Solarstrom Eigennutzung

Hallo,
ab dem Jahr 2009 gilt für neu installierte Photovoltaik Anlagen ein neues EEG http://premium.solarfoerderung.de/download/count.cfm?ID=173
. Neben einer sinkenden Vergütung gibt es - wie ich meine - auch eine interessante Neuerung:
Eigengenutzter Solarstrom wird 20 Jahre lang mit 25,01 Eurocent/kWh vergütet, der nichtselbstgenutzte ins Stromnetz eingespeiste Strom wird wie bisher vergütet, dann mit 43,01 Eurocent/kWh. Lukrativ wird die Eigennutzung, wenn der Strompreis weiter ansteigt.
Diese Änderung wirft natürlich viele Fragen auf, u.a. wie der selbstgenutzte Strom steuerlich gehandhabt wird, ob damit jetzt auch Inselanlagen ohne Stromnetzeinspeisung gefördert werden, wie eine solche Anlage technisch aussehen kann, etc ....
Mich würde hier die technische Seite bei einer netzgekoppelten Anlage interessieren, insbesondere wie der Zählerschrank aussehen könnte. Wie wäre es mit dem hier, oder seht Ihr noch andere Lösungsmöglichkeiten:
http://www.photovoltaikforum.com/userpix/2_Zaehler_1.jpg
Natürlich wird man versuchen möglichst viel des Stromes aus der PV Anlage selbst zu nutzen und möglichst wenig aus dem Stromnetz zu beziehen. Ein Problem dürfte sein, dass es bei meiner kleinen, geplanten PV Anlage nur einen 1-phasigen Wechselrichter geben wird. Meine erster Ansatz war die wichtigsten Verbraucher dann auf diesen Außenleiter zu legen. Aber wer oder was hindert mich daran, natürlich mit Ausnahme des Herdes und der Drehstromsteckdosen alles auf den betreffenden Außenleiter zu klemmen?
Martin
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
MartinKobil schrieb
[...]

So ein Quark,
ich verbrauche stattdessen pro Jahr ein paar pütschige Liter Benzin (ca. 10kWh/l, das entspricht bei mir einer 10km PKW-Strecke) weniger. Es ist billiger, unschlagbar umweltfreundlicher und macht sich unverzögert im Portemonai bemerkbar.
[...]

Intressen haben natürlich Vorrang ;)

Alles möglichst teuer verkaufen. Nur billig einkaufen, nienicht von Dir, Du bist zu teuer mit Deinen verlorenen 100kWh/Jahr/#m.

...
Peter
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
MartinKobil schrieb:

----Schnipp----
Falsch!
Wie du oben leicht erkennen kannst, willst du wirklich *jede* kWh in das Stromnetz zu 43 ct einspeisen, um sie dann über den anderen Zähler zu 18 ct von deinem EVU zurückzukaufen. Das EEG macht's möglich. Zum Glück haben sie es immerhin untersagt, die Solarzellen mit Kunstlicht zu sonnen.
Leider werden durch ähnlichen Unsinn auch sinnvolle technische Neuerungen verhindert. Zum Beispiel gibt es noch keine gasbetriebenen Wärmepumpen zu kaufen, sondern nur welche mit Strom.
Die Strom-Wärmepumpe ist wirtschaftlicher Unsinn, denn die Wärmepumpe braucht nur noch 1/4 der Energie vom Versorger, den eine einfache Heizung brauchen würde, der Strom kostet aber 4mal so viel wie Gas. Damit ist der Vorteil dahin. Trotzdem lohnt es sich, denn die Hersteller verkaufen dir ein Mikro-BHKW plus Strom-Wärmepumpe. Deine Investitionskosten sind zwar doppelt so hoch, dafür kommt aber der normale Stromkunde via Einspeisevergütung auf.
Kurz: Das ganze EEG ist für'n Arsch, wenn du nicht gerade in der Branche deinen Arbeitsplatz hast. Entweder du bindest jahrelang dein Kapital an die kostspielige Heizungsanlage oder du musst über höhere Strom- und Gaspreise die Anlagen anderer Leute mitbezahlen.
Mit freundlichem Gruß
Jan
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Jan Kandziora schrieb:

Hallo,
bei dem miserablen Gesamtwirkungsgrad den das Kunstlicht und die Solarzellen zusammen haben würde nur ein Volldödel auf diese Idee kommen und dabei dann heftig draufzahlen.
Aber ein Regeltrafo der aus den 230 V etwa 235 V macht würde schon reichen um Strom für 18 ct zu kaufen und für 43 ct wieder zu verkaufen, auch wenn der Trafo nur 90 % Wirkungsgrad hat würde man dabei noch gut verdienen.
Bye
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Uwe Hercksen schrieb:

Dummy Photozellen auf dem Dach nicht vergessen...
Butzo
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Jan Kandziora schrieb:

Klar.
Haben sie? Wer ist "sie"? Und warum sollten sie?
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
  Click to see the full signature.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Ralf Kusmierz schrieb:

Die Maximalenergiemenge, die man nach EEG vergütet bekommt ist meines Wissens gedeckelt nach Anlagengröße, die auch Sonnenstunden und den Wirkungsgrad berücksichtigt. Sonst würde ich mir ein kleines Panel aufs Dach stellen und eine beliebige Menge Rest im Keller per Umrichter umpumpen. Wer guckt schon in meinen Keller?
Mit freundlichem Gruß
Jan
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Jan Kandziora schrieb:

Das steht wo?

Was hat das mit Kunstlicht zu tun?
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
  Click to see the full signature.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Jan Kandziora schrieb:

Nicht mehr: Gas 8,4 ct/kWh - Strom 17,39 ct/kWh. Und Elektroheizgeräte haben 100% Wirkungsgrad, bei 50 Jahre alten Gaseinzelöfen will ich die Zahl lieber nicht wissen.
Butzo
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Wenn man seinen Verstand einschaltet, kann man leicht erkennen, dass bei selbstgenutztem Strom und einem Strompreis z.B. von
a) 18 Cent die resultierende Vergütung bei 25 + 18 = 43 Cent liegt b) 25 Cent die resultierende Vergütung bei 25 + 25 = 50 Cent liegt c) 30 Cent die resultierende Vergütung bei 25 + 30 = 55 Cent liegt
Oder glaubst Du, dass der Strompreis in Zukunft niedriger sein wird?
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
On Tue, 23 Sep 2008 12:36:19 -0700 (PDT), MartinKobil
Zudem wird man die Eigennutzung wohl nicht versteuern müssen.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Worauf basiert diese Aussage? Ist das deine persönliche Meinung oder gibt es hierzu schon Regelungen/Aussagen vom Finanzamt?
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
On Wed, 24 Sep 2008 05:26:49 -0700 (PDT), MartinKobil

Das ist meine persönliche Vermutung da man den Strom ja nicht verkauft. Sollten die Einnahmen zu versteuern sein dann rechnet sich der Eigenverbrauch nicht mehr so einfach.
Es könnte dann allerdings auch Probleme mit der Umsatzsteuerrückerstattung für die Anlage geben.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Ich würde dir wirklich sehr gerne zustimmen, sehe es aber leider anders.
Die Anschaffungskosten der PV Anlage und die Schuldzinsen werden steuerlich abgeschrieben und es würde mich schon schwer wundern, wenn man den privat verbrauchten Strom dann nicht als Eigenentnahme versteuern müsste.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
MartinKobil schrieb:

Was meinst du wohl, warum die Eigenvergütung mit genau 25 ct/kWh festgesetzt wurde? In der Vergangenheit haben viele auf genau den Unterschied zwischen bisheriger Einspeisevergütung von 50 ct/kWh und einem Strompreis von 17 ct/kWh gesetzt.
Jetzt wurde diese Differenz verringert, aber gleichzeitig als "Zuckerl" die Differenz für einige Jahre festgeschrieben, praktisch als Inbvestitionsschutz. Sonst hätten die Solarfirmen nämlich dichtmachen können, weil niemand mehr ihr Zeug kauft.
Das EEG ist eine verdeckte Geldsteuerung in die Kassen der heimischen KMUs, mehr nicht. Du also Verbraucher sparst da gar nichts. Das Geld 10 Jahre fest anzulegen bringt gleich viel oder mehr. Kannst du deinen höheren Brennstoffbedarf ebenfalls mit bezahlen.

Der Strompreis wird sich (im Vergleich zu Erdgas) minimal nach oben bewegen, ich vermute bis auf 21..22 ct/kWh. Darüber fangen die Industrieverbraucher an zu rotieren, für die sind die aktuellen Preise (trotz Großabnehmerrabatt) zum Teil schon zuviel. Siehe Hamburger Aluminiumwerke. Gegen eine zu große Schere, sprich: beim Kleinverbraucher abkassieren, spricht die staatliche Regulierung.
Mit freundlichem Gruß
Jan
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Die Einspeisevergütung wurde bisher jedes Jahr um jeweils 5% verringert. Ab 2009 werden es jedes Jahr ca. 8% sein, in Abhängigkeit der installierten Neuanlagenkapazitäten.

Nein, die Solarfirmen müssen die Absenkung der Einspeisevergütung durch Steigerung der Produktivität und durch neue Technologien (z.B. Dünnschichtsolarzellen benötigen nur noch einen Bruchteil des Siliziums) wegstecken. Die werden in der Regel nicht Pleite gehen, sondern im Gegenteil mächtig Kapazitäten aufbauen. Das ist schließlich das Ziel der Förderung. Und irgendwann ist die PV sowieso ohne Förderung rentabel.

Ich habe keine Glaskugel, aber IMHO wird er sich an den Preisen der anderen Energieträger orientieren. Wenn ich eine moderate Steigerung von je 4% pro Jahr annehme, dann ist der Strompreis in 20 Jahren bei rund 40 Cent/kWh.
Ich werde dann für den von meiner PV Anlage kommenden Strom gar nix mehr zahlen, weil die Anlage längst abgeschrieben ist :-) Und mein PluginHybrid- oder Elektroauto wird auch damit fahren :-) Und in den 20 Jahren Abschreibungszeit ist der eigengenutzte Strom quasi auf den Betrag von 18 Cent/kWh festgezurrt :-) Strompreissteigerungen diesbezüglich können mir in diesen 20 Jahren deshalb egal sein :-)
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Jan Kandziora schrieb:

Bein uns bekommt man bis zu einer Maximalleistung einen Sondertarif. Die Maximalleistung weiss ich grad nich, ich glaube 6kW.
bye uwe
--
Skype: unscharfer_pfeffer ## ICQ: 453740861 ## www.pssg.de

Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Also hier kostet der Strom für die Wärmepumpe im E.ON Powertherm Tarif HT/NT 13,2/9,4 ct/kWh. Und selbst normaler Strom kostet mich momentan bei E-Wie-Einfach weniger als 17 ct/kWh. Erdgas kostet dagegen rund 6,6 ct/kWh.

Bei einer Jahresarbeitszahl von 4 gibt es selbst zum normalen Stromtarif noch einen Vorteil.
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Gas kostet bei den Stadwerken Iserlohn zwischen 7,27 und 9,46 c/kWh brutto (zzgl. 2,40 bis 14,60 Euro/Monat). Strom für Wärmepumpen kostet 15,03 c/kWh zzgl.4,40 Euro/Monat. Die Wartungskosten muss man auch noch berechnen, und natürlich die Anschaffungskosten und die Rücklagen für Neuanschaffung nach X Jahren. Wobei "X" für Wärmepumpen und Gasbrennwertkessel mir nicht bekannt ist. Alles in allem kommt dabei raus, dass einige Gebäudeenergieberater hier im Bekanntenkreis je nach Berechnung entweder auf Gasbrennwert oder auf Wärmepumpe schwören - na toll. Vermutlich liegen die tatsächlichen Kosten nicht soweit auseinander. Insbesondere die Unbekannte "X" und die Frage, wie teuer einem die Finanzierung der Wärmepumpe letztendlich kommt, machen eine genaue Berechnung m.E. unmöglich. Energetisch sinnvoll ist beim Vergleich Wärmepumpe/Brennwert wohl die Wärmepumpe, zumindest, wenn man eine Leitsungszahl von "4" für die WP und Primärenergiefaktoren für Gas (1,1) und Strom (3,0) annimmt. Deutlich besser - wie schon geschrieben - wäre wohl ein Gasmotor, der eine WP antreibt.
Die "optimale" Heizung - das kann man pauschal nicht beantworten!
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Moin,
Carsten Schmitz schrub:

Wen wundert's? Würden Wärmepumpen so viel billiger insgesamt sein, also Gas- oder Ölheizungen, dann würde sie jeder haben wollen. Mit dem Ergebnis, dass die Hersteller den Preis anheben können. Der Marktpreis pendelt sich automatisch so ein, dass beide Systeme den Kunden gleich viel kosten. Allenfalls die Hersteller könnten eventuell mit dem einen oder dem anderen System mehr Gewinn machen.
Deswegen ist es ja auch so lachhaft, wenn allerlei Leute von Öl auf Holzpelletheizung um stellen. Langfristig werden beide Systeme gleich viel kosten.

Da sehe ich schwarz, was die Investitionskosten angeht. Beim Öl oder Gasbrenner ist technisch quasi nichts dran. Beim E-Motor für eine WP auch nicht. Ein Gasmotor ist eine ganz andere Kragenweite. So ein Motor müsste eine Lebensdauer haben, von der PKW-Motoren nur träumen können. Sowas dürfte die Wärmepumpe um 5..10k? verteuern, das muss man über Energieersparnis erst mal wieder reinholen. Und selbst wenn das ginge: siehe oben. Die Preise werden sich automatisch so einpendeln, dass den Kunden beides gleich teuer kommt.
CU Rollo
Add pictures here
✖
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Polytechforum.com is a website by engineers for engineers. It is not affiliated with any of manufacturers or vendors discussed here. All logos and trade names are the property of their respective owners.