Regelleistung im Stromnetz

Werner Holtfreter schrieb:


Hallo,
in der schon genannten Erläuterung in Wikipedia steht, nach dem Krieg war Kupfer in England knapp, daran wollte man mit dem Ring sparen und man wollte an einem Ring zwei Heizgeräte mit je 3 kW betreiben können, deshalb diese Dimensionierung.
Bye
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Aus einem ganz simplen Grund... damals galt die Regelung, da jede BS546-15A-Steckdose separat(!) abgesichert werden mu! Mit einem Ring hingegen darf man die ganze Wohnung zupflastern. In dieser Form gibt es die Regelung nicht mehr, aber soweit ich mich erinnere, drfen Radialstromkreise max. 100m2 Wohnflche pro Stromkreis versorgen (wohingegen man eben prinzipiell mit einem Ring die ganze Wohnung versorgen darf, in der Praxis gibt es heute zumindest noch einen zustzlichen Kchenring, der aber oft wieder problematisch ist, weil dort smtliche Gerte mit hoher Leistungsaufnahme wie Geschirrspler, Waschmaschine und Wschetrockner, Wasserkocher, etc. versammelt sind). Auerdem konnten sich britische Elektriker seit Jahrzehnten per Brainwashing von den berragenden Vorteilen der Ringe berzeugen lassen... ich kenne aber einige, die den Ring aus genau den erwhnten Grnden (Gefahr der Unterbrechung) lieber heute als morgen abschaffen wrden. In Irland sind Ringe in Kchen explizit verboten weil es so viele Probleme mit berlastungen gab.
Zu den Heizgerten: in Anbetracht der Tatsache, da man wohl kaum zwei solche in einem Zimmer betreiben wird, ist die Argumentation auch schon wieder wacklig... ein Radialstromkreis pro Zimmer wrde die Forderung dann genauso erfllen, nur eben nicht pro Stromkreis.
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska wrote:

http://en.wikipedia.org/wiki/Ring_circuit --> Ganz unten der Link 2: http://www.theiet.org/publishing/wiring-regulations/ringcir.cfm
Latimer: History of the 13 amp plug and the ring circuit. Presentation papers from a public meeting to discuss the issue of ring circuits, IET, London, October 2007 (PDF in ZIP)
Da steht: Ring bis 100 m², Radial bis 50 m².
Aber das sind keine Sicherheitsregeln, damit soll nur eine ausreichende Ausstattung der Wohnung gewährleistet werden.

Die oben verlinkten Dokumente beschränken sich nicht auf Schlagworte sondern stellen Vor- und auch Nachteile der Ringtopologie dar.

Ich hatte seinerzeit im meiner Altbauwohnung mit Kachelofen zwei große Elektroheizgeräte im Wohnzimmer! Meine Lösung damals: Zwei parallel verlegte Kabel je 3*1,5 mm² Cu, 16 A. An jedem möglichen Verbrauchspunkt hatte ich zwei Doppelsteckdosen nebeneinander installiert - je eine an jedem Stromkreis. Natürlich musste man die Last auf beide Stromkreise verteilen - das System war trotz des größeren Aufwands also schlechter als der britische Ring.
(Wenn schon Tagstrom-Elektroheizung, dann ausreichend stark, damit sie schnell ist und nicht zur Dauerheizung werden muss!)
--
Gruß Werner

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Werner Holtfreter schrieb:

Hallo,
in diesem Fall wäre wohl eine Drehstromleitung günstiger gewesen, mit nur 10 A pro Phase hätte man 6,9 kW Heizleistung gehabt. Aber im Altbau steht wahrscheinlich kein Drehstrom zur Verfügung und wohnraumtaugliche Drehstromsteckdosen kenne ich keine, ebenso keine portablen Drehstromheizgeräte für Wohnräume.
Bye
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Uwe Hercksen schrieb:

Perilex. Und auch CEE-Steckdosen gibts in UP mit nicht zu häßlicher Abdeckung, aber ein eingesteckter CEE-Stecker senkt den WAF ganz enorm.

Da ist mir allerdings auch nichts bekannt.
Gruß Dieter
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Am 04.02.2011 13:50, schrieb Dieter Wiedmann:

Zwar nicht unbedingt das, was sich die Hausfrau für ihr Wohnzimmer erträumt, aber er heizt. http://www.trotec24.com/beheizung/elektroheizer/elektroheizer-tds-100.html
--
mfg hdw

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"für Wohnraum" ist relativ. Ich arbeite öfter auf Werften, und da sind Drehstromheizer mit 3*32A die Regel, nicht die Ausnahme. Von Volumen her würden die in eine Wohnung passen. Ist aber eher Ikea-Stil, nicht altdeutscher Barock.
--
Gruß aus Henstedt-Ulzburg, Deutschlands größtem Dorf (Schleswig-
Holstein, Kreis Segeberg). Urlaubsbilder: http://www.thomas-heier.de
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horst-d.winzler schrieb:

Da man die Trennstelle auch in die HV verlegen kann (das wird z.B. bei Wartungsarbeiten, aber auch bei div. Industriekunden gemacht), sind die Kabelstrecken für diesen dann zu erwartenden Strom ausgelegt. D.h. nur die erste Strecke nach der HV muss den Strom des gesamten Rings tragen können.
LG Jörg
--
Signatur entlaufen...

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Am 30.01.2011 23:09, schrieb Joerg Bradel:

Als Doppelanbindung für höhere Versorgungssicherheit auch plausibel.
--
mfg hdw

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Werner Holtfreter wrote:

aber erhöhen die Kurzschlussleistung!
Jörg

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Ok, wobei ich immer noch nach einem knallharten, finanziellen Interesse der rund 900 NB suche, den Stromverbrauch und Stromerzeugung in ihrem Netz die Waage halten zu lassen. Die NB werden ihre Netz- und Regelkosten ja auch irgendwie abrechnen. Knnte darin das finanzielle Interesse liegen?
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Am 30.01.11 11.07, schrieb Martin Kobil:

(nebenbei: Strom wird nicht verbraucht. Die Elektronen sind alle noch da. Es geht um eingespeiste und entnommene Wirkleistung.)
Ein "knallhartes, finanzielles" Interesse, den Stromverbrauch und die Stromerzeugung sich die Waage halten zu lassen, existiert nicht.
Es ist unvermeidlich, dass eingespeiste und entnommene Wirkleistung im Mittel gleich sein müssen, wenn die Netzfrequenz konstant sein soll.
Innerhalb eines Bilanzkreises gewährleisten die Bilanzkreisverantwortlichen planerisch im Voraus ein Gleichgewicht zwischen eingespeister und entnommener Wirkleistung unter Berücksichtigung eigener Einspeisungen und Entnahmen sowie den mit anderen Bilanzkreisen vereinbarten Wirkleistungsim- und exporten. Die Abweichungen von diesem Planungszustand zieht die Frequenz/Wirkleistungsregelung glatt.
Bei diesen Aktivitäten insgesamt rentabel zu agieren - dafür besteht sicher ein "knallhartes, finanzielles" Interesse.
Eine gute Lektüre in diesem Zusammenhang ist
Schwab, A. J.: Elektroenergiesysteme - Erzeugung, Transport, Übertragung und Verteilung elektrischer Energie. Springer-Verlag Heidelberg, New York 2009
V.
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Erstmal vielen Dank fr deine Ausfhrungen.

Das hrt sich gut an, ziemlicher dicker Schmcker und entsprechender Preis mit 129 EUR. Ich werde mal schauen, ob ich es irgendwo ausleihen kann bzw. notfalls kaufe ich es auch.
Andere Buchvorschlge oder Links sind trotzdem erwnscht :-)
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Ich versuche mir gerade mal mit meinem Halbwissen das von mir genutzte Stromnetz vorszustellen:
Das Ortsnetz hier gehrt zumindest bis oder inklusive Ortsnetztrafo meiner Gemeinde. Eventuell auch noch inkl. dem davor liegende Mittelspannungsnetz? Dieses Stromnetz wird fr den Betrieb/Wartung von meiner Gemeinde in Form einer Stromkonzession fr einen bestimmten Zeitraum (20 Jahre?) ausgeschrieben. Derzeit hat der NB RWE diese Stromkonzession. Dieses Stromnetz ist in der Regelzone vom NB Amprion.
1) Ich habe eine Photovoltaikanlage. Der eingespeiste Strom wird bei mir am Einspeise-Stromzhler einmal im Jahr abgelesen und damit abgerechnet (monatliche, pauschale Abschlge). Mein PV Strom kommt komplett an die Strombrse Leipzig, wo er zeitabhngig zu Kurswerten gehandelt/verkauft wird.
Also von mir mit meinem "dummen" Stromzhler bekommt die Strombrse definitv keine Messwerte ber die von mir gerade eingespeiste Strommenge. Das muss irgendwie rechnerisch ber eine Prognose oder ber Referenz-Messwerte/Hochrechnung geschehen. Wer macht diese rechnerische Ermittlung? Und wie?
2) Ich beziehe meinen Strom nicht vom NB RWE, sondern von den nahegelegenen Stadtwerken. Und bezahlen tue ich ihn wie berall mit den abgelesenen Werten von einem Stromzhler, unabhngig zu welcher Zeit ich den Strom verbraucht habe.
Ist es wirklich egal, zu welchem Zeitpunkt die Stadtwerke den von mir verbrauchten Strom ins Netz der RWE einspeisen?
Die Stadtwerke garantieren bei meinem kostrom, dass zeitgleich mindestens soviel kostrom ins Netz eingespeist wird, wie ihre kostromkunden auch entnehmen. Gemessen wird im 15 Minuten Raster. Falls der selbst erzeugte Strom aus Wasserkraftwerken, BHKW, ... nicht ausreicht, wird Wasserkraftstrom aus der Schweiz dazugekauft.
Woher wissen die Stadtwerke, wieviel Strom ich bzw. alle ihre kostromkunden gerade beziehen? Das kann doch wieder nur irgendwie mathematisch berechnet bzw. hochgerechnet werden?
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Am 30.01.11 11.51, schrieb Martin Kobil:

Ja. Kleinverbraucher werden i.d.R. typischen standardisierten Lastprofilen zugeordnet.
Volker.
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On Sun, 30 Jan 2011 02:51:11 -0800 (PST), Martin Kobil

Schau mal unter http://www.transparency.eex.com/de/daten_uebertragungsnetzbetreiber/stromerzeugung/tatsaechliche-produktion-solar
Das steckt auch Deine Anlage mit drin. Die Netzbetreiber wissen welche Anlagen am Netz hängen und wo sie installiert sind. Über Prognosemodelle ermittelt er wie bei der Windenergie die zu erwartende Produktion und bieten die Leistung dann an der EEX an.
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Martin Kobil schrieb:

Klar, oder meinst du, "dein" Strom wird separat vom Gotthard in deine Küche transportiert? Das passiert alles nur in den Abrechnungen.
Dieser Mumpitz endet dann damit, dass ich keinen Ökostrom mehr habe. Bei mir kommt jetzt schon gemäss Abrechnung knapp 80% Atomstrom aus der Dose, 30%-Punkte davon aus Frankreich. Ebenfalls nur auf dem Papier. Die tatsächlichen Flüsse würden mich schon interessieren, da ich aber 3 AKW in 10 km Umkreis habe, wird das mit den 80% Atomstrom so oder so hinkommen. Und das mit den ca. 20% Wasserkraft auch, da gibt es ca 5 Kraft- werke in dieser Umgebung. Aber eben, ein Wasserkraftwerk, und nicht das kleinste, hat ca 40 MW, das AKW 1200 MW.
Ich seh grad in einer Musterabrechnung, dass da noch saache und schreibe 0.001% PV und 0.003% Wind drin sind, und zwar zu 100% aus inländischer Produktion.
Im Betrieb dürften das dann eher 100% Atomstrom sein, eigene Leitung zum AKW ist schwer zu übersehen. Und die Heizung hängt am nuklearen Fernwärmenetz ;-). Mit dem Diesel könnten wir 1 MW zurückspeisen, kriegen aber nur wenige Betriebsstunden pro Jahr genehmigt, wegen Öko und so.
--
mfg Rolf Bombach

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Am 30.01.2011 11:51, schrieb Martin Kobil:

http://de.wikipedia.org/wiki/Standardlastprofil
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Joerg Bradel schrieb:

Hallo,
alle Spannungsebenen im Verbundnetz sind aber doch miteinander gekoppelt. Von 110/380 kV zur Mittelspannung oder Niederspannung geht es zwar nicht über einen einzigen Trafo, aber halt über mehrere hintereinandergeschaltete. So hat man überall die gleiche Momentanfrequenz.
Bye
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Uwe Hercksen schrieb:
[...]

Das hatte ich zwei Postings weiter oben auch geschrieben. Allerdings sorgte das bei meinem Gegenpart für Verwirrung ;-).
LG Jörg
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