Ladegeräte USB-C

Apr 09, 2025 Last reply: vor 1 Jahr 60 Replies

So, und nun haben die Pi-Leute einen draufgesetzt: Jetzt gibt es auch ein 45W-USB-C-Netzteil von der Foundation:

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Eben Upton schreibt auch in einem Kommentar, dass das nicht explizit für den Raspberry Pi, sondern einfach als generisches Zubehör gedacht ist, weil man auf Amazon soviel schlechte Hardware findet.

Ich finde das vernünftig, es ist wirklich schwierig bei diversem No-Name-Zeug auf Amazon vorher zu beurteilen wie solide designt das ist, bei den Sachen der Raspberry Pi Foundation kann man davon ausgehen dass solide technische Entwicklungsarbeit auf Europäischem Standard dahintersteckt. Und die Teile sind trotzdem erschwinglich, anders als z.B. die Originalnetzteile von Apple, die auch exzellent sind, aber halt auch schweineteuer.

/ralph

Am 14.04.25 um 12:48 schrieb Ralph Aichinger:

Maximal bescheuerte Bauform, dicke Wandwarze mit festem Kabel. :-(

Abgesehen von "single port", "zu kurz", "zu lang" oder "falscher Stecker" - sobald der Stecker (Sollbruchstelle bei USB-C!) ausgelutscht ist, ab in die Tonne.

Naja, es gibt schon ein paar bekannt gute China-Marken.

Was ist an der Bauform "maximal bescheuert"? Diese Netzteile passen in üblichen Steckdosenleisten nebeneinander rein, das ist für mich das Zeichen einer guten Bauform. Und das fixe Kabel ist für mich ein Feature, kein Bug, weil dort wo keine Steckverbindung ist, da kann man auch nichts versehentlich rausziehen.

Naja, nicht jeder will Mehrfachnetzteile.

Dafür kann bei Netzteilen mit Buchse diese kaputtgehen. Mir ist fixes Kabel für die meisten Szenarien lieber, unterwegs auch, weil man es schlicht nicht vergessen kann.

Wenn man sich mit dem Markt nicht näher beschäftigt: Schwierig. "UGreen" sieht man häufiger, ist das OK? Ansonsten gibt es Hersteller die ihre "Markennamen" ganz offensichtlich aus dem Zufallsgenerator haben

/ralph

Das hängt natürlich auch von der Zeilgruppe ab. Mich stellt eine ausgelutschte USB-A-Buchse im Gehäuse vor größere Probleme als ein abgschnittenes und neu verlötetes Kabelende.

Ich glaub nicht, dass man einen USB-C-Stecker mit voller PD-Belegung wirklich selbst verlöten will.

/ralph

Am 14.04.25 um 13:56 schrieb Ralph Aichinger:

Eine USB-A Buchse habe ich noch nie kaputt bekommen.

Und gerade unterwegs will ich mit *einem* Ladegerät alle mitgeführten Spielzeuge laden können. Solange USB-C zwar EU-Norm aber noch lange nicht überall verbaut ist, geht das nur mit wechselbaren Strippen.

Hab ich persönlich keine Erfahrungen mit.

Gute Erfahrungen unter den China-Marken habe ich mit "Baseus". Von denen habe ich sowohl brauchbare Ladegeräte (ohne allzu dramatisch aufgerundete Leistung) als auch Powerbanks, die auch nach etlichen Jahren noch kaum Kapazität verloren haben.

Als Mercedes unter den Chinesen gilt Anker.

Leider gefällt mir bei beiden Anbietern das aktuelle Ladegeräte-Sortiment nicht besonders. Wahlweise wuchtige Wandwarzen, die weit aus der Wand hervor stehen (und geradezu nach einem Unglück schreien) oder aber fest montiertes Netzkabel (sperrig, im Auslandsurlaub unpraktisch).

Der Aküfi scheint auch in China angekommen zu sein.

Aber eine für Europäer unaussprechliche Buchstabenfolge ist allemal besser als die beliebte Masche "wir kaufen die Marke eines Konkurs gegangenen Traditionsunternehmens auf, pappen die auf China-Ramsch und zocken damit ab".

Ich auch noch nicht, aber versehentlich ausgesteckt, und dann war das Handy nicht geladen.

Kommt darauf an, was du unter "untwerwegs" verstehst. Wenn ich nur kurz wohin gehe, wo ich mir denke, dass der Handyakku nicht reicht, aber eine Steckdose ist (oder in die Stadt, wo man z.B. in der Bibliothek oder beim McDonalds Steckdosen findet), dann nehm ich einfach ein USB-C-Ladegerät mit. Da brauch ich auch nichts anderes.

Wenn ich auf Urlaub fahre, dann nehme ich meistens mehr als ein Ladegerät mit, so 2-3. Wobei ich glaube ich noch genau ein Gerät ohne USB-C habe, die Digitalkamera.

OK, werd ich mir merken.

Ich hätte das für eine US-Marke gehalten. Klar, made in China, aber das trifft ja auch für Apple zu.

Was ist das mögliche Unglück wenn die Wandwarze weit aus der Wand steht? Dagegenlaufen?

Ich mag fest montierte Kabel, weil ich nicht nur einmal ein vermeintliche geladenes Handy in die Hand genommen habe, nur um zu sehen, dass das andere Ende vom Kabel lose in der Luft gehängt ist.

/ralph

Am 14.04.25 um 18:21 schrieb Ralph Aichinger:

Für "kurz unterwegs" habe ich die Powerbank im Rucksack. Man weiß nie sicher, wo es Steckdosen gibt und frei nach Murphy ist das Smartphone immer genau dann alle und wird dringend benötigt, wenn es KEINE gibt.

Bei mir besonders gerne mitten im Wald, wenn ich doch mal eben auf die Wanderkarte schauen muss. Das GPS-Tracking saugt.

Nix da. Urlaub heißt Bahn oder gelegentlich mal Flieger. Da muss das Gepäck kompakt sein. Und falls das Ladegerät stirbt kann man so was heute überall kaufen (wahrscheinlich überteuert, aber der Fall tritt ja normalerweise nicht ein).

Das Ladegerät für die Kamera hat Micro oder IEC-C8, je nachdem, welches ich einpacke. Der Kopfhörer hat auch Micro, ebenso der kleine BT-Lautsprecher. Und noch irgendwas anderes aus dem Reisebedarf (mir fällt gerade nicht ein, was).

Zu Hause ist die Liste mit Micro-B oder 2.1/5.5-DC oder ganzwasanderes endlos. Passt alles mit der richtigen Strippe an den PD-Lader. :-)

Das denken viele, aber

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Rausfallen unter dem Eigengewicht, Wackelkontakt, und ja, auch unsanfte Begegnungen mit Beinen und Möbeln. Ein Eurostecker ist nicht für mechanische Beanspruchung gebaut!

Am liebsten ist mir ein handlicher Quader mit IEC C8 Eingang und einer Kombination von USB-A/USB-PD Ausgängen. Der passt in jede Ritze im Koffer, mit der passenden Strippe braucht man im Urlaub keine wackeligen Adapter, und im stationären Betrieb kann man eine extrakurze Strippe benutzen. Das ist dann fast wie Wandwarze, aber ohne die mechanische Belastung und ohne Kollision in der Steckdosenleiste.

So hat jeder seine Fettnäpfchen. ;-)

Jetzt hast Du mich erwischt. Meine bisherigen Ladekabel sind zweiadrig.

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\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Am 14.04.2025 um 19:27 schrieb Hergen Lehmann: ...

Kenne ich gut, wenn man z.B. OSMand dauerhaft im Hintergrund laufen läßt und damit GNSS aktiv bleibt, ist der Energieverbrauch beachtlich. App beenden und ein klein wenig länger warten, wenn man das nächste mal vor eine unerwarteten Gabelung steht und auf die Karte schaut, hilft *ungemein*

Bei Tageswanderungen nehme ich deswegen keine Powerbank mit.

Am 11.04.25 um 15:32 schrieb Hergen Lehmann:

Hab ich jetzt hier und getestet.

Die Ports sind tatsächlich komplett unabhängig. Keine Einbrücke an den anderen Ausgängen auch beim Stecken großer Lasten und bunt gemischten Spannungen.

Die angegebene Ausgangsleistung von 65W ist allerdings sehr optimistisch. Ich hab bei 80° Chip-Temperatur sicherheitshalber abgeschaltet. Mutmaßlich verlässlich (<70° Chip-Temperatur) gehen 40W bei 20V und 30W bei den kleineren Spannungen.

Vermutlich muß man die zusätzlich kühlen, um die volle Leistung zu erreichen

- Wärmeleitpad auf Alugehäuse, oder Lüfter.

cu Michael

Wenn ich die Bilder richtig lese, sind die Chips von höheren Bauteilen umgeben. Das macht es mindestens aufwendig. Ich habe gerade eine etwas schönere Variante gefunden mit unterschiedlichen Ausgangsbuchsen. Die hat auch die Auswahl zwischen zwei verschiedenen Eingangsbuchsen, passend zum vorhandenen Netzteil, das man verwenden möchte.

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Die Unterseite ist frei, da würde ein dünnes Wärmeleitpad zum Gehäuse gehen.

Ich kann jetzt nicht erkennen, ob die ICs normale SO-8 sind oder welche mit Powerpad, das die Wärme in die Platine abführt. Zumindest sehe ich keine thermischen Vias, vermutlich ist die Wirkung bei Kühlung der Unterseite also begrenzt.

cu Michael

Am 18.04.25 um 13:33 schrieb Michael Schwingen:

So isses. Unter dem Mikroskop ist leider auch nichts zu erkennen, was auf Powerpad hindeutet, und thermische Vias gibt es definitiv keine.

Auf den Chips steht: CK6520H BPVA

Leider kein Datenblatt zu finden. Scheint dem IP6520 zu ähneln, welcher aber nur 12V/20W kann. Der CK6520 kann definitiv auch 20V, ist also NICHT baugleich.

Am 18.04.25 um 19:15 schrieb Hergen Lehmann:

Das hier könnte ungefähr passen:

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Und nachdem die Buchstaben hinter der Typenbezeichnung offenbar einen wesentlichen Unterschied machen, bedeutet das "H" wahrscheinlich auch was.

Was nicht heißt, daß Kühlung über die Unterseite wirkungslos wäre. Genug Massefläche sollte da sein, und auch ein normales SO-8 kann über die Pins einiges abführen. Ob das dann reicht, um die angepriesene Ausgangsleistung zu erreichen, ist zu prüfen ...

cu Michael

Falls der CK6520H halbwegs dem IP6520U entspricht (Daten und Pinout passen), wahrscheinlich nicht. Der Wirkungsgrad wird mit 93% (5V) bis

96% (12V) angegeben, das ist arg viel Verlustleistung für 65W Ausgangsleistung und ein winziges SO-8.

Der IP6520U hat allerdings ein power pad auf der Unterseite, und die 65W sind eh nur bei den höheren Spannungen 'drin.

5V/3A sind nur 15W, 12V/3A sind 36W - bei 96% wären das 1.5W Verluste, von denen aber ein Teil nicht im IC, sondern in der Drossel bleibt.

TI meint zum CSD16570Q5B, daß das SO8 mit Power Pad 3.2W abführen kann - gut, der darf 150°C auf dem Die, aber 1.5W scheinen mir bei gescheitem Layout durchaus realistisch.

cu Michael

Du meinst die 4 oder waren 6 Pins?

Bastian

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