Saugroboter-2

Dec 09, 2024 Last reply: 1 year ago 7 Replies

Weil Anleitungen ja so 90er sind in den den kryptischen Notizen ("vollständiges Manual", ha ha), die ich habe, nichts drinsteht, muß ich wieder hier fragen.



Eine App konnte ich trotz neuen aktuellen Smartphones nicht installieren, dazu muß ich ein dem Hersteller genehmes Extraphone dazukaufen. Aber was soll der Mist überhaupt? Welcher halbwegs normale Mensch will Wohnungsgrundrisse auf einem Briefmarkenschirm bearbeiten? Andere Cloudanbieter bieten wenigsten eine Website für den richtigen Bildschirm an. Was soll der primitive Mist?



Aber es funktioniert auch ohne App und im Prinzip gar nicht so schlecht. Aber wie macht Ihr das bei Euch? Zimmertüren kosten nicht nur Geld (das man, wenn man keine will, sparen könnte), sie erfüllen auch einen Zweck, jetzt in der Heizperiode besonders. Ich kann und will sie nicht aufstehen lassen und wenn ich es doch täte, dann wären sie im Raum beim Putzen im Weg.



Wie reinigt Ihr einen Raum, der durch mehrere Türen vom Dock getrennt ist? Einfach hintragen und starten ist laut Kurzleaflet verboten und funktioniert wirklich nicht. Die Station umzustellen und jedes Mal einen Suchlauf vorauszuschicken, scheint zu gehen, aber muß das wirklich sein?



Wie reinigt Ihr Räume, in denen das Dock nicht steht? Der Hertsteller sagt in den auffindbaren Unterlagen genau gar nichts dazu. (Oder soll man näheres mit der Lupe auf der Briefmarke lesen?)



Danke Axel



Am 09.12.24 um 22:40 schrieb Axel Berger:

Eingebaute Bedienelemente (insbesondere, wenn es ein "richtiger" Bildschirm sein soll) kosten Geld und der Heimcomputer ist in den meisten Haushalten heute nun mal ein Smartphone.

Briefmarkenschirm muss nicht sein, Tablets existieren und die meisten modernen Smartphones sind (leider) auch nicht viel kleiner.

Bescheuert ist allerdings der Cloud-Zwang der allermeisten "smarten" Produkte. Geplante, durch den Hersteller erzwingbare Obsoleszenz. :-(

Mit einem konventionellen Staubsauger. Hier steht zu viel beweglicher Kram auf dem Boden herum, als das ein Saugroboter irgendwie Chancen hätte. Im Arbeitszimmer möchte ich außerdem gerne den Boden vorher nach herunter gefallenen Bauteilen absuchen.

Stimmt. ein eingebauter Bildschirm wäre noch schlimmer, für den müßte ich außerdem noch auf dem Boden herumkriechen.

Ich habe hier 17" als äußerstes Minimum und und 27" regulär. Für genaues Zeichnen will ich außerdem eine Maus mit mehreren Tasten und kein Fingergetatsche.

Da mir der Hersteller die Klaut verweigert, zumindest ohne Zwngsanschaffung eines Zusatzgerätes, merke ich mit Freude, es geht offenbar auch ohne.

Deshalb richtet sich die Frage an diejenigen hier, die so einen Roboter regelmäßig verwenden und über mehr als ein einziges Zimmer verfügen.

Es so zu machen, ist schlicht billiger als jedem Gerät einen eigenen Webserver zu verpassen. Und securitymäßig besser auf dem Stand zu halten ist es auch.

Grüße Marc

Die Steigerung ist noch "mehrere Stockwerke", da MUSS man den Roboter tragen.

Grüße Marc

Am 09.12.2024 um 22:40 schrieb Axel Berger: ...

Ich hatte recht lange gesucht um einen neuen Saugroboter zu finden, der meine Anforderung inkl. Preis zu >90% erfüllt - wie ich schon schrieb ist das ein iRobot Roomba i6.

Er kartographiert Räume bei der Erstreinigung selbstständig, man kann einen Namen in der App vergeben.

Ein Raum ohne Dock, oder wo er nicht selbst hinfahren kann (Türschwellen, Stufen, Treppen): ich trage ihn hin, drücke auf "clean": er putzt los und erkennt den Raum selber wieder (huuu Kamera) und zeigt den vergebenen Raumnamen in der App an, die App kann man nach anlernen, kartographieren und Raumbezeichnung vergeben aber auch ignorieren. (was ohne Internetverbindung "passiert" hatte ich auf deine Anfrage bereits in snipped-for-privacy@news.einzel.de> geschrieben) Nach den hinstellen kann man ihn alternativ auch per Raum+Start in der App losschicken, die vorherige Putzzeit und die aktuell vergangene werden angezeigt, auch wenn man ihn per "Clean"Taste losgeschickt hat.

Nach dem auspacken des Roboters hatte ich nur die (iOS) App installiert und den Saugroboter in ein passendes WLAN aufgenommen, dazu brauchte ich IIRC bis auf die Hinweise in der App keine weitere Anleitung. Nachgesehen habe ich IIRC nur wie man ihn "richtig" ausschaltet.

Ach ja, am Putzende muss man ihn manuell reinigen und manuell ins Dock stellen, ich schalte ich nach der Ladung komplett aus. Wie gut Roboter mit automatischen Reinigungsstationen funktionieren kann ich nicht sagen, da wir in einem alten Haus mit Stufen und Treppen auf mehreren Etagen wohnen, war von vornherein klar, dass Kollege Roboter etwas manuelle Zuwendung zwischen den meisten Räumen benötigt.

Der klassische Staubsauger steht in der Ecke, kalte Redundanz. Beim Vorgänger Roomba 886 mit Chaos-Reinigungskurs kam er noch ab und an in anderen Räumen zum Einsatz, mit dem Roomba i6 bisher nicht mehr. Nur ein Akkustaubsauger für Polstermöbel u.ä. ist noch zusätzlich im Einsatz.

Ein ESP32 kostet als Einzelstück nur wenige Euro, in Stückzahlen unter einem Euro. Er hat mehr als genug Power für die Steuerung des Roboters, eine Serverkomponente, und WLAN+Bluetooth sind auch bereits an Bord. Andere Microcontroller-Hersteller haben Ähnliches im Sortiment. Die Hardwarekosten sind es also schon mal nicht.

Ein Webserver, der eine REST-API bereitstellt, ist keinen Deut komplexer, als ein Client, der eine solche API benutzt. Die Smartphone-App (oder die HTML/CSS/JS-Lösung für den Browser) muss eh in beiden Fällen programmiert werden. Tatsächlich ist die Cloud-Lösung auf der Softwareebene sogar teurer, weil sie mit dem Cloud-Server noch eine dritte Komponente hat, die irgendwer programmieren und warten muss.

Nein, der Trend zur Cloud hat drei ganz andere Gründe:

- falls das Gerät (primär fürs Marketing, bei einem Staubsauger macht das real wenig Sinn) auch von unterwegs bedienbar sein soll, spart die Kommunikation "über Bande" den für Otto Normalnutzer kaum zu bewältigen Kampf mit Firewall und CGNAT.

- sie erlaubt dem Hersteller die Kontrolle der Geräteflotte auch nach dem Kauf. Das umfasst sowohl Telemetrie zur Optimierung des Nachfolgeproduktes als auch anschließend mehr oder weniger expliziten Druck zum Kauf dieses Produktes.

- sie erlaubt dem Hersteller die Gewinnung von Daten, welche sich als zweite Einnahmequelle an die Werbeindustrie verkaufen lassen.

Nein, ganz im Gegenteil. Ein nur direkt vor Ort per Bluetooth oder WLAN ansprechbares Gerät ohne Internetanbindung ist inhärent sicher, auch wenn es keine Updates erhält.

Der Umweg über das Internet hingegen erfordert ständige Aufmerksamkeit und Wartung sowohl der Firmware des Endgerätes als auch des Servers.

Wir sind im Prinzip derselben Meinung, ich kann nur in so vielen Punkten Deinen Behauptungen nicht zustimmen dass ich das jetzt nicht im Detail ausdiskutieren mag. Es ist auch schon alles oft genug gesagt worden, auch hier.

Grüße Marc

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