Hallo Sebastian,
Siegfried
Hallo Sebastian,
Siegfried
Uwe Hercksen schrieb...
Soweit prinzipiell ok. Aber was passiert, wenn pl=F6tzlich (innerhalb weniger Sekunden) 5-10% der= =20 Last wegfallen? Die Generatoren werden ja durch die Verbraucher belastet=20 und durch die Turbinen mit gleicher Leistung angetrieben. Dieser=20 Gleichgewichtszustand wird pl=F6tzlich gest=F6rt. Wenn dann die=20 Antriebsleistung aller Turbinen im Restverbuind nicht schnell genug=20 gedrosselt werden kann, steigt die Drehzahl der Generatoren und damit=20 auch die Netzfrequenz.=20 Ein schlagartiger 5-10% Lastabfall wird sicherlich nicht so schnell=20 auszuregel sein. Damit w=E4re eine kurzfristige Frequenzerh=F6hung doch=20 durchaus m=F6glich?!
- Heinz
Mario Ansorg schrieb:
Hallo,
da waren HG=DC Seekabel in der Ostsee zwischen Deutschland und Schweden=20 gemeint. Bei Kabeln im Wasser lohnt sich HG=DC schon bei wesentlich=20 k=FCrzeren Strecken als bei Freileitungen =FCber dem Land. Nach Norwegen soll auch noch ein HG=DC Seekabel kommen. Aber wo sollen denn die anderen genannten Strecken sein?
Bye
Heinz Saathoff schrieb:
Hallo,
da w=E4re jetzt die Frequenzmesskurve zum Zeitpunkt des Ausfalls in=20 Italien interessant. Dann k=F6nnte man der Abbildung 8 in dieser Abhandlung noch ein sch=F6nes= =20 Beispiel hinzuf=FCgen.
Hallo, Uwe,
Du (hercksen) meintest am 01.10.03:
Weil nämlich nur 1 Leiter gebraucht wird. Ansonsten wird HGÜ auch gern zur Ankopplung von Netzen mit verschiedenen Frequenzen benutzt. Klassisch: Kopplung Westeuropa - Osteuropa. Da gab es unterschiedliche Prinzipien über die Präzision der Netzfrequenz.
Bei Frequenz-Umrichtern wäre das der Gleichstrom-Zwischenkreis ...
Viele Grüße! Helmut
Helmut Hullen schrieb:
Hallo,
nicht nur deswegen, sondern weil auch beim Drehstrom Erd- oder Seekabel=20 die Kabelkapazit=E4t bei l=E4ngeren Strecken viel zu hoch w=E4re.
Bye
Uwe Hercksen schrieb...
F=E4nd ich auch interessant.
Interessante Grafik. Frequenz f=FCr Polen und Spanien pendelt sich langsam= =20 ein, w=E4hrend die Kurve in D ganz einfach auf die niedrigere Frequenz=20 abf=E4llt. Das es allerdings nur 20 mHz sind, ist schon erstaunlich wenig.= =20 Leider sieht man nicht, wie lange es dauert, die Frequnz wieder auf den=20 Ursprungswert hochzufahren.
Die Grafik bezieht sich auf eine St=F6rung von 900 MW im spanischen Netz.= =20 Bei der angesprochenen 8 GW St=F6rung blieb die Frequenz=E4nderung unter 0,=
5=20 Hz, es gibt aber keine Grafik zu den Ausgleichsvorg=E4ngen.- Heinz=20
Heinz Saathoff schrieb:
Hallo,
richtig, da geht's um zwei verschiedene St=F6rf=E4lle. Aber die Kurve von Italien w=E4re schon hochinteressant, vielleicht l=E4s= st=20 ja Prof. emeritus Leonhard schon seine Beziehungen spielen um die Kurven =
zu bekommen.
Bye
Wurde die Ursache für den Ausfall in London hier schon erwähnt? Eine falsche Überlastauslösevorrichtung mit einem fünftel des beabsichtigten Auslösestromes.
Michael Kauffmann
Michael Kauffmann schrieb:
Hallo,
nein, habe ich hier noch nicht gesehen, sehr interessant. Wie lange war denn diese falsche =DCberlastausl=F6sevorrichtung schon=20 eingebaut bevor sie zu dem Ausfall f=FChrte? Hatte dieser Schutz fr=FCher= =20 schon angesprochen, wenn auch nicht mit so grossen Folgen?
Bye
Tach
Michael Kauffmann schrieb:
noch sind in Deutschland regelmäßige Relaisprüfungen bei den Netzversorgern üblich. Mal schauen wann auch die bis zum gehtnichmehr eingespart werden
MfG
Und, man mag es kaum glauben, aber auch 50Hz breitet sich wellenmäßig aus und es gibs sowas wie Spannungs- und strombäuche. Nicht zu verwechseln mit bierbäuchen ;-)
Siegfried Schmidt schrieb:
Hallo,
also die Vakuumwellenl=E4nge von 50 Hz ist 6000 km, auf einem Kabel sind'= s=20 eher 4000 km, kritisch ist schon eine Viertelwellenl=E4nge, also 1000 km.=
Damit es noch keine ausgepr=E4gten Spannungsb=E4uche gibt sollte man=20 deutlich unter der Viertelwellenl=E4nge bleiben, also ganz so lumpig sind= =20 da 250 km doch wieder nicht.
Bye
Michael Kauffmann schrieb:
Hallo,
nach hoffentlich macht Murphy in diesen vier Wochen mal Urlaub, er h=E4tt= e=20 es ja dringend n=F6tig.... ;-)
Bye
Man setzt wohl voraus, daß wenigstens die Pläne stimmen, der Hersteller die Relais richtig beschriftet hat und der Mitarbeiter beides lesen kann. An was denkst Du?
Michael Kauffmann
Da wäre die hierarchie. Etwas dringt nach unten. Der entscheidende hinweis bleibt in irgenteinem schreibtisch liegen.
Da wäre, das lager. Den typ haben wir augenblicklich nicht am lager. Oder hersteller hat zur zeit lieferengpass. Sehr beliebt.
Da wäre. Im augenblick haben wir dazu keine zeit. Das muß warten.
Oder der, der das eben mal machen sollte, wird krank. Oder geht in urlaub. Oder geht in rente. Da findet sich dann noch so einiges. Kann es aber nicht zuordnen. Weil überzeugt, das wäre schon längst erledigt.
Anderes scenarium. Mitarbeiter bekommt dringenden anruf auf seinem händy, wärend er grad kaffee trinkt. Den eigentlichen auftrag erledigen wir dann später. Da der ausführungstermin eigentlich schon überschritten ist und wieder mal von oben gedrängt wird, wirds halt erstmal als erledigt gemeldet. Motto, erledigen wir mal eben nebenbei.
Welcher der gründe,oder welche kombination es war, das in einer wichtigen übertragungseinheit über 2 jahre die spezialbatterien fehlten, war nicht mehr nachprüfbar. Jedenfalls gabs öfter unerklärlichen alarm. Die batterien sollten neben der notstromversorgung auch für unterbrechungsfreien saft sorgen. Da der batteriekasten aber schwer zugänglich war, kam keiner auf die idee, da mal nachzusehen.
Andererseits scheint das kulturgut lesen zeitweise nicht greifbar zu sein. Oder es wird zeitweise der sinn, dessen was man liest, nicht verstanden ;-)
Ich denke, ich beende das mal. Je mehr man darüber nachdenkt, um so mehr fällt mir ein.
Ich bin sicher, da=DF das "oder welche kombiniert..." der Schl=FCssel ist.
Die einzelnen Vorschriften werden meistens noch einigerma=DFen penibel eingehalten, weil sie von Leuten auf mittlerer Ebene ausgef=FChrt werden, die auch noch Detail-Sachverstand haben.
Das =FCbergeordnete, komplexe technische know how ist mit der Konstruktion zwar in die Anlagenplanung eingegangen aber bei den Erweiterungen nur mehr von Finanzleuten auf Plausibilit=E4t =FCberpr=FCft worden. Die technischen Aspekte der Vermaschung, das Schwingungsverhalten, die mehrdimensionale Regeltechnik hat niemand mehr beachtet. So ist jedes einzelne Umspannwerk auf Selbstabschaltung richtig dimensioniert (?), aber die Wirkung der Abschaltung bei =DCberlast im Maschennetz ist nur kaufm=E4nnisch auf den Bildschirmen zu sehen.
Dilettanten haben das Heft in der Hand.
MfG
--=20 Franz Glaser MEG Glasau 3 A-4191 Vorderweissenbach
Michael Kauffmann schrieb:
Wenn eine Schutzeinrichtung so lange unbemerkt falsch eingestellt war, darf man davon ausgehen, dass die Mitarbeiter keine regelmässigen Kontrollen durchgeführt haben und sich damit nicht auskennen.
Um aber so viele Schutzeinrichtungen zu kontrollieren, werden bestimmt alle Mitarbeiter eingesetzt und nicht nur die wenigen Spezialisten, die diese Einrichtungen hätten einstellen und prüfen müssen.
Es ist kaum anzunehmen, dass sie nur modernstes Material und bestens ausgebildetes Personal haben.
BTW: Wer zum Kontrollieren der Schutzeinrichtungen in Mittel-, Hoch- und Höchstspannungsanlagen Pläne hervorkramt, hat schon verloren. Dafür gibt es separate Dokumente.
BTW2: Ich habe auch schon Relais' kontrolliert, bei denen alles gestimmt hat - Nenndaten, Einstellungen und Tests Okay - und trotzdem hätten sie versagt. Es waren die falschen Messwandler eingebaut.
BTW3: Bei mobilen Schaltern mit eingebauten Messwandlern und stationären Schutzrelais' muss man auch noch darauf achten, dass der richtige Schalter in der richtigen Zelle steht.
Ciao Walter
Stimmt, soweit ich weiß gibt es z.B. zwischen Tschechien und Österreich eine 500kV-Gleichstromverbindung.
lg Ragnar
Keine Ahnung. Ich habe sie täglich in gedruckter Form vor der Nase hängen. Vielleicht hilft die bereits gepostete URL weiter
Gruß Jörg
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