Löten oder klemmen

Ansgar Strickerschmidt schrieb:


Hallo,
aber kaum hat man den Stall ausgemistet sammelt sich schon wieder neuer Mist an, man kann den Stall nur dauerhaft von Mist freihalten wenn man kein Vieh mehr hÀlt...
Bye
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Moin,
Franz Glaser (KN) schrub:

So wie Zink auf Eisenblech?

Dieses 'Auffressen' nennen andere Leute auch 'Legierung bilden'.
Wenn sich die Kupferadern berĂŒhren und dann wird die Luft in den restlichen Fugen mit Zinn verfĂŒllt, dĂŒrfte die Verbidung sehr gut sein. Wenn das Zinn jedoch 1mm Spalt ĂŒberbrĂŒckt, sieht es nicht mehr gut aus. Das Problem: Man sieht es der Lötstelle nachher nicht an, wie sie aufgebaut ist. Es sei denn, man macht es selbst.

Das Hauptproblem von Alu ist, das es kriecht. Also Schraube heute festgezogen ist sie in 10 Jahren wieder lose. Mit der Federwirkung hat das garnicht so viel zu tun.
CU Rollo
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Roland Damm wrote:

Als 20-jĂ€hriger habe ich einmal einen ca. 100-paarigen Telefonverteiler auflegen dĂŒrfen (im Hochsommer auf dem Dachboden, und noch richtig mit Lötigel und so). Der mich einweisende Techniker legte großen Wert darauf, daß ich die Kupferadern nicht einfach verzinne und dranhalte, wie ich es gewohnt war, sondern sie erst trocken fest um den Lötpunkt wickle und dann den Wickel verlöte.
Der wußte schon, warum.
vG
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.

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Volker Gringmuth schrieb:

Hallo,
das gehört sich auch beim guten Löten das der Draht vorher ordentlich mechanisch befestigt wird durch drumwickeln, abbiegen, verdrillen, was halt da anwendbar ist.
Bye
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Uwe Hercksen schrieb:

Das lĂ€sst sich natĂŒrlich auch ĂŒbertreiben. Mir fallen da gerade die Philips-Fernseher erster Stunde in konventioneller Verdrahtung ein. Die mit echtem Blechchassis (gusseisern [tm]), n * EF80, PL81 ff, und dann noch 2* PY82 fĂŒr die Netzgleichrichtung. Da waren die DrĂ€hte der WiderstĂ€nde durch die Lötösen gefĂ€delt und anschliessend so was wie verknotet worden. Service unmöglich, "auseinandernehmen" eigentlich auch.
--
mfg Rolf Bombach

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Moin,
Rolf_Bombach schrub:

Bei einem guten Fernseher sind Verschleißteile (Röhren) gesockelt und der Rest braucht keinen Service. WiderstĂ€nde gehen bei vernĂŒnftiger Dimensionierung auch nicht einfach so kaputt. :-)
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:

Dir ist aber schon klar, welche Sorte von Kondensatoren dort drin verbaut und verknotet wurden :-] respektive :-[. SpÀter gab es ja noch die Miniaturröhren zum Einlöten, kurz bevor die heutige Consumerware rauskam, die eh weniger lange hÀlt wie eine Röhre.
--
mfg Rolf Bombach

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Doch, eine sterbende Röhre kann die "mitnehmen"...
-ras
--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de /
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Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

gilt nicht :-)
da war der R als Sicherung bzw. Sollbruchstelle vorgesehen.
MfG
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Roland Damm schrieb:

Obwohl ich dir uneingeschrĂ€nkt recht gebe, vermeide ich Wörter, die nur dem Fachmann weiterhelfen, den Anwender im Feld aber zu einem Fehlschluß fĂŒhren.
In diesem Fall ist der Fehlschluß: "aha, eh nur eine Legierung, nicht so schlimm, leitet eh auch".
Ähnliches meine ich mit dem "Feder"begriff beim Alu weiter unten zu bewirken.
Ich bestreite nĂ€mlich vehement, daß die Gesellen im Feld so viel Chemie und Physik im Kopf parat haben wie ein "normaler Abiturient". Jetzt kannst du mir mit der .sci. Keule drohen ;-)
MfG
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Prabodh C. Brendler wrote:

Ich kann nur sagen, dass vernuenftig geloetete Verbindungen ewig halten. Sonst wuerde der alte Sachsenwerk oder der alte Astor im Buero wohl nicht mehr funktionieren duerfen. Beides Roehrenradios aus den 50's in "Sauerkraut-Loettechnik", 1x Germany, 1x Australia. Bleifrei wuerde ich das persoenlich allerdings nicht machen, dem Zeug traue ich (noch) nicht.
Dann gibt es (vermutlich auch bei Euch) die 66-Blocks, in die man Kabel als Schneid-Klemmverbindung reinpresst. Habe ich auch hier. Wobei die Telco Service Leute da hin und wieder "nachdruecken" muessen.
Ein wenig verzwirbeln und Wire Nut draufdrehen geht auch, ist hier quer durch's Haus so gemacht und haelt seit 1970.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com /
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Prabodh C. Brendler schrieb:

Hallo,
die Post hat selber Jahrzehnte lang in den VerteilerkÀsten gelötet, das konnte man manchmal an der Strasse beobachten.
Bye
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Am 28.09.2008, 00:44 Uhr, schrieb Prabodh C. Brendler

Diese kleinen Wago-Klemmenblöcke sind an sich sehr praktisch. (Nicht ganz geschenkt, aber ok...) Habe die jetzt seit 3 Jahren drin, was noch nicht viel aussagt ĂŒber die Langlebigkeit, aber bisher mit dem ISDN jedenfalls keine Probleme.
Ansgar
--
Mails an die angegebene Adresse erreichen mich - oder auch nicht.
NĂŒtzliche Adresse gibt's bei Bedarf!
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On Sun, 28 Sep 2008 00:44:35 +0200, "Prabodh C. Brendler"

Hi, ich gebÂŽmal meinen Senf dazu: Löten ist und war immer die zweitbeste Lösung. Grund: Lötstelle musste penibel auber sein, Löttemperatur musste stimmen (ist ja heute kein Problem mehr), Flussmittelreste grĂŒndlich entfernen, ErschĂŒtterungen dĂŒrfen nicht auftreten usw. LSA, KĂ€figzugfeder und Schneidklemmen sind ja erst seit etwa 10 bis 15 Jahren breit im Markt.
Ich habe gelegentlich das VergnĂŒgen, Lötstellen die ich als Lehrling vor 20 Jahren gemacht habe, wieder zu sehen. Manche sehen Top aus, andere sind total vergammelt. Löten war ja auch kein Problem, solange das Personal fĂŒr regelmĂ€ĂŸige Wartung und Nacharbeit vorhanden war. Bei der BP waren Bautrupps frĂŒher regelmĂ€ĂŸig an den Verteilern zugange um bröselige Verbindungen nachzulöten. In der Summe war es aber gar nicht so ĂŒbel, nur wĂŒrde ich heute in jedem Fall LSA oder Scotties nehmen

Recht hat er

S.o. wird auch heute noch in der Ausbildung vermittelt, wie man lötet und was es taugt.

Na, da kannst Du doch locker denen vertrauen, die das hÀufiger machen :-)

So kann man sich tÀuschen! Selbst in BatterierÀumen und feuchten, salpeterschwangeren Kellern halten LSA Klemmen deutlich lÀnger als gute Lötstellen.

Wurde hier ausfĂŒhrlich geschrieben Ralle
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Am Mon, 29 Sep 2008 21:59:14 +0200 schrieb Ralph Heiden:

Danke fĂŒr alle Antworten. Hab mir eine Schachtel Scotchlok-Verbinder von 3M bestellt. Kostet ja auch nicht die Welt. Und vielleicht freut sich mal jemand drĂŒber, wenn er hinter mir her was verĂ€ndern oder erweitern muss;-)

HĂ€tte ich eigentlich nicht erwartet, aber man lernt halt nie aus.
Merci in die Runde
Prabodh
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Moin,
Prabodh C. Brendler schrub:

Der Grund dĂŒrfte ein ganz einfacher sein:
Gib einem Handwerker LötgerÀt in die Hand und sage ihm, er solle diese Kabel verlöten. Dann wird er sie verlöten. Hauptsache am Ende sitzen sie zusammen, eine kalte Lötstelle kann man durch hinsehen sowieso nicht sicher diagnostizieren. Ergebnis: UnzuverlÀssig.
Bei einer Klemme (nichts zum Schrauben) ist der Arbeitsgang eindeutig. Wenn die Kabel nachher nicht von alleine auseinander fallen, dann sind sie so verklemmt, wie es sein soll. Schraubverbindung: Da gibt es wieder die Unsicherheit, wie fest die Schraube angezogen ist und wie die Adern eigentlich unter der Schraube zu liegen kamen.
Vorurteile gegen Löten dĂŒrften hauptsĂ€chlich aus diesen praktischen Erfahrungen resultieren. FĂŒr jemanden, der sich die grĂ¶ĂŸt mögliche MĂŒhe gibt, vielleicht vorher noch ein paar Probeversuche macht, bevor er sich an die richtigen Kabel traut und vorallem etwas fĂŒr sich selbst bastelt, fĂŒr den dĂŒrften diese Vorbehalte gegen Lötungen kaum gelten.
Wenn es perfekt sein soll: Adern verdrillen, AderendhĂŒlse drĂŒber, quetschen, und dann die HĂŒlse mit Lötzinn fĂŒllen - dass sollte ewig halten.
CU Rollo
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Roland Damm wrote:

Da man aber hoffentlich dokumentiert hat, wer da gelötet hat, kann man ihn an den Ohren hinziehen und nachlöten lassen :)

Und ob die Schraube vielleicht zu fest angezogen ist und die durchgequetschten Leiter bald vor der Verschraubung wegbrechen.

ACK.

Auch ohne EndhĂŒlse wird es das. Eine verlötete Verdrillung, wo das Lot nur noch mechanische Haltefunktion hat, ist schon so ziemlich das Optimum.
Eine Quetschung ohne Lötung hĂ€tte den Vorteil, daß nichts erwĂ€rmt wird. zwar versprödet Kupfer dabei nicht so unbedingt, aber zum Beispiel kann Isolierung an fiesen Stellen schmelzen. Gilt aber eher fĂŒr mein Metier der Signaltechnik, wo Einzeladern eher mit PE als mit PVC isoliert sind. Das ist wirklich schnell weggeschmolzen, und jetzt, wo wir bleifrei löten mĂŒssen, also 30-40 K wĂ€rmer, noch eher.
vG
--
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Auch wenn es in der "Starkstrom"technik verpönt ist: Genauso verbinde ich Adern, die ewig halten sollen. Etwa wenn in einem Badezimmer Decken hoch gefliest wird, aber da eine Abzweigdose sitzt, die man nicht (bzw. nur mit viel Aufwand) verlegen könnte.
Die Adern werden erst so 3cm lang abisoliert und blitzeblank geschrubbt. Dann stramm verdrillt. Dabei verdrille ich auch einen Bereich, in dem die Adern noch isoliert sind. Macht mechanisch solideren Eindruck, da es dann keinen Übergang von isolierter, beweglicher Ader auf den abisolierten, verlöteten Bereich gibt. (Zugegeben, in einer Abzweigdose sollte man eigentlich keine das Kupfer ermĂŒdenden Bewegungen der Adern erwarten) Dann wird satt verlötet. Dabei hilft das Lot nur dabei, die Kontaktierung dauerhaft vor Korrosion und Lösen zu schĂŒtzen. Der Kontakt selber wird durch die stramme Verdrillung sicher gestellt. Über dieses Konstrukt kommt dann eine Lage Schrumpfschlauch - als besonderen Luxus den mit Innenkleber. So hat bereits mein Vater vor 50 Jahren Lötstellen gemacht, die bisher halten. (Was mich wundert, denn damals hatte er immer Löthonig bzw. Lötwasser benutzt und nach eigenen Angaben nie gereinigt).
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