Pulssensor an PC betreiben

Aug 06, 2011 4 Replies

Hallo,



ich habe noch so einen Ohrläppchen-Pulssensor, der bei einem Kettler-Ergometer mitgeliefert wurde:



Das Teil hat einen üblichen 3,5mm Klinken-Stecker. Mich würde interessieren, wie man den anderweitig verwenden könnte, vorzugsweise am PC. Genial wäre ja, wenn man ihn am Mikrophon-Eingang der Soundkarte irgendwie betreiben könnte. Weiß jemand näheres zu dem Teil? Grundsätzliche Funktionsweise? Ich hab auch noch die drahtlose Brustgurt-Variante mit einem kleinen Empfängerteil, das auch einen 3,5mm Klinken-Stecker hat. Notfalls könnte ich es noch indirekt über das Ergometer machen, das kann man per Serial-Port mit dem PC verbinden und z.B. die Kettler Ergo-Konzept-Software zeigt dann die Pulsfrequenz an. Da bräuchte es eine Software-Schnittstelle, um an das Signal zu kommen.



Danke & Gruß,



Felix


Hallo Felix,

Wahrscheinlich nicht. Wenn Du sehr viel Glück hättest, liegt die Belegung am Stecker so, dass der gemeinsame Mssseanschluß ganz aussen, die Leuchtdiode am mittleren und die Photodiode an der Spitze liegt. Dann müsste der Hochpass der Soundcard noch auf deutlich unter 5 Hz gehen, damit man die Pulswelle auch noch mitbekomt. Beides ist in der Regel nicht der Fall. Ob die Amplitude auch noch sinnvoll auswertbar wäre ist auch eher unwahrscheinlich und wenn, dann nur bei absoluter Dunkelheit vorstellbar.

Auf der einen Seite vom Clip sitzt eine LED (üblich wäre IR oder Rot). Gegenüber sitzt eine Photodiode oder ein Phototransistor. Die pulsation des Blutes ist an der Intensitätsabschwächung des Sensors zu erkennen.

Sicher der einfachere Weg.

Was noch wchwieriger werden könnte. Müsste man mithören, was auf der seriellen läuft. Mit diversen Terminalprogrammen geht das.

Marte

Mein Durabook kommt laessig auf 5Hz runter. Mit einem Trick kann man sogar bis DC messen, selbst wenn sich die AC-Kopplung in der Sound Chip Schaltung nicht umschiffen laesst. Z.B. so:

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Ueber den Sound Chip gibt es noch weitere Tricks. Z.B. koennte man 10kHz oder so auf die LED schicken falls der Ausgang genug Power hat. Dann am Eingang AM-demodulieren. Auch dazu gibt es Software die beinahe den Komfort eines Legobaukastens bietet:

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Mit dem Sound Chip haben wir hier schon die merkwuerdigsten Messungen a la McGyver gemacht. Etwa eine durchschnittliche Einschaltdauer gemessen wo wir aus Sciherheitsgruenden nicht heran konnten, indem das "Tastverhaeltnis" des Knurrens eines Transformators erfasst wurde.

Ji Jörg,

Wie machst Du das ohne windoof?

bei mir lernen das meine Studenten im Messtechnikpraktikum. Ein Bachelor hat mir dankenswerterweise ein nettes Labviewprogrämmchen usammengestrickt, mit dem man das sogar noch didaktisch aufbereitet serviert und anschaulich gemacht bekommt. Quasi Lock-In-Light.

Muss ich mir mal genauer anschauen.

ja, die Soundcard gibt einiges her, solange man keine absoluten Pegel messen will oder man den anfangs herauskallibrieren kann.

Marte

Das C-Programm ist doch OS-unabhaengig, kann man umstricken. Da ist sogar ein Aufruf von linux/soundcard.h drin :-)

LabView bekommen Studenten und Unis total billig. Sobald man aber normaler sterblicher Buerger oder gar selbststaendig ist wie ich, dann liegt alles satt im vierstelligen Bereich. Ergo habe ich kein LabView. In den seltenen Faellen wo ich mal SCADA brauche, dann Azeotech DAQFactory.

Diese Software ist echt genial.

... und solange man Brumm und Schaltnetzteilstoerungen raushaelt. Das erfordert meist einen Uebertrager.

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