Norwegen

Ein Geselle von mir kommt gerade aus einem Norwegen-Urlaub zurück. Folgende Installation hat er vorgefunden: Alles 2adrig a.P. mit Nagelschellen verlegt.
Als Steckdosen aber Schuko, er hat leider keine aufgemacht (ich hätte das) und kann zum Anschluss des PE nichts sagen. Dazu eine Sicherung 25A für E-Herd und eine (Wert unbekannt) für den Rest. Es ist allerdings ein Holzhaus. Immerhin gab es einen RCD. (Wert auch unbekannt. Was macht der Kerl eigentlich im Urlaub? Ich schraube immer erstmal die UV auf und schaue mir alles genau an).
Frage: Es gab doch auch mal den "Schutz durch isolierende Räume". Da keine Zentralheizung oder ähnliches in den Räumen, wäre dieser "Schutz" wahrscheinlich gegeben. Ein Gerät zur Standortisolationsmessung hatte er natürlich nicht dabei.
Ist das in Norwegen noch so üblich? Das Haus soll wohl erst ca. 10 Jahre alt sein.
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Typische Ferienhausinstallation, in Dänemark ist das auch oft so pimitiv. Den Blitzschlag damals hat der Krempel dennoch überlebt, nur eine Steckdose flog aus der Wand, und eine Schmelzsicherung war nu rnoch Pulver :)
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Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

Allerdings gibts in Dänemark normalerweise keine Schukosteckdosen, und die sehr wenigen Steckdosen mit Extraloch für PE sind dann schon geerdet.
Gruß Dieter
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Das ist so nicht ganz richtig. Steckdosen mit PE sind verbreitet und unter bestimmten Bedingungen auch Pflicht.
Richtig ist, dass die Bausubstanz in Daenemark sehr viel aelter ist als in D, dass heisst es gibt halt auch sehr viel mehr alte Elektroinstallationen.
Ausserdem ist in DK die vorherrschende Netzform TT, so dass Erdung als Schutzmassnahme selten funktioniert. Habe keine historischen Informationen zur Hand, aber ich spekuliere mal, dass dies mit dazu beigetragen hat den Anreiz klein zu halten, konsequent auf Systeme mit PE umzusteigen.
Bevor man allerdings von "primitiv" redet (wie Ralf es tat), so sollte man auch bedenken, das "andere Laender - andere Sitten" gilt. Es ist halt anders hier, aber nicht unbedingt schlechter. - Personenschutz RCD ist defacto Pflicht. Die Diskusssionen, die man hier immer liest, betreffend Tiefkuehltruhe an extra Leitung ohne FI, waeren hier also gar nicht moeglich. - Installationen sind grundsaetzlich im daenischen Equivalent zu NYY auszufuehren. NYM ist im allgemeinen nicht zulaessig. - Stromgrenzen fuer die Absicherung liegen deutlich niedriger als in D. Standard fuer 1.5 mm^2 is 10A, fuer 2.5 mm^2 ist 16A. Allerdings ist die Standardausloesecharakteristik C und nicht B. - LSS muessen grundsaetzlich auch den N abschalten. Lediglich die Phase zu unterbrechen wie in D ist nicht zulaessig.
An den OP bezueglich Norwegen (teilweise auf Extrapolation der daenischen Verhaeltnise basierend):
- Aufputzinstallation ist weit verbreitet und generell akzeptiert. Wenn du ein Holzhaus oder Fachwerkhaus hast, dann ist Schlitze fraesen nicht sooooo genial. - Nagelschellen sind ebenso weitverbreitet und akzeptiert. Elektriker benuzten die auch gerne um Leitung auf Beton, Klinker etc. zu verlegen. - Anzahl der Sicherungen: Man bezahlt unter anderem eine monatliche Gebuehr die abhanegig von der Staerke deine Vorsicherung ist. 25A Ansschluss ist Standard, 35A schon beinahe Luxus und alles darueber ist entweder gewerblich oder irgendein "Schicki-Micki-Luxus-Haus" :-) Daher hat man sich historisch auch meist mit einer oder zwei Sicherungen fuer "Licht" plus einer Starkstromgruppe fuer den E-Herd begnuegt.
Gruss Klaus
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Klaus Bahner schrieb:
[Dänemark]

Man findet in jedem Haus welche, aber ehr nicht in Wohn- oder Schlafräumen. Kommt aber, wie du erwähnt hast, auch aufs Baujahr der Anlage an.
Gruß Dieter
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In Wohn und Schlafraeumen wird oft bewusst die zweipolige Steckdose verwendet, weil dann zwei Steckdosen in einen Einbaurahmen passen. Da Steckdosen in Daenemark schaltbar sein muessen, hat man dann auch zwei Schalter, was fuer Beleuchtungszwecke praktisch ist. Und da fast alle Leuchtmittel heutzutage mit zweipoligem Flachstecker ausgestattet sind, wird im allgemeinen der Moeglichkeit zwei Leuchten (z.B. im Fenster) unabhaengig und bequem von der Steckdose aus zu schalten der Vorzug vor *einer* Steckdose mit PE gegeben.
Klaus
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Klaus Bahner schrieb:

Das mit den schaltbaren Steckdosen ist schon lustig. Sind die ggf. auch als Wechselschalter ausgeführt? Das wäre ein beträchtlicher Vorteil, hier hab ich immer dieses Hin- und Hergerenne und Rätselraten, welcher Schalter nun aus ist.
--
mfg Rolf Bombach

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Hallo Rolf,

Lustig ist das auch mit der "California Wiring" in Zimmern, die als Schlafzimmer, Gaeste- oder Kinderzimmer benutzt werden koennen. Also praktisch in jedem Zimmer einen Einfamilienhauses: Die obere Haelfte von zwei Doppelsteckdosen wird mit einen Schalter an der Tuer bedient, die untere Haelfte hat Dauerstrom. Anfangs ist es mir oft passiert, dass ich den Laptop an der falschen Dose hatte und morgens war er nicht geladen.
--
Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:

Ja, genau, das meinte ich. Ist mittlerweile eben auch in CH weit verbreitet. Kam wahrscheinlich mit diesem Stehlampenfimmel auf. Und da nervt eben, dass man mal am Lichtschalter und mal am Schalter direkt an der Lampe ausschaltet. Endet meist mit mehrmaligem hin und hergerenne, typischerweise im Dunkeln ;-] Und da fände ich es eine interessante Idee, die Dänischen Schaltsteckdosen mit einer Wechselschaltung mit dem Licht- schalter zu kombinieren. (Und den Schalter an der Lampe zu verkleben).
--
mfg Rolf Bombach

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Rolf_Bombach wrote:

Nein. Im Normalfall einfacher Schalter der den Aussenleiter unterbricht. Spezialfall zweipoliger Ein/Aus Schalter der auch den N abschaltet. Wechselschaltung fuer Steckdose ist mir nicht bekannt.
Gruss Klaus
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Naja, das ist ja nicht unbedingt abwertend gemeint, die Installation in unserer Wohnung ist auch eher simpel und alt, tut aber ihren Zweck.
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wollte ich damals in der domrep auch machen, aber meine freundin hat gemeint die schmeissen uns aus dem hotel wenn ich den verteilerkasten zerlege
jedenfalls waren da pro Zimmer ein RCD vom Hersteller ABB, ich habe das fotografiert (muss fotos suchen)
lg tom
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Hallo Carsten,

Vielleicht Eigenbau a la "Der Henrik von den Johannson's kann das in den Ferien mal schnell machen"?
Sehr unterhaltsam sind auch einige "Loesungen" hier in den USA. Oft nach dem Motto "Ist ja bisher immer gutgegangen".
--
Gruesse, Joerg

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On Fri, 25 May 2007 16:56:40 +0200, Joerg

Hallo,
und da toben sich die klagewütigen Anwälte bei Schadenersatzklagen nicht aus?
Bye
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Hallo Uwe,

Weniger, weil die Urheber meist schon finanziell "Oberkante Unterlippe" leben. Wo kein Geld, da kein Klaeger. Solche Anwaelte arbeiten hier meist nach dem x-Prozent der Beute Prinzip und wenn keine Beute da ist, findet sich kaum ein Anwalt, der es macht.
--
Gruesse, Joerg

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