Saugroboter

Nov 24, 2024 Last reply: 1 year ago 11 Replies

Seit einiger Zeit spiele ich mit dem Gedanken, einen Saugroboter anzuschaffen. Die Vielzahl der Angebote erschlägt mich und ohne Ausnahme haben sie alle etliche sehr schlechte Bewertungen, die, wenn man sie liest, vernünftig und wohlbegründet scheinen.



Deshalb frage ich jetzt hier, ob jemand aus eigener Erfahrung eine Kaufenpfehlung geben kann. Dabei gelten hier folgende Randbedingungen:


1) Es ist eine Wohnung auf einer Ebene. Erkennung von Treppen und anderen Stufen ist unnötig.
2) Es gibt keine Teppiche oder andere Textiloberflächen, alle Böden sind gefliest. Eine Wischfunktion ist sehr erwünscht.
3) Es gibt relativ viele Möbel mit relativ vielen Beinen und an allen fensterfreien Wänden stehen Bücherregale mit rund 10 cm Abstand zum untersten Regalbrett.
4) Er muß ohne Netzverbindung nach draußen funktionieren. Einmalig und kurz zur Einrichtung wäre notfalls tolerierbar, aber mehr nicht.

Bei den Geräten, die gut genug sind, suche ich naturgemäß das preiswerteste, aber so viel wie nötig würde ich zahlen. Meine naive Erwartung ist, spürbar unter 400 Euro zu bleiben.



Danke Axel



Am So.,24.11.24 um 13:41 schrieb Axel Berger:

Stiftung Warentest 1/24 S.60ff und 12/22 S.54ff sind bekannt?

Nein. Meine Hoffnung waren Antworten hier aus der Gruppe in der Art "Ich habe Abc-xyz schon länger und a) kann ihn empfehlen oder b) würde ihn nicht wieder kaufen." Warentest-Artikel schienen mir bisher bei allen Gegenständen, von denen ich selbst etwas verstehe, unsinnig und unbrauchbar. Ich habe aber (auch deshalb) schon sehr lange keine mehr gelesen.

Hätte ich gemacht, aber deine Anforderungen stimmen nicht ganz mit den Eigenschaften meines Saugroboters überein.

Es ist ein iRobot Roomba i6, der im Vergleich zu seinem Vorgänger Roomba

886 systematisch saugt (Mäander + 1x ringsherum am Rand) und nicht nach einem Zufallsprinzip - es dauert nur 1/4...1/3 der Zeit je Raum. Wischroboter habe ich absichtlich als extra Gerät, damit ist diese Reinigungsarbeit weitestgehend parallelisierbar und ein Defekt ist kein Totalausfall der Reinigungsroboter.

Aber Vorsicht, etwas modernere Reinigungsroboter wie der Roomba i6 haben verschiedene Sensoren, sogar *Kameras* zur Raum- und Hinderniserkennung. Und eine Internetverbindung... vermutlich ist dein Interesse jetzt kleiner.

Und Cloudzwang!

Grüße Marc

--

---------------------------------------------------------------------------- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Rhein-Neckar, DE | Beginning of Wisdom " | Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 6224 1600402

Richtig erkannt. Die entscheidende Frage lautet: was tun sie, wenn die Verbindung nach draußen "kurzfristig gestört" ist? Wenn einer der Besitzenden bereit wäre, aus Neugierde während des Betriebes duch einen Schalter im Router einmal den Test zu machen, wäre das nett und hilfreich.

Hier gibt es mehrere Geräte, bei denen ich das so gemacht habe. Natürlich fehlen die offensichtlichen Goodies und "Vorzüge", aber ich sehe für mich keinen Mangel und bin zufrieden. Von Saugrobotern verstehe ich halt gar nichts und weiß nicht einmal, wonach ich suchen und worauf ich beim Lesen achten sollte.

Danke Axel

Nicht hilfreich, das kann schon beim nächsten Gerät desselben Herstellers anders sein.

Grüße Marc

Wie Marc schon schrieb ist, das kaum für andere Geräte zu verallgemeinern. Wie gewünscht der Test:

Ich habe den WLAN PPSK Zugang meines Roomba i6 auf ein nicht existentes VLAN gelegt - keine Internetverbindung:

- nach einschalten sucht er ca. 1 Minute bzw. wartet wohl auf ein DHCP response

- manueller Start am Gerät "CLEAN"

- er putzt... allerdings anfangs nicht ganz so systematisch nach Plan, klar ihm fehlt der vorher kartographierte Raum, Hindernissen weicht er aus, zumindest gefühlt aber öfter via Frontbumper

- Putzzeit weiterhin kurz, subjektiv ohne Flächen zu vergessen

- die Ladestation findet er auch immer noch

- klar in der App ist er nicht zusehen ;-) und lokale (LAN) Zugriffe via Browser sind bei solchen Geräten (wie auch bei Rasenrobotern) den Herstellern völlig unbekannt, es muss Cloud + App sein (eine IMO furchtbare Seuche)

Das klingt doch hervorragend. Danke

Eben.

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Kurz etwas weiter ausgeholt:

Viele Menschen lehnen so einen "neumodischen Kram" wie Haushaltsroboter, Funksteckdosen mit mehr als Fernbedienung an/aus u.a. IoT Geräte aus verschiedenen Gründen generell ab. Die übrig bleiben, wollen vor allem Bequemlichkeit und extreme Einfachheit und davon vermutlich die Mehrheit hat nur ein Smartphon als einziges Internet-fähiges Gerät.

Ausschließlich lokale Zugriffe im LAN z.B. über Webbrowser, alternative Firmware wie Tasmota, Datenhaltung auf eigenen, lokalen Servern sind etwas für Experten und Nerds (mit einer Schnittmenge). Das will die Industrie offenbar nicht anbieten, weil die Zielgruppe winzig und außerhalb von Experten und Nerds einen explosionsartig wachsenden Supportaufwand bedeuten würde (und schlechte Kritik/Presse, wenn nicht alles wie gedacht einfach und bequem eingerichtet werden kann oder funktioniert).

So bleibt im Bereich Hausautomatisierung für Interessierte oft nur die Entscheidung mit den Wölfen heulen oder Verzicht auf viele Geräte. Wenn man solche IoT Geräte wenigsten in ein extra Gästenetz (kann jede Fritzbox) packt oder mit besserem Equipment ideal in mehrere VLAN strukturiert um Gerätegruppen wie z.B. Shellys oder Shellys mit Wechselrichtern u.v.a.m. auch eine Kommunikation untereinander oder nach außen zu gestatten - aber eben nicht zu allen anderen Geräten im LAN - hat man eine Sicherheitsschicht eingezogen, die noch mehr andere Geräte ausspähen und MITM Angriffe stark eindämmt bis nahezu verhindert.

Ich habe mich für eine technische Lösung mit mehreren VLAN (mit getrennten IP Bereichen, auch per DHCP und wahlweise Routingmöglichkeit

*in* eines der Geräte VLAN (statefull) entschieden und freue mich über die Erleichterungen die aktuelle Geräte bieten. Das kostet natürlich etwas Zeit für eine Konzeption und dessen Umsetzung, aber statt mich immer wieder nur über alles aufzuregen und nicht zu tun, habe ich diese Zeit für Konzept und Umsetzung genutzt. Die technische Basis dafür (TP-Link Omada) hatte ich mir vor gut 3,5 Jahren gekauft, da war was mit "arbeitet bitte möglichst von zu Hause", und ich wollte mein LAN ohnehin modernisieren, einen passenden Router u.a. mit VLAN Verwaltung hatte ich schon.

Eine gute Orientierung sind die Integrationen verschiedener Geräte bei Home Assistant: Home Assistant gibt bei jeder Integration an, ob sie lokal oder cloudbasiert abläuft. Etwa bei Roomba:

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steht "local push" bei IoT Class.

Wenn die Leute von Home Assistant es nicht schaffen Geräte lokal zu integrieren, dann ist es typischerweise nicht sinnvoll möglich.

/ralph

Ich hätte Deinen guten Rat gleich ernster nehmen sollen. Hab's jetzt nachgeholt. Wenn der Text so stimmt, arbeitet die gesamte Navigation und Funktion prima ohne Netz. Nur Schnulli wie Zeitprogramme und Sperrbereiche fallen weg. Meine Sperrbereiche funktionieren auch ohne App, es sei denn, der Roboter führte scharfe Handgranaten mit.

Mein wichtigster Problembereich ist die Küche und nur ein Gerät war im letzten Test beim Wischen gut. Das ist es jetzt geworden. Wenn ein Fehlkauf wird, hört Ihr mein Wutgebrüll ganz ohne Usenet.

Danke Axel

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