Quecksilberdampflampe nur eine Drossel?

Stimmt es, daß eine 400W Quecksilberdampflampe sonst kein Vorschaltgerät benötigt als eine 5kg schwere Drossel? Kein Zündgerät?
MfG Glaser
Ich habe vor mir eine Lampe liegen Philips HLP Comfort 400W und der hat mir ein Elektriker nur einen 2-Pol in Serie geschaltet, dessen Typen- schild unleserlich ist. MAY kann ich noch lesen, sieht aus wie ein ver- gossener Trafo, dunkelgrau.
(Für mich ist sowieso 230V-Zeuch schon sehr suspekt)
Oder zündet dieses Wunderkästchen?
MfG Glaser
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das smiley ist im header verborgen
http://www.meg-glaser.biz/wiz/power-cons.html
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Könnte von May & Christie stammen. Vielleicht findest du beim Hersteller weitere Informationen.
Gruß, Alexander
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Alexander Dörr wrote:

Danke euch allen recht herzlich!
Das habe ich tatsächlich vor fast 50 Jahren einmal gelernt und mangels Verwendung komplett vergessen. Daß es sowas gibt?! Unglaublich.
Stimmt nicht ganz, vor 40 Jahren hatte ich noch einmal ein wenig damit zu tun, des Lichtspektrums wegen.
Computerei macht blöd.
Grüße, Glaser
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Franz Glaser (KN) schrieb:

Stimmt. Hg-Hochdrucklampen sind, abgesehen von Größe und Leistung, baugleich mit haushaltsüblichen "Höhensonnen".
Der Brenner hat eine Hilfselektrode mit geringem Abstand zu einer der Hauptelektroden eingebaut. Bei sehr großen Hg-Lampen sind zwei Hilfselektroden drin, je eine pro Hauptelektrode. Diese Hilfselektrode(n) ist(sind) über einen hochohmigen Widerstand mit der gegenüberliegenden Hauptelektrode verbunden.
Der Abstand zwischen Hilfselektrode und Hauptelektrode ist gering genug, dass mit der normalen Netzspannung eine Glimmentladung zünden kann. Diese Glimmentladung zündet dann den Lichtbogen zwischen den Hauptelektroden. Allerdings zünden Quecksilberdampf-Hochdrucklampen nur in kaltem Zustand. Wenn eine Hg-Lampe abgeschaltet wird, muss man ein paar Minuten warten, bis sie wieder zündet.
MfG, Andy
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Andreas Haimberger schrieb:

ACK, genau so ist das. Die Dinger werden ja häufig zur Straßenbeleuchtung eingesetzt, und wenn dann mal der Strom für ein paar Sekunden ausfällt dauert es einige Zeit bis die wieder zünden. Die Hilfselektroden sind übrigens aus Bimetall, das erklärt diesen Effekt auch ganz gut.
Gruß Dieter
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wrote:

Heisst das, das diese Elektroden dann zuerst einen Kurzschluss machen und bei Erwrmung langsam den Abstand vergrssern? Gruss Harald
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Harald Wilhelms schrieb:

Keinen Kurzschluss, aber kürzere Distanz, dann zündet sichs leichter.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann schrieb:
[...]

Bei"Bimetall" muss ich widersprechen. Die Hilfselektroden bei den Quecksilberdampf-Hochdrucklampen sind ganz normale dünne Wolframdrähte, die starr und unbeweglich in geringem Abstand zu den Hauptelektroden montiert sind. Bimetallelektroden kenne ich nur bei den Startern für Leuchtstofflampen.
Fotos solcher Quarzbrenner sind z.B. hier zu finden:
http://home.arcor.de/stewave/images/Lampen/entladung/mercury/NF80-00.jpg
Am unteren Bildrand in der Mitte findet man eine Nahaufnahme eines typischen Quarzbrenners. Man sieht sehr schön die dünne Hilfselektrode (eigentlich nur ein Wolframdrähtchen) und die stärkere Hauptelektrode, ebenfalls aus Wolfram, die nebeneinander in dem Quarzglasgefäß eingeschmolzen sind.
Auf der Hauptseite findet man noch viel mehr Abbildungen diverser Gasentladungslampen: http://www.stewavelight.de/menu/pictureindex.htm
Der Grund dafür, dass heisse Hg-Hochdrucklampen nicht mehr zünden liegt darin, dass der Betriebsdruck in heissem Zustand >1,5 bar beträgt. Die Glimmentladung, die für das Zünden des Lichtbogens benötigt wird, findet in kaltem Zustand in einem Hilfsgas (meistens Argon) bei einigen Millibar Druck statt. In heissem Hg-Dampf bei 1,5 bar ist die Zündspannung zu hoch, um mit Netzspannung noch was zünden zu können.
MfG, Andy
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Andreas Haimberger schrieb:

Ich hab das mit Bimetall definitiv gesehen, war allerdings auch ein Grosskaliber dieser Art, AFAIR 1kW. Bei kleineren Lampen, oder wenn die Abkühlphase länger dauern darf, reicht natürlich eine starre Hilfselektrode völlig aus.
Gruß Dieter
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