Lüfter

May 24, 2024 Last reply: 2 years ago 8 Replies

Hallo



Ich verstehe die Funktion eines LM317T nicht der in einem Lüfter steckt. Ich vermute es ist eine Stombegrenzung oder so, aber leider keine Ahnung.



Hier das Teil-Schaltbild dazu:

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Der Ausgang des LM317T schwingt zwischen 34V und nahe 0V. Soll das so sein?



Der Lüfter dreht soweit, ist aber nicht kraftvoll bzw. zu langsam. Sobald ich am Ausgang des LM einen 10uF Elko einsetze schwingt es nicht mehr und es sind so 2-3V am Ausgang. Damit ist der Lüfter noch schwächer/langsamer.



Den LM317T habe ich schon mal getauscht, das Verhalten hat sich leider nicht geändert.


mfg Jochen


Hi Jochen,

Was heißt, der steckt in einem Lüfter?

Nicht wirklich, zumindest nicht in dieser Beschaltung, die aber ohnehin nicht wirklich so sein kann. Im Moment wird der wohl eher durch Prog angesteuert und arbeitet im Wesentlichen als Schalter. Möglicherweise nutzt der Entwickler kreativ die Übertemperaturabschaltung im LM317 zur Temperaturregelung ;-)

Bist Du sicher? Parallele Dioden sind jetzt nicht wirklich so der Brüller und die Widerstände nach dem OUT sehen auch eher seltsam aus. Die vermeintliche Freilaufdiode macht in der Form auch keinen erkennbaren Sinn.

Das lässt sich mit den derzeitigen Informationen nicht sagen. Ich vermute, dass wesentliche Teile des Schaltbildes fehlen oder falsch wiedergegeben wurden. Dann wäre noch das Signal an Prog wichtig und wo es herkommt, um irgendwas Sinnvolles zu sagen.

Marte

Jochen Pawletta schrieb:

Eher nein, vorsichtig ausgedrückt. Der LM317 arbeitet hier ähnlich einem Emitterfolger, allerdings ist der BE-Spannungsabfall etwa doppelt so gross wie gewohnt und 'umgekehrt' hinzu. Bei Null Volt am 'Prog' sollten daher 1.2 V rauskommen.

Es kann sein, dass bei Prog ein 'PWM'-Signal anliegt, daher würde ich lieber keinen 10 uF an den Ausgang hängen. Falls der Spuk aber mit

100 nF oder so parallel zur Diode am Ausgang (die, die gegen Masse geht) vorbei ist, dann ist es halt so. Eventuell kann man im BIOS die Regelung zwischen PWM und DC umschalten.

Das Teil hängt nicht an einem PC, hier ein paar Bilder:

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Das ist ein Netzteil aus einer IBM 3584-L22 Library.

Leider ist der ganze Kasten normalerweise vernietet, und das ganze muss auch eingebaut werden damit ich es wirklich testen kann. Ich weiß also nicht was an dem "Prog"-Pin anliegen muß.

Nur kann der mit 10k überhaupt was bewirken? Ich kann den Prog-Pin jedenfalls auf 36V oder auf 0V schalten ohne dass sich da wesentlich etwas am Ausgang des LM ändert.

mfg Jochen

Ich bin mir relativ sicher das korrekt abgezeichnet zu haben. Nur die Diode in Reihe mit dem 1k Widerstand könnte anders herum sein. (Ich hätte die Bauteile nummerieren sollen.)

Die parallelen Dioden stechen echt da so drin.

Ich habe den ganzen Lüfter-Ansteuerungs-Teil weggelassen, da der zu funktionieren scheint. (Lüfter dreht ja, nur zu langsam.) Aber der Teil er den LM betrifft sollte so vollständig und korrekt sein.

Hier auch noch mal die Links zu weiteren Bildern:

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Ich sehe gerade dass da vor den Doppel-Dioden noch ne Sicherung sitzt. Also hast recht, ist nicht komplett vollständig.

mfg Jochen

Jochen Pawletta schrieb:

Dein 'Oszillogramm' zeigt, dass sich das Ausgangssignal zwischen 0 und 34 V bewegt. Bei 36 V am Prog sollte in der Tat etwa 34 V am Ausgang sein (36V * 100/110 + 1.2V), natürlich ohne Oszillationen. Falls der Lüfter für 36 V ausgelegt ist, sollte er da voll drehen.

Ich habe jetzt wieder Zeit gehabt und mir das ganze noch mal genau angeschaut. Leider habe ich tatsächlich eine entscheidende Leiterbahn übersehen gehabt. Hier ein aktualisiertes Schaltbild:

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Diode D3 war falsch herum eingezeichnet und die Verbindung von D3/R2 zum LM317T ADJ-Pin hat gefehlt.

Ich denke die Schaltung ergibt jetzt mehr Sinn und es wird wohl tatsächlich der Strom begrenzt, oder? In diesem Datenblatt sieht die Beschaltung in Figure 16 zumindest sehr ähnlich aus.

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Aber ist es nun normal dass es "zappelt"? Hängt das vielleicht mit D4 zusammen?

mfg Jochen

Ich habe D3 mal ausgelötet, es zappelt dennoch weiter.

Zum Verständnis, einer von den beiden Transistoren rechts an den Spulen ist immer durchgeschaltet, während der jeweils andere Transistor sperrt. Im Moment betreibe ich die Schaltung ohne den Rotor, deshalb wechselt da nicht der Transistor der durchschaltet.

mfg Jochen

Hallo Jochen,

Schon besser. Jetzt möchte ich noch sehen, woher Prog kommt und wie das aussieht, synchron zum OUT.

Fig 16 befasst sich angeblich mit dem Minimalstrom an Adj, der max. 100 µA werden darf und laut Blockdiagramm vom Ausgang heraus fließt. Da der Strom aus dem Adj Eingang ohnehin nicht verläßlich in seiner Größe ist, bleibt man mit dem Augangsteiler lieber so niederohmig, dass der zusätzliche Strom keinen Stress verursacht. Die 100 k von R3 gegen Masse und auch die 10 k von R4 sind also ungewöhnlich groß. Nehmen wir also mal an, dass Prog gegen Masse gezogen werde: Dann würde R2 und R4 (||R3) einen Spannungsbegrenzer mit etwas über 12 V sein. Jede höhere Spannung an Prog oder offen würde den OUT steigen lassen, recht schnell bis zur Sinnlosigkeit. Für eine gute Regelung sind R3 und R4 jedenfalls ungewöhnlich hochohmig. R1 stellt wohl eine Art Strombegrenzung ein. Die Mimik mit D3 bleibt sehr seltsam.

Ich traue dem Schaltbild immer noch nicht.

D4 wäre hier eine klassische "Angstdiode", die an eine Freilaufdiode erinnern könnte, ohne dass sie bei der Anordnung je als solche arbeiten können wird. Möglicherweise ist es eine Zenerdiode, die die Induktionsspitzen der Spulen unschädlich machen soll. Aber auch dazu taugt die Schaltung um die Motorspulen wenig.

Marte

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