich 20mm Rohr nehme, passt da genau zwischen Folie und Gips, da die Latten 24mm dick sind. Nur wir fixiere ich das Rohr? Nägel reinklopfen und umbiegen?
Michael
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Kurz: Geht net. 1,5mm2 drfen bei der von dir genannten Verlegeart (gedmmte Hohlwand) nur mit max. 13A abgesichert werden. Oder du nimmst 2,5mm2. Ansonsten sehe ich mit dem Rohr keine Probleme, aber wie gesagt, ohne Garantie, da ich den konkreten Typ nicht kenne.

Aaachsooo... dann nimmst du am besten Sattelschellen mit 2 Schrauben. Die gibt es in jedem Baumarkt, zumindest in A.
sg Ragnar
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Hallo Ragnar,

Das Rohr liegt ja nicht in der Dämmung sondern in einem Luftspalt. Konvektion ist also möglich. Aber ich sehe schon, ich brauche Literatur. Darf ich 2,5mm² und 1,5mm² gemischt legen? Die Lampendrähte müssen ja keine 2,5mm² haben. Nur zu den Steckdosen bräuchte man den größeren Querschnitt. Wahrscheinlich geht das auch nicht, da der Sicherungswert den Querschnitt bestimmt und nicht die tatsächliche Last.

Muss ich mal suchen
Michaelö
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Am Tue, 25 Mar 2008 12:29:20 +0100 schrieb Michael Rübig:

Dort wo es von der zu erwartetenden Last her nötig ist, könntest Du Licht- (13A, 1,5er) und Steckdosenstromkreise (16A, 2,5er) trennen.

alt. Hiltiband (Locheisenband dürfte die herstellerunabhängige Bezeichnung sein)
MfG Peter
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Peter Leopold schrieb:

Naja, für ein 4qm-Räumchen mit 2 Lichtschaltern und 5 Steckdosen ist das ja noch aufwändiger. Wenn ich einen Hohlwandraum mit 16A absichern will, dann muss ich wohl auch mit 2,5mm² zur Deckenlampe fahren. Eine 10A Absicherung ist aber schon eng, helle Lampe und starker Staubsauger und schon ist man am Limit. Sind 13A-Automaten gängig?

gute Idee, muss ich mal schauen.
Michael
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Am Tue, 25 Mar 2008 14:09:29 +0100 schrieb Michael Rübig:

Kommt drauf an, was Du in dem Mikrokabinett alles anstellen willst. ;-) Wenn Du keine ewig langen Leitungswege hast, 1,5er und 13A, tut's völlig.

In AT sind sie durchaus gängig, in halbwegs modernen Installationen verbreiteter als 10er, in älteren finden sich auch häufig 12A Automaten. MfG Peter
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*kopfkratz* 4m2 und 400W Beleuchtung? 10A bei 230V sind 2300W (ohmsche Belastung vorausgesetzt), da bleibt noch ganz gut Spielraum. Selbst wenn dein Staubsauger ein 2kW-Monster sein sollte mut du ja nicht unbedingt stundenlang auf hchster Stufe saugen... Sofern du an B13A kommst wrde ich die aber nehmen.
Ach ja, Hinweis am Rande, seit vorigen Juni mssen alle in D neu installierten Steckdosen mit FI <=30mA geschtzt werden.

Finde ich persnlich nur dann interessant, wenn man gleich mehrere Rohre auf einen Sitz befestigen will.
sg Ragnar
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Hallo Ragnar,

Hast ja recht.

Wie ist das eigentlich? Ein B-Automat löst im schlechtesten Fall erst beim 1,5fachen Nennstrom aus, und das erst nach Stunden. Bei einem 13A-Automat wären das dann fast 20A, die dauerhaft fließen könnten. In einer Hohlwand sind aber nur 15,5 bzw 17,5A erlaubt [1]. Also doch ein 10A-Automat?

Werde wohl die ganze Wohnung mit FIs absichern. Wie macht man das in der Regel? Für jeden Sicherungskreis einen FI kostet ja ein Vermögen. Man könnte einige 3phasige für 40A nehmen und mehrere Kreise zusammenfassen. Theoretisch sind dann aber mehr als 40A möglich. Geht der RCD bei mehr als 40A kaputt oder schaltet er ab? Die Problematik mit den Y-Kondensatoren in vielen Geräten ist mir bekannt.
Michael
[1] http://library.abb.com/GLOBAL/SCOT/SCOT209.nsf/VerityDisplay/C6ED3B4782C5F804C12572A5003A1CA0 /$File/2CDC401002D0102.pdf
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Fr die LeEitungsberechnung wird aber der Nennstrom In herangezogen, nicht der von dir genannte groe Prfstrom I2. Da fr 16A aber auch bei gnstigerer Verlegung der I2 schon verdammt eng am Iz der Leitung (zulssiger Dauerstrom) liegt sind 1,5mm2 und 16A selten eine gute Idee.

Der berlastschutz des FI mu entweder durch die Summe der nachgeschalteten LSS sichergestellt werden (bei 40A max.z.B. 2x16A pro Phase) oder ber eine vorgeschaltete Sicherung <=In des Fi. Das ist die deutsche Regelung. In sterreich mu der I2 der vorgeschalteten Sicherung < In des FI sein, also bei Schmelzsicherungen blicher Gren In*1,6. Ein 40A-FI darf somit nur bis 25A vorgesichert werden. In der Schweiz darf In der Vorsicherung sogar > In des FI sein, denn es darf ein Gleichzeitigkeitsfaktor einbezogen werden...
brigens weil es mir in einem Beitrag weiter oben aufgefallen ist... eigentlich sind Einzeladern in Bergmann- oder Peschelrohr (Blech mit Teerpappe) nicht zulssig. Argumentieren knnte man allerdings, da der Pappendeckel eh eine Isolierung gegen das Blech darstellt... aber das ist Grauzone.
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska schrieb:

OK.
Super, danke für die Infos.

Ich denke, das fällt aucht unter Bestandsschutz. Wobei ich dann vermutlich keine neuen Adern hätte einziehen dürfen. Ich denke, dass einige dieser Rohre bei den nächsten Renovierungsarbeiten rausfallen.
Im Wohnzimmer müsste ich die ganze Decke runterreißen, um das Rohr zu tauschen. Das wird wohl eines der letzten bleiben. Da sind IMHO auch noch ganz alte Drähte drin. Ich werde einen FI davor setzen.
Ragnar, vielen Dank für die vielen Infos. Da komme ich jetzt erst mal weiter.
Michael
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Eben, du hast neu eingezogen, also biust du fr die neuen Adern verantwortlich. Aber wie gesagt, das mut du auf deine Kappe nehmen... in Wien ist das eine der am hufigsten miachteten Vorschriften, gemeinsam mit der erwhnten FI-Regel.

Dann kannst du es lassen sofern dir nicht die Isolierung entgegenbrselt.

Bitte, gern!
sg Ragnar
PS: drfte man erfahren wo die Htte steht? Nach Art der Anfrage tippe ich einmal auf Deutschland, denn in sterreich ist das bentigte Material viel leichter erhltlich.
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Hallo Ragnar,

Einen FI setzt man ja nicht nur wegen Vorschriften, sondern auch, um sich zu schützen. Vermutlich werde ich die ganze Wohnung durch FIs schützen. Macht ja auch Sinn.

In Deutschland
Michael
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Habe ich ja auch gar nicht bestritten, ich bin der letzte der von einem FI abraten wrde! Ich meinte wenn die Isolierung noch ok ist und du einen Fi setzt knnen die Leitungen bleiben. Schutzleiter hast du halt keinen und darfst somit offiziell nur SKII-Leuchten montieren.

Ah ok. Unter Umstnden kann dir echt ein sterreich-Urlaub mit Groeinkauf bei Obi o.. gnstiger kommen ;-)
sg Ragnar
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(... ...)

Etwas zur Geschichte:
Bergmann-Rohr war verbleites Blechrohr mit "Teerpape"-Innenauskleidung.
Peschel-Rohr war ein leichtes Stahlrohr-System mit offener,federnder Naht. Das war nicht biegbar und Dank der Naht nur steckbar. Hierzu gab es Formstücke z.b. Bogen 90pvs@watschel:~: tin Lese Konfigurations-Datei...
F1 Zeile Anfang | F2 Zeile Ende | F8 rückgängig machen | F10 Beenden F3 Wort löschen | F4 Zeile löschen | F9 Absatz formatieren| F5 Markierung Start | F6 lösche markiertes | F7 wieder einfügen | F11 Drucken -%%----- HELP -> short: Esc h h, full: Esc h x, print: Esc h p, quit: Esc h q -- Subject: Re: Kunststoff Flex-Rohr Normen Newsgroups: de.sci.ing.elektrotechnik
< snipped-for-privacy@mid.individ$
(... ...)

Etwas zur Geschichte:
Bergmann-Rohr war verbleites Blechrohr mit "Teerpape"-Innenauskleidung.
Peschel-Rohr war ein leichtes Stahlrohr-System mit offener, federnder Naht. Das war nicht biegbar und Dank der Naht nur steckbar. Hierzu gab es Formstücke z.b. Bogen 90°/ 45°/ 30° usw. Es wurde auf Stiftschellen mit Abstand von der Wand verlegt. Sonst hätte man es nicht in die Gußabzweigdosen einführen können. Es wurden NGA Einzel-Adern eingezogen (NGA = Normen Gummi Ader)
Anwendung: Gewerbe, Industrie, Kraftwerksbau z.B. hinter den Marmor-Schalttafeln.
In Erinnerung schwelgend
Rudi
--
/ Rudi Horlacher - Am Pfarrgarten 42 - 73540 Heubach /
/__ /__
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Hallo,

Ich glaube, das ist es. Da, wo es gebogen ist, hat jemand in kurzen Abständen "Dellen" reingehauen, damit es sich besser biegen lässt.
Michael
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Michael Rübig wrote:

Nicht gehauen. Dafür gab es eine spezielle Zange.
--
Gruß Werner
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern,
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On 27 Mrz., 12:47, "Rudi Horlacher [Paul von Staufen]"

Ah, das wute ich nicht... ich kenne fr das was du als Bergmannrohr bezeichnest umgangssprachlich die Begriffe Bergmannrohr, Peschelrohr und Kuhlorohr (im Gegensatz zum Kuhlokabel, das eigentlich ein Rohrdraht war).
In Wien gab es fr UP-Installation auch die Variante ohne Blech, nur stabile "Teerpappe". Folglich nicht biegbar, Bgen wurden aus normalem Bergmannrohr fabriziert und mittels zweier Muffen eingesetzt.
NGA heit in sterreich G-Draht und wurde ab und an auch ohne Rohr in Massivwnden und Holzdecken verlegt. Ich habe ihn sogar schon in Zeitungspapier eingewickelt gesehen...
Die "Dellen" im Bergmannrohr entstehen durch die Biegezange und sind notwendig.
Der absolute Hammer: Wellrohr aus "Teerpappe", normaler Pappe und Alufolie... ich glaub irgendwo habe ich noch einen Rest den ich fotografieren knnte. Auen Teerpappe, dann eine Zwischenlage aus Alufolie und innen braunes Papier.
Abgesehen vom erhhten Verlegeaufwand ist meiner Meinung nach der grte Nachteil von Bergmannrohr die sehr rauhe Innenseite. Kann einziehen schon zur Qual machen... allerdings waren die ersten Kunstoff-Wellrohre fast noch schlimmer.
sg Ragnar
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