Photovoltaik

.... u.a. zur Hausstromversorgung und Betrieb von Elektroautos.
Die Fachzeitschrift Photon ist mit einer Tochterfirma ins
Photovoltaikgeschaeft eingestiegen und hat die Kosten fuer ihre schluesselfertige PV Anlage veroeffentlicht. Es sind nur noch 1700 EUR/ kWp, woraus Stromgestehungskosten von nur rund 17 Cent/kWh resultieren. http://www.photon.de/news_archiv/details.aspx?cat=News_Archiv&sub=Praxis&pub=1&parent=3249
Zum Vergleich die PV Anlagenkosten im Lauf der Jahre. Man sieht wie rasant sie u.a. getrieben durch das EEG und dessen Vorlaeufer gefallen sind:
1990: 14.000 EUR/kWp (140 Cent/kWh) 1995: 10.000 EUR/kWp (100 Cent/kWh) 2000: 7.000 EUR/kWp (70 Cent/kWh) 2005: 5.200 EUR/kWp (52 Cent/kWh) 2009: 3.000 EUR/kWp (30 Cent/kWh) 2011: 1.700 EUR/kWp (17 Cent/kWh)
Quelle:
http://www.solaranlage.eu/files/kostenentwicklung-photovoltaik.jpg
Zum Vergleich die Stromgestehungskosten von anderen, *neu* zu installierenden Kraftwerken:
Braunkohle: 8.80 bis 9.70 Cent/kWh Steinkohle: 10.40 bis 10.70 Cent/kWh Erdgas GuD: 10.60 bis 11.80 Cent/kWh Kernkraft: 10.70 bis 12.40 Cent/kWh Windkraft offshore: 3.00 bis 15.00 Cent/kWh Wasserkraft: 3.47 bis 12.67 Cent/kWh Windkraft onshore: 4.50 bis 8.50 Cent/kWh Biomasse: 7.71 bis 11.55 Cent/kWh
Quelle: http://www.umweltbewusst-heizen.de/Strom/Strompreis/Zusammensetzung/Stromgestehungskosten/Strompreis-Stromgestehungskosten.html
IMHO in spštestens 10 Jahren wird die Photovoltaik in Deutschland alle anderen Kraftwerke hinter sich lassen und den gŁnstigsten Strom von allen *neu* installierten Kraftwerken erzeugen.
Und das gute daran: Nach der 20jaehrigen Abschreibungsdauer werden diese Anlagen Dank der extrem niedrigen Grenzkosten gegen 0 auch Stromgestehungskosten fast von 0 Cent/kWh haben. Und damit selbst heutige, abgschriebene AKWs sehr weit hinter sich lassen.
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snipped-for-privacy@epost.de on Sun, 19 Jun 2011 03:47:22 -0700 (PDT):

Bis 2009 linearer Preisverfall von ca. 30%/5a , der hinter dem von Handys zur√ľckbleibt. Einbruch der Preise durch Erscheinen der Chinesen 2010?

Die Rechnung, wie aus kwp, dem PMPO der Solarindustrie, ohne Angabe der Aufstellart und des Breitengrades kwh werden w√ľrde mich mal interessieren.

photovoltaik.jpg
Andere Quellen, andere Zahlen.

Dazu m√ľsste die Quantenausbeute aber deutlich √ľber 1 steigen (Insiderwitz), w√§hrend Windkraft noch viel Luft nach oben (z.B. durch neue Werkstoffe, bessere Aerodynamik, Winkelverstellung, ein-Blatt- Systeme oder variable Fl√ľgelgeometrie) hat. Repowering ist bei Windkraft zum Teil ohne Abriss m√∂glich. Mit dem Wegsinken der F√∂rderung, spricht der h√∂here Erntefaktor der Solarthermie bei den privaten (Dach-)Fl√§chen f√ľr eine Nutzung der Fl√§che zum Heizen und moderne gewerbliche Leichtbauhallen k√∂nnen auf ihren Aluminiumd√§chern keine Solaranlagen tragen, da diese manuelles (=teures) Abr√§umen von Schneemassen erfordern, was neuerdings zur Auflage bei der Baugenehmigung gemacht wird. Durch Energie-Landwirtschaft entsteht schon jetzt Fl√§chenkonkurrenz bei vergleichsweise hohen Fl√§chenertr√§gen und geringen Einstandskosten.
Kurz: die f√ľr PV in Frage kommende Fl√§che wird eher kleiner.

Ich kenne keine PV-Anlage, die nach 10 Jahren nicht mit Delamination, Degradation, Abl√∂sen der Kontaktierungen, Glaskorrosion oder anderen Problemen zu k√§mpfen hat. Um zu bezweifeln, dass PV-Anlagen 20 Jahre durchhalten, brauche ich nicht mal an Antec Solar oder Solartec, M√ľnchen zu denken. Und wenn ich trotzdem daran denke, f√§llt mir das √∂rtliche Antec-Opfer ein, der einen 5-stelligen Betrag f√ľr die Sonderm√ľll-Entsorgung in seiner Kalkulation mit aufnehmen durfte.

Nur wenn die Fl√§che nichts kostet und eine andere Nutzung der Fl√§che keine h√∂here Rendite verspricht. F√§llt die Kapitalrendite unter 6%, ist man mit einem Finanzprodukt eh besser bedient. Diese Schwelle ist nur durch aussetzen, der Absenkung nicht √ľberschritten worden.
Falk D.
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Es ist waere natuerlich optimal, serioese Daten zum Alterungsprozess von PV-Platten zur Hand zu haben, die keinerlei Zweifel lassen, was im Laufe der Zeit mit den Platten geschieht. 20 Jahre als Zeitraum ist eine kurze Zeit.
K.L.
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F@lk Du_bbert schrieb:
Er schrieb nicht nur, sondern xpostete wie wild und wie √ľblich. Muss das sein?

Spanienmarkt brach weg usw.

2012? 2013? Das w√§re interessant. Schweinezyklus die erste? Was kostet die Solaranlage, wenn die Zellen gratis sind? Hier in CH gibt es jetzt grosses Geschrei, da Anlagen ab einer gewissen Gr√∂sse Lastgangdokumentation brauchen. Und, man stelle sich mal vor, so was ist nicht umsonst. Sicher eine Weltverschw√∂rung der Atommafia. Ein weiterer interessanter Schritt d√ľrfte dann erfolgen, wenn jeder bei der Bereitstellung von Regelleistung und Blindleistung mitmachen darf.

Hmf, hier musste ich zweimal lesen. In Berlin lohnen sicher Vertikalturbinen, viel heisse Luft nach oben...

PV wird eh erst bei h√∂herem (und trotzdem bezahlbaren) Wirkungsgrad interessant, jedenfalls f√ľr mich und ich schliesse jetzt mal von mir auf andere ;-)

Solche Überlegungen verstehe ich ohnehin nicht wirklich, ich habe offenbar das nötige Gen von meinem Vater nicht geerbt. Immerhin ahne ich, dass ein Modell, das auf der Annahme beruht, alle montierten sich jetzt mit gepumptem Geld so eine Anlage aufs Dach und erwirtschaften damit Gewinn, irgendwie nicht nachhaltig ist. Aber immer schön andere als Abzocker bezeichnen.... Da ist es erfolgversprechender, einen grossen Magneten in Keynes Grab zu versenken und ein paar grosse Spulen aufzustellen.
--
mfg Rolf Bombach

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On Mon, 20 Jun 2011 23:15:44 +0200, Rolf Bombach

Nat√ľrlich ist es eine Ma√ünahme der bisherigen Stromversorger um sich unliebsame Konkurrenz vom Hals zu halten. In D braucht man das nicht, also warum in der CH?

Das können heutige PV-Wechselrichter problemlos. Bisher hat man sie nur nicht gelassen.

Der Wirkungsgrad ist v√∂llig ohne Bedeutung das das Angebot an Energie den Bedarf vieltausend-fach √ľbersteigt. Entscheidend sind die Kosten pro erzeugter kWh. Z.B. liefern die D√ľnnschichtmodule den Strom nur mit etwa 10 % Wirkungsgrad. Da aber die Produktionskosten mittlerweile im Bereich von 50 ct/Wp liegen liefern sie die kWh deutlich g√ľnstiger als hoch effiziente Module von Sunpower die 20 % Wirkungsgrad haben und f√ľr deutlich √ľber 2 ¬§/Wp verkauft werden. Die Fabrikabgabepreise in China f√ľr Module mit durchschnittlichem Wirkungsgrad von 13-14 % liegen derzeit bei gro√üen St√ľckzahlen schon bei etwa 1,1-1,2 ¬§/Wp.
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begin quoting, Emil Naepflein schrieb:

Mag sein, daß sie das können, nur wäre es schlicht Unfug, sie das machen zu lassen. Es ist nämlich bei näherem Hinsehen nicht sinnvoll oder auch nur notwendig, den Regenerativen Netzdienstleistungen aufzuerlegen.
Hinsichtlich der Blindleistungsbilanz existiert das Problem schlicht nicht: Die kann man weitgehend mit dem Hochspannungsnetz einstellen, wird Blindleistung ben√∂tigt, dann l√§√üt man die Leitungen im unternat√ľrlichen Betrieb laufen, andernfalls umgekehrt. F√ľr den restlichen Regelungsbedarf kann man hervorragend Phasenschiebermaschinen verwenden, beispielsweise die Generatoren der stillgelegten KKW im Leerlauf am Netz lassen und durch die Erregersteuerung Blindleistung nach Wunsch erzeugen (kostet nicht viel, praktisch nur ein bi√üchen Stromverluste und die Erregerstromerzeugung). Das h√§tte auch noch den Vorteil, die Kurzschlu√üleistung der Netze deutlich zu erh√∂hen. (Und die Spannungshaltung vor Ort findet logischerweise durch Trafoumschaltung statt.)
Was die Wirkleistungsbilanz (Frequenzhaltung) angeht, muß man sich mal klarmachen, daß hohe Anteile regenerativer Erzeugung zwangsläufig große Speicher voraussetzen. Die sind aber erst noch zu errichten, parallel zum Ausbau der regnerativen. Sollen die doch die Frequenzhaltung machen, ist viel billiger, weil nicht so dezentral. Es ist doch Quatsch, regenerative Kraftwerke anzudrosseln - was die dadurch nicht erzeugen, wird doch hinterher wieder als CO2 emittiert. In Anspruch genommene negative Regelleistung konventioneller Kraftwerke geht hingegen automatisch mit verringertem Brennstoffverbrauch einher.
Es ist dringend erforderlich, der derzeitig laufenden Verdummungskampagne der Netzbetreiber entgegenzutreten.

Das ist nat√ľrlich Unsinn.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf . K u s m i e r z schrieb:

Spannungshaltung (Blindleistungsbereitstellung) erfolgt im √úN mit den Kraftwerken, direkt angeschalteten Drosseln oder Drosseln an den Terti√§rwicklungen der Netzkuppler/-trafos und, so man denn zu den Gl√ľcklichen z√§hlt, mit Kondensatorb√§nken. Einfach Leitungen ausschalten, um das Parallelsystem in den √ľber- nat√ľrlichen Betrieb zu zwingen hat u.U. h√§ssliche Effekte zur Folge, wenn genau dieses System auch noch ausl√∂st. Solche Nummern machen wir nur in Schwachlastzeiten, wenn alle anderen M√∂glichkeiten ausgesch√∂pft sind. F√ľr den Starklastfall stellt sich die Frage nicht, da dann eh alles eingeschaltet ist, um die Leistung durch's System zu bekommen.

Diese √úberlegungen gibt es in der Tat. Die Frage ist nur, ob das so einfach geht, da diese Anlagen immer noch dem Atomrecht unterliegen.

gut bezahlen lassen </Glaskugel>

Ack.
Was verstehst Du unter Trafoumschaltung? Ausschaltung? Anderes Teilnetz? Stufung?

Erzähl mal...
LG Jörg
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begin quoting, Joerg Bradel schrieb:

Ok, das ist ein Argument...

Insofern brauchen dann eher die Regierungen/Genehmigungsbehörden ein wenig Nachhilfe. Call (oder mail) your congressman...
Das klingt aber in der Tat nach einer interessanten juristischen Frage.

Und das können sie sicher auch, weil es ja so gar keinen Wettbewerb im Markt gibt...
Ob die da wohl die Rechnung ohne den Wirt gemacht haben?

Ich meinte die Stufenumschaltung bei der Einspeisung ins Mittelspannungsnetz.
(Die Idee, 100 kVA Blindleistung aus einem Niederpannungsnetz zu ziehen, damit man dort ohne Spannungsanhebung 5 kW Sonnenstrom einspeisen kann, finde ich hochgradig schwachsinnig, denn das d√ľrfte den Nettoeffekt in etwa aufheben, hei√üt, die 5 kW werden dann daf√ľr verbraucht, um die erforderlichen 100 kVA zu erzeugen. Aber man k√∂nnte schon schauen, da√ü man Ortsnetze mit entsprechenden Einspeisungen dann mittelspannungsseitig entsprechend anpa√üt - geht nat√ľrlich auch wieder nicht ohne Umbauten ab, weil nicht an allen Ortstrafos die gleichen Einspeisungsverh√§ltnisse vorliegen. Aber man kann schon einmal schauen, ob man das nicht so geschaukelt kriegt, da√ü die Spannung √ľberall im Toleranzband liegt. Schlimmstenfalls mu√ü an einigen wenigen Stellen das Niederspannungsnetz verst√§rkt werden (ja, teuer...), aber Umr√ľstung aller Ortstrafos auf umschaltbar kommt nat√ľrlich nicht in Frage.)

Was möchtest Du denn wissen?
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf . K u s m i e r z schrieb:

Ack. Wenn dann die Juristen durch und die Techniker dran sind, wird es erst richtig interessant ;-) Ist ja alles Neuland, ähnlich den Offshore-WP. Da sind wir auch gerade richtig am Lernen.

Darauf wollte ich hinaus. Man wird wohl hingehen und sagen: Ihr wollt das, wir k√∂nnen das, aber die technischen Umr√ľstungen m√ľsst ihr bezahlen, weil, ihr wollt das. Mal schauen, was daraus wird.

Keine Ahnung, aber sie haben IMHO gute Karten. Einen regelbaren SVC bekommt man nicht auf die Schnelle.

Ah ok, ich konnte mit dem Begriff nichts anfangen. Also das, was man heute mit Netztrafos schon macht.

Naja, wie kommst Du auf Verdummungskampagne?
LG Jörg
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begin quoting, Joerg Bradel schrieb:

Ich dachte, Ironie funktioniert auch ohne Kennzeichnung.

Na, dann wollen wir mal:
Was machen Netzersatzanlagen am liebsten? - Richtig: Probebetrieb! Mit dem Strom könnte man sie schon fast finanzieren.
Wiewviel GW NEA mit rotierenden Maschinen h√§tten wir denn da so in D? Wenn man mit denen einen Deal macht: Sie d√ľrfen ihren "Probebetrieb" ausweiten, wenn sie 1. ein fernsteuerbares Zusatzger√§tchen einbauen, mit dem der Netzbetreiber an Wirk- und Blindlast drehen kann, und sie 2. das Ding f√ľr lange (ggf. 24/365) laufen lassen (meistens im Leerlauf), dann kriegen wir da doch schon ganz nett Regelleistung zusammen, nicht? (Und zwar nicht nur Blindleistung. sondern sogar Spitzenleistung, wenn's ansonsten mal "brennt" - wochenlange Flaute im Winter, Pumpspeicherwerke usw. leergelaufen/zugefroren... - wird nat√ľrlich zu den (dann) gepfefferten Spotpreisen verg√ľtet.)
Sch√∂n, das geht nicht immer und √ľberall - so ein Notstromdiesel mag das ja nicht unbedingt, im Leerlauf gedreht zu werden, und auskuppeln geht wohl nicht immer - aber grunds√§tzlich lie√üe sich da schon was machen.
Und da kreucht und fleucht ja auch noch einiges andere im Netz - Mittellastkraftwerke, Kaltreserve - alles so'n Zeug, was auch nicht wesentlich stärker verschleißt, wenn sich die Turbosätze mitdrehen und der Kessel aber aus bleibt. Von daher: Brauchen wir denn die KKW-Blöcke? Wohl nicht zwingend, also sind die Verhandlungspositionen der Interessenten gar nicht so schlecht.
Aber falls doch, empfehle ich Artt. 14 f. GG zur Lekt√ľre. Ja, das steht etwas von Entsch√§digung. Und dann sieht der Proze√ü vor dem BGH bzw. BVerfG in etwa so aus:
Kl√§ger (K): "Das verletzt aber ganz doll unser Eigentumsrecht, Hohes Gericht! - Regierungsvertreter (RV): "Gemeinwohl, zwingend und unabweisbar, datt darf datt (Artt. 14 f. GG)." K: "Aber dann Entsch√§digung!" - Gericht (G): "Wie hoch ist denn der Schaden?" K: "Die haben uns unsere sch√∂nen KKW stillgelegt und wollen auch noch Brennelementesteuer, und jetzt sollen wir denen ihren gr√ľnen Strom auch noch veredeln!" - G: "Ja, das ist Gesetz. Und welcher Schaden entsteht nun?" K: "Ja, wenn wir uns mal wieder eine genehme Regierung gekauft haben, dann k√∂nnten wir die KKW aber vielleicht wieder laufenlassen..." - G: "Mag sein. Aber das geht doch auch, wenn sich die Generatoren in der Zwischenzeit drehen, nicht wahr? Oder nutzen die sich dabei sehr ab?" K: "√Ąhm, nein, eigentlich nicht. Aber wir verbrauchen nat√ľrlich Strom und haben auch gewisse Wartungskosten..." - RV: "Die sollen Sie auch ersetzt bekommen..." K: "Wir k√∂nnten aber die Maschinentrafos ausbauen und nach Ru√üland verkaufen, die sind doch noch gut und brennen nur selten ab..." - G: "Aber ohne die Trafos kann man die KKW dann nicht wieder in Betrieb nehmen, richtig? Und was sind die Turbos√§tze dann noch wert?" K: "Naja, die sind teilweise radioaktiv und schon 'ziemlich speziell', die will sonst keiner haben, aufwendiger Transport und so ... also, √§h, eigentlich nur Schrott. Aber wenn *wir* den Blindleistungsbetrieb damit machen, dann k√∂nnten wir damit richtig fett abzocken..." - G: "Daf√ľr m√ľ√üten dann aber schon noch Maschinentrafos vorhanden sein?" K: "√Ąhm, naja..." - RV: "Ohne die zu enteignenden Netzdienstleistungen der Turbos√§tze der Kl√§ger w√§re die Versorgungssicherheit gef√§hrdet. Es m√ľ√üten aufwendig Kompensationsanlagen errichtet werden, die die Energiekosten erheblich belasten und damit die wirtschaftliche Stabilit√§t usw. beeintr√§chtigen w√ľrden. Die B√∂rsenpreise f√ľr Netzdienstleistungen w√ľrden extrem steigen und durch die Kostensituation nicht zu rechtfertigende Monopolrenditen generieren."
Tja, und wie ginge das dann wohl f√ľr die Kl√§ger aus?
Ich w√ľrde mal denken, die werden angewiesen, die Dienstleistung zu regulierten Preisen zu erbringen, die im wesentlichen nur die variablen Kosten (Energieverbrauch, Wartung, Personal) abdecken, mit der Begr√ľndung, da√ü die Anlagen wegen des gesetzlichen Verbots, sie entsprechend der urspr√ľnglichen Bestimmung zu betreiben, wertlos geworden sind und deswegen kein zu ersetzender Nachteil voeliegt. Vielleicht gibt es noch eine kalkulatorische Entsch√§digung f√ľr den Rest-/Schrottwert der Generators√§tze und Blocktrafos. (F√ľrs Geb√§udeheizen und -bewachen gibt's nix, denn das ist als Bestandteil des R√ľckbaus ohnehin erforderlich, also "Soda"-Kosten.)
Unnu?

Ja, man mu√ü nur h√§ufiger schalten, wenn der Strom gelegentlich r√ľckw√§rts l√§uft.
(Man k√∂nnte auch √ľberlegen, im einigen Abschnitten zus√§tzliche Mittelspannungskabel zu verlegen, die √ľber einige dezentrale Spartrafos mit den anderen verbunden wrden, und dann an "kritischen" Ortstationen Umschalter vorzusehen, die auf die niedrigere Spannung umschalten, wenn zuviel r√ľckgespeist wird. Das k√∂nnte billiger kommen als eine NS-Netzert√ľchtigung und neue Ortstrafos.)

Es werden technische Notwendigkeiten behauptet, die real nicht existieren. (Als die Stromversorgung vor fast dreißig Jahren dereguliert wurde, war das auch so. Die ganze Zunft war extrem erbost, als ihr Börsenpreise nach merit order zugemutet werden sollten, und beschworen mal wieder den Untergang des Abendlands.) Ich nenne das Verdummungskampagne - bis in den Rundfunk haben sie es auch schon geschafft: DLF - Wissenschaft im Brennpunkt v. 19. 6., <http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/1479997/ , <http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/1484472/drucken/ .
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf . K u s m i e r z schrieb:

Der Detektor ist defekt.

Dann dreh' ich den Spie√ü mal um: Wo speisen NEA bevorzugt ein? Richtig, in der Niederspannung. Wo wird die Systemdienstleistung "Spannungshaltung" erbracht und ben√∂tigt? Wo sind die KKW, √ľber die wir sprechen, ange- schlossen? Richtig, im √úbertragungsnetz. Unnu?

Ich weiss es nicht, sag Du es mir. Interessanter wären allerdings GVar...
[...]

Mit so einem Vorschlag w√ľrdest Du bei mir als Betreiber einer station√§ren NEA den Ausgang sehen. Das ist nicht ohne Grund eine Netz_ersatz_anlage.

[...] Ich bin kein Jurist, also werde ich das nicht kommentieren.

Jetzt bin ich aber gespannt...

Die Deregulierung der Stromversorgung erfolgte per Gesetz im Fr√ľhjahr 1998.

Ja, die Medien verdummen den B√ľrger, nicht die Netzbetreiber.
VG Jörg
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Am 6/23/2011 11:49:06 PM schrieb Joerg Bradel:

Und die Medien saugen sich die Verdummungs-Infos aus den Fingern? Oder werden die doch eher von gewissen Lobbys lanciert?
--
lG Ferenc

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begin quoting, Ferenc Staedter schrieb:

ACK
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begin quoting, Joerg Bradel schrieb:

Habe ich auch gerade gemerkt. Und daß die Trafo-Reaktanz aus einem großen cos phi im NS-Netz einen deutlich kleineren im Verteilungsnetz macht.

Geht das leider nicht.

Wenn man die dabei dysfunktionalen NS-Anlagen mal wegl√§√üt, dann d√ľrfte die vorhandene Reserveleistung ann√§hernd so hoch sein wie die Grundlast, und entsprechend ist auch potentielle Blindleistung vorhanden. Das ist also ziemlich undramatisch.

Deren Zuverl√§ssigkeit durch derartigen "Mi√übrauch" aber steigt - wenn die in einer unkritischen Situation die Gr√§tsche macht, juckt's keinen gro√ü, aber durch einen solchen quasi dauernden "Probebetrieb" wird es deutlicher wahrscheinlicher, da√ü sich Macken *dann schon* zeigen und nicht erst, wenn die H√ľtte brennt. (Aber ok, NS-NEA taugen nichts als Blindleistungserzeuger.) Und da√ü sich das wirtschaftlich lohnt, d√ľrfte klar sein: Anstatt da√ü die NEA nutzlos rumsteht, verdient sie pl√∂tzlich Geld - da kann man sich dann sogar √∂fter mal eine neue g√∂nnen.

Ich auch nicht, aber letztlich geht es darum. Keine Bundesregierung wird zulassen, da√ü die Wirtschaft oder der Staat von Eigent√ľmern strategischer Produktionsmittel erpre√üt werden kann, und sie hat dabei rechtlich auch gute Karten, IMHO.

Und warum hast Du dann die Antwort verpennt?

Dem gingen aber Jahrzehnte Diskussionen voran. Ich kenne die Literatur dazu sehr gut, war zuf√§llig mein Diplomarbeitsthema. Wer einmal l√ľgt, dem glaubt man nicht...

Die haben schließlich keine eigenen Sender und Zeitungen...
Gruß aus Bremen Ralf
--
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On Tue, 21 Jun 2011 21:56:31 +0000 (UTC), Joerg Bradel

Das wird der Markt regeln, genauso wie heute bei der Regelleistung.
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Emil Naepflein schrieb:

Dumm nur, dass wir hier von Blindleistung reden. F√ľr die existiert kein Markt. Und es wird daf√ľr auch keinen geben, da Blindleistung "knotenpunktbezogen" eingesetzt wird und man daraus keinen "Markt" konstruieren kann. Ist halt Physik, kein BWL.
VG Jörg
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Joerg Bradel schrieb:

Und niemand weiss, wie das in die Hose gehen kann, so wie an Ostern 2005 im Kernkraftwerk Leibstadt. Zitat Massnahmenpaket:
: Der technische Defekt ist laut Peter B√ľrgy, Abteilungsleiter Elektrotechnik, : eindeutig auf eine W√§rmeausdehnung von metallischen Pressplattensegementen : im Stator des Generators zur√ľckzuf√ľhren. Nachrechnungen mit modernsten : Methoden sowie die Analyse der gesch√§digten Stellen im Materiallabor zeigen, : dass der Spalt von 0.6 Millimeter unter den zum Zeitpunkt des Schadens : vorherrschenden Betriebstemperaturen zu klein war. Es kam zum Kontakt der : Segmente mit der Folge des Kurzschlusses und der Aufschmelzung der Kontaktstelle.
OK, soweit klar, die makroskopische Welt ist weitgehend deterministisch ;-), ein Grund gibt es immer. Interessanter ist, wie es dazu kam:
: Es brauchte noch einen weiteren Grund, um eine Temperatur zu erreichen, : welche die Platten so weit dehnte. Es war die spezielle Belastung in der : Nacht zum Ostermontag. Der Generator wurde dazu verwendet, das Netz zu : stabilisieren. Er musste daf√ľr, laienhaft gesagt, Spannung vernichten. : Der Generator wurde kapazitiv gefahren, um Blindleistung aus dem Netz : aufzunehmen. Dies ist nicht un√ľblich. Grosse Generatoren wie derjenige : im KKL sind auch daf√ľr gebaut.
Eben. Eigentlich, theoretisch, prinzipiell hätte es funktionieren sollen... BTW, "grosse Generatoren" meint 1.2 GVA und so.
--
mfg Rolf Bombach

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begin quoting, Rolf Bombach schrieb:

Ich w√ľ√üte nicht, warum nicht.

Abgesehen davon, da√ü KKL bei dem Vorfall nicht au√üer Betrieb war, kann ich an dem Vorgang nun wirklich nichts Atomspezifisches erkennen. Sieht alles irgendwie nur nach "shit happens" aus. Wobei nat√ľrlich zu bem√§ngeln ist, da√ü der Hersteller die Betriebsbereiche offenbar nicht ausreichend ausgetestet hatte. Und nachdem bei KKW reihenweise Blocktrafos hoppsgehen, ist dann eine Macke an einem Generator auch nicht gerade eine Ruhmensblatt. (BTW: Beim vorletzten Trafo-Brand in Kr√ľmmel hatten die Protokolle auch noch einen Generator-Erdschlu√ü registriert - wurde das eigentlich gekl√§rt? K√∂nnte nat√ľrlich auch ein Artefakt gewesen sein.) Die Zuverl√§ssigkeit der elektrischen Ausr√ľstung geh√∂rt bei den Stre√ütests jedenfalls auch auf den Tisch.
Bei Wikipedia steht √ľbrigens etwas von "Erdschlu√ü am Transformator" - vielleicht bringt das mal jemand in Ordnung (ich nicht).
Ich wei√ü √ľbrigens, was gemeint ist, aber der Ausdruck "kapazitiv gefahren" ist mir unbekannt und √ľberraschend, da ja nun eine Kapazit√§t gerade nicht Blindleistung aufnimmt, sondern vielmehr erzeugt - bei "Spannung vernichten" w√§re ich aber von einem untererregten Betrieb ausgegangen, was bei einem lastschwachen Tag dazu pa√üt, da√ü die unternat√ľrlich belasteten Leitungen kapazitiv wirken, Blindleistung erzeugen und die Spannung unerw√ľnscht erh√∂hen.
Was ist dann in der Folge eigentlich im Netz passiert, nachdem sich KKL weggeschaltet hatte? Anzunehmen ist, da√ü die ausgefallene Leistung von 1,2 GW durch Reserven ersetzt werden mu√üte. Entsprechend m√ľ√üten dann auch noch andere Kraftwerke die Erregung reduziert haben, um die Spannung nicht unzul√§ssig ansteigen zu lassen, wobei das ja nun so trivial auch wieder nicht ist, weil sich die Lastfl√ľsse deutlich ver√§ndert haben d√ľrften.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf . K u s m i e r z schrieb:

Jep, die Maschine am linken Anschlag des Diagramms gefahren (was nun nicht wirklich ungewöhnlich ist) und vom zu kleinen Spaltmaß wusste keiner.

Ich kann mich finster an die Störschriebse erinnern: meinst Du die Anregung nach der Netztrennung?

Du hast vollkommen Recht. Aus Sicht des Kraftwerkes ist aber untererregter Betrieb kapazitive Fahrweise, der √ľbererregte induktiv. Ist etwas verwirrend, ich musste mich auch erst daran gew√∂hnen. Sag' mal einem Kraftwerker "ab sofort max. untererregt", da kommt der ins Straucheln. "Max kap." versteht er sofort ;-).

Geht relativ Problemlos. Gr√∂√ütenteils sind in den Kraftwerken Automatiken eingebaut (U/Q-Rechner), die die Spannung am Netzanschlu√ü durch Stufung der Maschinentrafos konstant halten. Wenn nicht, greift man zum Teflon und gibt ein neues Spannungs- band vor. Zeigt auch das keine Wirkung, greift man auf netzseitige Kompen- sationsm√∂glichkeiten (Drosseln) zur√ľck. Dank Fernsteuerung dauert das nicht lange.
VG Jörg
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begin quoting, Joerg Bradel schrieb:

Ja, das war nach der (R√ľckfall-)Schutzanregung - der ganze Ablauf war irgendwie seltsam, aber ich kann mich an die Details auch nicht mehr so genau erinnern. Das Problem war halt, da√ü nicht zu erkennen war, wie denn nun der Fehlerstrom eigentlich geflossen sein soll, um vom Schutzger√§t erfa√üt zu werden.
So ein bißchen hatte ich den Eindruck, daß da einiges nicht gestimmt hatte - beispielsweise waren am Generatorleistungsschalter hinterher praktisch keine Spuren zu erkennen waren.

Naja, Slang...
Gruß aus Bremen Ralf
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