Phase mit zwei Adern

Hallo,
brauche für die Ladung meines Elektroautos eine Steckdose in der Garage. Es liegt eine 5-polige Leitung mit 1,5 Quadrat. Die bisherige Steckdose
ist "normal" angeschlossen, die beiden restlichen Adern des Kabels sind noch frei. Da sich die Leitung beim Ladevorgang merklich erwärmt, würde ich gerne eine der freien Adern als zusätzliche parallele Phase verwenden. Für den Nuller habe ich aber keine blaue mehr übrig. Bringt das etwas oder müsste auch der Nuller verdoppelt werden?
Danke Gunther
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Hallo Gunther,
wenn man unbedings murksen will, kann man das ja machen. Verdopplung des Querschnittes beider Leiter (Außenleiter und N-Leiter) wird die Erwärmung reduzieren. Ist und bleibt aber Murks, gegen alle Vorschriften.
Daß sich eine stromdurchflossene Leitung spürbar erwärmt, ist eigentlich ganz natürlich. Nur bei unendlichem Querschnitt würde dieser Effekt ausbleiben.
Schau doch mal nach, wie die Leitung abgesichert ist. Mehr als 16 Ampere sollten es keinesfalls sein, bei 1,5 qmm Querschnitt. Die Verlegeart der Leitung spielt auch eine große Rolle, Leitungen in isolierten Hohlräumen und Kabelkanälen erwärmen sich stärker als Leitungen im Putz.
Bei zu hoher Absicherung oder zu starker Erwärmung bleibt nur eins übrig: Neue Leitung und der Stromstärke angepasste CEE Steckdosen! Alles andere ist MURKS!
Grüße
Jürgen

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Gunther Diehl schrieb:

Hallo,
wie ist denn die Leitung abgesichert, mit welcher Leistungsaufnahme aus dem Netz arbeitet das Ladegert, wie lange dauert die Ladung?
Wenn da nur 1 kW oder weniger gebraucht wird sollte das kein Problem sein, auch bei 2 kW noch nicht.
Bye
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Uwe Hercksen schrieb:

Hallo,
Leitung ist mit 16 Ampere abgesichert. Geladen werden 10 Akkus a 6 Volt mit 30 Ampere.
Die Sicherung hält.
Gruß Gunther
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Uwe Hercksen schrieb:

Hallo,
Leitung ist mit 16 Ampere abgesichert. Geladen werden 10 Akkus a 6 Volt= 60 Volt mit 30 Ampere.
Die Sicherung hält.
Gruß Gunther
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Gunther Diehl schrub:

Macht also 1,8 kW Wirkleistung. Ist zwar schon eine satte Last, aber selbst unter Einbezug aller zusätzlichen Verluste (sprich: selbst wenn das Ladegerät nur 50% Wirkungsgrad und einen miserablen cos phi hätte) nicht kritisch. Müsstest halt mal die primärseitige (Schein-)Leistungsaufnahme messen, zumindest aber den primären Strom. Die sauberste Lösung wäre sicher eine Neuverkabelung mit 2,5 mm2...
Ansgar
--
Mails an die angegebene Adresse erreichen mich - oder auch nicht! Gültige
Adresse gibt's bei Bedarf!
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Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Hallo Ansgar,
anderes Kabel ist nicht zu machen. Zu beachten ist auch, daß die Blöcke zwar zusammen 60 Volt haben, die Ladeendspannung aber bei ca. 80 Volt liegt.
Gruß Gunther
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Hallo Gunthe,

Dafür mit reduziertem Strom.
Siegfried
--
http://www.schmidt.ath.cx

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Gunther Diehl schrieb:

Hallo,
wieviel Amperestunden hat denn der Akku und wie lange dauert eine komplette Ladung bei leerem Akku? Was fr eine Akku Technologie, Blei, NiCd, NiMH oder Lithium? Bye
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Gunther Diehl schrieb:

Das interessiert überhaupt nicht! Massgeblich ist nur, was das Ladegerät an Ampere auf der 230-Volt-Seite zieht!
Gruss Wolfgang
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Aus physikalischer Sicht verhalten sich blaue und braune Adern nahezu identisch. Aus physikalischer Sicht wäre eine Paralellschaltung der beiden schwarzen und der blauen und braunen Adern, wenn die Absicherung weiterhin mit 16A erfolgt, auch O.K.. Auch wenn sich der Strom nicht symmetrisch auf beide Adern verteilt, so wäre immer noch eine Verbesserung des Ist-Zustands gegeben, eine Überlastung der Leitung oder der einzelne Adern wäre ausgeschlossen.
Aber dies ist natürlich alles grober Unfug. Die Paralellschaltung zweier Adern ist erlaubt, im Bereich von Hauptzuleitungen (z.B. von Trafostation zur Hauptverteilung) auch üblich (obwohl gerade hier kritisch, weil geringste Unterschiede der Leitungsimpedanz zu massiven Ungleichverteilung der Ströme führt). Aber der Neutralleiter, tja. Wenn in einer Leitung ein Neutralleiter geführt wird und diese Leitung eine hellblaue Ader hat, dann ist für den Neutralleiter auch hellblau zu nutzen. Weißt Du, in meiner eigenen Installation würde ich den braunen als N missbrauchen, für einen Kunden würde ich so nicht installieren. Musst Du selber wissen, was Du machst. Ich nehme an, dass eine Neuverlegung mit 2,5mm² keine einfache Alternative ist?
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Das Farbproblem hast Du erkannt. Da könnte man nochmal die Augen zudrücken... (duck und wech...) Aber das Hauptproblem ist der Schutzleiter! Der hätte dann nur den halben Querschnitt des Außenleiters und das kann man nun nicht durchgehen lassen....
tb
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Thomas Berding schrieb:
>

Ich erlaub mir mal, anderer Meinung zu sein.
Der Schutzleiter mu zur Absicherung passen. Und 1,5 und 16 A geht zusammen.
Wie stark dann Phasen und Null sind, spielt keine Rolle.
Du kannst auch 100 mm2 und 100 m2 nehmen und SL 1,5 mit 16 A.
Da gibts keine Vorschriften.
Was nicht geht, ist 2,5+2,5 mit 20 A und SL mit 1,5 (weil der SL eigentl.keinen Strom fhrt). Das wre unzulssig und deshalb heit es, der SL me den gleichen....
Es spricht nichts dagegen, wegen Erwrmung bei Dauerlast oder Spannungsabfall PH und N zu verdoppeln.
So nebenbei, unsere Straen-Freileitungs-Versorgungen sind entweder 3x50/1x16 oder 3x 70/1x16 oder in Neubaugebieten 3x95/1x16 und immer mit NH 1 - 160 A abgesichert. Und das geht durch die Jahre und nachts sieht man die Drhte nicht leuchten....
Und warum gehts. weil hier deutsche VDE-Ansichten so unwichtig sind, wie ein Sack Reis in China.
bastian
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bastian wrote:

Es gelten andere VDE-Vorschriften mit anderen Abschaltzeiten
MfG
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Am 2006-10-23 schrieb Bernd Löffler:

Die Abschaltbedingungen sollten auch jetzt schon ohne Querschnittserhöhung eingehalten werden, wenn die Installation denn fachgerecht gebaut ist.
Aber wenn es ausschließlich nur um die vorsorgliche Absenkung der Leitungstemperatur geht: Man kann auch die Phase verdreifachen (sw/br/sw) und lässt den N wie er ist.
Man hat dann zwar auf dem N die gleiche Verlustleistung wie bisher, aber die Leistungsverluste der Phase werden deutlich minimiert. Insgesamt wird die Leitung also nicht mehr thermisch so belastet. So ist es auch erlaubt, auch wenn es nicht optimal ist.
Eine NYM oder NYY Leitung darf am Kupfer 70 Grad Celsius warm sein, so eine Leitung fasst man schon nicht mehr freiwillig an, wenn sie also einzeln verlegt ist, ist die Temperatur meist ein geringeres Problem, der Spannungsabfall auf einer Leitung bei voller Ausnutzung der erlaubten Temperatur der Leitung wäre meist eher ein Problem. Diese oben genannte Temperatur sollte aber bei fachgerechter Verlegung im Normalfall selbst bei 3,6 kW Belastung nicht erreicht werden.
Grundsätzlich sagt man: Eine einphasige NYM Leitung mit 1,5 mm² und 16 A Absicherung sollte insgesamt nicht länger als 15 m sein. (Länge zwischen Verteilung und Steckdose). Danach wird es bei voller Belastung schwierig mit dem zulässigem Spannungsfall. Ist die Strecke länger, sollte man generell 2,5 mm² verlegen. Reicht dieser Querschnitt nicht mehr aus (IMO war mit ihm die maximale Strecke 25 m), sollte man über eine Unterverteilung nachdenken.
--
Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Bors
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bastian schrieb:

Hallo,
nein, so einfach ist das nicht, bei zu langen Leitungen mit zu hohem Widerstand und deshalb zu niedrigem Kurzschlustrom geht das nicht zusammen.
Bye
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Uwe Hercksen schrieb:

Hat man dann nicht nur eine seeehr lange Heizung? Die Sicherung schützt das Kabel und das brennt nicht durch, da ja der Strom zu niedrig ist :-)
und wech...:-)
Pierre Bernhardt
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Das sei Dir gegönnt. Dann musst Du sie aber auch bis zum bitteren Ende vertreten können....
Und da musst Du evtl. gegen Widerstände ankämpfen, die sich nicht in Ohm angeben lassen .... ;-)

Nein, das ist zu simpel.....

In China vielleicht nicht, in D schon. Und ich denke, Carsten wohnt in D oder A.

Eben, aber in D in spielt die VDE eine größere Rolle der Sack Reis bei Dir ... ;-)
tb
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bastian wrote:

Dooooch - aber ich hab sie (fast) alle vergessen. Ich kann mich bloß noch ganz weit zurück erinnern, daß da einmal was war mit "bis zu 6mm² alle gleich, darüber darf der gegn um _eine_ Stufe kleiner sein".
Aber ob _das_ heute auch noch gilt, das weiß der Teufel. Ich müßte mir heutige Vorschriften - äh - ausleihen...
MfG
--
das smiley ist im header verborgen


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Franz Glaser (KN) schrieb:
>

Du hast es auch nicht verstanden.
Es gibt Vorschriften, die besagen, da kein Leiter, auch nicht der SL, kleiner sein darf, als es der Absicherung entspricht.
Aber es gibt selbstverstndlich keinerlei Vorschriften, die es untersagen, da ein Leiter (oder auch zwei) krftiger sind, als es die Absicherung verlangt.
Nach oben ist es natrlich immer erlaubt, blo nicht nach unten unter den Minimalwert analog der Absicherung.
bastian
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