Preise an der Stromboerse vom 9.2.2012

Werft doch mal einen Blick auf die Preise letzten Donnerstag an der
Stromboerse in Frankreich. In der Spitze um 10 Uhr knapp 2 EUR/kWh:
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Der Elix (D, A, F, CH) in der Spitze bei 22,5 Cent/KWh um 19:00 Uhr
und um 9:00 Uhr bei 20 Cent/kWh. Dank Photovoltaik nicht wie frueher
um die Mittagszeit:
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|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/Stundenkontrakte%20Chart%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/spot-hours-chart/2012-02-09/EU/-/1d
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Martin Kobil
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Martin Kobil schrieb:
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|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/Stundenkontrakte%20Chart%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/spot-hours-chart/2012-02-09/FRANCE/-/1d>
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|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/Stundenkontrakte%20Chart%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/spot-hours-chart/2012-02-09/EU/-/1d Am Mittwoch war Elix sogar auf 27 c/kWh. Da fragt man sich, was für Kraftwerke da wo noch angeworfen wurden.
Die Kälte kam "zum Glück" von einer Nordwindlage, die viel Wind und Sonne brachte.
In den letzten Tagen wurde ja so einiges zusammenbehauptet, um es mal gelinde zu sagen. Insbesonder mit Import/Export wurden da die wildesten Behauptungen aufgestellt. Frage: Gibt es eine Möglichkeit, das einfach zu überprüfen? Wie konnte etwa die Schweiz 2 GW nach FR exportieren, wo doch ein inländisches Produktionsmanko um 1.5 GW herrschte? Innerschweizerisch wurde noch mehr Schwachfug verzapft.
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Rolf Bombach
"Rolf Bombach" schrieb
Wo steht geschrieben, das man das alles innschweizerisch verteilen kann? So einfach ist das nicht, auch nicht in D.
Da kann es schon sinnvoll sein, D exportiert nach Frankreich und kauft in Polen ein, nur weil man aus West-D nicht nach Ost-D liefern kann.
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Laura Snider
Schau doch mal bei
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vorbei. Dort kannst Du auch sehen dass die Schweiz sehr häufig als Transitland für Strom aus D und A nach Frankreich benutzt wird.
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Emil Naepflein
Rolf Bombach schrieb:
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findest Du eine Übersicht über die physikalischen Leistungsflüsse. Zumindest solltest Du das...im Moment sagt die Seite "Invalid Account". Alternativ dazu kannst Du auch bei den ÜNB vorbei schauen. Die Börse taugt für solche Sachen nix, da die Fahrplanwelt nicht die reale Situation widerspiegelt.
VG Jörg
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Joerg Bradel
Joerg Bradel schrieb:
Besten Dank, das wollte ich wissen. Ich dachte, als Swissie könnte ich prinzipiell nicht zugreifen oder so was. Mein Account ist auch invalid ;-).
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Rolf Bombach
Laura Snider schrieb:
einfach ist das nicht, auch nicht in D.
Nirgends, nicht mal bei mir. Der Schwachfug bezog sich auf die hier üblichen Erfolgsmeldungen der sich als atomfrei bezeichnenden Städte. Dort, und nur dort, hat niemand bei -15°C Aussentemperatur und/oder ausfallender Heizung einen Heizlüfter angestellt.
Polen ein, nur weil man aus West-D nicht nach Ost-D liefern kann.
Das ist mir schon klar. Mir war nur aufgefallen, dass viele Länder, die Strom in solchen Zeiten importieren, plötzlich alle behaupteten, dass sie Strom exportierten. Deshalb fragte ich ja nach nachvollziehbaren Nettowerten, da mir alles andere zu stark politisch eingefärbt schien.
Hier werden sicher jetzt die Pumpspeicherwerke auf Volllast laufen. Etwa 2 GW können so locker gemacht werden. Bei 2EUR/kWh nach FR könnte das lohnen ;-)
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Rolf Bombach
In dieser Branche geht es um viel Geld, da wird gelogen wo es geht. In der Politik in Deutschland stehen sich bezueglich dem EEG gerade der Wirtschaftsminister Roesler (FDP) und der Umweltminister Roettgen (CDU) mit geladenen Pistolen gegenueber.
Da ist letzte Woche die Stromluecke in Frankreich eine gute Gelegenheit gewesen diese Problematik breit in den deutschen Medien dem EEG in die Schuhe zuschieben und damit Roesler zu unterstuetzen. Und zwar nicht nur von den 4 Grossen, sondern sogar von meinen nahen Stadtwerken. Letztere sind gerade dabei sich an noch zu bauenden Offshore-Windpark, einem Gaskraftwerk und einem Speicherkraftwerk zu beteiligen. Photovoltaik macht insbesondere ihrem Gaskraftwerk und Speicherkraftwerk die Spitzenlastpreise kaputt und kostet ihnen Geld bei den teilweise notwenigen Netzverstaerkungsmassnahmen im Ortsnetz. Waehrend sie gegen die angeblich hohen Kosten der Photovoltaik wettern, unterstuetzen sie Offshore-Windkraft. Ich will beides nicht gegeneinader ausspielen, aber selbst die Kosten von PV auf Hausdaechern sind hier in Sueddeutschland jetzt schon niedriger als die Offshore Windraeder in der Ost- und Nordsee, welche erst in ein paar Jahren in Betrieb gehen. Und da braucht man nicht mal teure und lange Leitungen vom Norden in den Sueden.
In meiner Tageszeitung!!! kann ich mich schon laenger an keine Ausgabe mehr erinnern, wo nicht 1, 2 oder 3 Artikel ueber Energietechnik enthalten war. Alle moegliche Privatleute beschaeftigen sich mittlerweile mit dem Thema. Im Nachbarort wurde eine Energiegenossenschaft gegruendet. Hier in der Region waren laut Messungen Windraeder nie brauchbar, ploetzlich nach dem Politikwandel macht der TUEV Sued Messungen und alles ist anders. Es werden hier ueberall in den Regionalplaenen Windvorrangsgebiete ausgewiesen. Mit heftigen Ausseinandersetzungen von Gegnern und Befuerwortern vor Ort.
Ich persoenlich versuche mich hier in Sueddeutschland schon seit 2 Jahren an einem Windrad zu beteiligen, welches ich innerhalb einer Autostunde erreichen kann. In dieser Zeit habe ich nur eine Moeglichkeit zustande gebracht, aber die Baugenehmigung wurde immer wieder aus abstrusen Gruenden verschleppt. An einem anderen Standort scheint es mir jetzt zu gelingen. Ca. 2% Anteil an einem 2.4 MW Windrad. Mein Anteil wird rund 100.000 kWh Strom im Jahr ernten, meine bestehende PV Anlage auf meinem Hausdach macht schon seit einigen Jahren rund 15.000 kWh im Jahr.
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Martin Kobil
Und mit angepassten Lastprognosen kommt man zum guenstigeren Regelstrom:
Der deutsche Strommarkt wurde offenbar bis vor wenigen Tagen durch gef=E4hrliche Handelsgesch=E4fte in die N=E4he eines Zusammenbruchs gebracht. Der =84Berliner Zeitung=93 liegt ein Schreiben der Bundesnetzagentur vor, den die Aufsichtsbeh=F6rde am Montag an die verantwortlichen H=E4ndler verschickt hat, weil es w=E4hrend der K=E4lteperiode zu gef=E4hrlichen Defiziten im Stromnetz kam.
.... Eigentlich sind sie rechtlich verpflichtet, stets soviel Strom aus Kraftwerken einzukaufen, wie ihre Kunden verbrauchen, schreibt die Zeitung weiter. Doch das taten sie laut Bundesnetzagentur massenhaft nicht, sondern verursachten mit =84Lastprognosefehlern=93 den Verbrauch fast der gesamten Regelleistung. Das war offenbar Vorsatz. Mehrere Brancheninsider berichteten der Zeitung, dass es um Profitmaximierung ging.
... Ab dem 6. Februar kam es zu dramatischen Schwankungen des Strompreises. Am 7. Februar mussten laut den Daten der Stromb=F6rse EEX zum Beispiel zwischen 9.00 und 10.00 Uhr 380 Euro pro Megawattstunde bezahlt werden =96 etwa das siebenfache der =FCblichen Gro=DFhandelspreise.
Die H=E4ndler wollten vermeiden, so hohe Preise zu bezahlen. Sie schraubten dem Bericht zufolge systematisch die Prognose =FCber den Stromverbrauch ihrer Kunden nach unten und lieferten entsprechend weniger. So vermieden sie, den gerade sehr teuren Strom zukaufen zu m=FCssen.
Der fehlende Strom musste dann aus der eigentlich f=FCr Notf=E4lle gedachten Regelleistung aufgef=FCllt werden, um einen sofortigen Blackout abzuwenden. Der Preis der Regelleistung ist weitgehend fix. In normalen Zeiten ist er zwar teurer. Doch angesichts des Ausnahmezustands war er zeitweise viel billiger als B=F6rsenstrom: Etwa 100 Euro pro Megawattstunde werden den H=E4ndlern f=FCr die Regelleistung im Nachhinein berechnet.
Die gewaltigen, offenbar absichtlichen =84Lastprognosefehler=93 betrugen dem Bericht zufolge zeitweise mehrere Tausend Megawatt.
.... Auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) ist emp=F6rt. Energieexperte Holger Krawinkel sagte: =84Nicht der Atomausstieg gef=E4hrdet die Versorgungssicherheit, sondern die Gier der Marktteilnehmer.=93
Quelle:
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Martin Kobil

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